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	<title>Archibald schaut Welt &#187; Fifty Ways to Leave Your Country</title>
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	<description>Vom Bären vom Brandplatz</description>
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		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / R&#252;ckkehr</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jul 2019 14:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230;
hier hat mich mein gott verlorn / und hier holt er mich wieder ein
Eigentlich w&#228;re es das gewesen gewesen. Und Frieden geschlossen, zuvorderst mit dem einen oder anderem sich selbst. Oder so &#228;hnlich. Zur&#252;ck: Alles in allem (man rede auch von sich selbst auferlegten Verpflichtungen! Gelle!) hat das aber auch gedauert, da oben, im Hinan, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><img class="alignnone size-full wp-image-10346" title="001_19" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/07/001_19.jpg" alt="001_19" width="515" height="205" /></p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>hier hat mich mein gott verlorn / und hier holt er mich wieder ein</strong></p>
<p>Eigentlich w&#228;re es das gewesen gewesen. Und Frieden geschlossen, zuvorderst mit dem einen oder anderem sich selbst. Oder so &#228;hnlich. Zur&#252;ck: Alles in allem (man rede auch von sich selbst auferlegten Verpflichtungen! Gelle!) hat das aber auch gedauert, da oben, im Hinan, wohin die zwei Pilger in Sachen Hellas aufgebrochen waren, im letzten unertr&#228;glich hei&#223;en Sommer 2018. Und die Schnauze hielten, versiegelten, schwitzend. Jedoch im &#196;therischen droben, k&#252;hler ist’s da ums Gehirn und der Blick hinab auf das Aufrechtgehergewusel manchmal erhellend, inklusive des Erschreckens ohne alle Heiterkeit. Verschweigen wir aber nicht, da&#223; die Faulheit, nicht unerheblich, die Faulheit der Arbeit eben nicht unerheblich auf den Fu&#223; tritt, falls der nicht eh schon eingeschlafen ist. Und so w&#252;nschte man sich von dorten hinabschauend, da&#223; so manchem Quasselkopp ebenst auch das Schweigen der Lammfrommen in die Tastatur spr&#228;nge. Frommes Gew&#252;nsche! Jetzt aber wieder juckt es im eigenen Gefieder und Gefell. Und so sprang man mittels einem <a href="http://www.st-severin.de/index.php/friedhof/20-friedhof-am-meer" target="_blank"><strong>‚Friedhof am Meer’</strong></a> zur&#252;ck ins Getriebe. Erw&#228;hnbar noch, da&#223; der scharrende Huf des Ehrenwerten Ernst Albert die Beiden zur&#252;ckruft ins bevorstehende gescheite Gequatsche. In heikler Mission. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5y3t-67rKGY" target="_self"><strong>Frieden!!</strong></a> Vermittlung!! Zwischen oben und unten!! West und Ost!! Br&#252;dern und B&#228;umen und Schwestern!! Zauberpferde und Flaschengeister!! V&#246;gel und Kirschenesser!! Weia, weia!! Nun gut: ist doch nur’n Text, aber mit `nem Text fangen die zwei R&#252;ckkehrer erstmal an. Nennen wir sie HOY und WOY. Welcher wer? Bald!! Ganz!!</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10347" title="002_19" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/07/002_19.jpg" alt="002_19" width="515" height="242" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / Versenkung</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/09/24/10331/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 11:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;
You never walk alone, when you’re skin is thin
Auf alten Pfaden wandelt man nicht allein. Alte Geschichten, Sagen, &#220;berlieferungen, Wiederg&#228;nger, D&#228;monen und andere Gespinste begleiten dich, wenn Du Dir Zeit nimmst, Herz und Poren &#246;ffnest und die Suche beginnen l&#228;&#223;t. Wer sogar &#252;ber die Gabe verf&#252;gt aus sich herauszutreten und in fremde H&#228;ute zu gleiten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10330" title="hellas_22" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/09/hellas_221.jpg" alt="hellas_22" width="515" height="214" />&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>You never walk alone, when you’re skin is thin</strong></p>
<p>Auf alten Pfaden wandelt man nicht allein. Alte Geschichten, Sagen, &#220;berlieferungen, Wiederg&#228;nger, D&#228;monen und andere Gespinste begleiten dich, wenn Du Dir Zeit nimmst, Herz und Poren &#246;ffnest und die Suche beginnen l&#228;&#223;t. Wer sogar &#252;ber die Gabe verf&#252;gt aus sich herauszutreten und in fremde H&#228;ute zu gleiten, wird reich beschenkt werden. Die Gespenster machen ihn zum Gef&#228;hrten.</p>
<p>So steigen unsere zwei Reisenden von Kardamilli hinauf zum Plateau von dem die alte Kirche Agia Sofia hinabblickt auf den Golf von Messenien, um mitzublicken und dies in den H&#228;uten des alten Popen der Agia Sofia sowie seines Maulesels Spirgos von Petrovouni. Und da sie vorbeikamen an zwei vergitterten kleinen Felsh&#246;hlen, in denen der Sage nach die zwei Zeuss&#246;hne Castor und Pollux ihre Grabst&#228;tte gefunden haben sollen, hatte sich die Zahl der Bergersteiger verdoppelt, da den zwei Br&#252;dern das Liegen in der H&#246;hle etwas langweilig geworden war und auch die Toten ab und an Bewegung brauchen und der Blick aufs Meer schadet verstorbenen Seelen nicht.</p>
