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	<title>Archibald schaut Welt &#187; Draußen vor der Tür</title>
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	<description>Vom Bären vom Brandplatz</description>
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		<title>POST AUS LITAUEN / ABSCHLUSSBERICHT</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 14:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
Lieber Herr Mahler!
Bin an Bord und glaube es noch nicht. Heute morgen noch in den W&#228;ldern. Einen letzten Elch doch bitte! Die Elche haben aber anderes zu tun und die G&#246;tter, die ich anrufe, auch. Kurische Stillen! Ich sitze, in mir verloren, zwischen diesen herrlichen B&#228;umen, halte Ausschau und – gebe es zu – genie&#223;e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4789" title="lit14" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/11/lit14.jpg" alt="lit14" width="515" height="212" /></strong></p>
<p><strong>Lieber Herr Mahler!</strong></p>
<p>Bin an Bord und glaube es noch nicht. Heute morgen noch in den W&#228;ldern. Einen letzten Elch doch bitte! Die Elche haben aber anderes zu tun und die G&#246;tter, die ich anrufe, auch. Kurische Stillen! Ich sitze, in mir verloren, zwischen diesen herrlichen B&#228;umen, halte Ausschau und – gebe es zu – genie&#223;e ein letztes geistiges W&#228;sserchen und will nicht fort. Dann aber mu&#223; ich. Schlendere gen Fischerh&#252;tte, die mir so lange Unterkunft gewesen. Vor der T&#252;re wild gestikulierend meine Wirtin, meine Reisehabseligkeiten in ihrer Hand haltend. Ein Wortschwall, litauisch, russisch, englisch, deutsch, ergie&#223;t sich &#252;ber meine Ohren. Weia die Waldfee! Hatte ich wohl heute mit morgen verwechselt. Die F&#228;hre &#8220;Kehrheim&#8221; steht also schon mit rauchendem Kamin in Klaipeda an der Mole. „Blitztransfer! Blitztransfer!“ Mehr der Wirtinnenworte verstehe ich nicht. Ich dr&#252;cke der lieben Frau meine letzten Litas in die Hand und an selbiger nimmt mich der Taxifahrer ihres Vertrauens und uns bleibt eine knappe Stunde bis zum Hafen. Wie ich schon in einer meiner ersten Postkarten erw&#228;hnte, kennt der litauische Taxipilot nur die Gegenfahrbahn. Ich halte mir die langen Ohren vor die Augen und singe irgendwelche Lieder. Der Taxifahrer flucht fr&#246;hlich vor sich hin &#8211; litauisch, russisch, englisch, deutsch – und mir f&#228;llt der Text des Vaterunsers wieder ein. F&#252;nfzehn Minuten bevor das Schiff in See stechen soll, bin ich an Bord. Leinen los! Sirene heult! Die Kamine rauchen und ich trinke ein letztes Svyturys. Und vielleicht noch ein geistiges W&#228;sserchen. Rein in den dicken Nebel. Bis gleich!</p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr treuer Herr von Lippstadt – Budnikowski</strong></p>
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		<title>POST AUS LITAUEN / BERICHT</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 10:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
Lieber Herr Mahler!
