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	<title>Archibald schaut Welt &#187; Appenzeller Vergewisserungen</title>
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	<description>Vom Bären vom Brandplatz</description>
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		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Wieder weg</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2014 18:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Herr Mahler, noch Schmerzen?“
„Vielleicht. Ich wei&#223; nicht so recht. Ich hab ja den Verband. Aber eigentlich schon.“
„Spezifische Schmerzen?“
„Diese Frage m&#252;&#223;te ich eher verneinen. Diffus. Oder peripher. Das w&#228;re richtiger, lieber Doktor Zimmermann!“
„Ist der Verband vielleicht nur ein Trick?“
„Zu solchen Mitteln w&#252;rde ich niemals greifen.“
„Mir scheint, Sie machen sich gerade vom Acker!“
„Tastaturen haben etwas vom Blick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-7877" title="app_22" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/10/app_22.jpg" alt="app_22" width="515" height="265" /></p>
<p>„Herr Mahler, noch Schmerzen?“</p>
<p>„Vielleicht. Ich wei&#223; nicht so recht. Ich hab ja den Verband. Aber eigentlich schon.“</p>
<p>„Spezifische Schmerzen?“</p>
<p>„Diese Frage m&#252;&#223;te ich eher verneinen. Diffus. Oder peripher. Das w&#228;re richtiger, lieber Doktor Zimmermann!“</p>
<p>„Ist der Verband vielleicht nur ein Trick?“</p>
<p>„Zu solchen Mitteln w&#252;rde ich niemals greifen.“</p>
<p>„Mir scheint, Sie machen sich gerade vom Acker!“</p>
<p>„Tastaturen haben etwas vom Blick in einen Spiegel. Die mu&#223; man ab und an verh&#228;ngen. Mag der Raum dann etwas kleiner erscheinen, bedauerlich vielleicht, das ist nun mal seine ungespiegelte Gr&#246;&#223;e.“</p>
<p>„Aber es ist doch auch ein Riesenspa&#223;!“</p>
<p>„Es ist ein Riesenspa&#223;. Aber mir ist das manchmal alles viel zu schnell geworden. Wie ich gestern schon bemerkte: mehr Papier, l&#228;ngerer Atem, mehr Bogen, weniger Tag.“</p>
<p>„Aber das hier ist doch einfach eine andere Baustelle.“</p>
<p>„Zimmermann, Sie m&#252;ssen wissen, wenn ich zweifle, dann zweifle ich ordentlich!“</p>
<p>„Ich wei&#223;, aber wollen Sie es nicht mal leichter?“</p>
<p>„Ein B&#228;r ist keine Brieftaube!“</p>
<p>„Und ein Hase ist kein Briefbeschwerer!“</p>
<p>„Fahren Sie eigentlich mit Herrn Ernst Albert an die F&#246;rde?“</p>
<p>„Wei&#223; ich noch nicht!“</p>
<p>„Ich w&#252;rde gerne mit nach Stra&#223;burg!“</p>
<p>„Wenn Sie eine Idee haben, was sie von dort erz&#228;hlen wollen, komme ich vielleicht mit.“</p>
<p>„Und was ist mit dem Breisgau?“</p>
<p>„Auserz&#228;hlt!“</p>
<p>„Jetzt ist Schlu&#223;?“</p>
<p>„Jetzt ist Schlu&#223;!“</p>
<p>„Bis wann?“</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=e2Vd4Mov-O4" target="_blank"><strong>„Mal sehen!“</strong></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Daheim wieder</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2014 18:58:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Ist das eine Schreibblockade?“
„Erstmal einfach nur ein Verband.“
„Was ist geschehen?“
„Mir erschien zuletzt alles so ferngesteuert. Mein Schreibarm h&#252;pfte sinnentleert &#252;ber die Tastatur und ich hatte wohl vergessen, wer der B&#228;r ist, der ich mal sein sollen wollte.“
„Das ist das Problem mit der Tastatur. Da wird Unspezifisches gesp&#252;rt, nichts mehr nachgedacht, eine vage Conclusio in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-7870" title="app_21" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/10/app_21.jpg" alt="app_21" width="515" height="231" /></p>
<p>„Ist das eine Schreibblockade?“</p>
<p>„Erstmal einfach nur ein Verband.“</p>
<p>„Was ist geschehen?“</p>
<p>„Mir erschien zuletzt alles so ferngesteuert. Mein Schreibarm h&#252;pfte sinnentleert &#252;ber die Tastatur und ich hatte wohl vergessen, wer der B&#228;r ist, der ich mal sein sollen wollte.“</p>
<p>„Das ist das Problem mit der Tastatur. Da wird Unspezifisches gesp&#252;rt, nichts mehr nachgedacht, eine vage Conclusio in die Wolke geh&#228;mmert und dann forsch aus dem Fenster geh&#228;ngt!“</p>
<p>„Gewi&#223;! Das H&#228;mmern! Vielleicht leide ich demnach unter einer chronisch sentimentalen Sehnsuchtsscheidenentz&#252;ndung!“</p>
<p>„In welche Richtung wird von Ihnen gesehnt?“</p>
<p>„Bleistift? F&#252;ller? Papier?“</p>
<p>„Soweit zur&#252;ck? Wie w&#228;re es mit einer Schreibmaschine? Gabriele zum Beispiel?“</p>
<p>„Ja, dieses Tikka – Takka – Tukka &#8211; Ger&#228;usch. Eine belebende Begleitmelodie.“</p>
<p>„Und dann dieses Krrsch – Pling!“</p>
<p>„Wie bitte?“</p>
<p>„Dieser Hebel rechterhand oben, der die n&#228;chste Zeile erm&#246;glichte!“</p>
<p>„Nannte man das Ding Zeilenhebel?“</p>
<p>„Keine Ahnung, ich bin an einer elektrischen Schreibmaschine eingestiegen!“</p>
<p>„Jungspund!“</p>
<p>„Und was nun?“</p>
<p>„Da ich Rechtspf&#246;ter bin: erstmal Pause. Wer &#252;bernimmt?“</p>
<p>„Das traue ich mir nicht zu. Hase bleibe bei deinen L&#246;ffeln! Aus der zweiten Reihe heraus moppert es sich leichter. Verantwortung ist ein eigenes Boot! Schwer zu steuern!“</p>
<p>„Denken Sie, Herr Zimmermann, da&#223;…“</p>
<p>„Du Archibald, ich Kuno, Du!“</p>
<p>„Wirklich?“</p>
