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	<title>Archibald schaut Welt &#187; Gebührender Abstand</title>
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	<description>Vom Bären vom Brandplatz</description>
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		<title>Mit geb&#252;hrendem Anstand betrachtet / Zehn</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2020 14:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
Archibald Mahler? Das kann doch weg, oder?
…..
WEIA? Nee und zweimal Nee! (Also NeeNeeNee? Gr&#252;&#223;e vom ersch&#252;tterten S&#228;zzer!) Ein Weia reicht da nicht. Eher ein „Ach du gr&#252;ne Schei&#223;e!“ oder ein „Heiliger Mist, heiliger!“ Mindestens! Was war geschehen? Wir sehen den Budnikowski. Alleine. Und den Abstandsverifikator. Der ragt so in die Luft hinein. Auch allein. Zumindest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10967" title="abstand09.1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand09.1.jpg" alt="abstand09.1" width="515" height="229" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>Archibald Mahler? Das kann doch weg, oder?</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>WEIA? Nee und zweimal Nee! <em>(Also NeeNeeNee? Gr&#252;&#223;e vom ersch&#252;tterten S&#228;zzer!)</em> Ein Weia reicht da nicht. Eher ein „Ach du gr&#252;ne Schei&#223;e!“ oder ein „Heiliger Mist, heiliger!“ Mindestens! Was war geschehen? Wir sehen den Budnikowski. Alleine. Und den Abstandsverifikator. Der ragt so in die Luft hinein. Auch allein. Zumindest an einem Ende, dem rechten. Wo befindet sich das Gegen&#252;ber? Das Gegenst&#252;ck, ohne welches aller Abstand sinnentleert? Obwohl: der Abstand zu sich selbst und so fort? Jetzt aber kein neues Thema aufmachen! Nicht jetzt! Wo waren wir stehen geblieben vor dem WEIA! Das Gedicht, das Mahler dem Budnikowski versprochen hatte, es war dem B&#228;ren entfallen, nach unten, also runter. Kann passieren mal. Auch dem Mahler. Sogleich aber erblickt er es auf der Gass`liegen, klettert hinab, will danach greifen mit ungelenker Tatze als das himmlische Kind, dieser Tage ein k&#252;hler, bisweilen kr&#228;ftiger Nordost, die niedergeschriebenen Worte packt, hochwirbelt, tanzen l&#228;sst, der Mahler packt es nicht, dreht, wendet sich, erblickt aus kurzem Augenwinkel auf der Stra&#223;e, der schlaglochdurchsiebten, jene alte zerbr&#246;selnde Warnschrift: HALT! Es ruft es dem hinfort wehenden Poem zu, dieses entwindet sich seinem Zugriff erneut, der B&#228;r tanzt mit dem Winde, dreht sich um die eigene Achse und sieht den Wagen, diese verdammte r&#246;hrende Blechkiste nahen, zu schnell, zu schnell, ach viel zu schnell auf sich zu rasen, winkt, h&#252;pft, gestikuliert, brummt, r&#246;chelt, schnauft w&#252;tend auf, dort das Gedicht sich entfernend, da die Blechkiste sich n&#228;hernd, schlingernd mit herunter gekurbeltem Seitenfenster der Pilot, der verdammte Aufrechtgeher, streckt den Finger, beschimpft den kleinen B&#228;ren, was er hier tue verkehrsbehindernd, der dann mit letzter Kraft zur Seite springt und liegt da nun am Stra&#223;enrand. Das Gekeife des emp&#246;rten Aufrechtgehers ohne Bremse hallt nach. Was wage ein r&#228;sonierender B&#228;r ihn auch auf &#252;berh&#246;hte Geschwindigkeit hinzuweisen, wo man hier sowieso nicht entlang fahren darf dieser Tage und also ein auf den Teer hingepinseltes, l&#246;chriges HALT nichts anderes sei als Freiheitsberaubung. Hugh, er habe gesprochen! Mahlers Gef&#228;hrte, der Kuno Budnikowski, hatte dies alles mit herunter geklappter Kinnlade beobachten m&#252;ssen. Da die hysterische Blechkiste entschwunden, klettert zitternd er hinab vom Aussichtspunkt.</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>„Herr Mahler! Herr Archibald Mahler! Archibald! Ich duze Sie jetzt einfach! Archibald! Was ist mit Dir? Steh auf! Lebst Du noch? Sag was, Du Bl&#246;db&#228;r! Hasen soll man nicht so erschrecken! Mein Naturell ist schreckhaft genug schon. Los beweg Dich! Nee? Nee? Nee! Ach Du gr&#252;ne Schei&#223;e! Heiliger Mist, heiliger! Was soll ich nur tun?“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>Vom Mitleid angefasst das himmlische Kind die Richtung wechselt und bl&#228;st dem Budnikowski das Poemchen vor die F&#252;&#223;e. Dem schwindelt, die Sinne scheinen zu schwinden, es rauscht zwischen seinen L&#246;ffeln, b&#246;se, hartn&#228;ckig, zu laut. Er liest.</p>
<p style="text-align: center"><em><strong>…..</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Das Ger&#228;usch der Brandung</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Unvorstellbar viele Stimmen</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Reden darin, doch</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Keine kommt zu Wort</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Jede erz&#228;hlt ihre eigene Geschichte</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Alle zusammen</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Sind sie das Rauschen</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Des immergleichen Traumes</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>…..</strong></em></p>
<p>„Das ist kein Traum hier. Das ist ein Alptraum. Mahler? Was soll mir das sagen? Was wolltest Du mir mitteilen? Schl&#228;fst Du schon? Bist Du schon woanders? Wo? Beweg Dich, Du Aas! Heute ist kein guter Tag den B&#228;renl&#246;ffel in den Wind zu schie&#223;en. Doch halt, hier auf der R&#252;ckseite des Zettels mit den Worten noch ein Gedicht. Das kenn ich doch. Woher? Wann? <a href="http://archibalds-welt.de/2012/12/29/ein-mahler-macht-noch-keinen-winterschlaf-05-j-w-von-mahler-meets-jakob-kuno-lenz-edit-1/" target="_blank"><strong>Wei&#223; nicht mehr.</strong></a> Ich lese es mal, dann lauf ich los und hole einen Krankenwagen oder so einen Hubschrauber. Oder den Ehrenwerten Ernst Albert! Ich lese jetzt also mal!“</p>
<p style="text-align: center"><em><strong>…..</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Lieben, hassen, f&#252;rchten, zittern</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Hoffen, zagen bis ins Mark</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Kann das Leben zwar verbittern …</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Aber ohne sie w&#228;r’s Quark</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>…..</strong></em></p>
<p>Aber halt! Hat der B&#228;r sich eben bewegt? Das rechte Auge zugekniffen? Gest&#246;hnt? Gar gelacht? <a href="https://www.youtube.com/watch?v=vgSxxKN7A0w" target="_blank"><strong>Tja!</strong></a></p>
<p style="text-align: center"><strong> &#8230;..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10966" title="abstand09.2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand09.2.jpg" alt="abstand09.2" width="515" height="237" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / Neun</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2020 11:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
 Der Abstand? Das kann doch weg, oder?