<p>(Ein nicht unwesentlicher Hinweis mu&#223; hier seitens des anonymen Erz&#228;hlers platziert werden. Die kleine Wanderung, von der wir berichten, fand statt am Vierzehnten Juno des Jahres 2018, am Firmament regierte das Zeichen des Zwillings, dem die zwei Geminis Namensgeber waren. Sp&#228;ter mehr davon.)</p>
<p>An der n&#228;chsten Ecke wieder, gepeinigt von arthritischem Stechen im maladen Knie, rastete auf einem Steine die Heilige Sophie. Sie hatte Charon becirct und dieser sie ins Diesseits gerudert, ihr aber den heiligen Schwur der R&#252;ckkehr abgenommen gegen die Androhung ewiger Verdammnis an der Seite des Fliegenden Holl&#228;nders, Arien singend. Die ihr geweihte Kirche ward zum Schauplatz einer kleinen Feier auserkoren worden und da wollte sie nicht fehlen da oben, doch dieses morsche vermaledeite Gelenk, es hinderte st&#228;rker als erwartet. Man beschlo&#223; sie kurzerhand auf den R&#252;cken des Maulesels zu setzen. Da aber der in der Mauleselhaut atmende Wanderer von Natur aus eher etwas leptosom gebaut war und ist, eilten – Oh Empathie, oh Solidarit&#228;t, die Du noch beheimatet bist in den Geb&#252;schen am Rande eines alten Monopathi hoch &#252;ber Kardamilli! – ein Dutzend wuseliger Eidechsen herbei, bereit die kleine Truppen ziehend, schiebend, anfeuernd den Berg hinan zu begleiten. Es schien zu gelingen, auch wenn der Schwei&#223; aus allen Poren der Truppe scho&#223;. Man behauptet sogar, der Geist eines der letzten an den H&#228;ngen des Taygetos erlegten B&#228;ren habe sich in Sachen Transport der Heiligen Sophia beteiligt, ma&#223;geblich gar.</p>
<p>Kl&#228;ren wir noch das Geheimnis der Wasserflasche. Auf den Treppen der Alten Kirche feierte – im Zeichen von Castor und Pollux geboren – die Wunderbare Eva Pelagia ihr Wiegenfest mit Wasser, Nektarinen und Keksen. Sie hatte sich gew&#252;nscht, dies einmal im Land der mit der Seele Gesuchten tun zu k&#246;nnen. Da konnte der Ehrenwerte Ernst Albert nicht nein sagen. So geschah es. Die Gespenster tanzten mit und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qXrVNx02j98"><strong>sangen</strong></a> und man nahm die Erfrischungen, welche gereicht wurden dankend entgegen.</p>
<p>Lesen wir zum Schlu&#223; von dem, was wir im allgemeinen Stimmengewirr den Herren Makrelios und Budnijakos zuordnen k&#246;nnen.</p>
<p>„Makrelios, auf dem Abstieg aber sind Sie der Maulesel!“</p>
<p>„Selbstredend, Freund Budnijakos! Doch hetzen wir nicht. Dieser Moment mag l&#228;nger verweilen!“</p>
<p>„Nichts lieber tun, als diesen Blick hinab!“</p>
<p>„So ist es!“</p>
<p>„Wohin mag jenes Seil f&#252;hren?“</p>
<p>„Blicken wir hinan!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10332" title="hellas_23" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/09/hellas_23.jpg" alt="hellas_23" width="515" height="236" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / Hinan</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/09/22/fifty-ways-to-leave-your-country-hinan/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/09/22/fifty-ways-to-leave-your-country-hinan/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Sep 2018 19:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230;
Alte Wege oder Ankunft ist wichtiger als Herkunft
Auf uralten Steinen hinan. Wer sich erinnern mag, erz&#228;hlt davon, da&#223; noch vor hundert oder wenig weniger Jahren der Pope seinen Esel hinaufzog zur Kirche, geweiht dem heiligen Stefan. Wenn der Pope sich erinnern mag, erz&#228;hlt er von den V&#228;tern, die die Steine den Berg, der wohlgef&#228;llig hinab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10319" title="hellas_20" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/09/hellas_20.jpg" alt="hellas_20" width="515" height="264" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>&#8230;</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Alte Wege oder Ankunft ist wichtiger als Herkunft</strong></em></p>
<p>Auf uralten Steinen hinan. Wer sich erinnern mag, erz&#228;hlt davon, da&#223; noch vor hundert oder wenig weniger Jahren der Pope seinen Esel hinaufzog zur Kirche, geweiht dem heiligen Stefan. Wenn der Pope sich erinnern mag, erz&#228;hlt er von den V&#228;tern, die die Steine den Berg, der wohlgef&#228;llig hinab blickt auf Kardamilli, hinauf schleppten, in die ausgetrocknete Erde schlugen, einen Pfad zu schaffen. Wenn der Steineschlepper zur&#252;ckblickt, wendet sich sein Erinnern in jene tosende Nacht, da ihn etwas anfa&#223;te und sprach: Yannis, die G&#246;tter z&#252;rnen, es ist an der Zeit sie zu beruhigen. Errichte ein Gotteshaus und beuge das Knie. Da nun die G&#246;tter sich umdrehten der Zeit vor ihnen nachzusinnen, war es an ihnen zu zweifeln. „Wer von uns warf den Menschen auf diesen friedlichen Planeten?“ Doch jene bem&#252;hten sich weiterhin. Man stieg hinan. Ein jeder f&#252;r sich.</p>
<p>Der Tag war, trotz des fr&#252;hen Aufbruchs, ein hei&#223;er. Der steile Pfad war, trotz fast durchg&#228;ngiger freundlicher Beschattung, Herausforderung. Das Gespr&#228;ch der beiden Steiger war, trotz massiven Kl&#228;rungsbedarfs, eher rudiment&#228;r. Mehr als Zitate, Fetzen, Mosaiksteinchen zu &#252;bermitteln sehen wir uns heute nicht in der Lage.</p>
<p>„Einfach nichts tun und daf&#252;r geachtet zu werden ist verachtenswert!“</p>
<p>„Ankunft ist wichtiger als Herkunft!“</p>
<p>„Die Welt zu &#228;ndern ist gr&#246;&#223;enwahnsinnig!“</p>
<p>„Aber man darf die verachten, die nichts tun und nicht die, welche es wenigstens versuchen.“</p>
<p>„Die Welt wartet nicht auf uns!“</p>
<p>„Wir werden es nicht l&#246;sen!“</p>
<p>„Was?“</p>