Ist der Regen hier n&#228;sser als bei Ihnen oder ist es der Wind, welcher die Feuchtigkeit scheinbar unter die Haut dr&#252;ckt? Jedenfalls war ich selten so durchn&#228;&#223;t gewesen wie nach meinem kleinen Ausflug ins Memeldelta. Jetzt mu&#223; ich arbeiten. Zum einen, um mich wieder aufzuw&#228;rmen und Gest&#228;ndnis: pleite bin ich auch. Da war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4729" title="lit13" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/11/lit13.jpg" alt="lit13" width="515" height="210" /></strong></p>
<p><strong>Lieber Herr Mahler!</strong></p>
<p>Ist der Regen hier n&#228;sser als bei Ihnen oder ist es der Wind, welcher die Feuchtigkeit scheinbar unter die Haut dr&#252;ckt? Jedenfalls war ich selten so durchn&#228;&#223;t gewesen wie nach meinem kleinen Ausflug ins Memeldelta. Jetzt mu&#223; ich arbeiten. Zum einen, um mich wieder aufzuw&#228;rmen und Gest&#228;ndnis: pleite bin ich auch. Da war also dieser Fischer, der Fische f&#228;ngt und sie dann r&#228;uchert. Machen hier viele. Schmeckt sehr lecker. Ihnen wahrscheinlich noch mehr als mir. Und es ist wahrhaft kalt in Litauen jetzt. In den W&#228;ldern und an den R&#228;ndern des Haffs. Der Fischer hatte mir Arbeit. So stapele ich jetzt Holz, was hei&#223;t, es stapelt der Fischer und ich z&#228;hle die Reihen und die Spalten. Und dann wird errechnet, wie lange das reicht, das Holz. F&#252;r das Heizen und das R&#228;uchern. Im Moment sind wir gerade bei Ende M&#228;rz. Aber der Fischer meint, sicher sei sicher und f&#252;r bis Anfang Mai sollte sich schon was vorgestapelt haben. Langsam krieg ich Muskelschmerz. Und dann hat mir der Fischer erz&#228;hlt, da&#223; er im Winter auf das zugefrorene Haff raus f&#228;hrt mit einem Schlitten und L&#246;cher ins Eis hackt und dann dort drau&#223;en die meisten und leckersten Fische f&#228;ngt. W&#252;rde ich ja gerne mal sehen. Wenn es nicht so verdammt kalt w&#228;re im Wind. Und Sie schlafen ja immer im Winter. Ich mu&#223; wieder an die Arbeit. Bis bald!</p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr treuer Herr von Lippstadt – Budnikowski</strong></p>
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		<title>POST AUS LITAUEN / FLASCHENPOST</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 10:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
Lieber Herr Mahler!
Das glauben Sie nicht, wie schnell der Ostwind so ein Binnenmeer in h&#246;chste Konfusion versetzen kann. Da war nur noch Wasser. Oben, unten und mir war, als w&#228;re da gar kein Platz mehr f&#252;r Atemluft. Ich bin mit einem kleinen Boot r&#252;ber zum Memeldelta, als es begann zu regnen. Und zu st&#252;rmen. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4676" title="lit12" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/11/lit12.jpg" alt="lit12" width="515" height="208" /></strong></p>
<p><strong>Lieber Herr Mahler!</strong></p>
<p>Das glauben Sie nicht, wie schnell der Ostwind so ein Binnenmeer in h&#246;chste Konfusion versetzen kann. Da war nur noch Wasser. Oben, unten und mir war, als w&#228;re da gar kein Platz mehr f&#252;r Atemluft. Ich bin mit einem kleinen Boot r&#252;ber zum Memeldelta, als es begann zu regnen. Und zu st&#252;rmen. Das alte Boot rutschte &#252;ber die Wellen wie eine Flaschenpost, aber der Kapit&#228;n hielt Kurs. Sie wissen von meiner Aversion gegen alle Arten des Wassersports. Dann kamen wir an, in einem kleinen Ort namens Minge, mitten im weitl&#228;ufigen Delta der Memel. Und hier stand die Zeit nicht still, hier hatte man sie offenbar zur&#252;ckgedreht. Kan&#228;le, ein paar Feldwege, alte, windschiefe H&#228;uslein, ein paar Boote, G&#228;nse, K&#252;he, St&#246;rche und Nichts. Ich lief ein wenig durch den Regen. Ich hatte das Gef&#252;hl zwischen mir und den Wassern um mich herum l&#246;sen sich die Grenzen auf. Ich wurde H2O. Gefiel mir. Dann stand da dieser alte Wagen. Die T&#252;r war offen. Ein guter Platz, die mitgebrachten Karotten zu benagen. Und ein Lebensw&#228;sserchen nach Art des Landes zu genie&#223;en. I sveikata! Jetzt fr&#246;stelt mir. Denke das erste Mal &#252;ber eine R&#252;ckkehr nach Hause nach. Funktionieren die Heizungen in Mittelhessen?</p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr treuer Herr von Lippstadt – Budnikowski</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>POST AUS LITAUEN / AIRMAIL</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 09:29:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
Lieber Herr Mahler!