 …..
Die Stille mag nicht jeder leiden. Vielleicht weil sie, die Stille, ein ungewollter Blick in den Abgrund sein kann, eine kleine Vorausschau auf das, was nach dem GROSSEN TRUBEL kommt, der gerne mit Leben verwechselt wird und es bez&#252;glich dem, was man im Abgrund erblicken mag, kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10951" title="abstand08.1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand08.1.jpg" alt="abstand08.1" width="515" height="235" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> Der Abstand? Das kann doch weg, oder?</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> …..</strong></p>
<p>Die Stille mag nicht jeder leiden. Vielleicht weil sie, die Stille, ein ungewollter Blick in den Abgrund sein kann, eine kleine Vorausschau auf das, was nach dem GROSSEN TRUBEL kommt, der gerne mit Leben verwechselt wird und es bez&#252;glich dem, was man im Abgrund erblicken mag, kein Vertun gibt und schon gar keinen Deal, der dich von der letzten Stille freikaufen kann, da die letzte Stille eben die GROSSE EINSCHR&#196;NKUNG ist, ohne die nicht m&#246;glich: ein Leben. Dies mag nicht jeder so sehen, gar einsehen wollen oder k&#246;nnen. Etlichen jedoch ist die Stille ein hohes Gut und soweit es ihnen m&#246;glich ist, nehmen sie regelm&#228;&#223;ig anst&#228;ndigen Abstand vom Trubel, ohne den Trubel verdammen zu wollen, aber dieser Dauerton? Eher nicht. Also reagiert man auf pl&#246;tzlich vom Himmel fallende Stille sehr unterschiedlich. Viele beginnen – nach Aufl&#246;sung einer ersten Schockstarre – wie am Spie&#223; zu schreien und fordern auf der Stelle die R&#252;ckkehr des GROSSEN TRUBELS ein, uneingeschr&#228;nkt. Andere wiederum, die die Stille wie einen lange vermissten Freund zu Tisch gebeten haben, wollen diese gar mehr davon ziehen lassen und verriegeln ihre Pforten der Wahrnehmung vor der R&#252;ckkehr des GROSSEN TRUBELS. Die meisten wohl wissen nicht so recht von wem sie den gr&#246;&#223;eren Abstand halten m&#246;gen, vom uneingeschr&#228;nkten Trubel oder – diese gerne beschr&#228;nkt – der ewigen Stille.</p>
<p>Archibald Mahler und Kuno Budnikowski, welche die letzten Wochen am Rand der Kleinen h&#228;&#223;lichen Stadt ohne zu murren und zu jammern und unter Zuhilfenahme unbestechlichen Ma&#223;nehmmaterials mit Anstand Abstand gehalten hatten, rumr&#228;sonierten, war es in den letzten Tagen wieder zu laut und trubelig geworden. Aus der Stadt drang das GROSSE RAUSCHEN an ihre die Stille sch&#228;tzenden Ohren und Hirne und machte sie etwas hibbelig. Aber greifen wir nicht vor, sondern: also … &#228;hem … bereit … wir k&#246;nnten dann … Dings. Sie wissen!</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>„Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet, teurer Budnikowski, der Abstand, das kann doch weg. Brauchen wir das noch? Was w&#228;re Ihre Meinung?“</p>
<p>„Da liegen Sie im Prinzip vollkommen richtig, Freund Mahler, wobei ich &#252;ber Einw&#228;nde noch nachzusinnen habe. Man ist ja in dieser Causa recht unerfahren. Verzeihung aber, leicht irritiert frage ich: Sind Sie jetzt etwa auch ein CR?“</p>
<p>„Wie bitte? Ein P&#246;hler, wie Sie zu sagen pflegen, aus Madeira?“</p>
<p>„Nein diese Dings da, man wagt es ja nicht auszusprechen, diese Kr&#246;nchenaufsessigen, so will ich sie mal nennen!“</p>
<p>„Ach so, die wegen Einschr&#228;nkung Beschr&#228;nkten? Gott bewahre!“</p>
<p>„Die waren wohl schon vor der Einschr&#228;nkung beschr&#228;nkt, oder? Was sagen Sie, B&#228;r?“</p>
<p>„Ist zu bef&#252;rchten, da&#223; lediglich die kurze Furcht dort grundrechtlich &#8230; &#228;hem &#8230; grundgesetzlich &#8230; Quatsch aber auch! &#8230; grunds&#228;tzlich r&#228;sonieren lie&#223;! Weia! Zur&#252;ck zu Ihrer Frage! Sie wissen, da&#223; ich noch nie ein Bussib&#228;r war und mir ein gewisser Abstand zu anderen und auch zu mir durchaus wichtig ist, doch den aktuellen Abstand w&#252;rde ich gerne durch Anstand ersetzen. Der Rest ergibt sich, teuer Hase!“</p>
<p>„Im Guten oder im B&#246;sen?“</p>
<p>„Auch im Guten, ja, auch im Guten!“</p>
<p>„Da sind ja pl&#246;tzlich sehr hoffnungsfroh! Was wird die Zukunft bringen? Was sagen die Sterne?“</p>
<p>„Ach, die Mythen des Alltags. Zukunft und Sterne! Wu&#223;ten Sie eigentlich, da&#223; das Licht, was wir als Stern am Himmelszelt betrachten, vor sechszehnhundert Jahren seine Heimat verlassen hat? Um heute auf unsere Netzhaut zu treffen! Da&#223; also was wir erblicken eigentlich ein Gru&#223; aus dem Jahre vierhundertzwanzig nach Christi Geburt ist?“</p>
<p>„Das hei&#223;t wir blicken in die Vergangenheit statt ins Ungewisse?“</p>
<p>„Eben!“</p>
<p>„In letzter Zeit konnte man, wenn man wollte, viel mehr Vergangenheit sehen in den klaren, kalten N&#228;chten!“</p>
<p>„Tja, wenn der Aufrechtgeher ab und an den Ausschalter bet&#228;tigt, wird es zwar dunkler um ihn herum, aber man kann sehen, was wirklich hell ist. Auch wenn es aus der Vergangenheit ins Jetzt r&#252;berstrahlt.“</p>
<p>„Ist das schlecht?“</p>
<p>„Nicht nur, oft ist das Gegenteil der Fall!“</p>
<p>„H&#246;ren Sie auch, wie das schon wieder r&#252;ber rauscht aus der Stadt?“</p>
<p>„Budnikowski, ich mache mir Sorgen, f&#252;r etliche gibt es schon wieder kein Halten mehr!“</p>
<p>„Aber wir halten noch ein bi&#223;chen inne, Mahler? Mit Abstand!“</p>
<p>„Vor allem Anstand!“</p>
<p>„Mit Anstand! Herr Archibald Mahler!“</p>
<p>„Herr Kuno Budnikowski!“</p>
<p>„Ich danke f&#252;r das Gespr&#228;ch!“</p>
<p>„Der Dank liegt bei mir!“</p>
<p>„Ach, Mahler! Das Gedicht noch, das versprochene Gedicht!“</p>
<p>„Oh Mist, es ist mir entfallen. Ich glaube, da unten!“</p>
<p>„Vorsicht! WEIA!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><img class="alignnone size-full wp-image-10950" title="abstand08.2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand08.2.jpg" alt="abstand08.2" width="515" height="216" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / Acht</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2020 10:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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…..