<p>„Das R&#228;tsel unserer Ankunft!“</p>
<p>„Herkunft?“</p>
<p>„Ausk&#252;nftig werden wir schweigen!“</p>
<p>Auf den Tonbandaufnahmen, die wir in den H&#228;nden halten, &#252;berlagert schwerer Atem, Keuchen und Knacken der Gelenke die gesprochenen Worte. Was wir vermelden k&#246;nnen: Agia Sofia ward gl&#252;cklich erreicht. Und: Die Wasserflasche trugen andere hinan. Davon sp&#228;ter und heute soweit Dankbarkeit.</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10324" title="hellas_21" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/09/hellas_211.jpg" alt="hellas_21" width="515" height="304" /><br />
</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / Ertrinken</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/09/19/fifty-ways-to-leave-your-country-ertrinken/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Sep 2018 16:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230;

Am Gestade wartend Mutter, Tochter, Weib, Sohn und Neffen – weinend
Seit Wochen oder Tagen sa&#223;en nun Angelos Makrelios und Kostas Budnijakos, fest umklammernd das erste aller Biere namens ALFA, ihre Taschen zu leer ein letztes, ein OMEGA zu erwerben, am Strand links von Kalamata und blickten gelassen, sorgenvoll, selbstvergessen, froh und m&#252;de hinaus auf das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10307" title="hellas_18" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/09/hellas_18.jpg" alt="hellas_18" width="515" height="234" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em>&#8230;<strong><br />
</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Am Gestade wartend Mutter, Tochter, Weib, Sohn und Neffen – weinend</strong></em></p>
<p>Seit Wochen oder Tagen sa&#223;en nun Angelos Makrelios und Kostas Budnijakos, fest umklammernd das erste aller Biere namens ALFA, ihre Taschen zu leer ein letztes, ein OMEGA zu erwerben, am Strand links von Kalamata und blickten gelassen, sorgenvoll, selbstvergessen, froh und m&#252;de hinaus auf das Meer, das herrliche, lebensspendende, begl&#252;ckende, verschlingende, mordende, gnadenlose Meer. Mond fiel, Sonne stieg, Wolken zogen, Sterne einander zuzwinkernd, Kometen jagten – W&#252;nsche fordernd – vorbei. Den Soundtrack f&#252;gen hinzu Zikadencombos und einsame Eselschreie.</p>
<p>Warum so lange? Warum so lange sitzen? Warum dies lange Schweigen? Zunge schwer vom geteilten ersten und letzten Biere? Sind halt faule S&#228;cke da unten, wie die Germanenweisheiten badisch s&#228;chsisch bundesweit und ziemlich breit verk&#252;nden? Zu kurz gesprungen!</p>
<p>Mahler (Angelos Makrelios) und Budnikowski (Kostas Budnijakos) steckten in fremden H&#228;uten und blickten – ALTE M&#196;NNER – hinaus auf’s Meer.</p>
<p>„Alles leer! Keine Flossen! Kein Zappeln! Schlaffe Netze!“</p>
<p>„Ne! Selber schuld?“</p>
<p>„Auch! Man denkt da sei kein Ende!“</p>
<p>„Die G&#228;ste legten gro&#223;e Scheine auf den Tisch!“</p>
<p>„Und immer kleiner wurden die Fische!“</p>
<p>„Sp&#228;ter dann die Tische!“</p>
<p>„Der Hoffnungstank schrumpfte!“</p>
<p>„Die Selbstverst&#228;ndlichkeiten rosteten wie die Leiber verschrotteter Boote.“</p>
<p>„Wir zimmerten unsere S&#228;rge aus dem R&#252;mpfen untergegangener Kaiki!“</p>
<p>„Dann k&#246;nnen wir auch hier sitzen bleiben und weiter treiben nach den Bieren Beta, Delta, Phi, Rho und so!“</p>
<p>„Sch&#246;ner Reim, trifft den Keim!“</p>
<p>„Bleiben wir also sitzen!“</p>
<p>„Ne! Man mag kein reicher alter Mann werden, der auf einem Elektro – Fahrrad sein schlechtes Gewissen streichelt!“</p>
<p>„Drehen wir uns um! Der Taigetos!“</p>
<p>„Hinauf! Ohne Tricks!“</p>
<p>„Ach Du gr&#252;ne Sieben! Wer was oder sich so alles aus dem Fenster h&#228;ngt!“</p>
<p>„Die Unterw&#228;sche? Ochi! Ab sofort wird geschwitzt!“</p>
<p>„Jetzt?“</p>
<p>„Na ja!“</p>
<p>Der Aufbruch verz&#246;gerte sich, da das bis eben noch etwas danebige Gespr&#228;ch an Abgr&#252;nden gewann, der Tiefe der See angemessen, jener Tiefe, in der sie alle ruhen, die Fische, die Plastikpartikel, die hoffnungsvoll Geflohenen, gierig Geflohenen, verzweifelt Geflohenen, die Lebenstraurigen, sich selber &#252;berhoben Habenden, die selbstverliebten Sportsflinten,  die verbohrten Abenteueridioten und jene, welche denen folgten, die sie vermi&#223;ten. Und Ernst Hemingway ohne sein Gewehr und ohne einen ersten oder letzten Drink.</p>
<p>Und so stand Budnijakos auf, packte den Makrelios am traurigen Ohr und man stieg hinan. Jeder Schritt bergan pfiff frische Zweifel in die K&#246;ppe. Nach ALFA. Und vor OMEGA:</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10309" title="hellas_19" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/09/hellas_19.jpg" alt="hellas_19" width="515" height="259" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / R&#252;ckw&#228;rts</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/08/29/fifty-ways-to-leave-your-country-rueckwaerts/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/08/29/fifty-ways-to-leave-your-country-rueckwaerts/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2018 16:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=10292</guid>
		<description><![CDATA[
&#8230;
Vom Erinnern
Bereinigt von Wehmut zuerst
Dann von der Sehnsucht
Bilder, welche vorbeilaufen
An Dir, mir, anderen, einem Uns
(Gibt es nicht)
Schnipsel eines Super 8 Films
Verwuschelt liegen sie auf einem Schneidetisch
Befreit von der Diktatur einer Zeitlinie
Darf
Mu&#223;
Der Betrachter
Sagen?