Sehr, sehr fr&#252;h war ich wieder in den D&#252;nen. Wenn ich irgendwas mitnehmen d&#252;rfte nach Hause aus diesem wunderbaren Land, vielleicht w&#228;ren es diese einsamen, unendlichen Sandgebirge. Ganz allein war ich wieder und der Tag ganz frisch. Quatsch, nat&#252;rlich nicht allein, hunderte, wenn nicht tausende von M&#246;wen, Wildg&#228;nsen. Ich schritt eine gro&#223;e D&#252;ne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4638" title="lit10" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/11/lit10.jpg" alt="lit10" width="515" height="209" /></strong></p>
<p><strong>Lieber Herr Mahler!</strong></p>
<p>Sehr, sehr fr&#252;h war ich wieder in den D&#252;nen. Wenn ich irgendwas mitnehmen d&#252;rfte nach Hause aus diesem wunderbaren Land, vielleicht w&#228;ren es diese einsamen, unendlichen Sandgebirge. Ganz allein war ich wieder und der Tag ganz frisch. Quatsch, nat&#252;rlich nicht allein, hunderte, wenn nicht tausende von M&#246;wen, Wildg&#228;nsen. Ich schritt eine gro&#223;e D&#252;ne herab und die V&#246;gel erhoben sich in die Luft und es verfinsterte sich der Himmel. Eine Ahnung vom Beginn der Welt, als der Mensch noch ein kleines Licht war oder vielleicht gar ein Hauch vom Ende? Es war wunderbar und den ganzen Tag hatte ich das Schreien und Kreischen und Rauschen der V&#246;gel in den Ohren. Seltsame Mischung von Faszination und Bedrohlichkeit. Stellen Sie sich mal vor, wie schnell da ein kleiner wei&#223;er Hase gepackt und hinaus aufs Meer getragen ist! Wo ich doch &#252;berzeugter Nichtschwimmer bin und die Wassertemperaturen hier w&#228;ren ein einziger kleiner Kritikpunkt. Deshalb gehe ich morgen &#252;ber das Haff. Ins Memeldelta. Das hei&#223;t, ich fahre, mit einem Boot. Huch, es beginnt zu regnen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr treuer Herr von Lippstadt – Budnikowski</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>POST AUS LITAUEN / H&#214;MMA!</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2011/10/31/post-aus-litauen-hoemma/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 17:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
H&#246;mma Mahler!
Dat sind Schmerzen, sach ich Dir! Also ich sitz da beie Kapelle im Walde und lausche die litauische Tanzmucke und da iss der lange Kerl am den Kopp in seine H&#228;nde st&#252;tzen und weint bittere Tr&#228;nen innen Waldboden. Und ich denk, dat da eine Tr&#246;stung angesacht iss und dann erz&#228;hlt er vonnem Ausscheiden von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4597" title="lit09" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/10/lit09.jpg" alt="lit09" width="515" height="206" /></strong></p>
<p><strong>H&#246;mma Mahler!</strong></p>
<p>Dat sind Schmerzen, sach ich Dir! Also ich sitz da beie Kapelle im Walde und lausche die litauische Tanzmucke und da iss der lange Kerl am den Kopp in seine H&#228;nde st&#252;tzen und weint bittere Tr&#228;nen innen Waldboden. Und ich denk, dat da eine Tr&#246;stung angesacht iss und dann erz&#228;hlt er vonnem Ausscheiden von seine Basketball &#8211; Team, wo ett doch der Nationalsport iss inne litauische Gegend und dann wird der Wodka ausse Tasche gepackt und ich klage vonne instabile Form vom BVB und schon iss datt reinste Orgienpaket ausgepackt. Ne, watt iss dat f&#252;r ein Zeugs, dieser Wodka! Aber f&#252;rren Klagegesang von Sportsfreund zu Sportsfreund isset dat ideale Getr&#228;nk. Und dann kriechse beie Sauferei tiefgefrorenen Fisch und Schweinebacke und Gurke als Beilage und f&#252;rre Stabilisierung vonne Magenw&#228;nde serviert. Nee, sach ich nur, da iss der mitteleurop&#228;ische Magen nich f&#252;r gebaut. Getz wird nur noch frische Luft inne Eingeweide gesaucht, sach ich mal so. Verzeihung wegen die Versp&#228;tung vonne Post noch (Montach iss nich Samstach) und getz geht et wieder inne D&#252;nenlandschaft. Der Wind, der &#252;ber dat Haff braust, iss lau. Musse aufpassen!</p>
<p style="text-align: right"><strong>La&#223; jucken und herzlich Ihren L&#252;tten Stan, woll!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>POST AUS LITAUEN / TANZBAR!</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2011/10/22/post-aus-litauen-ejosenismiskanmalku/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 09:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
Lieber Herr Mahler!