<p>„Sie haben recht, Herr Mahler. Das Siezen steht uns weitaus besser zu Gesicht!“</p>
<p>„Herr Zimmermann, wir m&#252;ssen nachdenken!“</p>
<p>„Ma&#223;nahmen?“</p>
<p>„Ma&#223;nahmen!“</p>
<p>„Denken wir also nach!“</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=5tnRMZyaWPE" target="_blank"><strong>„Zu zweit. Aber einmal ist dann gut!“</strong></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Uf Wiederluege!</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2014/09/30/appenzeller-vergewisserungen-uff-wiederluege/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2014 19:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Blick dieser Kuh nun, ist er freundlich oder eher aggressiv? Und die Hand, fordert sie ein oder versucht sie Kontakt? Die Augen der Kuh geben keine Antwort. Die Antwort befindet sich vielleicht  im Auge eines Betrachters. Was aber erinnert morgen die Hand? Man w&#228;chst auf in einem gemeinsamen Raum und findet sp&#228;ter keine gemeinsame [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-7850" title="app_19" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_19.jpg" alt="app_19" width="515" height="257" /></p>
<p>Der Blick dieser Kuh nun, ist er freundlich oder eher aggressiv? Und die Hand, fordert sie ein oder versucht sie Kontakt? Die Augen der Kuh geben keine Antwort. Die Antwort befindet sich vielleicht  im Auge eines Betrachters. Was aber erinnert morgen die Hand? Man w&#228;chst auf in einem gemeinsamen Raum und findet sp&#228;ter keine gemeinsame Erinnerung mehr. Andere nennen dies Heimat.</p>
<p>Ernst Albert ist gelegentlich ein verge&#223;licher Patron. Diesmal jedoch trug auch Frau Pelagia eine gewisse Mitschuld. Sie dr&#228;ngte einerseits zum Aufbruch, wollte aber hier und dort noch schauen, da dr&#252;ben noch ein Foto schie&#223;en, – „Die Augen dieser K&#252;he!“ – ach, wahrscheinlich wollte sie nur den Tag verl&#228;ngern, den Abstieg hinausz&#246;gern, die Sonne am Firmament festnageln und also: hier bleiben, hier. Es gab doch noch soviel zu atmen, soviel zu horchen, soviel zu sehen. Oberschenkel und Waden waren inzwischen in den Streik getreten – Ernst „Storchenbein“ Albert litt dabei mehr als Eva „R&#252;ckraumwade“ Pelagia – aber die kleine Wandercombo taperte zielstrebig gen Wasserauen, nahm den steilsten Weg runter durch den Tobel und h&#228;tte man sie sehen k&#246;nnen von der Ferne, man h&#228;tte meinen d&#252;rfen, da stolpern Mitglieder der Augsburger Puppenkiste h&#246;lzern hinab ins Tal.</p>
<p>Langer S&#228;tze wenig Sinn: Ernst Albert verga&#223; oben am Ufer des Seealpsees die beiden Besinnungsaufs&#228;tze, die der Hase und der B&#228;r pflichtschuldigst und voll heller Freude verfa&#223;t hatten. Also wird er niemals erfahren, warum der Hase eine Kuh und der B&#228;r einen S&#228;ntis mit sich nach Hause nehmen wollte. Das ist schade. Andererseits: es entf&#228;llt die ersehnte oder auch bef&#252;rchtete Bewertung.</p>
<p>Ohne sich seiner Verge&#223;lichkeit bewu&#223;t zu werden, streichelte Ernst Albert derweilen die Flanke einer Kuh, vorsichtig, von hinten links und seitlich, den Augenkontakt meidend. Eva Pelagia bannte alles auf eine digitale Speicherkarte und die Kuh dachte, sie w&#252;rde photographiert. Oh tempora, oh Kodak!</p>
<p>Dort unten im Tal, da wo das Appenzell endet, beginnt der Bodensee. Den galt es zu queren auf dem Weg nach Hause. Das Gewitter, welches vor kurzem dem S&#228;ntis den Buckel runter gerutscht war, hatte sich inzwischen entladen und als man auf der F&#228;hre Richtung Meersburg steuerbords gen Appenzell blickte, schien es, als habe der Wettergott &#252;ber dem See ein kleines Theater aufgebaut. Eine spiegelglatte und postdramatische Spielfl&#228;che, sehr feuchte Wolkenvorh&#228;nge sowie unbedingt bedeutungsschwangeres Licht vor ferner H&#252;gelkette. Drama, Baby, Drama! Nach dem Sturm ist vor dem Gewitter. Oder auch nicht. Der Vorhang zu und alle Fragen bleiben offen. Ein letztes Lied schallte &#252;ber den See und war zu h&#246;ren bis kurz vor Meersburg. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=im9gR9dJu_o" target="_blank"><strong>Uf wiederluege!</strong></a> Gewi&#223;, von einer R&#252;ckkehr der Abreisenden ist weiterhin fest auszugehen.</p>
<p><strong>PS:</strong> Es mu&#223; angemerkt werden, da&#223; es nat&#252;rlich einen Moment heftigster Entt&#228;uschung gab bei den Herren Mahler und Zimmermann, dahin gehend da&#223; man ihnen einerseits einen Auftrag erteilt hatte, welchen jene zwei nach bestem Wissen und Gewissen erf&#252;llten und keine Sau schaute hin. Weia! Keine Bewertung! Kein Feedback! Keine Noten! Kein Nix! Kein was auch immer! Es blieb der Moment. Man hatte es getan! F&#252;r wen? Man hatte es getan! Reicht das nicht?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7851" title="app_20" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_20.jpg" alt="app_20" width="515" height="222" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Ein S&#228;ntis sein</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2014/09/29/appenzeller-vergewisserungen-ein-saentis-sein/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2014 21:35:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sehr geehrter Herr Ernst Albert!
