<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Archibald schaut Welt &#187; Ansinnungen 2018</title>
	<atom:link href="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/category/ansinnungen-2018/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net</link>
	<description>Vom Bären vom Brandplatz</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 Jul 2025 10:13:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Ende?</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/23/anleihen-ansinnen-anleidtungen-ende/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/23/anleihen-ansinnen-anleidtungen-ende/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2018 08:47:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10143</guid>
		<description><![CDATA[
„two riders werde approaching and the wind began to howl!“
Obige Photographie wurde uns vor wenigen Tagen zugesandt. Es zeigt die zwei Reisenden in offensichtlicher Harmonie und von tiefer Ruhe umspielt auf einer Bank vor dem alten Gotteshaus auf der Insel der letzten Wochen und Monate. Wenig sp&#228;ter – wir hatten berichtet – brach der Sturm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10144" title="2018_29" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/04/2018_29.jpg" alt="2018_29" width="515" height="275" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>„two riders werde approaching and the wind began to howl!“</strong></em></p>
<p>Obige Photographie wurde uns vor wenigen Tagen zugesandt. Es zeigt die zwei Reisenden in offensichtlicher Harmonie und von tiefer Ruhe umspielt auf einer Bank vor dem alten Gotteshaus auf der Insel der letzten Wochen und Monate. Wenig sp&#228;ter – wir hatten berichtet – brach der Sturm der Uneinigkeit &#252;ber die Beiden herein. Das vermeldeten uns unbekannte Informanten. Sagt man so.</p>
<p>Ein Schiff schaukelt auf hoher See. H&#228;lt Kurs. Welchen? Mit Wucht und allzu hysterisch willkommen gehei&#223;en vom Aufrechtgeher war in diesen Tagen ein Sommer – einer der vielen unentschiedenen – durch die T&#252;r gest&#252;rmt, als k&#246;nne das gehetzte &#220;berspringen der Schwelle den Lenz obsolet machen. In den Zeiten, da das Warten und die Vorfreude aus dem Repertoire verbannt und durch vermeintliche Befriedigung und L&#246;sung ad hoc ersetzt werden, kein Wunder. Hoch im Norden jedoch sammelten schon die zornigen Kohorten des V&#228;terchen Frost die letzten Kaltluftblasen ein, um sie in den n&#228;chsten Tagen und Stunden gen S&#252;den zu werfen.  Das Schiff auf hoher See nun war gewappnet, die zwei Postboxen gut vert&#228;ut, der Kapit&#228;n weitgesegelt.</p>
<p>Doch wohin ging die neue Reise? Gut informierte Kreise vermuten das Eiland der Angel und Sachsen sei das Ziel, da noch <a href="http://archibalds-welt.de/category/tales-and-tellings/" target="_blank"><strong>eine alte Geschichte</strong></a> heruml&#228;ge, die es zu Ende zu erz&#228;hlen gilt und zudem m&#252;ssten die zwei Reisenden mal – getrennt? &#8211; austreten. Doch wie eben angemerkt, all dies pure Spekulation.</p>
<p>Wir wollen sehen und uns solange gedulden. Zwei wilde Reiter tanzen auf dem Kamm einer anrauschenden Welle gigantischen Ausma&#223;es heran und ein st&#252;rmischer Wind beginnt zu heulen. Weia!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10145" title="2018_30" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/04/2018_30.jpg" alt="2018_30" width="515" height="251" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/23/anleihen-ansinnen-anleidtungen-ende/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Vierzehn.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/13/anleihen-ansinnen-anleidtungen-vierzehn/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/13/anleihen-ansinnen-anleidtungen-vierzehn/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2018 16:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anregende Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10123</guid>
		<description><![CDATA[
„Indem ich Ihnen Nein sage, sage ich Ja zu mir!“
Es f&#228;hrt ein Zug ins Irgendwo. Und: Es gibt keine Ablichtungen der zwei Reisenden heute. Dies hat nichts mit pl&#246;tzlich aufgetauchter Kamerascheu der Beiden zu tun. Wir wissen schlichtweg nicht, wo sich die zwei Reisenden momentan befinden. Nachfragen bei Einheimischen bez&#252;glich des gegenw&#228;rtigen Aufenthaltsort der zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10124" title="2018_27" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/04/2018_27.jpg" alt="2018_27" width="515" height="243" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>„Indem ich Ihnen Nein sage, sage ich Ja zu mir!“</strong></em></p>