Heute war ich in Schwarzort. So hie&#223; der Ort fr&#252;her. Hinter dem Ort erhebt sich der Hexenberg. Das ist eine alte D&#252;ne, die mit den dunkelsten Tannen und Kiefern der ganzen Nehrung bewachsen ist. Deshalb nannte man den Ort Schwarzort. Und weil ganz fr&#252;herer keine B&#228;ume auf der D&#252;ne standen, konnte man sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4506" title="lit08" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/10/lit08.jpg" alt="lit08" width="515" height="206" /></strong></p>
<p><strong>Lieber Herr Mahler!</strong></p>
<p>Heute war ich in Schwarzort. So hie&#223; der Ort fr&#252;her. Hinter dem Ort erhebt sich der Hexenberg. Das ist eine alte D&#252;ne, die mit den dunkelsten Tannen und Kiefern der ganzen Nehrung bewachsen ist. Deshalb nannte man den Ort Schwarzort. Und weil ganz fr&#252;herer keine B&#228;ume auf der D&#252;ne standen, konnte man sehr weit aufs Meer schauen und zur Mittsommernacht kamen deshalb hier die Aufrechtgeher zusammen, um zu feiern und viel zu tanzen. Musikanten, Kapellen, Ch&#246;re, T&#228;nzer. Alle waren da. Aber auch die Hexen und sogar der Teufel. Erz&#228;hlt man sich so. Der Teufel habe sich hier regelm&#228;&#223;ig mit den Hexen getroffen und gew&#252;rfelt. Um verdammte Seelen. Weia, wie Sie gerne bemerken! Dann habe ich diese Musikkapelle im Wald getroffen. Sie war aus ganz alten B&#228;umen geschnitzt. Dann traute ich meinen Ohren nicht. Die Kapelle spielte zum Tanz auf und ich habe es richtig geh&#246;rt und bei mir hat sich alles gedreht. Und das h&#228;lt immer noch an. Es gr&#252;&#223;t mit Karussell im Kopp:</p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr treuer Herr von Lippstadt – Budnikowski</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>ENTEN? G&#196;NSE? SCHW&#196;NE? KRANICHE!</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 10:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
Fliegende Pfeile. Speerspitzen. Schreie. Man sucht Formationen, ordnet sich ein, findet sich, verliert sich wieder, findet und h&#228;lt die Formation. Die Aufrechtgeher blicken gen Himmel – endlich mal wieder, ist Archibald Mahler versucht auszurufen – ihre Einkaufsbeutel festumklammert und da stehen sie nun auf den Gehwegen, Fahrbahnen und dazwischen und wundern sich. Hunderte, vielleicht sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4488" title="kraniche" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/10/kraniche.jpg" alt="kraniche" width="515" height="185" /></p>
<p>Fliegende Pfeile. Speerspitzen. Schreie. Man sucht Formationen, ordnet sich ein, findet sich, verliert sich wieder, findet und h&#228;lt die Formation. Die Aufrechtgeher blicken gen Himmel – endlich mal wieder, ist Archibald Mahler versucht auszurufen – ihre Einkaufsbeutel festumklammert und da stehen sie nun auf den Gehwegen, Fahrbahnen und dazwischen und wundern sich. Hunderte, vielleicht sogar weit &#252;ber tausend schreiende V&#246;gel &#252;ber der Kleinen H&#228;&#223;lichen Stadt. Enten? G&#228;nse? Schw&#228;ne? Es wird spekuliert. Wohin und woher und warum pl&#246;tzlich und so viele.? Auf der Flucht? Eine weitere Katastrophe, von der man noch nichts wei&#223;? Formation nach Formation &#252;berfliegt das einkaufende Volk. Immer dasselbe Konstruktionsprinzip. Der Leitvogel, hinter ihm ein V, der eine Schenkel des V’s etwas k&#252;rzer als der andere, gelegentlich hat eine kleinere Gruppe an einem der Schenkel eine Nebenformation er&#246;ffnet, eine Art Unter-V. Faszinierend und fremd. Offene M&#252;nder. Was ist das nur? Und da vorne steht dieser alte Aufrechtgeher &#252;ber seinen Rollator gebeugt und murmelt <strong><a href="http://de.wikisource.org/wiki/Die_Kraniche_des_Ibycus" target="_blank">ein paar Verse</a></strong> vor sich hin, Verse mit denen er einst seine vergesslichen Sch&#252;ler maltretierte. Kraniche, nat&#252;rlich! Und eine Aufrechtgeherin, sie kann noch die Zeichen am Himmel lesen, spricht zu ihrem Mann: „Ei horch, Hermann, jetzt m&#252;sse mer Heiz&#246;l bestelle!