Ich freue mich sehr Ihrer Bitte nachkommen zu d&#252;rfen, dar&#252;ber nachzudenken, was ich aus dem Appenzell mitnehmen k&#246;nnte. Da ich beim Verfassen des angeforderten Besinnungsaufsatzes neben Freund Kuno Zimmermann sa&#223; und ich also zugegebenerma&#223;en r&#252;berschielte auf des Hasen Pergament, hier nur eine kurze Best&#228;tigung, da&#223; auch ich geklaute Biergl&#228;ser nicht, Wappen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-7838" title="app_17" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_17.jpg" alt="app_17" width="515" height="252" /></strong></p>
<p><strong>Sehr geehrter Herr Ernst Albert!</strong></p>
<p>Ich freue mich sehr Ihrer Bitte nachkommen zu d&#252;rfen, dar&#252;ber nachzudenken, was ich aus dem Appenzell mitnehmen k&#246;nnte. Da ich beim Verfassen des angeforderten Besinnungsaufsatzes neben Freund Kuno Zimmermann sa&#223; und ich also zugegebenerma&#223;en r&#252;berschielte auf des Hasen Pergament, hier nur eine kurze Best&#228;tigung, da&#223; auch ich geklaute Biergl&#228;ser nicht, Wappen oder am Wegesrand gesammelte Enziane oder Steinbrocken oder &#228;hnliches in die EU einf&#252;hren mag und nicht werden will.</p>
<p>Meine vorgestellte Mitnahme w&#228;re der S&#228;ntis. Oder ein dem S&#228;ntis &#228;hnlicher Berg. Aber ich bleibe beim S&#228;ntis, weil der so beeindruckend ist. Ich w&#228;re also ein S&#228;ntis. Mein Kopf w&#228;re &#246;fters in den Wolken. Oder vernebelt. Da oben ist es auch gerne mal kalt. Oder alleine. Einsam eher nicht, weil es oft schneit. Schneeflocken sind eine Freude. Sie tanzen. Dann bleiben sie liegen. Und der hei&#223;e Kopf k&#252;hlt ab. Eine Schneem&#252;tze sieht auch apart aus. Damit keiner in meiner Schneem&#252;tze rumtapern kann w&#252;rde ich auch die Seilbahn, die an meinen Bauch hochf&#228;hrt bis zu meinem Kopp, wieder wegmachen lassen. Wohlgemerkt: auf meinen S&#228;ntis, der ich dann w&#228;re. W&#228;re ich ein S&#228;ntis.</p>
<p>Ganz besonders aber gefiele mir es, wenn es Fr&#252;hling w&#252;rde beziehungsweise Juni und meine Schneem&#252;tze auftaute, diese mir dann kalt den R&#252;cken runter rieselte oder sturzbachte und endlich sich zu meinen etwas w&#228;rmeren F&#252;&#223;en in den herrlichen Seealpsee ergie&#223;t. Streckte darauf allerdings ein Aufrechtgeher seine entbl&#246;&#223;ten Fu&#223;sohlen in den Seealpsee – selbst mitten in der Hochsommerzeit – ein entsetzter Seufzer entf&#252;hre zu meiner Freude seinem Leib und die folgende Bemerkung: „Arschkalt!“ Woher sollte er auch wissen, wie kalt es unl&#228;ngst mir oben am Hirn gewesen war. Nicht weiter schlimm, manchmal schneit es sogar im Juni wieder.</p>
<p>Was mir auch noch sehr gefallen k&#246;nnte als S&#228;ntis, der ich sein k&#246;nnte, ist: w&#228;re mein Kopf verd&#252;stert und drohte Ungemach aus diesen Wolken um meinen Kopf herum, stiege so mancher schlecht besohlte Wanderer eiliger hinab ins Tal. Allein zu sein ist ein Gut, nicht einfach zu erwerben. Die Einsamkeit danach, die gilt es auszuhalten dann. Wenn ich w&#228;re ein S&#228;ntis.</p>
<p>Na ja, vielleicht wird mir dann schnell langweilig. Aber dar&#252;ber will ich weiter nachdenken und so werde ich in den verbleibenden Minuten meinen faszinierten Blick auf die Nordflanke des S&#228;ntis richten und froh sein hier sein gewesen zu d&#252;rfen. Und: Bergen sollte man nicht mit Eroberung drohen. Das m&#246;gen sie nicht.</p>
<p>Jetzt bin ich gespannt, was der Zimmermann verlautbarte und bitte um eine gerechte, nicht zu strenge Benotung meines Beitrages. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=bWH_XlMWcko" target="_blank"><strong>Wie Dinge sich &#228;ndern.</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr Herr Archibald Mahler</strong></p>
<p style="text-align: left"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-7839" title="app_18" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_18.jpg" alt="app_18" width="515" height="299" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Kuh k&#228;ut wieder</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2014 19:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=7829</guid>
		<description><![CDATA[
Lieber Herr Ernst Albert!
Sie haben mich gebeten, dar&#252;ber nachzudenken, was ich aus dem Appenzell mitnehmen wollen w&#252;rde. Erstmal keine Gegenst&#228;nde w&#252;rde ich sagen, keine Souvenirs, also keinen K&#228;se oder Biber oder so, aber eine dieser freundlichen K&#252;he auf dem Hinterhof in der Kleinen H&#228;&#223;lichen Stadt in Mittelhessen w&#252;rde mir sehr gut gefallen. Ich k&#246;nnte morgens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-7830" title="app_15" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_15.jpg" alt="app_15" width="515" height="214" /></p>
<p><strong>Lieber Herr Ernst Albert!</strong></p>
<p>Sie haben mich gebeten, dar&#252;ber nachzudenken, was ich aus dem Appenzell mitnehmen wollen w&#252;rde. Erstmal keine Gegenst&#228;nde w&#252;rde ich sagen, keine Souvenirs, also keinen K&#228;se oder Biber oder so, aber eine dieser freundlichen K&#252;he auf dem Hinterhof in der Kleinen H&#228;&#223;lichen Stadt in Mittelhessen w&#252;rde mir sehr gut gefallen. Ich k&#246;nnte morgens aufwachen und w&#252;rde dieses herrlich gleichm&#228;&#223;ige Bimmeln der Kuhglocken h&#246;ren k&#246;nnen, bevor der restliche Tag auftritt. Dieses Bimmeln ist f&#252;r mich das sch&#246;nste und friedlichste Ger&#228;usch der Welt. Stellen Sie sich vor, dieses Ger&#228;usch entsteht vor allem dann, wenn die Kuh den Kopf hebt und wieder senkt um zu fressen. Aber das geht ja nicht mit einer echten Kuh auf dem Hinterhof, weil es ist auch kein Gras dort, lediglich etwas Unkraut und Frau Pelagias gelungene Avocadoversuche. Deshalb nehme ich die Vorstellung mit, da&#223; ich eine Kuh w&#228;re, ich selber eine Kuh mit so vielen M&#228;gen wie eine Katze Leben hat. In etwa. Ich w&#252;rde aufwachen, aus dem Stall hinaus in die Bergluft hufen, etwas bergwandern, hoch und runter, fressen und fressen und fressen und ab dem Nachmittag rumliegen, das verzehrte Gras plus beigemischte Kr&#228;uter von Magen zu Magen wandern lassen, Teile davon wieder hoch w&#252;rgen, nachschmecken, nachkauen, nachdenken, runter mit dem Zeugs in einen meiner sieben Ranzen, Lab dazu, verg&#228;ren lassen, wieder k&#228;uen und kauen, warten bis die Milch in den Euter schie&#223;t, dann der Senn ruft und die Milch in die Kanne tropft und sp&#228;ter Butter und K&#228;se ante Migros.</p>