<p>Es f&#228;hrt ein Zug ins Irgendwo. Und: Es gibt keine Ablichtungen der zwei Reisenden heute. Dies hat nichts mit pl&#246;tzlich aufgetauchter Kamerascheu der Beiden zu tun. Wir wissen schlichtweg nicht, wo sich die zwei Reisenden momentan befinden. Nachfragen bei Einheimischen bez&#252;glich des gegenw&#228;rtigen Aufenthaltsort der zwei Reisenden hatten ergeben, da&#223; die Gef&#228;hrten nach Erklettern der Plattform eines der Inselbahnwaggons offensichtlich in einen heftigen Streit geraten waren. Einer der zwei Reisenden, vermutlich der B&#228;r namens Mahler, stand der Sinn nach Bleiben, Budnikowski, wie wir den Hasen hei&#223;en, zog und zerrte Richtung eines Aufbruchs, wobei dieses auch nicht einfach so hier stehenbleiben kann in behaupteter Eindeutigkeit, ist Herr Mahler doch vom Gl&#252;cke beseelt endlich die Bahn gefunden zu haben und eben deren Geleise f&#252;hren geradewegs zum Hafenbahnhof der Insel und dort am Kai wartet das Postschiff auf ein Signal zur Abfahrt Richtung Festland, ein Signal vom Hasen namens Budnikowski herbeigesehnt wie ein n&#228;chstes Osterfest ohne Frost auf den Eiern, auch wenn dieser Vergleich hinkt wie er selbst, unser  Hase, welcher beim gehetzten Sprung auf die Plattform des hintersten, also letzten, bei der R&#252;ckfahrt jedoch ersten, Inselbahnwaggon sich das Knie verdrehte hatte und deshalb vor dem Inselhafen lieber den Inselarzt zu Gesicht bekommen h&#228;tte, damit dieser die einem Hasenherz innewohnenden Zweifel und &#196;ngste hinsichtlich langwieriger Verletzungsauswirkungen zerstreuen m&#246;ge, was wiederum den B&#228;ren aber in eine f&#252;r diesen eher untypische Wei&#223;glut versetzte und so dem Hasen ein entnervendes Hin und Her vorwarf, ihn gar der Herumlaviererei zieh, nicht gerade von systematischer Machart, aber doch von chronischer Natur, was der Hase mit einem zornesroten „Und das aus Ihrem den Zweifel huldigenden Mund, Sie Heuchler!“ konterte. In der Folge flogen, wie vereinzelte Augen – und Ohrenzeugen es vermeldeten, zwischen den zwei Reisenden doch recht scharfe Pfeile der Entr&#252;stung und gegenseitigen Beschuldigung hin und her. Auffallend bei der Wortwahl war, da&#223; einiges aus B&#252;chern und Artikeln zitiert schien, aus jenen Schriften eben, die man in den letzten Tagen und Wochen noch in trauter Austauschstimmung belesen, teils gar verschlungen hatte. Ein kenntnisreicher Beobachter w&#228;hnte sich in einem Musentempel in jene Tage kurz vor oder nach der Premiere versetzt, wenn – La&#223; die H&#228;nde des Auditorium schweigen, la&#223; sie rasen! – aus entt&#228;uschten Erwartungen Messer wachsen und sich mit den fiesen S&#228;beln der Gottergebenen und Zyniker funkenschlagende Duelle liefern. Also zitieren wir im folgenden frei nach nicht eindeutig verifizierbaren Berichten der einheimischen Lauscher und Sp&#228;her, &#252;bernehmen aber keine Garantie f&#252;r eine korrekte Zuordnung der Zitate. Welcher der zwei Reisenden dem anderen Reisenden was an den entflammten Kopf warf entzieht sich unserer Kenntnis und offen gesagt ist uns dies auch in Zeiten genereller Geschw&#228;tzigkeit nicht wichtig.</p>
<p>„Wenn man seine Wurzeln nicht losl&#228;&#223;t, kommt man nie vom Fleck!“</p>
<p>„Haltloses Geseier! So versaubeutelt man lediglich seine eh schon verheerende Co2 – Bilanz! Bleibe zu Hause und wehre Dich redlich!“</p>
<p>„Ja, die liebe ich ganz besonders, die da auf ihren H&#252;geln sitzen und geifernd in Ebenen glotzen, wo die Schlachten geschlagen werden, den vom Sitzen wunden Arsch in ihren, die Welt drau&#223;en nicht einen Cent interessierenden, Anekd&#246;tchen und Fotoalben badend!“</p>
<p>„Spiegelfechter! Was Sie t&#228;glich an Geistesverm&#246;gen aus dem Fenster in Ihrem Kopf auf die Welt werfen, verm&#252;llt mir das letzte St&#252;ck verbliebenen Seelenfriedensstrandabschnitt, mein Herr!“</p>
<p>„Hah! Andere im Gegenzug &#246;ffnen das Fenster lediglich um ihre verschnarchte Nachtluft in den &#196;ther zu furzen! Lie&#223;e ich mein Kopffenster geschlossen, die wenig sp&#228;ter erfolgende Detonation, Sie m&#246;gen dies nicht erleben auf Ihrem ewigen Sofa!“</p>
<p>„Ich bin kurz davor Sie zu bezichtigen an der Stelle Ihres Herzens scheppert ein M&#252;lleimer!“</p>
<p>„Selbst wenn dies der Wahrheit entspr&#228;che, sie werden mich niemals Chips kauend am Ufer eines Eilands sitzen sehen!“</p>
<p>„Ihre Heimatverleugnung schreit zum Himmel! Beklagen Sie sich nicht &#252;ber Nachtfr&#246;ste und Eiszapfen an Ihrer Nase, Sie fliegender Holl&#228;nder!“</p>
<p>„Ihr Heimatgefurze ist nichts anders als tiefsitzende Lieblosigkeit gegen&#252;ber der Welt, ein billiges Tattoo, ein Etikett auf einer Flasche Weisheitstropfen aus dem Schw&#228;tzerdiscount!!“</p>
<p><a href="https://thomasbernhard.at/index.php?id=279" target="_blank"><strong>„Indem ich Ihnen NEIN sage, sage ich JA zu mir!“</strong></a></p>
<p>Die Reste des uns &#252;bergebenen Protokolls, um genau zu sein die &#220;berreste eines Ged&#228;chtnisprotokolls, weisen zu gro&#223;e L&#252;cken, Rechtschreibfehler, Kritzeleien, verschmierte Korrekturen und dergleichen mehr auf, da&#223; wir dies hier nicht &#246;ffentlich machen wollen, wobei uns nicht vollkommen klar ist, ob der Protokollant sich gro&#223;e Teile des oben Ver&#246;ffentlichen nicht aus seinen offenbar belesenen, von Druckerschw&#228;rze starrenden Fingern gezogen hat und wem die Lekt&#252;re des Obigen n&#252;tzen mag au&#223;er dem gefalls&#252;chtigen Ego des anonymen Protokollanten – war es die Hafenpolizei, ein zuf&#228;llig Vorbeiradelnder, ein omin&#246;ser DRITTER Reisender, eine Drohne oder ein Lachm&#246;we? &#8211; es sei dahingestellt. Gewi&#223; ist, man beschlo&#223; die zwei Reisenden in getrennten Postboxen von der Insel reisen zu lassen.</p>
<p>M&#246;gen die G&#246;tter der Reisenden  ihre Fl&#252;gel und unz&#228;hligen Arme sch&#252;tzend &#252;ber die zwei Gef&#228;hrten halten! Von ihren neuen Zielen ist uns jedoch nichts bekannt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10125" title="2018_28" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/04/2018_28.jpg" alt="2018_28" width="515" height="275" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/13/anleihen-ansinnen-anleidtungen-vierzehn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Dreizehn.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/09/anleihen-ansinnen-anleidtungen-dreizehn/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/09/anleihen-ansinnen-anleidtungen-dreizehn/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2018 18:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10115</guid>