 Die Wahrheit? Das kann doch weg, oder?
 …..
Schlimmer als die eigene Ungeduld zu sp&#252;ren, ist&#8217;s die Ungeduld der Anderen einzuatmen. Zumindest wird es so empfunden. Dieses hektische Gewaber, das dr&#228;ngende Blubbern, die gro&#223;en, tiefen, allzu oft schrecklich selbstmitleidigen Seufzer, das Aufheulen bitterer Klagen &#252;ber exklusiv empfundenes Unrecht und Bedr&#228;ngnis. Ja, eine Freude ist es, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10933" title="abstand10.2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand10.2.jpg" alt="abstand10.2" width="515" height="302" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> Die Wahrheit? Das kann doch weg, oder?</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> …..</strong></p>
<p>Schlimmer als die eigene Ungeduld zu sp&#252;ren, ist&#8217;s die Ungeduld der Anderen einzuatmen. Zumindest wird es so empfunden. Dieses hektische Gewaber, das dr&#228;ngende Blubbern, die gro&#223;en, tiefen, allzu oft schrecklich selbstmitleidigen Seufzer, das Aufheulen bitterer Klagen &#252;ber exklusiv empfundenes Unrecht und Bedr&#228;ngnis. Ja, eine Freude ist es, schrieb mal ein Regisseur, im Anderen das Arschloch zu entdecken, das man selbst. <em>(He Mahler! Manchmal hauen auch Aufrechtgeher coole Zitale raus! Gelle! Der S&#228;zzer)</em> Schlimmer noch aber als eventuell im Zustand nagender Ungeduld und Unwissenheit gef&#228;llte Entschl&#252;sse, ist die in dieser Disposition der Hibbeligkeit gerne einsetzende Suche nach der GROSSEN SCHULD. Da es nun mal schwer bis unm&#246;glich scheint das eigene Nichtwissen zu ertragen und dar&#252;ber nicht in den Fehler zu verfallen, frei umherm&#228;anderndes Spekulieren zur „Wahrheit“ umzupolen, steckt man gerne die K&#246;pfe zusammen und – <em>Hast Du schon gelesen? Internet!</em> – und – <em>Hei, Alter, isch schw&#246;r!</em> – <a href="https://www.fr.de/meinung/corona-frankfurt-coronavirus-verschwoehrungstheorie-hygienedemo-zr-13758112.html" target="_blank"><strong>und nickt vielsagend</strong></a> – <em>Genau! Hab‘ ich doch schon immer gesagt!</em> &#8211;    und wei&#223; endlich Bescheid. Dezente Hinweise auf die vor dem Einbruch der gro&#223;en Ungeduld oft anders geartete Sicht der anstrengenden Dingen werden beiseite gehibbelt oder  – siehe <em><strong>DaVdA/Ev</strong></em> – mit sofort einsetzender Amnesie beantwortet.  Auf dem freien Feld tummeln sich die falschen Propheten, die schwarmintelligenten Followeranten trumpfieren ob der endlich beendeten Unwissenheit. Denkste Puppe oder Weia, wie der Herr B&#228;r vom Brandplatz, Archibald Mahler genannt, gerne bemerkt. Heute jedoch sitzt er recht wortkarg gestimmt wie auch sein Gef&#228;hrte Kuno Budnikowski, ehemals L&#252;tten Stan oder andere Inkarnation nach Bedarf und starrt auf ein Herz an der zerfallenden Wand. Wie auch immer: also … &#228;hem … bereit … wir k&#246;nnten dann … Dings. Sie wissen!</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>Halt! Halt! Erst <a href="https://music.youtube.com/watch?v=2QPBpFAKTGo&amp;list=OLAK5uy_lN8rCBlZWiuXW9fY_W1tO0LpCbLUhj9d8" target="_blank"><strong>h&#246;ren wir da</strong></a> rein. Dieses Lied, Grund der momentanen wortkarg gestimmten Lippen und Hirne. Fremde Sprache. Dauert l&#228;nger bis man das kapiert. Und dann auch noch vom kryptischen Herrn Robert Zimmermann. Aber: eben: Geduld! Siga! Siga! Gucken wir <a href="https://www.lyrics.com/sublyric/76304/Bob+Dylan/False+Prophet+Bob+Dylan" target="_blank"><strong>mal da</strong></a> rein: in kleinen Dosen.</p>
<p style="text-align: center"><strong> <em>…..</em></strong></p>
<p style="text-align: center"><em> <strong>„False Prophet“</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong><br />
</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em> Another day that don’t end</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Another ship goin‘ out</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Another day of anger, bitterness, and doubt</em></p>
<p style="text-align: center"><em>I know how it happened</em></p>
<p style="text-align: center"><em>I saw it begin</em></p>
<p style="text-align: center"><em>I opened my heart to the world and the world came in</em></p>
<p style="text-align: center"><em> (…)</em></p>
<p style="text-align: center"><em> Well I’m the enemy of treason</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Enemy of strife</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Enemy of the unlived meaningless life</em></p>