Geschichten erz&#228;hlen eigene Geschichten
Entziehen sich dem Starren
Bilder bleiben &#252;ber
Erz&#228;hlen
Wie es geschah
Oder eben nicht
So
Erinnerungen haben kurze Beine
&#8230;

Dies dachte einer der Beiden oder dachten die Beiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10293" title="hellas_16" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_16.jpg" alt="hellas_16" width="515" height="238" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>&#8230;</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Vom Erinnern</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Bereinigt von Wehmut zuerst</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Dann von der Sehnsucht</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Bilder, welche vorbeilaufen</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>An Dir, mir, anderen, einem Uns</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>(Gibt es nicht)</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Schnipsel eines Super 8 Films</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Verwuschelt liegen sie auf einem Schneidetisch</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Befreit von der Diktatur einer Zeitlinie</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Darf</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Mu&#223;</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Der Betrachter</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Sagen?</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Geschichten erz&#228;hlen eigene Geschichten</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Entziehen sich dem Starren</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Bilder bleiben &#252;ber</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Erz&#228;hlen</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Wie es geschah</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Oder eben nicht</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>So</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Erinnerungen haben kurze Beine</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>&#8230;<br />
</strong></em></p>
<p>Dies dachte einer der Beiden oder dachten die Beiden gar oder etwas, welches &#252;ber den zwei Reisenden schwebte. The Ghosts of Kardamili. Alte Steine. Kann man Erinnerungen anfassen? Spazieren dann die laufenden Bilder durch die hornige Haut der Fingerspitzen ins sehns&#252;chtige Hirn, auf die Leinw&#228;nde hinter den Augen, ins wund gelebte Herz?</p>
<p>„Warum r&#252;hren uns alte Steine? Was fassen sie in uns an, Mahler?“</p>
<p>„Man k&#246;nnte es, Budnikowski, auf das Altern reduzieren. Ab einer gewissen Zahl von abgelebten Jahren auf dem Lebenskonto steht man bei einer Zugreise auf der Plattform des letzten Waggons und blickt auf die enteilenden Landschaften, die man einst durchquerte. Erinnerung. Das Bed&#252;rfnis neben dem Zugf&#252;hrer zu sitzen und Zukunft hoffnungsfroh zu durchschneiden schw&#228;cht sich ab bis zur Bedeutungslosigkeit.“</p>
<p><em>(Einschub: Die Herren zitieren hier – nach Absprache mit dem Ehrenwerten Herrn Ernst Albrecht – einen <a href="https://literaturkritik.de/id/21614" target="_blank"><strong>aserbaidschanischen Schriftsteller</strong></a>, der diese wunderbare Feststellung wiederum in einem Gespr&#228;ch mit einem au&#223;erordentlich wunderbaren <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/buchkritik-navid-kermani-entlang-den-graeben-15445422.html" target="_blank"><strong>Schriftsteller auf Reisen</strong></a> t&#228;tigte.)</em></p>
<p>„Haben wir die M&#246;glichkeit das Rad zur&#252;ckzudrehen?“</p>
<p>„Leider nein, Budnikowski! Obwohl, wir t&#228;ten manchmal gut daran dies zu tun.“</p>
<p>„Ne! Hinauszufahren aufs Meer und zu wissen, da sind noch Fische und viele. Zur&#252;ckzukehren und die alten Steine erwachen zum Leben, die K&#246;rbe sind voll, die H&#228;nde greifen zu, die Katzen st&#252;rzen sich auf die Gr&#228;ten und K&#246;pfe. Man singt Lieder. Man kann davon leben, &#252;berleben, von dem was die G&#246;tter zur Verf&#252;gung stellen, die Natur bereit h&#228;lt. Man versucht Vorsicht walten zu lassen!“</p>
<p>„Gerne! Nur ist jener Aufrechtgeher mehrheitsf&#228;hig, welcher sich ein Leben lang und m&#252;de nicht gegen die Zumutungen der Bequemlichkeit wehren mochte und uns ob solcher &#196;u&#223;erungen gerne der Naivit&#228;t bezichtigt.“</p>
<p>„Aber sind das nicht die, welche immer lautstark rumfuchteln, damals auf den Schulh&#246;fen ihrer Erinnerungen h&#228;tte man sie nie zu Wort kommen lassen?“</p>
<p>„M&#246;glich. Bleiben wir auflinks und leben weiterhin in den B&#252;chern, versuchen nicht zu verm&#252;den und im eigenen  Bauchnabel zu &#252;bernachten!“</p>
<p>„Uff, lieber Mahler, und wie finden wir jetzt wieder die Abzweigung in Richtung Profanit&#228;t?“</p>
<p>„Pool oder Kirche!“</p>
<p>„Wer aber f&#228;ngt den Fisch?“</p>
<p>„Haben wir eigentlich noch Bier?“</p>
<p>„Morgen aber wird gewandert!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10296" title="hellas_17" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_17.jpg" alt="hellas_17" width="515" height="242" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fifty Ways to Leave Your Country/Verarbeitung</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 14:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;
Zwischenspiel eins in Sachen Erleichterung: Mal Zeit!
Bewegung bewegt. Nicht immer und jeden jedoch, wie der Laie vermuten will. Auf Reisen mag schon mancher festgestellt haben, da&#223; das sich Bewegen in fremdem Gel&#228;nd’ gerne mal zur Verfestigung des Eigenen, Mitgebrachten, Mitgeschleppten f&#252;hrt, wobei – dies Charakter eines Interludium – hier die intellektuelle Speckschwarte nicht nach den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10284" title="hellas_15" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_153.jpg" alt="hellas_15" width="515" height="265" />&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Zwischenspiel eins in Sachen Erleichterung: Mal Zeit!</strong></em></p>