		<description><![CDATA[
„Und ich frog mi warum I no do bin!“
Prinzipiell sind glitzernde Gleise, die sich unbefahren und vielversprechend in eine verlassene Gegend legen, ein beruhigender Anblick, vorausgesetzt man m&#246;chte verweilen und legt keinen gesteigerten Wert auf Gesellschaft jeglicher Art, ist sich selbst genug und erwartet vom Drau&#223;en generell weniger Anregung denn Irritation, ja St&#246;rung. Beunruhigender trifft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10116" title="2018_25" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/04/2018_25.jpg" alt="2018_25" width="515" height="242" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>„Und ich frog mi warum I no do bin!“</strong></em></p>
<p>Prinzipiell sind glitzernde Gleise, die sich unbefahren und vielversprechend in eine verlassene Gegend legen, ein beruhigender Anblick, vorausgesetzt man m&#246;chte verweilen und legt keinen gesteigerten Wert auf Gesellschaft jeglicher Art, ist sich selbst genug und erwartet vom Drau&#223;en generell weniger Anregung denn Irritation, ja St&#246;rung. Beunruhigender trifft solcher Anblick denjenigen dem eine gewisse Unruhe innewohnt, entweder hervorgerufen durch Erwartungen, Hoffnungen aller Couleur und Provenienz oder durchaus nachvollziehbar ob lang get&#228;tigter und gewissenhaft einzuhaltender Verabredungen oder Versprechen. Die zwei Reisenden auf dem Andreaskreuz sind da ein wenig unschl&#252;ssig, ein jeder in sich und auch ein wenig &#252;ber Kreuz liegen sie, wie man so sagt. Archibald Mahler verweilt noch im Zustand des Quartalsmisanthropie, w&#228;hrend Kuno von und zu Budnikowski seine F&#252;hler Richtung Lenz und Mitwesen ausstrecken mag.</p>
<p>„Nicht viel, was hier geschieht, mein lieber Budnikowski!“</p>
<p>„Mahler! Nennen wir es beim Wort! Nix, nix iss hier!“</p>
<p>„Nun gut: Ebbe, Flut, hell, dunkel, Sonne, Regen. Nichts buchstabiert sich anders meinem Daf&#252;rhalten nach.“</p>
<p>„Ja ja! Die Bewegung in sich, das gro&#223;e Weltatmen, das Gleichma&#223;, Bewegung im Stillstand. Mir aber ist nach profaner Abwechslung. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=N0HvFv8rR7I" target="_blank"><strong>Ich bin reif f&#252;rs Festland.</strong></a>“</p>
<p>„Ja, aber man mu&#223; l&#228;nger bleiben, wenn man verstehen will, gebe ich zu bedenken!“</p>
<p>„Das stimmt. Aber manches versteht man auch erst wenn man reist, nicht wenn man bleibt!“</p>
<p>„Kann sein, doch wer h&#246;rt eben Ihr Rufen, wer leiht uns ein fahrplanm&#228;&#223;iges Ohr?“</p>
<p>„Mahler, Genosse, sie leiden unter einen fixen Idee! Sie haben sich in diese Inselbahn verguckt, aber mir schwant hier ist nichts von Gegenseitigkeit zu sehen!“</p>
<p>„Dies w&#252;rde mich a) wundern, b) fundamental irritieren und c) ordentlich schmerzen!“</p>
<p>„<em>(im Fl&#252;sterton)</em> Aufgemerkt! Lassen Sie uns das Verkehrsmittel wechseln!“</p>
<p>„Woher nehmen, wenn nicht stehlen, werter Hase?“</p>
<p>„B&#228;r, sieht er dort den Aufrechtgeher aus dem Geb&#252;sch sich stehlen, wo jener eben die Fr&#252;hst&#252;ckskanne Ostfriesentee abschlug? Sieht er welcher Ziel der Struller anstrebt?“</p>
<p>„Sie meinen?“</p>
<p>„Auf und hopp ins K&#246;rbchen, behende und leise. W&#228;re nicht das erste Mal, da&#223; wir als Blinde Passagiere reisten!“</p>
<p>Ist der st&#228;ndige Wind dem Wanderer schon ein Pr&#252;fstein, so singt die wahren Klagelieder der Radler, der ihm ausgesetzt. Tr&#228;nenden Auges, fluchend und mit schmerzendem Oberschenkel rollte der uns unbekannte (na ja!) Chauffeur der zwei Gef&#228;hrten zwischen Salzwiese und D&#252;ne dahin. Das Inseldorf nahte. Hinten im Korb frohlockte ein B&#228;r, denn ein schriller Pfiff zerri&#223; die Luft.</p>
<p>„Verdammt Mahler! Halten Sie an sich! Wir rollen eben so komfortabel!“</p>
<p>„Ha! Von wegen fixe Idee! Bei drei wird gesprungen und rauf auf die Plattform. Eins! Zwei! Drei!“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10117" title="2018_26" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/04/2018_26.jpg" alt="2018_26" width="515" height="274" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/09/anleihen-ansinnen-anleidtungen-dreizehn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Zw&#246;lf.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/07/anleihen-ansinnen-anleidtungen-zwoelf/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/07/anleihen-ansinnen-anleidtungen-zwoelf/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Apr 2018 07:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10105</guid>
		<description><![CDATA[
„F&#252;hl es vor! Du wirst gesunden: traue neuem Tagesblick!“
Die zwei Reisenden wollten also eine Insel verlassen. Nur wie? Die Suche nach einem Boot war nicht vom Gl&#252;cksstern beschienen und eine Eisenbahn war nur zu h&#246;ren, keine Lok aber in Sicht, lediglich Waggons auf einem Abstellgleis und leer in die Ferne ziehende Schienenstr&#228;nge. Verwirrung wuchs und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10106" title="2018_23" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/04/2018_23.jpg" alt="2018_23" width="515" height="222" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>„F&#252;hl es vor! Du wirst gesunden: traue neuem Tagesblick!“</strong></em></p>