<p style="text-align: center"><em>I ain’t no false prophet</em></p>
<p style="text-align: center"><em>I just know what i know</em></p>
<p style="text-align: center"><em>I go where only the lonely can go</em></p>
<p style="text-align: center"><em> (…)</em></p>
<p style="text-align: center"><em> Hello stranger</em></p>
<p style="text-align: center"><em>A long goodbye</em></p>
<p style="text-align: center"><em>You ruled the land</em></p>
<p style="text-align: center"><em>But so do I</em></p>
<p style="text-align: center"><em>You lost your mule</em></p>
<p style="text-align: center"><em>You got a poison brain</em></p>
<p style="text-align: center"><em>I’ll marry you to a ball and chain</em></p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center"><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: center"><em> </em></p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center"><em>You know darlin‘</em></p>
<p style="text-align: center"><em>The kind of life that I live</em></p>
<p style="text-align: center"><em>When your smile meets my smile something’s got to give</em></p>
<p style="text-align: center"><em>I ain’t no false prophet</em></p>
<p style="text-align: center"><em>No I’m nobody’s bride</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Can’t remember when I was born</em></p>
<p style="text-align: center"><em>And I forgot when I died</em></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>Gut. Die zweite Klappe. Wie auch immer: also … &#228;hem … bereit … wir k&#246;nnten dann … Dings. Sie wissen schon! Jetzt g&#252;ldet es.</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>„Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet, teurer Budnikowski, die Wahrheit, das kann doch weg. Brauchen wir das noch? Was w&#228;re Ihre Meinung?“</p>
<p>„Da liegen Sie im Prinzip vollkommen richtig, Freund Mahler, wobei ich &#252;ber Einw&#228;nde noch nachzusinnen habe. Man ist ja in dieser Causa recht unerfahren. Aber was ist dann richtig und was falsch? An was mag man glauben mit zitterndem L&#246;ffel!“</p>
<p>„Nun, gewi&#223; nicht an das, was die Propheten aus ihren Posaunen pusten!“</p>
<p>„Ich verwechsle die immer mit Experten!“</p>
<p>„Das mag schon mal geschehen. Es ist schwer, aber m&#246;glicherweise ist es angeraten, dar&#252;ber zu r&#228;sonieren, mit welchem Interesse wer was &#228;u&#223;ert und nicht an der Oberfl&#228;che des Gesagten h&#228;ngen zu bleiben!“</p>
<p>„Das ist verdammt schwer, lieber B&#228;r!“</p>
<p>„Ich fass mir da auch an die eigene Nase, bester Hase!“</p>
<p>„Ist Angst eigentlich auch ein Interesse!“</p>
<p>„Das sollten Sie als Hase wissen, unbedingt! Sie &#228;u&#223;ert sich bei jenem mal so, beim anderen auch mal so! Furcht jedoch ist angebrachter.“</p>
<p>„Ich habe Angst vor denen, die sagen, sie f&#252;rchteten sich vor nichts und niemand!“</p>
<p>„Das ist auch nicht vern&#252;nftig!“</p>
<p>„Was? Sich zu f&#252;rchten vor denen, die sich nie f&#252;rchten?“</p>
<p>„Nein! Die wohlfeilen Wahrheiten!“</p>
<p>„Was ist denn vern&#252;nftig?“</p>
<p>„Mehr als schwer! Lieben vielleicht!“</p>
<p>„Ich denke, das ist so mit verwirrenden Gef&#252;hlen und so!“</p>
<p>„Auch! Aber sonst ziemlich gescheit!“</p>
<p>„Es ist vern&#252;nftig zu lieben?“</p>
<p>„Wenn man das kann, schon!“</p>
<p>„Aber es sollte schon ein Anderes sein. Was man &#8230; dings. Oder, lieber Meister Mahler!“</p>
<p>„Besser isses. Ist aber gerne mal ein Problem!“</p>
<p>„Das Ich ist gleich das Andere? Meinen Sie das?“</p>
<p>„Wird gerne mal genommen! Sehr oft sogar!“</p>
<p>„Vielleicht ist das Andere ja ein Ich!“</p>
<p>„K&#246;nnte sein!“</p>
<p>„Haben Sie noch eine gute Nachricht?“</p>
<p>„Ja! Die sag‘ ich aber noch nicht!“</p>
<p>„Dann ist es ja eine richtig gute Nachricht! Richtig?“</p>
<p>„Schauen wir in die Wolken!“</p>
<p>„Der Himmel ist aber blau!“</p>
<p>„Irgendwann wird der Schornstein wieder rauchen! Siga! Siga!“</p>
<p>„Herr Archibald Mahler!“</p>
<p>„Herr Kuno Budnikowski!“</p>
<p>„Ich danke f&#252;r das Gespr&#228;ch!“</p>
<p>„Der Dank liegt bei mir!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10932" title="abstand10.3" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand10.3.jpg" alt="abstand10.3" width="515" height="318" /></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / Sieben</title>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2020 11:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
Die „Welt“? Das kann doch weg, oder?
 …..