“ Archibald Mahler f&#228;hrt es durch Mark und Bein. <strong><a href="http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Kreis/Uebersicht/Artikel,-Abertausende-Kraniche-zogen-ueber-den-Kreis-Giessen-_arid,293789_regid,1_puid,1_pageid,119.html" target="_blank">Die Kraniche ziehen</a></strong> und er hat noch keinerlei Vorbereitungen f&#252;r den Winterschlaf getroffen, kein Fettpolster angefressen, nicht die Lager gef&#252;llt und nur gedacht und geschaut und Zeit verdaddelt mit seinem Hirn. Weia und Potzrembel die Waldfee! Der Herbst l&#228;&#223;t farbenfroh und heiter das alte Jahr sterben und der Herr B&#228;r gef&#228;llt sich in weltfremder Philosophiererei! Es mahnen die Ahnen von Wyoming bis Kamschatka. Der B&#228;r beginnt zu zittern und macht sich auf den Weg. Dorthin wo sein Jahr begann.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>POST AUS LITAUEN / FEHLERMELDUNG</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2011/10/15/post-aus-litauen-fehlermeldung/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 07:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=4450</guid>
		<description><![CDATA[
Lieber Herr Mahler!
Ich k&#246;nnte mich emp&#246;ren. Jetzt bin ich wieder raus aus den W&#228;ldern und kein Elch. Und dann mu&#223;te ich erfahren, da&#223; hier ganz fr&#252;her wohl mal Tausende dieser Riesen rumlaufen sind, morgens sogar durch die Stra&#223;en und Wege der Fischerorte runter zum Haff, um zu baden. Aber bis vor halb fr&#252;her haben sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4451" title="lit07" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/10/lit07.jpg" alt="lit07" width="515" height="203" /></strong></p>
<p><strong>Lieber Herr Mahler!</strong></p>
<p>Ich k&#246;nnte mich emp&#246;ren. Jetzt bin ich wieder raus aus den W&#228;ldern und kein Elch. Und dann mu&#223;te ich erfahren, da&#223; hier ganz fr&#252;her wohl mal Tausende dieser Riesen rumlaufen sind, morgens sogar durch die Stra&#223;en und Wege der Fischerorte runter zum Haff, um zu baden. Aber bis vor halb fr&#252;her haben sie die Elche abgeknallt, von Hubschraubern aus, mit ihren Staatsg&#228;sten und der Nomenklatura und noch nicht mal gegessen, sondern nur die K&#246;pfe ausgestopft und an die Wand genagelt. Gott sei Dank ist das vorbei! Aber ein paar Sachen haben sie noch hier rumliegen lassen, die alten Besatzer. Betonh&#252;tten, vor sich hinrostende Fischerk&#228;hne. Nicht h&#252;bsch. Aber ich gestehe, eine gewisse Anf&#228;lligkeit f&#252;r morbiden Charme ist mir nicht fern. Leider sch&#228;tze ich den Fisch als Mahlzeit nicht so sehr wie Sie. Aber sie haben hier Rote &#8211; Beete &#8211; Suppe. Kalt und mit viel Dill. Mundet hervorragend. Morgen gehe ich tanzen!</p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr treuer Herr von Lippstadt – Budnikowski</strong></p>
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		<title>POST AUS ATZBACH / GL&#220;CKWUNSCH</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sehr geehrter Chef und Herr Albert!