<p>Die zwei Reisenden wollten also eine Insel verlassen. Nur wie? Die Suche nach einem Boot war nicht vom Gl&#252;cksstern beschienen und eine Eisenbahn war nur zu h&#246;ren, keine Lok aber in Sicht, lediglich Waggons auf einem Abstellgleis und leer in die Ferne ziehende Schienenstr&#228;nge. Verwirrung wuchs und so die Zweifel, wobei hier einzuschieben w&#228;re, was ist auch da Huhn und was das Ei! Verwirrter Zweifel oder zweifelnde Verwirrung. Gewi&#223; nur war der unbedingt formulierte Willen der Gef&#228;hrten eine Ortsver&#228;nderung anzustreben, die Reise fortzusetzen, zumal ihnen ein Weg zu F&#252;&#223;en lag, schnurgerade ausgerollt gen West. Vom Unvermeidlichen, Gnadenlosen, dem st&#228;ndigen Wind dieses nicht enden wollenden Winters m&#246;ge geschwiegen werden. Er weht stets von vorn, welche Richtung man auch einschlagen mag, der kalte Hund. Der B&#228;r formuliert schweren Schritts, der Hase versucht sich am Moonwalk, pfeift und antwortet, wenn gefragt.</p>
<p>„Ich bin zugegebenerma&#223;en etwas verwirrt, bester Budnikowski. Auf der alten Karte lag im Osten ein Bahnhof der Inselbahn, dort auf der sandigen Spitze, sie erinnern sich, wo wir unl&#228;ngst die alten Pf&#228;hle entdeckten und r&#228;tselten.“</p>
<p>„Gewi&#223;, Mahler. Aber wir laufen nach Westen, geradeaus, flott wie Otto, was Neues zu beginnen!“</p>
<p>„Man h&#246;rt das Pfeifen, aber man sieht nichts!“</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=4Uj3zitETs4"><em><strong>„Soll ich leiser?“</strong></em></a></p>
<p>„Nein, nicht Sie. Die Bahn. Doch vielleicht pfiff all die Tage nur der Wind. In mir sprie&#223;en Zweifel wie G&#228;nsebl&#252;mchen. Der Sinn unseres Gehens, hier und heute?“</p>
<p>„Rumstehen, B&#228;r, ist noch bl&#246;der. Selbst die Inseln wandern. Haben Sie doch gesagt!“</p>
<p>„Ich las davon. Im Westen greifen sich See und Sturm den Sand, toben, rauschen, blasen und laden ihre Fracht im Osten wieder ab. Und so wandert die Insel jeden Herbst und Winter ein kleines St&#252;ckchen Richtung Moskau. Im Fr&#252;hjahr packt der einheimische Aufrechtgeher das kostbare S(tr)andgut fluchend auf Laster, f&#228;hrt das Ganze wieder Richtung San Francisco und l&#228;dt es ab, auf da&#223; die Str&#228;ndk&#246;rbe nicht auf Schlick stehen m&#252;ssen und der Rubel aka Dollar rolle.“</p>
<p>„Das Stetige, das Hin und Her, &#252;ber das wir die Tage r&#228;sonierten, es f&#228;rbt ab!“</p>
<p>„Wie bitte!“</p>
<p>„Naja, die Einheimischen machen einen auf Sysiphos und &#228;ffen die Natur nach!“</p>
<p>„Nur das ihre Chancen in diesem Wettbewerb als Sieger zu enden sehr geringe sind!“</p>
<p>„Wenigstens kommt nichts weg. Vom Sand, meine ich!“</p>
<p>„Das kapieren sie halt nicht. Das eben nichts wegkommt. Vom Abfall. Der Hybris. Aller Dummheit. Und dieses alte H&#252;pflied in Ihrem Sch&#228;del wohl auch!“</p>
<p>„Man kommt gut gelaunt galanter fortw&#228;rts! Stimmt doch, lieber Grummelb&#228;r!“</p>
<p>„Fortw&#228;rts! Sch&#246;nes Wort. Gl&#252;ckwunsch, Meister Budnikowski! Gl&#252;ckwunsch. <em>(Es wird weiterhin gepfiffen eine Weile. Dann pl&#246;tzlich der B&#228;r erfreut im Ausruf.)</em> Da! Sehen Sie? Geleise! Ein Kreuz!“</p>
<p>„Rauf! Hoch! Spitzbubenleiter!“</p>
<p>Gesagt getan. Jetzt brummt der B&#228;r. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=myifiXG1WUA"><strong>Etwas dissonant.</strong></a> Dann antwortet kein Zug.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10107" title="2018_24" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/04/2018_24.jpg" alt="2018_24" width="515" height="250" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/04/07/anleihen-ansinnen-anleidtungen-zwoelf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Elf.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/30/anleihen-ansinnen-anleidtungen-zehn/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/30/anleihen-ansinnen-anleidtungen-zehn/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 18:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anregende Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10097</guid>
		<description><![CDATA[
„Wei&#223; des Tages. Schwarz der Nacht. Wei&#223; des Tages.“
„Herr Mahler!“
„Ja?“
„Das Meer lag in der tiefen Nacht in einem schweren ruhigen Atem, in einer Stille wie vor der Geburt, w&#228;hrend das herausgesto&#223;ene, abbrechende Todesatmen eines Menschen den Tag erwartete, das Licht weit hinter dem Meer, das wie ein jahrtausendealter Stein unter den Sternen schlief.“
„So beginnt das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><em><img class="alignnone size-full wp-image-10098" title="2018_21" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_21.jpg" alt="2018_21" width="515" height="202" /></em></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><em>„Wei&#223; des Tages. Schwarz der Nacht. Wei&#223; des Tages.“</em></strong></p>
<p>„Herr Mahler!“</p>
<p>„Ja?“</p>
<p><em>„Das Meer lag in der tiefen Nacht in einem schweren ruhigen Atem, in einer Stille wie vor der Geburt, w&#228;hrend das herausgesto&#223;ene, abbrechende Todesatmen eines Menschen den Tag erwartete, das Licht weit hinter dem Meer, das wie ein jahrtausendealter Stein unter den Sternen schlief.“</em></p>
<p>„So beginnt das Buch, lieber Budnikowski!“</p>