Mahler und Budnikowski taten einen Beschlu&#223;. Also fassten zu. „Lassen Sie uns in die K&#252;rze zur&#252;ckblicken, nur ein paar Wochen. Zur&#252;ck auf jene Tage, als ich aus Engelthal zur&#252;ckkehrte.“ Das schlug der B&#228;r vor. Der Hase nickte erfreut zu. Also ab nickte er dazu. Sogleich aber schallte es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10921" title="abstand07.1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand07.11.jpg" alt="abstand07.1" width="515" height="247" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>Die „Welt“? Das kann doch weg, oder?</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> …..</strong></p>
<p>Mahler und Budnikowski taten einen Beschlu&#223;. Also fassten zu. „Lassen Sie uns in die K&#252;rze zur&#252;ckblicken, nur ein paar Wochen. Zur&#252;ck auf jene Tage, als ich aus Engelthal zur&#252;ckkehrte.“ Das schlug der B&#228;r vor. Der Hase nickte erfreut zu. Also ab nickte er dazu. Sogleich aber schallte es ihnen aus dem ungeduldigen Wald entgegen. „Nach vorne, nach vorne, nach vorne nur!“ Der gute alte Reflex Schnappatmung und ohne geb&#252;hrenden R&#252;ckblick nach vorne st&#252;rzen die lauten Rufer sich in eine besungene Vergangenheit. Sollen sie, ist wohl nicht zu verhindern, doch zwischen den zerfallenden Gem&#228;uern, in dieser Industriebrache ist weiterhin gut r&#228;sonieren im R&#252;ckblick, eine sinnstiftende T&#228;tigkeit, die der <em><strong>DaVdA/Ev</strong></em> allzu gerne vernachl&#228;ssigt. Nein, das ist nicht das Codewort mit dem man sich in diese Seite eingeloggt. <em>(Aber das Motto! Gelle! Der S&#228;zzer mit den grinsenden Augen)</em> Ja was denn dann? <em><strong>Die allgemeine Verge&#223;lichkeit des Aufrechtgehers / Einsicht verhindernd</strong></em> wird damit abgek&#252;rzt, denn so viel Zeit ist nicht, beklagt oder besser konstatiert man dieses weitverbreitete Ph&#228;nomen doch h&#228;ufiger, zu Recht. Obwohl in den Wissenschaften, der Philosophie, den K&#252;nsten und und und gelassenes Zur&#252;ckblicken probates Mittel ist Erkenntnisse zu gewinnen, Schl&#252;sse zu ziehen und daraus Einsichten zu entwickeln, denen im besten Fall Taten folgen, die Gutes bewahren, aber unangenehme Gewohnheiten hinter einem lassen. Tja, m&#246;gen t&#228;t man schon gern hoffen, allein soviel Glauben fehlt schwer oder f&#228;llt an allen Ecken, vom Ende nicht zu reden. Wie auch immer: also … &#228;hem … bereit … wir k&#246;nnten dann … Dings. Sie wissen schon!</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>„Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet, teurer Mahler, die „Welt“, das kann doch weg. Brauchen wir das noch? Was w&#228;re Ihre Meinung?“</p>
<p>„Da liegen Sie im Prinzip vollkommen richtig, Freund Budnikowski, wobei ich &#252;ber Einw&#228;nde noch nachzusinnen habe. Man ist ja in dieser Causa recht unerfahren. Gleich die ganze Welt, ist das nicht ein arg radikaler Ansatz? Sie sehen mich gespannt bez&#252;glich Ihrer Beweisf&#252;hrung!“</p>
<p>„Gut. Lassen Sie mich, da wir vor ein paar Wochen beschlossen hatten den Begriff Aufrechtgeher nicht weiter zu spezifizieren, dies heut jedoch mit der „Welt“ tun!“</p>
<p>„Aha, Budnikowski, man verfeinert sein Instrumentarium! Wenn es auch nur G&#228;nsef&#252;sserl sind!“</p>
<p>„Das h&#246;ren Sie?“</p>
<p>„Ich sah es in ihrem Auge!“</p>
<p>„Touche! Desweiteren verfeinere ich nicht, sondern sch&#228;rfe, auch wenn ich auf allzu d&#252;nnem Eise herumrutsche, wie all jene die nicht schon beim ersten Ideenfurz in die Posaune sto&#223;en wollen!“</p>
<p>„Hase Budnikowski, jetzt kommen Sie mal zu Potte, Sie sind ja inzwischen schlimmer als ich in Sachen Hirnschwurbeln!“</p>
<p>„Na ja, jetzt l&#228;uft ja immer der Bilderkasten und da habe ich mit der Wunderbaren Pelagia oft Bildungsteleschau geguckt! Das verfeinert!“</p>
<p>„Ich dachte sch&#228;rfen! Also so langsam verlier ich die Geduld. Ist das hier ein Brennpunkt, oder was?“</p>
<p>„So was guck ich nicht!<em> (Archibald Mahler, dies eigentlich nicht seine Art, schnauft sehr ungeduldig.)</em> Iss ja gut, also diese Welt, also die „Welt“, das was die Aufrechtgeher mit sich und ihren kurzfristigen Begehren bezeichnen und was mit der Welt recht wenig zu tun hat, das kann man doch in die Tonne kloppen!“</p>
<p>„Dummerweise ist die „Welt“ gerade dabei, und dies schon l&#228;nger, die Welt in die Tonne zu kloppen!“</p>
<p>„Mahler, hei&#223;t das, man soll fahren lassen Hoffnung und Nachsinnen ist Furzen in den Wind?“</p>
<p>„Budnikowski, oft denke ich es. Als ich unl&#228;ngst &#252;ber ihre Schulter auf den Bilderkasten guckte und da Grinsekasper und Kasperinnen von ihren ersten Friseurbesuch nach ein paar Wochen gl&#252;cklich stammelten, als h&#228;tten alle Kriege der „Welt“ ein Ende gefunden und die Fetts&#228;cke bezahlen pl&#246;tzlich freiwillig ihren Zehnten, oh ja, da habe ich mir l&#228;nger als sonst den P&#246;ter gekratzt!“</p>
<p>„Tut es noch weh?“</p>
<p>„Man m&#252;&#223;te ein Elefant werden!“</p>
<p>„Aber die erinnern sich ganz toll und lang und genau, sagt man doch!“</p>
<p>„Ich dachte an die Haut, die dicke!“</p>
<p>„Die braucht aber viel Pflege!“</p>
<p>„Ich f&#252;hre seit einigen Tagen stets ein Hautpflegegedicht mit mir! Wollen Sie es h&#246;ren!“</p>
<p>„Bl&#246;de Frage! Zum Schlu&#223;! Wieviel Welt die „Welt“ t&#228;glich frisst, um „Welt“ zu bleiben, das ist schlimm!“</p>
<p>„Das ist der Schmerz, dessen Empfindung <em><strong>DaVdA/Ev</strong></em> nicht zulassen mag! Oder gar kann?“</p>
<p>„Der ist gut, jetzt m&#252;ssen Sie die gute Nachricht verk&#252;nden, &#228;tsch!“</p>
<p>„Weia! Schwierig, will man das ohne den Alltagszynismus, jener zwingenden Konsequenz von <em><strong>DaVdA/Ev </strong></em>tun! Geht mein Gedicht auch?“</p>
<p>„Nix! Nicht schummeln! Oder sich dr&#252;ckeb&#228;ren!“</p>
<p>„Also: Ich habe keine Zeit mehr, keine Zeit zu haben!“</p>
<p>„Genehmigt! Warte ich also auf Ihr Gedicht!“</p>
<p>„Herr Kuno Budnikowski!“</p>
<p>„Herr Archibald Mahler!“</p>
<p>„Ich danke f&#252;r das Gespr&#228;ch!“</p>
<p style="text-align: left">„Der Dank liegt bei mir!“<strong></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10920" title="abstand07.2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand07.2.jpg" alt="abstand07.2" width="515" height="269" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / Sechs</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2020 15:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
 Freiheit? Das kann doch weg, oder?