<p>Bewegung bewegt. Nicht immer und jeden jedoch, wie der Laie vermuten will. Auf Reisen mag schon mancher festgestellt haben, da&#223; das sich Bewegen in fremdem Gel&#228;nd’ gerne mal zur Verfestigung des Eigenen, Mitgebrachten, Mitgeschleppten f&#252;hrt, wobei – dies Charakter eines Interludium – hier die intellektuelle Speckschwarte nicht nach den gro&#223;en Dingen geschmissen werden soll. Reden wir von den D&#228;rmen.</p>
<p>„Mahler, manchmal wird es hart in der Fremde!“</p>
<p>„Budnikowski, es kann aber auch sehr schnell gehen! So schnell rennt kein B&#228;r. Und dann klemmt es!</p>
<p>„Da reden Sie wahr, man schwillt f&#246;rmlich!“</p>
<p>„Nicht der Abdomen ist es, von dem ich rede, sondern von der T&#252;r berichte ich. Fremde Schl&#246;sser, Haken, verzogenes Holz in schiefem Rahmen und hinter Ihnen der unmenschliche Druck Kahn&#8217;scher Dimension!“</p>
<p>„Die Antithese sei die Druckumkehr quasi! Explosion ersehnt und selbst Flecken n&#228;hme man in Kauf!“</p>
<p>„Das liest sich, lieber Hase, unappetitlich!“</p>
<p>„Die Not, mein B&#228;r, die Kotnot! Haben Sie schon mal zwei Briketts gefr&#252;hst&#252;ckt? Dann wissen Sie um dies Gef&#252;hl!“</p>
<p>„Ich scheue mich vor dem Vergleich, jedoch zwei Tafeln erhitzte Schokolade inside? Aua! Lassen Sie uns K&#252;chenpsychologisches in die Luft werfen, &#252;ber Hintergr&#252;nde unken, Vermutungen in die gasgeschw&#228;ngerte Luft schmei&#223;en!“</p>
<p>„Nun, wenn sich in der Fremde Aufgenommenes verh&#228;rtet, vielleicht ist die Freude dar&#252;ber derma&#223;en von Gr&#246;&#223;e und man mag es nicht mehr gehen lassen das Neue!“</p>
<p>„W&#228;re der Umkehrschlu&#223;, da&#223; der zur Diarrhoe neigende Reisende ein gewissenloser Gierhals ist nach dem Motto her damit, rein und raus und weiter?“</p>
<p>„Vielleicht mangelt es an der Bereitschaft dem Neuen eingehende Betrachtung angedeihen zu lassen! Oder &#196;ngste, die eigentlich dem Hasen angedichtet, diesem Fluchttier!“</p>
<p>„Gewi&#223;, aber das ausdauernde Rumschustern am Neuen, bis es querliegt, scheint mir auch nicht der Weisheit letzter Schlu&#223;! Sprechen wir von Entscheidungsschw&#228;che!“</p>
<p>„Herr Mahler, lassen Sie uns weiterhin gelegentlich zwischensp&#252;len!“</p>
<p>„Nun, wenn der Anla&#223; es zul&#228;&#223;t!“</p>
<p>„Oder fordert?“</p>
<p>„Salbei soll ja die Verdauung f&#246;rdern!“</p>
<p>„Ich habe trotzdem Hunger!“</p>
<p>Dann gingen die zwei Herren erstmal was essen. Der eine mehr, der andere weniger. Einer a&#223; die Steine mit, der Andere spuckte sie ins leere Tsipouroglas. Kali orexi!</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><img class="alignnone size-full wp-image-10286" title="hellas_14a" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_14a2.jpg" alt="hellas_14a" width="515" height="257" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / Inside</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Aug 2018 14:39:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230;
Das Lob des Feindes
Da thronte dieses Dorf auf gl&#252;hendem Stein, gl&#252;hte vor den Felsw&#228;nden des Taygetos, blickte hinab aufs Meer, H&#228;user, zerfallen oder bewohnt, Mauern, br&#246;ckelnd, dem Fall zugeneigt, T&#252;rme, T&#252;rme, T&#252;rme gebaut aus, errichtet auf nacktem, gl&#252;henden, w&#252;stem Fels &#8211; wo beginnt Dorf, wo endet Gebirge – thronte da oben am hei&#223;esten Tag der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><em><img class="alignnone size-full wp-image-10266" title="hellas_12" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_12.jpg" alt="hellas_12" width="515" height="218" /></em></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><em>&#8230;</em></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><em>Das Lob des Feindes</em></strong></p>
<p>Da thronte dieses Dorf auf gl&#252;hendem Stein, gl&#252;hte vor den Felsw&#228;nden des Taygetos, blickte hinab aufs Meer, H&#228;user, zerfallen oder bewohnt, Mauern, br&#246;ckelnd, dem Fall zugeneigt, T&#252;rme, T&#252;rme, T&#252;rme gebaut aus, errichtet auf nacktem, gl&#252;henden, w&#252;stem Fels &#8211; wo beginnt Dorf, wo endet Gebirge – thronte da oben am hei&#223;esten Tag der bisherigen Reise, fast h&#246;rbar das Flimmern der kochenden Luft, doch ein milder und freundlicher Mittagswind – oh Aeolos, Retter der verdampfenden Gehirne – verschaffte den Reisenden etwas Linderung, zwischen den Mauern von <a href="https://www.youtube.com/watch?reload=9&amp;v=LA6vG7917JE" target="_blank"><strong>Vathia</strong></a>.</p>
<p>„Diese T&#252;rme, Mahler, diese T&#252;rme!“</p>
<p>„W&#228;re dies nicht so sch&#246;n anzusehen, bester Budnikowski, man k&#246;nnte einen Hang zur Protzerei vermuten!“</p>
<p>„Die Altvorderen waren wohl auch nicht gefeit gegen den unseligen Drang  die L&#228;nge der St&#228;bchen zu vergleichen!“</p>
<p>„Ganz im Gegenteil! Und war beim Nachbarn etwas zu lang und l&#228;nger, am besten stehlen oder kaputtmachen!“</p>
<p>„Sie vereinfachen!“</p>
<p>„Man ist gelegentlich dazu gezwungen. Leider!“</p>
<p>„Und weshalb die vielen T&#252;rme?“</p>
<p>„In den unteren Stockwerken wohnte man, gerne nach Geschlechtern getrennt, vom obersten Stockwerk aus, dort die Fenster zu Schlitzen werden, sp&#228;hte man aus nach seinen Feinden, suchte und fand sie und legt die Flinte an.“</p>
<p>„Tagt&#228;glich?“</p>
<p>„Schon recht <a href="http://www.batsav.com/pages/leigh-fermor-vendetta-and-blood-feud-in-the-mani.html" target="_blank"><strong>ausdauernd</strong></a>. Konnte man aber einen Sieg feiern, begab man sich aufs Dach und lie&#223; sein &#252;ppiges Mahl vom Mond bescheinen. Noch gr&#246;&#223;ere Freude allerdings herrschte, wenn der T&#252;rke vor der maniotischen K&#252;ste mal wieder auf Raubzug war. Dann stieg man hinab auf die griechische Gass’, sang ein paar Liedchen mit den noch eben bek&#228;mpften Nachbarn und auf sie mit Gebr&#252;ll, die osmanischen Eindringlinge!“</p>
<p>„Ah. Niki i Thanatos! So schafft der Feind auch Frieden!“</p>
<p>„Ja, so bescheuert ist das, Budnikowski. Und manchmal verstehe ich es sogar!“</p>