<p>Zeit, die es nicht gibt, kann man leicht vergessen. Quatsch. Wie soll man vergessen, was es gar nicht gibt? Und wie soll das &#252;berhaupt gehen: die Zeit vergessen? Erinnerung existiert und Morgen nicht. Jetzt hier und jetzt ist schon wieder vorbei, findet statt und segnet das Zeitliche innert Nichtzeit. Das hei&#223;t das Jetzt ist vom Zeitlichen befreit. Davor und danach wird Zeit nicht ben&#246;tigt und jetzt gibt es sie nicht. Existiert Zeit also nur, wenn man an sie denkt? Und warum denken dann die meisten, sie h&#228;tten keine Zeit? Weil sie nicht denken? Dies erschien den zwei Reisenden durchaus logisch. Zumindest hier, angesichts der See, dachten sie, wie sie &#252;berhaupt viel dachten mit unverstelltem Blick auf die verehrte See, die heute so ruhig an Land schwappte und sich unmerklich zur&#252;ckzog, freundlich zur&#252;ckkehrte und und. Und es war wieder dunkel, und wieder hell, man sa&#223; wieder (oder noch) am Strand und noch mal nannte man ein Jetzt „achtuhrf&#252;nfunddreissig“, doch was war mit der Inselbahn? Kein Tuten, Pfeifen, Rattern. Warum? Auf der Insel schreibt die See die Fahrpl&#228;ne. Also blieben die Reisenden erstmal sitzen.</p>
<p>„Herr Budnikowski!“</p>
<p>„Ja?“</p>
<p><em>„Das Meer lag in der tiefen Nacht in einem schweren ruhigen Atem, in einer Stille wie vor der Geburt, w&#228;hrend das herausgesto&#223;ene, abbrechende Todesatmen eines Menschen den Tag erwartete, das Licht weit hinter dem Meer, das wie ein jahrtausendealter Stein unter den Sternen schlief.“</em></p>
<p>„So <a href="http://literaturkritik.de/id/8255" target="_blank"><strong>endet</strong></a> das Buch, lieber Mahler!“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10099" title="2018_22" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_22.jpg" alt="2018_22" width="515" height="248" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/30/anleihen-ansinnen-anleidtungen-zehn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Zehn.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/27/anleihen-ansinnen-anleidtungen-neun-2/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/27/anleihen-ansinnen-anleidtungen-neun-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2018 18:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10087</guid>
		<description><![CDATA[
Erstarrte Bewegung. Wiederholte Wiederholung. Stillstehende Zeit.
„Wenn es zum Beispiel die Zeit nicht g&#228;be, …“
„Aber es gibt sie doch!“
„Ich glaube, sie ist lediglich Behauptung, wurde gemacht, ausgerufen, verlautbart. Es gibt einen Morgen, es gibt die D&#228;mmerung, die Sonne steht hoch, eine M&#246;we schreit, ein toter Fisch liegt am Strand!“
„Was ist mit dem Morgen?“
„Den Morgen akzeptiere ich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><em><img class="alignnone size-full wp-image-10088" title="2018_19a" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_19a.jpg" alt="2018_19a" width="515" height="261" /></em></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><em>Erstarrte Bewegung. Wiederholte Wiederholung. Stillstehende Zeit.</em></strong></p>
<p>„Wenn es zum Beispiel die Zeit nicht g&#228;be, …“</p>
<p>„Aber es gibt sie doch!“</p>
<p>„Ich glaube, sie ist lediglich Behauptung, wurde gemacht, ausgerufen, verlautbart. Es gibt einen Morgen, es gibt die D&#228;mmerung, die Sonne steht hoch, eine M&#246;we schreit, ein toter Fisch liegt am Strand!“</p>
<p>„Was ist mit dem Morgen?“</p>
<p>„Den Morgen akzeptiere ich, das Morgen bezweifele ich, vielleicht ist es sogar v&#246;llig unn&#246;tig. Es ruft lediglich Hektik und Dummheit hervor.“</p>
<p>„Der Welt ist wohl gleich, da&#223; es mich gibt? Also l&#228;nger und ausdauernder!Mit Ziel sozusagen!“</p>
<p>„Im wesentlichen ja, vor allem weil es die Welt nicht gibt. Ihr Wort, mein Wort schafft unsere Welten, eben jetzt, Momentanwelt. Sp&#228;ter beobachten wir wieder, n&#228;hern uns an. Vielleicht sprechen wir davon, schreiben. Morgen oder nie!“</p>
<p>„Reingefallen!“</p>
<p>„Ich meinte morgens!“</p>
<p>„Das ist nun mal der Fluch: die Definition!“</p>
<p>„Und dann noch &#252;ber und anhand der Anderen. Der alte Schrei: ich und die Welt.“</p>
<p>„Die Welt und ich?“</p>
<p>„Klingt besser! Aber auch wenn das oder unser Leben nicht weitergeht, sondern nur Karusselfahrt ist, um sich kreist, kringelt, spiralt und auch mal tanzt, schwebt und steppt: was ist jetzt mit unserem Boot?“</p>
<p>„Da sto&#223;en wir, zugegeben an Grenzen. Der Philosoph und die Notwendigkeit des Butterbrotes. Hochaufsch&#228;umend mit bleiernen Schuhen an den Haxen!“</p>
<p>„M&#252;ssen wir durch! Ist schon achtuhrf&#252;nfunddrei&#223;ig?“</p>
<p>Wer was sprach, wer wem antwortete, dies sei g&#228;nzlich von keinerlei Bedeutung, selbst die Reihenfolge des Gesagten ist lediglich Behauptung. Stehend bleibt, w&#228;hrend die zwei Reisenden sitzen und langsam einen kalten Arsch bekommen, da&#223; dieser Morgen gerne &#246;fters wiederkehren darf, da mag die Welt – falls existent – gerne im Kreis drehen, da gibt es keinen Optimierungsbedarf, hier d&#252;rfen die Regale die n&#228;chsten hundert Jahte so einger&#228;umt bleiben, wie sie es eben sind, auch wenn kein Boot in Sicht. Und eben, da ein gro&#223;e Ruhe einzieht in die zwei, pfeift und tutet es hinter den D&#252;nen. Es rattert, quietscht. Ach ja! Klar!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10089" title="2018_20" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_20.jpg" alt="2018_20" width="515" height="215" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/27/anleihen-ansinnen-anleidtungen-neun-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Neun.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/25/anleihen-ansinnen-anleidtungen-neun/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/25/anleihen-ansinnen-anleidtungen-neun/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2018 15:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anregende Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10081</guid>