 …..
Wie war man in diese Lage geraten? Eingeklemmt wie eine Wurst im Schlafrock? Druck von oben, Druck von unten. Die Bandscheiben knirschen. Wie stark war der Druck? Der tats&#228;chliche Druck? Der empfundene Druck? Hat wer die zwei Gef&#228;hrten in diese Lage unfreiwillig versetzt, gar gezwungen? Sind Schuldige auszumachen? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10909" title="abstand06.1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand06.11.jpg" alt="abstand06.1" width="515" height="261" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> Freiheit? Das kann doch weg, oder?</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> …..</strong></p>
<p>Wie war man in diese Lage geraten? Eingeklemmt wie eine Wurst im Schlafrock? Druck von oben, Druck von unten. Die Bandscheiben knirschen. Wie stark war der Druck? Der tats&#228;chliche Druck? Der empfundene Druck? Hat wer die zwei Gef&#228;hrten in diese Lage unfreiwillig versetzt, gar gezwungen? Sind Schuldige auszumachen? Gibt es Hinweise, ersten Verdacht? Denkste Puppe, keine haltbaren Fakten, lediglich Gemunkel. Man vermutet sogar Freiwilligkeit, eine selbstst&#228;ndig und bei vollem Bewu&#223;tsein gef&#228;llte Entscheidung.  Archibald Mahler und Kuno Budnikowski vulgo – um hier den Ideenstifter und Initiator in die rechte Position zu r&#252;cken – Kuno Budnikowski und Archibald Mahler haben sich ohne Zwang dem Zwang ausgesetzt. Sie wollen es am eigenen Leib sp&#252;ren. „H&#228;? Mit dem Puderbeutel geklammert oder so?“, h&#228;tte der S&#228;zzer – manch anderer wohl auch &#8211; gerne eingeworfen, aber der S&#228;zzer wusch die H&#228;nde und seine Maske. Aber schlauer werden wir nicht, wenn wir weiter rumspekulieren in diesen Tagen, in denen das wertvollste Wissen das Wissen &#252;ber <a href="https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/navigieren-jetzt-13746769.html" target="_blank"><strong>das eigene Nichtwissen</strong></a> ist. Wie gehabt: also … &#228;hem … bereit … wir k&#246;nnten dann … Dings. Sie wissen schon!</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>„Budnikowski, eifern wir hier den Sadhus, den heiligen M&#228;nnern, nach und zelebrieren Selbstkasteiung?“</p>
<p>„Wir sind so frei und ich sp&#252;re noch nichts!“</p>
<p>„Na ja, Sie als m&#246;hrenkauender Strich in der Pr&#228;rie, fallen hier auch nicht weiter ins Gewicht, welches auf uns lastet! Ich hingegen in meiner Pockigkeit werde platt sein wie eine Flunder, die ich lieber verzehrte, bevor der Druck bei Ihnen angelangt!“</p>
<p>„Hier k&#246;nnten wir eigentlich schlie&#223;en, sprachen Sie doch das Wort zur Lage. Gerechtigkeit ist in Ausnahmesituationen nur bedingt herzustellen, Meister Mahler! Sollten Sie anfangen zu m&#252;ffeln wie besagte Flunder, ich werde mich melden und nun bitte r&#228;sonieren!“</p>
<p>„Weia, die Waldfee! Sprachen Sie unl&#228;ngst nicht davon, &#252;ber die Entsorgung der Welt nachdenken zu wollen?“</p>
<p>„Ich war zu schnell, erst mu&#223; die Freiheit weg. Beginnen wir wie gehabt!“</p>
<p>„Sie sind ja heute ungewohnt streng, also: Beginnen wir!“</p>
<p>„Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet, teurer Mahler, die Freiheit, das kann doch weg. Brauchen wir das noch? Was w&#228;re Ihre Meinung?“</p>
<p>„Da liegen Sie im Prinzip vollkommen richtig, Freund Budnikowski, wobei ich &#252;ber Einw&#228;nde noch nachzusinnen habe. Man ist ja in dieser Causa recht unerfahren. Die Freiheit, welche der hiesige Aufrechtgeher sich auf seine im Wind sich st&#228;ndig drehenden F&#228;hnchen schreibt, das kann es ja wohl nicht sein!“</p>
<p>„Bingo! Die gute alte Freiheit des anderen, die lie&#223; ich gerne &#252;ber.“</p>
<p>„Na die ist – verzeihen Sie den Vergleich – ein totes Karnickel, Fell abgezogen und ausgeweidet. Die Feier der eigenen Freiheit liegt auf der Wiese rum wie ein ausgebrannter Einweggrill.“</p>
<p>„Und deshalb sollten wir den Druck aushalten, wenn sogar in Venedig die Gondeln nicht nur Trauer tragen und der Delfin &#252;ber die Rialtobr&#252;cke h&#252;pft. Ein paar Wochen lang lediglich!“</p>
<p>„Da bin ich dabei, Freund Budnikowski, aber so ein paar Kanth&#246;lzer neben uns, druckmildernd?“</p>
<p>„Ha, Mahler, Kanth&#246;lzer, sch&#246;n bemerkt. Mal einfach frei zitiert den K&#246;nigsberger Denkklops: ‚Was Du nicht willst, da&#223; man Dir tu undsoweiter‘. Erinnern Sie sich als wir zwotausenddreizehn auf den Spuren des Odysseus in Hellas weilten?“</p>
<p>„Oh ja, <a href="http://archibalds-welt.de/2013/09/03/siga-siga-oder-wir-machen-hellas-und-meer-4/" target="_blank"><strong>ich erinnere mich</strong></a>! Da war Druck! Jahre lang, alte Aufrechtgeher fielen um wie Fliegen. Weit &#252;ber zwanzig Prozent ohne Arbeit und am Ende der Schlange war der Laden leer. Und die hiesigen Aufrechtgeher riefen denen zu: ‚Selber schuld, ihr Fauls&#228;cke‘ und ‚Isch over!‘ Das Mitleid hielt sich au&#223;erordentlich in den Grenzen von neunzehnhundertneunzig!“</p>
<p>„Die Aufrechtgeher betrachten die Toten gerne als Zahlenwerte in Statistiken. Das beunruhigt mich gelegentlich.“</p>
<p>„Budnikowski, ohne jetzt gleich an der n&#228;chsten Kreuzung die Abzweigung auf den Pfad der Erhellung nehmen zu wollen, aber langsam begreife ich unseren Selbstversuch! Unter Druck k&#252;hl weiterdenken, Konsequenzen des eigenen Tuns bedenken. Druckfreiheit iss nicht grundrechtlich verf&#252;gbar, nur f&#252;r den Preis der Druckverlagerung!“</p>