<p>„Mutieren Sie nun zum Krieger, Herr Mahler?“</p>
<p>„Der Kampf mit den eigenen Gespenstern unter der F&#252;hrung des Obergespenstes Langeweile ist m&#252;hsam. Da freut man sich &#252;ber etwas Abwechslung!“</p>
<p>„Und woher haben Sie diese Geschichten?“</p>
<p>„Sie waren eingeschlafen auf dem R&#252;cksitz, die teure Pelagia drehte das Lenkrad und der Ehrenwerte Albert dozierte, wie es gelegentlich seine Art ist und verbreitete <a href="https://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur-der-mann-von-der-mani/6988358.html" target="_blank"><strong>frisch angelesenes</strong></a> Teilwissen.“</p>
<p>„Aha. Wissen Sie, was mir an den alten Mauern besonders gef&#228;llt? Sie atmen noch und hecheln nicht bl&#246;d rum, wie das meiste neumodische H&#228;userzeugs!“</p>
<p>„Recht haben Sie! Was das wohl f&#252;r eine Zivilisation bedeutet, in der alles Neue nur noch h&#228;&#223;lich ger&#228;t!“</p>
<p>„Mahler, lassen sie uns alte Sch&#246;nheit sammeln!“</p>
<p>„Ja, Schrunden, Schrammen, Wunden und selber dran gesunden!“</p>
<p>„Wohlan!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10267" title="hellas_13" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_13.jpg" alt="hellas_13" width="515" height="226" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / Eine Flucht</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/08/12/fifty-ways-to-leave-your-country-auf-der-flucht/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Aug 2018 15:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;
Vom Obolus entrichten, fr&#252;her oder sp&#228;ter und zu sp&#228;t

“Stellen wir uns vor, lieber Budnikowski, wir h&#228;tten es geschafft, kurz vor dem Tor zum Hades links abzubiegen, an Land zu klettern, die enge kleine Stra&#223;e hinaufzusteigen Richtung bewohntes Felsenland!“
„Bei der Hitze? Mahler! Hinaufsteigen?“
„Wir haben die Querung des Meeres &#252;berlebt!“
„Wirklich?“
„Nat&#252;rlich nicht, wir wollen lediglich versuchen ein bi&#223;chen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10256" title="hellas_10" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_10.jpg" alt="hellas_10" width="515" height="266" />&#8230;</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Vom Obolus entrichten, fr&#252;her oder sp&#228;ter und zu sp&#228;t<br />
</strong></em></p>
<p>“Stellen wir uns vor, lieber Budnikowski, wir h&#228;tten es geschafft, kurz vor dem Tor zum Hades links abzubiegen, an Land zu klettern, die enge kleine Stra&#223;e hinaufzusteigen Richtung bewohntes Felsenland!“</p>
<p>„Bei der Hitze? Mahler! Hinaufsteigen?“</p>
<p>„Wir haben die Querung des Meeres &#252;berlebt!“</p>
<p>„Wirklich?“</p>
<p>„Nat&#252;rlich nicht, wir wollen lediglich versuchen ein bi&#223;chen was zu begreifen. Eine kleine bl&#246;de &#220;bung in Sachen Empathie, um den inneren Kompa&#223; mal wieder zu justieren.“</p>
<p>„Ist der Hades eigentlich genauso &#252;bertrieben beheizt wie die H&#246;lle?“</p>
<p>„Eher nicht! Man glaubte damals an keinen Himmel, der f&#252;r was auch immer belohnt. Der Hades war f&#252;r alle da. Deshalb vermute ich, dort ist es angenehm temperiert. Gleichbleibende Temperaturen sommers wie winters, wie dies eben bei H&#246;hlen der Fall ist.“</p>
<p>„Und warum kostet der Hades Eintritt?“</p>
<p>„Budnikowski, der F&#228;hrmann will ja auch nicht leben wie ein Kerberos. Irgendwann mu&#223; ein jeder seinen Obolus entrichten. Oder wollen Sie am Ufer des Totenflu&#223;es hundert Jahre lang als Schatten hin – und herspazieren?“</p>
<p>„Sie ham’s ja mit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unterwelt_der_griechischen_Mythologie" target="_blank"><strong>Unterwelt</strong></a>, Herr Mahler!“</p>
<p>„Nun, wenn einem ein Bein vom lebendigen Leibe gerupft wurde, dieses anschlie&#223;end lieblos oder im Zorn gar auf den Boden gepfeffert und der Rest gleich hinterher? Was meinen Sie, worum meine Gedanken kreisten in den langen Minuten oder Stunden bis der Ehrenwerte Ernst Albert mich fand?“</p>
<p>„Wahrscheinlich haben Sie Ihr Kleingeld gez&#228;hlt!“</p>
<p>„Ihr Wort in Charons Ohr!“</p>
<p>„Wo sitzen wir eigentlich?“</p>
<p>„Auf Resten ehemaligen Wohlstands, vielleicht sollen wir hier ankern, aber auf alle F&#228;lle darauf warten anzukommen.“</p>
<p>„Aber ich dachte – jetzt mal nur angenommen – wir sind nicht ganz-  aber halbtot – an Land geklettert, also angekommen.“</p>
<p>„Das scheinen viele etwas anders zu sehen. Von uns wird jetzt erstmal erwartet, da&#223; wir hier sitzen bleiben und uns daf&#252;r bedanken warten zu d&#252;rfen!“</p>
<p>„Gibt es eine Belohnung?“</p>
<p>„Vielleicht, wenn hinter den sieben Bergen die &#196;ngste schlafen gehen. Aber morgen haben wir ein vorl&#228;ufiges Dach &#252;ber dem Kopf.“</p>
<p>„Das da unten? Weia!“</p>
<p>„Eben, das ist das Schei&#223;spiel! Hinter den sieben Bergen geht man davon aus, da&#223; die hier unten, die vor kurzem pleite waren und es weiterhin sind, das wenige, was sie haben, schon teilen werden.“</p>
<p>„Mannomann, wenn man so Denkspiele macht, beginnt man zu fr&#246;steln. Trotzdem ist hier verdammt hei&#223;!“</p>
<p>„Ach. Pustekuchen. Hinter den sieben Bergen werden sie bald an Ihrem Reichtum verdursten. Schon in Ordnung hier. Denk ich mal!“</p>
<p>Und so weit wir das noch vernehmen konnten, stimmte der Ehrenwerte Ernst Albert seinem B&#228;ren zu, auch wenn dieser manchmal zur &#220;berspitzung neigt und man gew&#228;hrte den beiden Denkspielern Mitfahrt ins nahe Vathia. Und w&#228;hrend die G&#246;ttliche Pelagia das Lenkrad bediente, erz&#228;hlte der Co – Pilot von einem seiner Lehrmeister – nennen wir ihn Panagiotis Krassi – welcher schon in den fr&#252;hen 70ern, da man noch seine K&#228;seigel und Bausparvertr&#228;ge gegen den Iwan verteidigen mu&#223;te &#8211; zu seinen L&#252;mmeln in der letzten Bank folgende Worte sprach:</p>