		<description><![CDATA[
Kurz und gut die Geschichte erz&#228;hlen, die kein Ende findet
Es war eine lange Nacht geworden, drau&#223;en war der Wind eingeschlafen, hatte sich zur Ruhe gelegt, keine Ruhe gefunden, sich hin und her gew&#228;lzt, konnte sich nicht entscheiden, auf welcher Seite er die Ruhe finden k&#246;nnte, bis er, als der Morgen graute, sich auf West drehte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10082" title="2018_18" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_18.jpg" alt="2018_18" width="515" height="243" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Kurz und gut die Geschichte erz&#228;hlen, die kein Ende findet</strong></em></p>
<p>Es war eine lange Nacht geworden, drau&#223;en war der Wind eingeschlafen, hatte sich zur Ruhe gelegt, keine Ruhe gefunden, sich hin und her gew&#228;lzt, konnte sich nicht entscheiden, auf welcher Seite er die Ruhe finden k&#246;nnte, bis er, als der Morgen graute, sich auf West drehte, sanft wurde, fast milde und so dem Lenz die T&#252;re aufhielt, zumindest einen Spalt breit.</p>
<p>Die zwei Reisenden hatten kein Auge zugetan. Das Buch hatte sie in Beschlag genommen und so sprangen sie die ganze Nacht zwischen den Geschichten umher, in <a href="https://www.perlentaucher.de/buch/dieter-forte/auf-der-anderen-seite-der-welt.html" target="_blank"><strong>jenem Buch</strong></a> das eine Geschichte nach der anderen anri&#223;, in die Luft warf, tanzen lie&#223; und kein Ende finden wollte und sie wurden nicht m&#252;de zwischen diesen fremd nichtfremden Worten und sie warfen sie sich zu wie altvertraute B&#228;lle.</p>
<p>Mal der eine, &#252;ber einen Erz&#228;hler, den man Kurz und Gut rief:</p>
<p><em>„(…) Also kurz und gut, sagte er dann: viele kurze Geschichten ergeben auch eine lange, ist vielleicht auch interessanter. Wobei das Ende einer Geschichte bei ihm immer schon der Anfang der n&#228;chsten war, die wiederum im Anfang einer neuen Geschichte endete, immer auf einem Atem gesprochen, in langen, endlosen S&#228;tzen, die abrupt abbrachen: Jeder Mensch hat eben so seine Art zu erz&#228;hlen, und vor allem hat er nur seine Geschichte, f&#252;r ihn die einzige, und jede Geschichte ist einzigartig, und alle Geschichten zusammen ergeben &#252;berhaupt erst die wirkliche Geschichte, die ist ja gar nicht zu verstehen ohne die Geschichten der Menschen, die da drin versteckt sind. Ist wie das Wechselgeld auf einen Hunderter, man hat viele abgegriffene M&#252;nzen in der Hand, da sieht man erst, was so ein Hunderter bedeutet, sonst steckst du die Bl&#252;te ja so weg, ist einfach ein Hunderter. (…)“</em></p>
<p>Dann der andere, der davon las, wie Kurz und Gut den Maitre Camus zu Wort kommen lie&#223;.</p>
<p><em>„(…) Camus: Ein Mensch, der nur einen einzigen Tag gelebt hat, k&#246;nnte m&#252;helos hundert Jahre in einem Gef&#228;ngnis leben, er h&#228;tte genug Erinnerungen. Das war ein Gedanke, der ihn faszinierte, der ihn mit der Welt vers&#246;hnte, der ihm half, seine Tage und N&#228;chte zu leben: Leben ist Erinnerung und sonst nichts. Ohne Erinnerung w&#228;ren wir vergessene Sterne, Schall und Rauch. Die Dinge haben keine Bedeutung, wenn sie keine Geschichte haben. Vielleicht haben sie noch eine Beziehung, pro forma, aber was bedeuten sie? Erst eine Geschichte gibt allem um uns herum die Bedeutung, die wir verstehen. Ist wie der Anker an einem Boot, ohne Anker treibt es weg, ist nicht mehr vorhanden. Dann such mal dein Boot, sagte Kurz und Gut, ohne einen Ankerplatz stehst du mit den F&#252;&#223;en im Wasser. (…)“</em></p>
<p>Bis schlie&#223;lich einer aufstand und meinte, nun sei es an der Zeit wieder nach der See zu schauen. Die alte Uhr unten an der Strandpromenade zeigte einen jungen Tag an, ein freundlicher Morgen glitt &#252;ber den Strand und es herrschte Flut. Rechte Zeit nach einem Boot zu suchen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10083" title="2018_19" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_19.jpg" alt="2018_19" width="515" height="227" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/25/anleihen-ansinnen-anleidtungen-neun/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Acht.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/22/anleihen-ansinnen-anleidtungen-acht/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/22/anleihen-ansinnen-anleidtungen-acht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 19:46:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anregende Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10072</guid>
		<description><![CDATA[
Im stillen Zimmer stummes Sprechen, drau&#223;en der Wind
Es ist gut, wenn der Wind sich in den Dachziegeln verf&#228;ngt, Regentropfen auf den Fenstersims trommeln, des unerm&#252;dlichen Drau&#223;en’s Musik den warmen, sicheren Hort umtanzt. Da lag ein Buch auf dem Nachttisch, man griff danach, man las sich gegenseitig vor, mal der, mal jener:
„Ein Mann geht, die Stiefel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10073" title="2018_16" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_16.jpg" alt="2018_16" width="515" height="276" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Im stillen Zimmer stummes Sprechen, drau&#223;en der Wind</strong></em></p>
<p>Es ist gut, wenn der Wind sich in den Dachziegeln verf&#228;ngt, Regentropfen auf den Fenstersims trommeln, des unerm&#252;dlichen Drau&#223;en’s Musik den warmen, sicheren Hort umtanzt. Da lag ein Buch auf dem Nachttisch, man griff danach, man las sich gegenseitig vor, mal der, mal jener:</p>
<p><em>„Ein Mann geht, die Stiefel umgeh&#228;ngt, barfu&#223; durch diese Sandw&#252;ste unter dem Meer, kennt den Weg von Insel zu Insel, der sonst dem Wasser geh&#246;rt, geht durch eine besonnte Landschaft auf sicherer Erde, folgt einer unsichtbaren Spur, durch Generationen &#252;berliefert, altes Wissen der alten Geschichten: Bei Neumond vom Kirchturm Richtung S&#252;derspitze, quer zum Priel, vorbei an den Planken und Spanten eines gesunkenen jahrhundertealten Schiffs, gr&#252;ne Pflanzen, Algen und Muscheln, stolz ausgefahren, im Elend gescheitert, den Weg verfehlt, trotz Sternwarte und Kompa&#223;, verfehltes Bem&#252;hen gegen die schwarze Gestalt des zuf&#228;lligen Sturms, der Mensch im Ungl&#252;ck, kein Mensch singt davon.</em></p>
<p><em>Ebbe und Flut, Licht und Dunkelheit, Leben und Tod. Das sich Wiederholende ist das Bleibende. Das in sich Kreisende das Ewige. Kein Anfang, kein Ende und keine Vollendung. Das unfertige Bild, die aufgegebene Fuge, der abgebrochene Satz, ausgef&#252;hrt bis zum Augenblick des Todes. Variationen der vergeblichen Bem&#252;hungen eines Lebens. Ein Schauspiel ohne Handlung, Ablauf unbekannt, Personal und Ort nur Zufall, die Erz&#228;hlung Fiktion, der Bericht Konstruktion des Menschen, Behauptung eines Schicksls, unerkannte Gleichzeitigkeit, unbewu&#223;te Erinnerung, Jahre des Vergessens, sinnlose Fragmente, unzusammendh&#228;ngend. Das unvollendete Bild des Menschen. Das stille Zimmer und das ununterbrochene stumme Sprechen. Worte, die keiner versteht.“</em></p>
<p>Es ist gut, wenn ein lieber Mensch <a href="http://www.deutschlandfunk.de/auf-der-anderen-seite-der-welt.700.de.html?dram:article_id=82322" target="_blank"><strong>ein Buch</strong></a> &#252;berreicht, bevor man aufbricht zu einer Reise und angekommen, dieses Buch einen willkommen hei&#223;t, als h&#228;tte es vom – vorl&#228;ufigen &#8211; Ziel der Reise gewu&#223;t. Wenn Erinnerung und Erleben sich &#252;bereinander schieben, eins werden. Erinnert man sich  farbig oder schwarzwei&#223;?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10074" title="2018_17" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_17.jpg" alt="2018_17" width="515" height="250" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/22/anleihen-ansinnen-anleidtungen-acht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Sieben.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/15/anleihen-ansinnen-anleidtungen-sieben/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/15/anleihen-ansinnen-anleidtungen-sieben/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2018 21:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10051</guid>
		<description><![CDATA[
Man wird der Dinge nicht Herr, aber dennoch kann man sie lesen
Ja. Man kann dar&#252;ber lesen. Man kann sich davon berichten lassen. Man kann Bilder betrachten, Filme, man kann anklicken, aus Suchmaschinen etwas zusammenklauben. Sogar davon tr&#228;umen. Doch selbst aus sicherer Entfernung, von noch trockener D&#252;ne aus betrachtet, die Wucht mit welcher eine Sturmflut – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10052" title="2018_14" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_14.jpg" alt="2018_14" width="515" height="231" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Man wird der Dinge nicht Herr, aber dennoch kann man sie lesen</strong></em></p>
<p>Ja. Man kann dar&#252;ber lesen. Man kann sich davon berichten lassen. Man kann Bilder betrachten, Filme, man kann anklicken, aus Suchmaschinen etwas zusammenklauben. Sogar davon tr&#228;umen. Doch selbst aus sicherer Entfernung, von noch trockener D&#252;ne aus betrachtet, die Wucht mit welcher eine Sturmflut – und diese hier nennt man eine kleine – gegen das Gestade donnert, sie ist nur sp&#252;rbar aus einer N&#228;he, welche hier eine sicher entfernte N&#228;he ist. Das Gurgeln, R&#246;cheln, Zischen, Fauchen, das gegen den Sand schlagen, stampfen, klatschen, dr&#246;hnen, eben gestrandete Wellen &#252;berrollt vom Nachfolger, zur&#252;ckgezogen von der Str&#246;mung, &#252;bereinander stolpernd, rollend, einander brechend brechende Wogen, von Wind die K&#228;mme zerst&#228;ubt, zerwirbelt, gepeitscht, zersaust, heranreitende Wasserr&#246;sser, Gischtm&#228;hnen, tosend im Zorn und nichts anderes als ewige Wiederholung feiernd, kommen m&#252;ssen, gehen m&#252;ssen, geben, nehmen. Stets wiederkehrender Gezeitentanz. Mal sanft, mal mit t&#246;dlicher Wucht.</p>
<p>„Herr Mahler, m&#252;ssen wir mit nassen Pfoten rechnen?“</p>
<p>„Na ja, sicher verneinen vermag ich das hier nicht. Meine Erfahrungen mit Sturmfluten sind eher k&#228;rglich.“</p>
<p>„Aber das Schauen ist sehr lustvoll, auch wenn der Herzschlag bummert und trommelt.“</p>
<p>„Lieber Budnikowski, da lebt es halt. Nichtsdestotrotz scheint mir ein geordneter R&#252;ckzug nicht dumm!“</p>
<p>„Gewi&#223;. Die Insel vermag ein Lied davon singen. Die kann nicht fliehen.“</p>
<p>„Ja. Die wird hinten weggesp&#252;lt und vorne wieder aufgeschwemmt.“</p>