<p>„Das t&#228;t ich meinen wollen, weil, &#252;berall liegt das Zeugs von den Aufrechtgehern rum und wird versendet an die, welche nicht in der Lage sind die Annahme zu verweigern! Derart frei zu sein bedarf es tats&#228;chlich wenig!“</p>
<p>„Hasenfreund, ich erlebe Sie in heller Emp&#246;rung! Ihnen steht es an, die gute Nachricht zu verk&#252;nden! Wohlan!“</p>
<p>„Die Aufrechtgeher hier k&#246;nnen sich ab Montag wieder die Haare schneiden lassen!“</p>
<p>„Hyper! Hyper! Man sagt ja beim Friseur gibt es was zu lesen!“</p>
<p><a href="https://www.fr.de/politik/corona-krise-rueckkehr-gemeinwohls-13746936.html" target="_blank"><strong>„Dann das da!“</strong></a></p>
<p>„Ich glaube bald sollte hier &#252;ber die Welt r&#228;soniert werden. Und zwar die andere!“</p>
<p>„Herr Archibald Mahler!“</p>
<p>„Herr Kuno Budnikowski!“</p>
<p>„Ich danke f&#252;r das Gespr&#228;ch!“</p>
<p>„Der Druck &#8230; &#228;hem &#8230; der Dank liegt bei mir!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10908" title="abstand06.2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/05/abstand06.2.jpg" alt="abstand06.2" width="515" height="249" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / F&#252;nf</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2020/04/28/mit-gebuehrendem-abstand-betrachtet-fuenf/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 13:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
Mobilit&#228;t? Das kann doch weg, oder?
…..
Wie man nur k&#246;nne? Der Aufrechtgeher ist ein Aufrechtgeher ist ein Aufrechtgeher? Ein langes Leben langt feilt er an seiner Besonderheit und Grandiosit&#228;t und ein dahergelaufener B&#228;r mit ehemals Abben Bein keift despektierlich rum? Anma&#223;ung, apodiktische! Das Heilige Amerikanische Individuum Germanischer Nation? So nicht, nein, in dieser Zeit da ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10899" title="abstand05.1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand05.1.jpg" alt="abstand05.1" width="515" height="312" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>Mobilit&#228;t? Das kann doch weg, oder?</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>Wie man nur k&#246;nne? Der Aufrechtgeher ist ein Aufrechtgeher ist ein Aufrechtgeher? Ein langes Leben langt feilt er an seiner Besonderheit und Grandiosit&#228;t und ein dahergelaufener B&#228;r mit ehemals Abben Bein keift despektierlich rum? Anma&#223;ung, apodiktische! Das Heilige Amerikanische Individuum Germanischer Nation? So nicht, nein, in dieser Zeit da ein Jeder und Wir ALLE!</p>
<p>Archibald Mahler, eher der Harmonie zugewandt und Kuno Budnikowski, von Natur aus etwas schreckhaft, sa&#223;en verunsichert. Soll man jetzt, wie geplant, runter zu den Reifen und etwas weiter keifen? Angesichts der &#8211; gewi&#223; &#8211; Lage und der &#8211; na ja &#8211; Sensibilit&#228;t der Aufrechtgeher, wenn ihre eigenen Belange im Mittelpunkt stehen? Man ber&#228;t sich. Leise. Fuhr da nicht eben eine Blechkiste mit Ordnungsaufpassern vorbei und verlangsamte sogar f&#252;r kurze Zeit das Tempo? Irritierte Blicke? Der B&#228;r lacht auf und haut den Hasen den Ellenbogen in die Rippen. Der wankt aber f&#228;llt nicht. H&#246;ren wir mal rein ins Vorgepl&#228;nkel!</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>„Denkste Puppe! Wer zu schnell wankt, der f&#228;llt beim ersten Windsto&#223;! Mahler, was hat Ihr Rempler zu sagen!“</p>
<p>„Eben dieses, werter Budnikowski, nicht wanken: Ich habe mir gemerkt, was der Ehrenwerte Ernst Albert beim Fr&#252;hst&#252;ck am letzten Sonntag der Wunderbaren Pelagia aus der Zeitung vorgelesen hat. Also: ‚<em>Es gibt in der politischen Debatte drei m&#246;gliche Arten zu argumentieren: Man kann auf erwiesene Fakten hinweisen, man kann eine pers&#246;nliche Meinung &#228;u&#223;ern – und man kann urteilen. Letzteres war f&#252;r Hannah Arendt die wichtigste Form des Sprechens. Aber leider ist das Urteilen im aktuellen Diskurs etwas aus der Mode gekommen … Beidem, dem Wissen und dem Meinen, ist gemeinsam, dass der Sprecher oder die Sprecherin keine Verantwortung f&#252;r das Gesagte tr&#228;gt. Der Verweis auf Fakten bezieht sich auf die Realit&#228;t – es ist nun einmal so, ich kann nichts daf&#252;r! Das blo&#223;e &#196;u&#223;ern einer Meinung hingegen beruft sich auf die Meinungsfreiheit, das Recht f&#252;r alle, mitzureden… Wenn ich etwas beurteile, f&#252;ge ich hingegen objektives Wissen und subjektives Meinen zusammen. Mein Sprechen ist dann kein spontaner Impuls pers&#246;nlicher Ansichten und auch kein blo&#223;es Referat feststehender Fakten, sondern eine begr&#252;ndete, durchdachte politische Intervention.</em>‘ Das stand <a href="https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/hannah-arendt-abgesagt-katalog-neugierde-13698386.html" target="_blank"><strong>da</strong></a> drin!“</p>
<p>„Was h&#228;lt uns dann noch, runter an die Reifen, was begreifen und ein paar Zeilen, um Uhr zu teilen!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>Man stieg hinab, nahm Platz, kratzte sich am P&#246;ter und an den L&#246;ffeln, jeder sich selbst, gegenseitig sp&#228;ter wieder und r&#228;sonierte so vor sich hin. Also … &#228;hem … bereit … also wir k&#246;nnten dann … Dings. Sie wissen schon!</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>„Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet, teurer Budnikowski, die Mobilit&#228;t, das kann doch weg. Brauchen wir das noch? Was w&#228;re Ihre Meinung?“</p>