Eigentlich wollte ich Ihnen ja ein Elchfoto schenken und schicken. Aber das glauben Sie nicht: es gibt ihn nicht in Mittelhessen. Ob es ihn jemals gab, ist mir nicht gewi&#223;. Wobei ich mir doch denke, da&#223; ein ordentlicher Wald ohne Elche, W&#246;lfe und nat&#252;rlich B&#228;ren eigentlich gar kein Wald ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4420" title="archi_geb." src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/10/archi_geb.1.jpg" alt="archi_geb." width="515" height="191" /></strong></p>
<p><strong>Sehr geehrter Chef und Herr Albert!</strong></p>
<p>Eigentlich wollte ich Ihnen ja ein Elchfoto schenken und schicken. Aber das glauben Sie nicht: es gibt ihn nicht in Mittelhessen. Ob es ihn jemals gab, ist mir nicht gewi&#223;. Wobei ich mir doch denke, da&#223; ein ordentlicher Wald ohne Elche, W&#246;lfe und nat&#252;rlich B&#228;ren eigentlich gar kein Wald ist. Aufrechtgeher mit Gehst&#246;cken statt Viecher mit Rei&#223;z&#228;hnen? Ich bitte Sie. Falls Sie zum Zahlenmystizismus neigen kurz dies: 11.10.11 und 55. Ansonsten passen Sie auf sich auf und ich bleibe weiterhin sehr froh, da&#223; Sie mich und mein abbes Bein einstens vom Brandplatz hoben. Jetzt gehe ich Aufrechtgeher erschrecken. Als Indianerb&#228;r auf Kriegspfad. Mal schauen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr B&#228;r und Archibald Mahler</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>POST AUS LITAUEN / GL&#220;CKWUNSCH</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:15:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen vor der Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sehr geehrter Herr ehrenwerter Herr Ernst Albert!
Eigentlich wollte ich Ihnen ja ein Elchfoto schenken und schicken. Aber das glauben Sie nicht: &#252;berall K&#246;tel dieser Waldriesen, bergeweise, angenagte Flechten, zerw&#252;hltes Moos und sogar tiefe Hufspuren auf und neben allen Wegen. Aber: nichts und nichts. Ich schaue in die W&#228;lder, tiefer und tiefer hinein und kein Ergebnis. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-4414" title="lit06" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2011/10/lit06.jpg" alt="lit06" width="515" height="206" /></strong></p>
<p><strong>Sehr geehrter Herr ehrenwerter Herr Ernst Albert!</strong></p>
<p>Eigentlich wollte ich Ihnen ja ein Elchfoto schenken und schicken. Aber das glauben Sie nicht: &#252;berall K&#246;tel dieser Waldriesen, bergeweise, angenagte Flechten, zerw&#252;hltes Moos und sogar tiefe Hufspuren auf und neben allen Wegen. Aber: nichts und nichts. Ich schaue in die W&#228;lder, tiefer und tiefer hinein und kein Ergebnis. Wie der L&#252;tte Stan bemerken w&#252;rde: „Kannse inne Tonne kloppen und Dich ein Ei dr&#252;ber braten tun! Woll!“ Aber ein Bild vom Wald gibt es. Das m&#246;gen Sie doch auch. Alles Gute und gr&#252;&#223;en Sie den B&#228;ren von mir. Und dat mit dem BVB: musse wat Geduld annet Tageslicht legen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Herzlichst Ihr Herr L&#252;tten Stan von Lippstadt – Budnikowski</strong></p>
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