<p><em>„Meine Herren, der Osten, der Osten, vergessen Sie das, das ist nicht der Punkt. Die Kampflinien verlaufen durch das Mittelmeer. Eines Tages werden sie kommen die Armen, Verzweifelten und zur&#252;ckfordern, was man Ihnen seit Jahrhunderten stiehlt, abpresst, aus den hervorstehenden Rippen schneidet, sie abspeist mit Pfennigbetr&#228;gen f&#252;r all ihre unerme&#223;lichen Sch&#228;tze. Richten Sie den Blick nach S&#252;den, meine Herren!“</em></p>
<p>Und da dachte der Mahler so, warum so viele Aufrechtgeher den Blick nicht mal fr&#252;her und freiwillig in die rechte Richtung recken m&#246;gen. Und da&#223; Kassandra doch eigentlich keine Beschimpfung, sondern ein Ehrenname sein d&#252;rfte. Und was das alles mit Verantwortung zu tun hat. Und warum, wer zu lange wartet, nicht mehr in der Lage sein wird seine Rechnungen zu begleichen. Weia!</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10257" title="hellas_11" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_11.jpg" alt="hellas_11" width="515" height="274" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / Mu&#223; i denn</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2018/08/02/fifty-ways-to-leave-your-country-muss-i-denn/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2018 15:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;
&#8230; mu&#223; i denn aus Afrika hinaus, Afrika hinaus, aber Du mein Schatz …
„Schmerzt Ihr Hirn, Mahler?“
„Peripher!“
„Das hei&#223;t, ich darf sprechen?“
„Lieber Sie, Budnikowski, Teurer vor den Gedanken, als wer auch immer!“
„Das ist schon ein seltsames Ding mit der Gastfreundschaft, mein bester Herr B&#228;r. T&#228;usche ich mich, da&#223; dort, wo weniger im K&#252;hlschrank liegt, mit gr&#246;&#223;erer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10247" title="hellas_08" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_08.jpg" alt="hellas_08" width="515" height="262" />&#8230;</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>&#8230; mu&#223; i denn aus Afrika hinaus, Afrika hinaus, aber Du mein Schatz …</strong></em></p>
<p>„Schmerzt Ihr Hirn, Mahler?“</p>
<p>„Peripher!“</p>
<p>„Das hei&#223;t, ich darf sprechen?“</p>
<p>„Lieber Sie, Budnikowski, Teurer vor den Gedanken, als wer auch immer!“</p>
<p>„Das ist schon ein seltsames Ding mit der Gastfreundschaft, mein bester Herr B&#228;r. T&#228;usche ich mich, da&#223; dort, wo weniger im K&#252;hlschrank liegt, mit gr&#246;&#223;erer Selbstverst&#228;ndlichkeit der Fremde aka Gast empfangen und bewirtet wird?“</p>
<p>„Man sitzt, wenige Zeit und ein Glas Wasser oder gar eine Karaffe gek&#252;hlten Labsals steht auf dem Tisch. Dort in Allem&#228;nnerda verlangt man inzwischen – nicht immer, aber immer &#246;fter &#8211; f&#252;nfzig Cent f&#252;r zus&#228;tzliches Leitungswasser. Und bitten mu&#223; man auch noch.“</p>
<p>„Vielleicht erste Auswirkungen eines Klimaumschwungs!“</p>
<p>„Das Klima in den Hirnen derer die haben, das ist schon lange umgeschwungen, dort herrscht in Sachen Empathie extremste Trockenheit, wird gerne als Vernunft verkauft und ist nichts als kleinlicher Schi&#223; vor dem Verlust. Der Blick nach au&#223;en sieht nur noch Gefahr im Verzug, wendet sich ins vermeintlich heimelige Innen und suhlt sich in Geborgenheit und bl&#246;d wie Mesut Grindel und Karl Heinz Erdogan und derer lauteste Kritiker nun mal sind, glauben sie auch noch an die Existenz vermeintlicher Heimata!“</p>
<p>„Zur&#252;ck zum Thema und These zwei: der wohlhabende <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/xeno-"><strong>Xenos</strong></a> erwartet gerne vom Einheimischen fr&#246;hlich flotte Bedienung inklusive Seelen – und Schuhpolishing? Motto: Danke, mein Kostas. Klammer auf: Was bin ich doch ein gewitzter Kosmopole!“</p>
<p>„So &#228;hnlich. Anst&#228;ndig gekleidet, Reste von H&#246;flichkeit und Manieren am Leib, dem legt man gerne ein Zubrot auf dem Tisch. Doch Horden kurzbehoster, verbrannter, stets eine Tick zu laut parlierender Langnasen, generell grenzenlos von sich …“</p>
<p>„Verzeihen Sie, da&#223; ich reingr&#228;tsche: liege ich falsch, behaupte ich, da&#223; der Wohlhabibi gleich welcher Prominienz Grenzen eher als eine Art semipermeabler Membran betrachtet. Raus ich immer gerne, rein lassen dich nee!“</p>
<p>„Hase! Strike! Ihr da drau&#223;en kauft mein Gl&#252;cksversprechen, bezahlt was ich verlange und dann sch&#246;n zu Hause bleiben. Gelle! &#220;brigens: ist das nicht gnadenlos hei&#223; hier?“</p>
<p>„Man munkelt zu Hause sei es noch gnadenloser!“</p>
<p>„Und da ist kein Meer!“</p>
<p>„Ich glaub das Mittelmeer wollen die auch gar nicht vor der Haust&#252;r haben!“</p>
<p>„Na, dann kommt die Rechnung eben auf dem Luftweg!“</p>
<p style="text-align: center">&#8230;</p>
<p>Wo befinden sich die zwei Herren, dieses – hier stark verknappte – Gespr&#228;ch f&#252;hrend? Wie gelangten sie an diesen fernen Ort? Wie stets eben, die g&#246;ttergleiche Eva Pelagia und der Ehrenwerte Ernst Albert haben nachgeholfen. &#220;zelchenverbot und ab in die Heia und in aller Fr&#252;h ab zum Kap Tenaro, dem s&#252;dlichsten Punkt Griechenlands  und abgesehen von Gibraltar sogar der s&#252;dlichste Punkt Europas. Die zwei Reisenden (&#228;hem: every traveller is just a tourist!) wurden darauf hingewiesen, vor ihnen nun nichts als Meer und dahinter vor allem Afrika. Und drehten sie sich um, so s&#228;hen sie eine herrlich idyllische Bucht, wenige Meter daneben aber der Eingang zum Hades, Charon dort sein schwarzes Khaki von den Hinterlassenschaften der letzten Passagiere reinigend.</p>
<p style="text-align: center">&#8230;</p>
<p>„Budnikowski, f&#252;hren Sie eine M&#252;nze mit sich?“</p>
<p>„Zuf&#228;lligerweise einen Sloty!“</p>
<p>„Gro&#223;artig!“</p>
<p>„Warum, Meister Mahler?“</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10248" title="hellas_09" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/08/hellas_09.jpg" alt="hellas_09" width="515" height="261" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fifty Ways to Leave Your Country / Dazwischen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2018 15:48:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fifty Ways to Leave Your Country]]></category>

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&#8230;

Zwei Seelen, ach in meinem Frust!