<p>Aber auch die gro&#223;en braunen Augen der Appenzeller K&#252;he gefallen mir sehr gut und die Frisuren, die viele der K&#252;he zwischen ihren H&#246;rnern – auf die sie auch mal d&#228;mliche Wanderer, die glauben unangeleinte Dackel &#252;ber die Alp schleifen zu m&#252;ssen, nehmen d&#252;rfen – tragen und die ihnen von den liebevollen Bergbauern verpa&#223;t werden, sowie ihre Namen. Eine Appenzeller Kuh ist nicht anonym. Das gef&#228;llt mir. Also stelle ich mir vor, ich w&#228;re eine Kuh auf harmonischer Weide. Das Leben w&#228;re bestimmt vom Gleichma&#223; und man k&#246;nnte immer wieder auf dem Zeugs, was eigentlich gefressen ist, rumkauen, bis es dann endlich verdaut ist und – hoffentlich – ausgeschieden. Und dann wird sortiert: Kuhfladen hier, Milch dort. Einfach, klar strukturiert, hier stinkend, dort wohlschmeckend, da b&#246;se, dort dr&#252;ben gut und das alles umgeben von herrlicher Natur.</p>
<p>Na ja, vielleicht wird mir dann schnell langweilig. Aber dar&#252;ber will ich weiter nachdenken und so werde ich den Rest des Tages zwischen den bimmelnden Kuhglocken schwelgen und froh sein hier sein gewesen zu d&#252;rfen. Und K&#252;hen sollte man auch nicht direkt in die Augen schauen. Das m&#246;gen sie nicht.</p>
<p>Jetzt bin ich gespannt, was der Mahler mitnehmen will und bitte um eine gerechte, nicht allzu strenge Benotung meines Beitrages.<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Xwy-CPaXgOc" target="_blank"><strong> I hope, I passed the audition.</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr Herr Kuno Zimmermann</strong></p>
<p style="text-align: left"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-7831" title="app_16" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_16.jpg" alt="app_16" width="515" height="202" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Das Scheiden</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2014/09/26/appenzeller-vergewisserungen-das-scheiden/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2014 13:55:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Werter Mahler, Sie findet man tats&#228;chlich &#252;berall.”
„Ist nicht, Budnikowski mein, Ihr Geschlecht verantwortlich f&#252;r das gel&#246;ffelte Wort: ‚Ick bin all hier.’?“
„Gewi&#223;, aber entsinnen kann ich mich nicht, jemals einen Hasen, der auch noch – wie Ihr werter Vorfahr – einen Aufrechtgeher nach&#228;fft, auf einem Bierglas verewigt gesehen zu haben.“
„Nun, einen Gegenbeweis verifizieren, dazu bin ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-7818" title="app_13" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_13.jpg" alt="app_13" width="515" height="228" /></p>
<p>„Werter Mahler, Sie findet man tats&#228;chlich &#252;berall.”</p>
<p>„Ist nicht, Budnikowski mein, Ihr Geschlecht verantwortlich f&#252;r das gel&#246;ffelte Wort: ‚Ick bin all hier.’?“</p>
<p>„Gewi&#223;, aber entsinnen kann ich mich nicht, jemals einen Hasen, der auch noch – wie Ihr werter Vorfahr – einen Aufrechtgeher nach&#228;fft, auf einem Bierglas verewigt gesehen zu haben.“</p>
<p>„Nun, einen Gegenbeweis verifizieren, dazu bin ich ad hoc nicht in der Lage, h&#228;tte aber Lust das zu <a href="http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.1000getraenke.de/img/biertest/hasen_braeu_oster_festbier.jpg&amp;imgrefurl=http://www.1000getraenke.de/biertest/hasen-braeu-oster-festbier,1152.html&amp;h=508&amp;w=290&amp;tbnid=wiXWo3vwXw4xeM:&amp;zoom=1&amp;tbnh=91&amp;tbnw=52&amp;usg=__8ouVrIStQaTK67DiaNvkoEJ7QPY=&amp;docid=QjF3WFy2_T6V4M&amp;client=firefox-a&amp;sa=X&amp;ei=f24lVNu0IsPTygPxlYKoCQ&amp;ved=0CC8Q9QEwAg&amp;dur=903" target="_blank"><strong>kugeln</strong></a>.“</p>
<p>„H&#228;?“</p>
<p>„Nun, so im App und…“</p>
<p>„…im Cellphone dann finden?“</p>
<p>„So ist es!“</p>
<p><em>(Wir blenden uns aus und lassen die Zwei sich &#252;ber ihr – so meinen sie – gelungenes Wortspiel etwas rumkugeln. &#220;berzwerch rules ok! W&#228;hrenddessen schweigen sich Ernst Albert und die wunderbare Eva Pelagia frohgemut, aber auch etwas wehm&#252;tig, an. Die Sonne w&#228;rmt gewi&#223; noch, doch die gelegentlichen B&#246;en, die dem Herrn S&#228;ntis den kahlen R&#252;cken runterrutschen, sind k&#252;hl und riechen nach Abschied und erstem Schnee.)</em></p>
<p>„Haben Sie das geh&#246;rt, Mahler? Morgen soll es auf den S&#228;ntis schneien. Wir m&#252;ssen los!“</p>
<p>„Wenn ich nur k&#246;nnte. Diese ganzen Absteigerei bin ich nicht gewohnt. Hier sitze ich und komme kaum noch hoch. Meine Oberschenkel sind aus Stein!“</p>
<p>„Trinken Sie einen Schnaps und lassen Sie sich ins Tal runter googeln!“</p>
<p>„Nun, einen Scheidebecher noch!“</p>
<p>„H&#228;?“</p>
<p>„Ich war vor Jahren mit den ehrenwerten Herrn Albert oben im Norden an einem seiner Musentempel. Da gab es immer Scheidebecher. <a href="http://archibalds-welt.de/2010/11/09/von-den-scheidebechern-der-melancholie-von-der-euphorie-und-warum-keiner-geht/" target="_blank"><strong>Viele.</strong></a> Diesen Winter wollen wir wieder dorthin. Kommen Sie mit? Es gibt Fischbr&#246;tchen!“</p>