<p>„Man mag es nicht glauben, sogar Inseln k&#246;nnen wandern!“</p>
<p>„Mahler, dann sollten wir auch wandern, solang dies noch freiwillig m&#246;glich!“</p>
<p>„Auch mir ist nach fester Behausung!“</p>
<p>„Man folgt ja gern den F&#228;hrten und findet die Dinge, aber selbst ein zu suchendes Ding zu werden und vor allem, wo man dann rauskommt und landet!“</p>
<p>„Wenn &#252;berhaupt. Budnikowski! Passierten wir heute in der Fr&#252;he nicht eine H&#252;tte? Dort, hinter dem Sand, an dem wir lehnen!“</p>
<p>„Los! Mein rechter Lauf ist feucht!“</p>
<p>Aufbruch und hinter den D&#252;nen sind sie bald in Sicherheit. Wohlig  im Ohr aber bleibt den Reisenden das Rauschen der wilden See. Diese H&#252;tte aber? Seltsam.</p>
<p>„Mahler! Waren wir hier schon mal?“</p>
<p>„Wei&#223; nicht!“</p>
<p>„Wohnen wir hier? Da, sehen Sie!“</p>
<p>„Das Buch. Ja. Es kommt mir bekannt vor!“</p>
<p>„Dann lesen Sie!“</p>
<p>„Erst mu&#223; ich eine Runde schlafen!“</p>
<p>„Dann Gute Nacht, Freund!“</p>
<p>„Gut Nacht!“</p>
<p style="text-align: center">
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10053" title="2018_15" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_15.jpg" alt="2018_15" width="515" height="296" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/15/anleihen-ansinnen-anleidtungen-sieben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anleihen. Ansinnen. Anleid(t)ungen. Sechs.</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/08/anleihen-ansinnen-anleidtungen-sechs/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/08/anleihen-ansinnen-anleidtungen-sechs/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 16:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anregende Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[Ansinnungen 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10043</guid>
		<description><![CDATA[
Wenn der Wind einschl&#228;ft, erwacht die See
„Also folgen wir dieser Spur.“
„Ja!“
„Oder sagt man diesen Spuren?“
„Unter einer Spur, teurer Budnikowski, liegen vermutlich weitere Spuren. Unsicht-, aber auffindbar.“
„Treten wir nun in die Mitte der Abdr&#252;cke oder gehen wir, na sagen wir, entlang?“
„Wir folgen. Die Schrittl&#228;nge scheint au&#223;erdem unsere M&#246;glichkeiten zu &#252;berschreiten.“
„Wahr gesprochen. Kann man denn in diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10044" title="2018_11" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_11.jpg" alt="2018_11" width="515" height="223" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Wenn der Wind einschl&#228;ft, erwacht die See</strong></em></p>
<p>„Also folgen wir dieser Spur.“</p>
<p>„Ja!“</p>
<p>„Oder sagt man diesen Spuren?“</p>
<p>„Unter einer Spur, teurer Budnikowski, liegen vermutlich weitere Spuren. Unsicht-, aber auffindbar.“</p>
<p>„Treten wir nun in die Mitte der Abdr&#252;cke oder gehen wir, na sagen wir, entlang?“</p>
<p>„Wir folgen. Die Schrittl&#228;nge scheint au&#223;erdem unsere M&#246;glichkeiten zu &#252;berschreiten.“</p>
<p>„Wahr gesprochen. Kann man denn in diesem Zusammenhang auch von F&#228;hrte sprechen, teurer Gef&#228;hrte B&#228;r?“</p>
<p>„Vielleicht. Wenn wir unter die Fu&#223;abdr&#252;cke schauen. Bleiben wir aufmerksam und &#252;ben uns im Lesen, k&#246;nnen wir Dinge entdecken!“</p>
<p>„Steht da was Erhellendes in Ihrem GehBuch? Dem zweiten?“</p>
<p>„Gewi&#223;! Unter F&#196;HRTE wird Ralph Waldo Emerson zitiert: <em>Alle Dinge zeichnen unabl&#228;ssig ihre Geschichte auf&#8230; nicht als Fu&#223;abdr&#252;cke in Schnee oder Erde, sondern in Form vielerlei Spuren, die k&#252;rzer oder l&#228;nger &#252;berdauern, eine Kartographie ihres Vor&#252;bergehens. Der Erdboden ist &#252;berall von Hinweisen und Zeichen &#252;berzogen: und jedes Ding ist &#252;ber und &#252;ber mit Spuren bedeckt. In der Natur geschieht die st&#228;ndige F&#228;hrtenlegung automatisch, und ihre Aussage verh&#228;lt sich zum Geschehen wie der Abdruck im Wachs zum Petschaft.</em>“</p>
<p>„<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Petschaft" target="_blank"><strong>Petschaft!</strong></a> Alte Worte von alten Dingen klingen!“</p>
<p>„F&#228;hrten sind auch diese!“</p>
<p>Und mit dem West im R&#252;cken folgten die Gef&#228;hrten der Spur und gelangten rasch an die Ostspitze der Insel. Und was ragte vor ihnen? Ein bizarrer Wald von Wasser, Salz, Wind und Sand geformter Stangen, Pf&#228;hlen, H&#246;lzern, wunderliche und unheimliche Kunstwerke, geschaffen von den ewigen Verwitterern. Was war dies, was vor den staunenden Augen lag? Reste eines Steges? Eine alte Anlegestelle? Ein Hafen gar? H&#252;tten, um l&#228;ngst verbrauchte G&#252;ter zu lagern? Ein untergegangenes Dorf? Und w&#228;hrend man schaute und riet und vermutete, schlief ihr st&#228;ndiger Begleiter, der Wind, ein. Die pl&#246;tzlich einsetzende Stille w&#228;hrte dennoch lediglich wenige atemholende Minuten, bis drau&#223;en vom Meere ein unheilvolles Tosen heranrauschte.</p>
<p>„Weia Budnikowski, da kommt was auf uns zu!“</p>
<p>„Ach du lieber Himmel!“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10045" title="2018_12" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/03/2018_12.jpg" alt="2018_12" width="515" height="207" /></p>
<p style="text-align: center"><em>(text / fotos: christian lugerth)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/03/08/anleihen-ansinnen-anleidtungen-sechs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