Als eine Taverne erreicht war, die P&#246;ter Ruhe fanden auf geflochtenem Sitz, rannte ein flinker Mexikaner an lustlosem Teutonenbein vorbei und die anwesenden Germanenmundwinkel merkelten merkellich nach unten. Dann fiel auch noch der Strom aus, wie unsere zwei Reisenden tagsdrauf erfuhren in dieser Gegend keine Seltenheit und daher kein Grund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10233" title="hellas_06" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/07/hellas_06.jpg" alt="hellas_06" width="515" height="227" /></strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>&#8230;<br />
</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Zwei Seelen, ach in meinem Frust!</strong></em></p>
<p>Als eine Taverne erreicht war, die P&#246;ter Ruhe fanden auf geflochtenem Sitz, rannte ein flinker Mexikaner an lustlosem Teutonenbein vorbei und die anwesenden Germanenmundwinkel merkelten merkellich nach unten. Dann fiel auch noch der Strom aus, wie unsere zwei Reisenden tagsdrauf erfuhren in dieser Gegend keine Seltenheit und daher kein Grund f&#252;r Gejammer, Leitartikel und Haschtage oder wie das so hei&#223;t. Als der Strom wieder in die Leitung geh&#252;pft war, aber nicht in die Gebeine der Botschafter deutscher &#220;berlegenheit und der Bilderguckapparat gr&#252;nen Rasen und gr&#252;n anlaufende Nationalkickgesichter zeigte, n&#228;herte sich bescheidenen und schuldbewu&#223;ten Fu&#223;es die Wirtin und wies darauf hin, da&#223; baldigst ein Umschalten erfolgen w&#252;rde, da hier in Hellas der Hellenen Lieblingsballspiel Basketball ein wesentliches Endspiel erfahren werde, aber auf der anderen Seite der Stra&#223;e gewi&#223; noch Gep&#246;hle! Darf die das? Murren auf den Tavernenpl&#228;tzen. Ohne unsere DM – Mark t&#228;tet selle doch noch der Zeus oabete.</p>
<p>„Mahler, darf die das? Wegen der vielbesungenen Philoxenia und so?“</p>
<p>„Und ob, bester Budnikowski, alles ist freiwillig. Gastfreundschaft ist eine Gabe, <a href="http://radio-kreta.de/tradition-und-braeuche-griechische-gastfreundschaft/" target="_blank"><strong>ein Geschenk</strong></a>, also nicht einforderbar. Und auch dem Gast ist es m&#246;glich freundlich zu nicken und die Stra&#223;enseite zu wechseln, schmunzelnd by the way! Doch der Tourist: er ist nun mal kein Gast, auch wenn er&#8217;s gerne w&#228;re!“</p>
<p>„Mahler, als sie eben, ich erw&#228;hne es ungern, in der sanit&#228;ren Anlage weilten, standen die anwesenden Germanen auf und haben geklatscht, als der kleine Gelsenkirchner aus Ankara mit den gro&#223;en Augen die Nationalhymne mitdachte!“</p>
<p>„Budnikowski, hei&#223;er Boden. Darum geht es weder den S&#228;ngern noch den Schweigern. Seit ein paar Jahren gibt es leider wieder vermehrt diese Wimpelreflexe!“</p>
<p>„H&#228;?“</p>
<p>„Nun: Vorrundenausf&#228;lle, Stromausf&#228;lle, Gewi&#223;heitsausf&#228;lle, Flugausf&#228;lle, da wird der Aufrechtgeher nerv&#246;s und w&#252;hlt in den alten Schr&#228;nken rum, findet die alten Wimpel und schwenkt sie!“</p>
<p>„Aber die verbrennen die Wimpel doch auch gerne in den P&#246;hlerbuden!“</p>
<p>„Na ja, Niederlagen ertragen ist nicht so in den Genen verankert! Wichtig ist die Suche nach den Schuldigen. Das vertreibt die Langeweile an sich selbst!“</p>
<p>„Darf man dann noch zwei &#220;zelchen bestellen, bevor wir die Stra&#223;enseite wechseln?“</p>
<p>„D&#252;rfen? M&#252;ssen!“</p>
<p>Vier oder sechs &#220;zelchen sp&#228;ter. Auch kein Basketball, weil schon wieder Regen und kein Strom. Man wankt gen Unterkunft.</p>
<p>„Mahler, aber der Hellaswimpel hier, der ist doch sch&#246;n? Farblich auch.“</p>
<p>„Budnikowski, wissen Sie, da&#223; ein bayrischer K&#246;nig das Bier nach Athen trug einst?“</p>
<p>„Besser als Eulen nach M&#252;nchen!“</p>
<p>„Ich h&#228;tte gern noch ein &#214;zilchen! Oder zwei!“</p>
<p>„Weia! Der Kalif wird sie enterben!“</p>
<p>„Sind die so schnell beleidigt?“</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=NVdzG32uNcc" target="_blank"><strong>„Niki i Thanatos!“</strong></a></p>
<p>„Was ist eigentlich ein Grieche?“</p>
<p>„Der wo hier l&#228;ben tut!“</p>
<p>„Ich will auch so eine blauwei&#223;e Fahne!“</p>
<p>„Reicht Ihnen die eine nicht schon? Schweigen Sie still und bleiben Sie Gast!“</p>
<p>„Sind wir doch eh auf diesem Planet! Sie schwanken!“</p>
<p>„Stets und stolz! Kamschatka oder Wyoming? Wer bin ich? Weia!“</p>
<p>„Dort vorne scheint man noch Getr&#228;nke zu servieren!“</p>
<p>„Na dann!“</p>
<p>Manchmal naht Rettung nicht nur, sondern sie wartet. Selten leider, aber dann!</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10239" title="hellas_07" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2018/07/hellas_072.jpg" alt="hellas_07" width="515" height="248" /></p>
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