<p>„H&#246;ren Sie mal, Herr Mahler, wollen wir den Scheidebecher nicht nutzen, um uns nach all den langen Jahren zu duzen?“</p>
<p>„Weia! Ob da nicht was kaputt geht?“</p>
<p>„Dann wird einfach zur&#252;ck gerudert!“</p>
<p>„Gut! Also ich w&#228;re dann der Archibald!“</p>
<p>„Wohlsein! Nenn mich Hase!“</p>
<p>„Rightie right! Nenn mich B&#228;r!“</p>
<p><em>(W&#228;hrend die zwei Herren sich &#252;ber ihr auf neue F&#252;&#223;e gestelltes Verh&#228;ltnis freuen, der Sommer – dieser Hochstapler – das Feld r&#228;umt und der S&#228;ntis fr&#246;stelt, summt Ernst Albert sein liebstes Abschiedslied. Und weil es ihn gelegentlich zum P&#228;dagogischen dr&#228;ngt, erhalten Hase und B&#228;r eine Aufgabe. Man m&#246;ge sich bitte &#252;berlegen, was man so aus dem Appenzell mitnehmen w&#252;rde und dies anschlie&#223;end notieren. Mindestens dreihundertf&#252;nfzig Worte. Damit es hier zu lesen sei. Jetzt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yufsEgTcEOc" target="_blank"><strong>das sch&#246;nste aller Abschiedslieder</strong></a>. Und f&#252;r alle die ganz viel Zeit haben: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j9Dr1anRP9w" target="_blank"><strong>die Zugabe</strong></a>.)</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7819" title="app_14" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_14.jpg" alt="app_14" width="515" height="202" /><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Der Vergleich</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2014 14:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
(Der S&#228;ntisgipfel eben noch umw&#246;lkt, vernebelt, zeigt sich in voller Felsenpracht. Zu seinen F&#252;&#223;en silberblau, strahlend klar, durchsichtig bis auf den Grund, spiegelt der Seealpsee freien Himmel und zur&#252;ckgekehrte Sonne. (So ein pseudoliterarischer Schmonzes. Die Sonne ist immer. Ja. Der S&#228;zzer!) Mahler, Budnikowski und der Rest strecken Bein und Wade aus. Milchs&#228;ure schie&#223;t in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7802" title="app_11" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_11.jpg" alt="app_11" width="515" height="238" /></em></p>
<p><em>(Der S&#228;ntisgipfel eben noch umw&#246;lkt, vernebelt, zeigt sich in voller Felsenpracht. Zu seinen F&#252;&#223;en silberblau, strahlend klar, durchsichtig bis auf den Grund, spiegelt der Seealpsee freien Himmel und zur&#252;ckgekehrte Sonne. <strong>(So ein pseudoliterarischer Schmonzes. Die Sonne ist immer. Ja. Der S&#228;zzer!)</strong> Mahler, Budnikowski und der Rest strecken Bein und Wade aus. Milchs&#228;ure schie&#223;t in die Muskelfasern. M&#228;gen knurren. Wunderbar, das alles.)</em></p>
<p>„Teurer Hase, mir ist leicht und warm und generell und erinnert das hier nicht auch Sie an…“</p>
<p>„Geschwiegen, B&#228;r. Keine Vergleiche. Hier!“</p>
<p>„Oh, verzeihen Sie bester Budnikowski. Eine Frage am Rande dieses kleinen Sees nur: wo ist er, der Ihnen eigene Zungenschlag der letzten Tage? Das H&#246;mma – Syndrom perdu?“</p>
<p>„Herr Lippstadt – Budnikowski von und zu Datteln war lediglich eine Kunstfigur. Sie st&#252;rzte – von Ihnen unbemerkt – beim vorherigen Abstieg eine Felswand hinab, fiel in einen Bach und wird bald den Rheinfall bei Neuhausen runterpoltern. Sie verschied ungeheuer friedlich. Und mir ist leichter ohne B&#228;lle am Hals.“</p>
<p>„Und wie hei&#223;en Sie jetzt?“</p>
<p>„Wie immer schon: Kuno Zimmermann.“</p>
<p>„Ist hier Bitterkeit? Oder D&#252;nkel gar?“</p>
<p>„Iwoh, weder noch! Mir war etwas zuviel geworden und mein Hasenherz vertr&#228;gt gewisse Aufregungen nicht mehr. Nichts von Bedeutung. Vertr&#228;ge laufen aus. Beziehungen enden. B&#228;ume werden gef&#228;llt. Man stirbt. Es ist wie…“</p>
<p>„Keine Vergleiche, Mister Zimmermann!“</p>
<p>„Gewi&#223;, man soll nicht auf die fremden Teller schielen!“</p>
<p>„Schaffen wir besser die Speisekarten ab?“</p>
<p>„Sofort. Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Gilt &#252;brigens f&#252;r weit &#252;ber 80% der Weltbev&#246;lkerung.“</p>
<p>„Nicht ganz so radikal. Vielleicht eher wie in einer kleinen und freundlichen Taverne. Der Koch kommt an den Tisch, sagt an, was die K&#252;che heute zu bieten hat, spricht Empfehlungen aus und man l&#228;&#223;t sich darauf ein. Fertig!“</p>
<p>„Nicht das letzte Wort. Trotzdem: Hunger! Durst!“</p>
<p>„Genau! Hunger! Durst!“</p>
<p><em>(Zwei einladende Alpengasth&#228;user am Ufer des Seealpsee. Zwei Speisekarten. Weia! Eine Terrasse da. Die andere Terrasse auch da. Einerseits. Aber? Sonne hier. Schatten da. Die einen und die anderen stehen und sitzen mal hier, mal da. Aber die Forelle da dr&#252;ben oder die hier? Die Preise? Ob man noch mal dr&#252;ben? Schei&#223;egal! Schweizer Franken, da ist eh alles sauteuer. Hinsetzen. Guter Tag. Kommt nicht wieder so und niemals zur&#252;ck. Noch nicht mal &#228;hnlich. Wie war das noch? ‚Das Vergleichen ist&#8230; <strong>(Jaha! Danke! Kapiert! Schnauze! Der S&#228;zzer)</strong> Zum Bestellen eines Bieres braucht es keine Speisekarte. Und dann <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cOZ5VcQIiFc" target="_blank"><strong>das heutige Lied</strong></a> noch!)</em></p>
<p>„Zimmermann, haben Sie geh&#246;rt, wie da jemand kurz vor Liedbeginn ruft: ‚We Want CREAM!’?“</p>
<p>„Eben! Eine einzelne Stimme ruft: &#8216;We!&#8217; Wandernde Schatten! Sie sind &#252;berall!“</p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7803" title="app_12" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_12.jpg" alt="app_12" width="515" height="220" /><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Der Abstieg</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2014/09/23/appenzeller-vergewisserungen-der-abstieg/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2014 14:31:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
(&#220;ber der Nordflanke des S&#228;ntis zogen finstere Wolken auf. Archibald Mahler aber stand, stand vor dem Kruzifix des Wildkirchli, stand starr, starrend und sann nach. &#220;ber diesen kleinen riesigen Unterschied. Ein Wort lediglich. Aus der Tiefe, Herr, rufe ich nach Dir. Aus der Tiefe, Herr, rufe ich zu Dir. ‚Nach Dir’ hie&#223;e es, hatte er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7777" title="app_09" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_09.jpg" alt="app_09" width="515" height="257" /></em></p>
<p><em>(&#220;ber der Nordflanke des S&#228;ntis zogen finstere Wolken auf. Archibald Mahler aber stand, stand vor dem Kruzifix des Wildkirchli, stand starr, starrend und sann nach. &#220;ber diesen kleinen riesigen Unterschied. Ein Wort lediglich. Aus der Tiefe, Herr, rufe ich <strong>nach</strong> Dir. Aus der Tiefe, Herr, rufe ich <strong>zu</strong> Dir. ‚Nach Dir’ hie&#223;e es, hatte er immer gedacht. ‚Zu Dir’ aber ist die korrekte &#220;bersetzung. Der Unterschied? Das <strong>nach Dir</strong>: fordernd, etwas erwartend, &#228;hnlich einer Notglocke im Hospital, als habe man Anspruch auf ein Ohr, einen Lottogewinn, ein gl&#252;ckliches Leben. Rettung sofort. Erl&#246;se mich! Das <strong>z</strong><strong>u Dir</strong>: ein Wissen um die Gegenwart eines Gegen&#252;bers, dessen Antlitz zwar gelegentlich verh&#252;llt ist – wie eben gerade der S&#228;ntis – aber doch vorhanden, auch wenn unsichtbar. Im m&#252;hsamen Vertrauen auf die M&#246;glichkeit einer Kontaktaufnahme gilt es zu warten und es erw&#228;chst kein Anspruch, da werden keine Platzkarten f&#252;r die Arche Noah verteilt, da stehst du jeden Morgen vor deiner ureigenen Wand, doch Glaube, Liebe, Hoffnung machen: man h&#228;lt das aus. Aushalten, ja, ertragen und aushalten. Und der B&#228;r im Appenzell dachte weiter, da&#223; dies vielleicht nur seine Lesart sei, Mahlers ureigene Lesart, so wie ein jeder Reim in einem jeden Leser eine andere Glocke zum Klingen bringt. Ein fremdes Wort l&#228;&#223;t eine eigene Geschichte vibrieren, ein fremdes Wort formuliert keinen Anspruch auf letzte Wahrheit, ein fremdes Wort geh&#246;rt keiner Wissenschaft an, und wenn, dann w&#252;rden aus dem fremden Wort lediglich W&#246;rter. Diese m&#246;gen vielleicht fixieren, das Wort aber h&#228;lt offen. Und weiterhin schien ihm pl&#246;tzlich, wie wichtig es sei so manches Wort – vor Abschu&#223; des Pfeiles – auf die Goldwaage zu legen, auch wenn dies viel Zeit koste und schnelle Befriedigung verhindere, man sich eventuell qu&#228;len m&#252;sse und es noch mehr Zeit und sehr viel Energie kostete aus den Sackgassen, in die man besten Gewissens hineingerauscht war, wieder rauszukommen und dranzubleiben am Zweifel, selbst wenn solcher Vorsatz zur Folge haben k&#246;nnte, da&#223; b&#228;r – angestrengt, &#252;berfordert, gem&#252;det – eines sch&#246;nen Tages verstummte. F&#252;r immer. Das dachte Mahler angesichts des Gekreuzigten. Da drang des wei&#223;en Hasen Stimme an sein Ohr.)</em></p>
<p>„H&#246;mma Mahler, hasse gerade Sodom un Gomera r&#252;ckblickend gesichtet und ham Dich die G&#246;tters als Salzs&#228;ule inne Appenzeller H&#252;gel gepostet oder wat? Mach hinne, dat Wetter hier iss inne alpine Blitzverd&#252;sterung begriffen! Der Abstieg tut not!“</p>
<p>„Ach ja! Der Abstieg! Budnikowski, warum sprechen Sie eigentlich nicht mehr vom – wie nannten Sie das noch?“</p>
<p>„Vom Gep&#246;hle?“</p>
<p>„So ist es!“</p>
<p>„Ach, da gittet doch ausreichend Schlausprecher innem Metier. Da kann der Hase gelassenst schweigen un brauch sich auch nich euphorisch vonne rote Sofa runterrollen, wennet neubayrische Pfannekuchenjesicht, welchet auffe nach obend besoffene Unsympattenskala dabei iss ‚Ein – Finger &#8211; Effe’ so wie unseren ‚Sechs &#8211; Ischen – Loddar’ zu &#252;berfl&#252;geln, ein zugegeben <strong>blitzsauberes</strong> <em>(H&#246;mma Berichtersabbler! Die n&#228;chste Verwendung von diese Vokabel kannet Leben kosten! Gru&#223;: der Vollstrecker!)</em> T&#246;rchen zum verdient gl&#252;cklichen Nationalsiech inne Maschen kloppt. Verzeihung, nat&#252;rlich gardiolt. Un diese n&#228;chsten zwei in China gekl&#246;ppelten Sterne auffe Trikots f&#252;r unsere bemalte Jubeljugend holen wir dann bei Zarewitsch Putin und danach auffe Proletenfriedh&#246;fe bei die Scheichs ab. <em>(H&#246;mma Pep! Mit die zwei Katarsagtdankemilli&#246;nkes auf Deine Konto<strong>uli</strong>en kannse Deine Kinners wat Anst&#228;ndiges lernen tun lassen, dat die nich sp&#228;ter mal wie Du auf Billigbenzedrin anne Rasenkante rumhampeln m&#252;ssen! Kein Gru&#223; vom S&#228;zzer!)</em> So getz zur&#252;ch anne wichtigen Themata. Wat dachten Sie gerade in Ihre biblische Statuarik?“</p>
<p>„Ach, bester Freund, nichts!“</p>
<p>„Dat iss gelogen!“</p>
<p>„Ja! Das ist es! Steigen wir hinab!“</p>
<p><em>(Dieser Abstieg hatte es in sich. Die Muskeln aller Beteiligten sangen ein Lied. Von den kommenden Katastrophen? Oder von den &#252;berstandenen Katastrophen? <a href="http://www.youtube.com/watch?v=wCGoOPM2_x0" target="_blank"><strong>Weder noch!</strong></a> &#8220;Das Vergleichen ist das Ende des Gl&#252;cks und der Anfang der Unzufriedenheit.&#8221; Diesen Satz sprach der mitabsteigende Ernst Albert vor sich hin. Erstgedacht hatte diese Erkenntnis aber einst S&#246;ren Kierkegaard. Und  pl&#246;tzlich vor aller Augen der See!)</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7778" title="app_10" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_10.jpg" alt="app_10" width="515" height="226" /><br />
</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Aus der Tiefe</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2014/09/22/appenzeller-vergewisserungen-aus-der-tiefe/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2014 22:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
(Das Wildkirchli sind drei H&#246;hlen, die sich in der steil nach Osten abfallenden Felswand der Ebenalp befinden. Vor etwa hundert Jahren entdeckt, wohnten dort vor mehreren zehntausend Jahren – &#228;hem – H&#246;hlenmenschen, Neandertaler, feuerh&#252;tende Aufrechtgeher. Sp&#228;ter Einsiedler, Solit&#228;re, Menschenscheue. In einer der drei H&#246;hlen fand man zudem etliche Knochenreste, die darauf hindeuteten, da&#223; sich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7769" title="app_07" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_07.jpg" alt="app_07" width="515" height="235" /></em></p>
<p><em>(Das Wildkirchli sind drei H&#246;hlen, die sich in der steil nach Osten abfallenden Felswand der Ebenalp befinden. Vor etwa hundert Jahren entdeckt, wohnten dort vor mehreren zehntausend Jahren – &#228;hem – H&#246;hlenmenschen, Neandertaler, feuerh&#252;tende Aufrechtgeher. Sp&#228;ter Einsiedler, Solit&#228;re, Menschenscheue. In einer der drei H&#246;hlen fand man zudem etliche Knochenreste, die darauf hindeuteten, da&#223; sich in einer der drei H&#246;hlen bevorzugt B&#228;ren aufhielten. Vor noch mehreren zehntausend Jahren.)<br />
</em></p>
<p>„H&#246;mma Mahler, komfortabel ist dat nicht, wie Ihre Vorfahren hier fr&#252;her hausten. Et zieht und tropft permanent vonne Decke.“</p>
<p>„Aber in der H&#246;hle nebenan gab es lecker Einsiedler und drau&#223;en allerlei anderes Getier und Preiselbeeren. B&#228;r war versorgt.“</p>
<p>„Iss dat hier also sonne Art von Verwandschaftsbesuch, weshalb Sie mich an diese grauenhaften Abgr&#252;nde geschleppt haben. Herr Mahler treibt Ahnenforschung, oder wat?“</p>
<p>„Nein, mein Bester. Frau Pelagia wollte eigentlich auf den S&#228;ntis da hinten, aber Ernst Albert sagte, da&#223; dies zu teuer sei und deshalb sind wir hier. Und der erste und oberste Chef von Herrn Ernst Albert ist Madame Coincidencia.“</p>
<p>„Dat soll ich glauben tun. Dat iss von langer Hand und Hinterh&#228;ltigkeit geplant!“</p>
<p>„Falsch! Der Herr Albert hebt die schw&#246;renden Finger und bemerkt erst heute sei ihm &#252;berhaupt aufgefallen, da&#223; der B&#228;r <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fahne_und_Wappen_des_Kantons_Appenzell_Innerrhoden" target="_blank"><strong>das Wappentier vom Appenzell</strong></a> ist.“</p>
<p>„Ha! Wo der feine Herr Jahre von seine Jugend anne Grenze zu diesen h&#252;geligen L&#228;ndereien verbringen tun durfte. Zweifelnd vibrieren mir die L&#246;ffel!“</p>
<p>„Es dauert manchmal, bis man begreift, was man Jahre lang sah, ohne zu sehen. Und: Es gibt keine Zuf&#228;lle, au&#223;er man glaubt nicht an sie.“</p>
<p>„Dat iss woll richtig. Hinschauen iss ein aktiver Vorgang. Wenn dir wat g&#228;nzlich unreflektiert auffe Iris f&#228;llt, hasse lang noch nichts gesehen, geschweige denn begriffen.“</p>
<p>„Eingesehen, auch so ein Wort!“</p>
<p>„Bevor wir getz wieder inne B&#228;renphilosaufereien abgleiten, noch wat Touristisches. Wieso hei&#223;t dat Gel&#228;nde getz Wildkirchli?“</p>
<p>„Ein paar Schritte noch!“</p>
<p><em>(Weiter &#252;ber glitschigen Stein, unter tropfender Decke, vorbei an Fundst&#228;tten verwandtschaftlicher Knochen schritt man, es verengte sich die gro&#223;e H&#246;hle zu einer kleineren mit grandiosem Blick hinab in tiefste Tiefe: die Altarh&#246;hle.)</em></p>
<p>„Hier haben also die Einsiedler ihre ersten Alt&#228;re errichtet und Zwiesprache mit oben gehalten!“</p>
<p>„Dat kann ich nachvollziehen. Hinten am zitternden P&#246;ter ihre hungrige B&#228;renverwandschaft und vorne vorre Nase biblische Abgr&#252;nde. Datte da die Pf&#246;tken falten tust, dat leuchtet sogar meine Wenichkeit ein.“</p>
<p>„De profundis ad te clamavi domine! Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir!”</p>
<p>„Dat iss ja interessant. Zu Dir wird gerufen, nich nach Dir! Warum?“</p>
<p>„Freiwilligkeit!“</p>
<p>„Und wat iss dat f&#252;r <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_3URc25jpKg" target="_blank"><strong>ein Liedken getz</strong></a>, wat von unten zu uns ruft?“</p>
<p>„Man ruft zu uns aus der Tiefe. Engel vielleicht. Hinab denn.“</p>
<p><em>(Man macht sich auf den Abstieg zum Seealpsee und ahnt nichts von den daraus erwachsenden Folgen. W&#228;hrend Herr Mahler sich so seine Gedanken dar&#252;ber macht, warum sein Urahn, der die beiden Kantonswappen und etliche Gemeindewappen im Appenzell pr&#228;gt, stets ein aufrechtgehender und mit eindeutig geschlechtlicher Zuordnung versehener B&#228;r ist, zitiert Herr Albert den legend&#228;ren Spruch, der in einer Nische des legend&#228;ren Cafe<strong> </strong>Bohe zu Konschtanz a. B. hing, in dem er statt Algebra die legend&#228;ren Butterbrezeln studierte: <strong>„Schilt nicht den J&#228;ger, der sonntags nicht zur Kirche geht. Ein frommer Blick zum Himmel, ist besser als ein falsch Gebet.“ </strong>Herr Archibald Mahler aber bleibt stehen und dreht sich noch einmal um.)</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7770" title="app_08" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_08.jpg" alt="app_08" width="515" height="207" /><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Appenzeller Vergewisserungen / Der Schwindel</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2014 09:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appenzeller Vergewisserungen]]></category>

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(Man hatte sich also losgerissen vom Idyll, stieg hinab den steilen, schmalen Pfad Richtung Wildkirchli, sp&#228;ter dann Seealpsee.)
„H&#246;mma hier iss Wandererverkehr wie am Kamener Kreuz, nachmittags annem Freitach.“
„In diesem verregneten Sommer st&#252;rzt nun mal, wenn die Sonne sich zeigt, alles wie auf ein geheimes Kommando hinaus ins Licht!“
„Tja, watte inne Mediums lesen konntest, hatt et [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7762" title="app_05" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_05.jpg" alt="app_05" width="515" height="228" /></em></p>
<p><em>(Man hatte sich also losgerissen vom Idyll, stieg hinab den steilen, schmalen Pfad Richtung Wildkirchli, sp&#228;ter dann Seealpsee.)</em></p>
<p>„H&#246;mma hier iss Wandererverkehr wie am Kamener Kreuz, nachmittags annem Freitach.“</p>
<p>„In diesem verregneten Sommer st&#252;rzt nun mal, wenn die Sonne sich zeigt, alles wie auf ein geheimes Kommando hinaus ins Licht!“</p>
<p>„Tja, watte inne Mediums lesen konntest, hatt et die hier unten ganz besonders feucht erwischt in diesem Jahr!“</p>
<p>„Das mag wohl sein!“</p>
<p><em>(Wenig wird gesprochen ansonsten, der Pfad fordert sicheren Tritt. Nun gut, das ein oder andere obligatorische „Gruezi“ huscht den Wanderern &#252;ber die Lippen. Und dann tut er sich pl&#246;tzlich auf – nach guten zwanzig Minuten des Weges – unerwartet und j&#228;h (welch herrliches Wort!!!): der Abgrund.)</em></p>
<p>„Mahler, halt mich. Dat glaub ich nich, wie et sich hier auftut in Richtung freien Fall. Da schlottert dat Bein und dat Hasenherz pumpt. Ihre Pfote her, Herr B&#228;r!“</p>
<p>„Gewi&#223;! Aber vergessen wir nicht diese wohlig schaudernde Faszination beim Blick hinab. Stellen Sie sich vor, man k&#246;nnte fliegen!“</p>
<p>„Nee, dat &#252;berschreitet des Budnikowskis Horizont in ganzer Komplettheit. Einen Fluch meinerseits kann ich da nicht sehen tun, bestenfalls einen unkontrollierbaren Sturz inne Tiefe der Unendlichkeit. Der Aufprall mal komplett inne Verdr&#228;ngung geparkt. Mir schwindelt.“</p>
<p>„Ist Ihnen schon mal aufgefallen: der Schwindel, der jemanden erfa&#223;t und der Schwindel, den man gebraucht, um einem Gegen&#252;ber gesch&#246;nte Wahrheit zu verkaufen: ein gleiches Wort.“</p>
<p>„Bei die Japaners, wenn ein Strich bei denen ihre kalligraphischen Wortgem&#228;lde nur eine Millimeterkes verrutscht ist, iss die ganze Bedeutung innet komplette Gegenteil verr&#252;ckt. Verr&#252;ckt!“</p>
<p>„Nachdem er unz&#228;hlige Chancen vergeben hatte, w&#252;nschte er vergebens, alle m&#246;gen ihm vergeben!“</p>
<p>„Hat dat der Gomez gesacht?“</p>
<p>„Sind wir nicht alle ein bi&#223;chen Gomez?“</p>
<p>„Um auffe Schwindel zur&#252;ck zu kommen: ich denk ja immer, schon aus eigene hasenherzige Erfahrung heraus, wennse jemand anschwindeln tust, merkse dat inne Moment vonne Schwindelei sofort und dann bisse erfa&#223;t vom anderen Schwindel, woll. Bei die einen schw&#228;cher, bei die anderen mehr.“</p>
<p>„Wie sagte Georg B&#252;chner treffend: Was ist es, was in uns hurt, l&#252;gt, stiehlt und mordet?“</p>
<p>„Tja, das willste doch kein Aufrechtgeher sein!“</p>
<p>„Da k&#246;nnen Sie ein Lied von singen!“</p>
<p>„Welches?“</p>
<p>„Konzentrieren wir uns auf den Abstieg!“</p>
<p><em>(Weiter hinab den immer steiler und schmaler werdenden Pfad. Waden und Oberschenkel senden erste Zeichen. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=s9v2XBNVRtw" target="_blank"><strong>Man summt ein altes Lied.</strong></a> Die Sonne w&#228;rmt den Fels. Rechterhand. Nicht stolpern. Runter brauchts mehr Konzentration als Rauf!)</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7763" title="app_06" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2014/09/app_06.jpg" alt="app_06" width="515" height="230" /><br />
</em></p>
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