<p>„Da liegen Sie im Prinzip vollkommen richtig, Freund Mahler, wobei ich &#252;ber Einw&#228;nde noch nachzusinnen habe. Man ist ja in dieser Causa recht unerfahren. Also alte Reifen, die nicht rollen, sind mir nicht unsympathisch! Aber m&#252;ssen die Aufrechtgeher die Dinger &#252;berall rumliegen lassen?“</p>
<p>„Vielleicht ist es ein Zeichen der allgemeinen Indigniertheit dieser Tage. Ein Mahnmal der siechenden Blechkistenbauer!“</p>
<p>„Und die Eisenv&#246;gel stehen auch alle am Boden rum und machen keine Streifen mehr in den Himmel. War das nicht schon mal, als dieser <a href="http://archibalds-welt.de/2010/04/21/vom-reichtum-geistiger-armut-und-der-gnade-des-vergessens/" target="_blank"><strong>unaussprechliche Vulkan</strong></a> staubte und wir unten im Heckerland?“</p>
<p>„Weia! <a href="http://archibalds-welt.de/2010/04/22/von-tierhortung-john-muir-und-wie-ernst-albert-eine-revolte-verhindert/" target="_blank"><strong>Im B&#228;renknast!</strong></a> Ich entsinne mich. Nach dem damaligen zeitweisen Untergang der Aufrechtgeherwelt in ihren mentalen Grenzen von zweitausendzehn ist man noch verbissener und schneller durch die L&#252;fte gerast!“</p>
<p>„Aber wenn die Eisenv&#246;gel da noch lange rumstehen, dann rosten die und die hiesigen Aufrechtgeher k&#246;nnen ihren Titel nicht verteidigen!“</p>
<p>„Was f&#252;r ein Titel, Herr Hase?“</p>
<p>„Na, Reiseweltmeister!“</p>
<p>„Den anderen Titel ja wohl auch nicht mehr in absehbarer Zeit!“</p>
<p>„Netter Versuch, Mahler! &#220;ber Geistleerspiele und das Gejammer in Milliardenh&#246;he m&#246;gen andere urteilen! Der legend&#228;re Sack Reis der Lichtgestalt ist in Kina, wie er sagte, nun leider doch umgefallen und man mu&#223; den leidigen Sack und auch das kinesische Fahrradel im Gegensatz zu den (noch) unsichtbaren Sklaven in Katar jetzt leider wahrhaben!“</p>
<p>„Nix leider! Die Strafe folgt auch auf den Zauberfu&#223;!“</p>
<p>„Wollen wir den alle Bewegung in die Tonne kloppen?“</p>
<p>„Quatsch! Auch mir ist die Nase ab und an nach fremden Ger&#252;chen! Sie entsinnen sich! Doch das Ma&#223;, das Ma&#223; und man zweifle an den Selbstverst&#228;ndlichkeiten! Sich nur bewegen, wenn man mu&#223;!“</p>
<p>„Nur zum Kacken?“</p>
<p>„Budnikowski, Sie wissen ganz genau, was ich meine! Ihre gute Nachricht!“</p>
<p>„Die Garagen sind leer und man kriegt &#252;berall Parkpl&#228;tze in der Innenstadt!“</p>
<p>„Na, daran glaube ich erst in einem halben Jahr!“</p>
<p>„Ich habe mir auch was gemerkt aus dem Artikel, der vorlesen wurde, was mir gef&#228;llt!“</p>
<p>„Her damit!“</p>
<p>„Also: <em>‚Fr&#252;her fand ich den westlichen Zivilisationshochmut, die Verachtung gegen&#252;ber den anderen, den Zur&#252;ckgebliebenen darin schwer ertr&#228;glich. Jetzt mitten in der Corona-Krise – oder stehen wir nicht doch erst an deren Anfang? – finde ich die Vorstellung, der Mensch sei &#252;berhaupt in der Lage, die Welt zu beherrschen, l&#228;cherlich. Ich erinnere mich daran, dass 2008, als das erste Mal in der Weltgeschichte mehr Menschen in St&#228;dten wohnten als auf dem Land, uns gesagt wurde, die Zusammenballung der Menschen auf engstem Raum sei gesellschaftlich wom&#246;glich immer noch ein Problem, aber die daraus entstehenden biologischen Gefahren seien dank der Antibiotika keine mehr. Wir werden gerade eines Besseren belehrt. Wir werden zur&#252;ckdrehen m&#252;ssen, wenn wir nicht draufgehen wollen. Was auch hei&#223;t, dass wir an anderen Stellen aufdrehen werden m&#252;ssen. Corona zeigt, dass wir die Natur nicht beherrschen, sondern dass wir immer wieder neue Arrangements mit immer wieder neuen ihrer Vertreter schlie&#223;en m&#252;ssen.‘</em> K&#246;nnen wir morgen mal &#252;ber die Welt reden, die weg mu&#223;!“</p>
<p>„Gute Schlu&#223;worte! Und: gerne!“</p>
<p>„Herr Archibald Mahler!“</p>
<p>„Herr Kuno Budnikowski!“</p>
<p>„Ich danke f&#252;r das Gespr&#228;ch!“</p>
<p>„Der Dank liegt bei mir!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10900" title="abstand05.2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand05.2.jpg" alt="abstand05.2" width="515" height="293" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / Vier</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 15:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
Individualit&#228;t? Das kann doch weg, oder?
…..
Da gab es diesen Anruf gestern. Wegen vorgestern und den &#196;u&#223;erungen &#252;ber Abstand und Abstandswerkzeuge und Einhaltung von Regeln vor der Haust&#252;r. Nein, nicht ein Ordnungsamt hat sich gemeldet oder anders Beh&#246;rdliches, nee, ganz im Gegenteil: emp&#246;rte Individualit&#228;t. Das seien doch auf dem Foto eindeutig mehr als als vierzig Zentimeter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10890" title="abstand04.1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand04.1.jpg" alt="abstand04.1" width="515" height="294" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>Individualit&#228;t? Das kann doch weg, oder?</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>Da gab es diesen Anruf gestern. Wegen vorgestern und den &#196;u&#223;erungen &#252;ber Abstand und Abstandswerkzeuge und Einhaltung von Regeln vor der Haust&#252;r. Nein, nicht ein Ordnungsamt hat sich gemeldet oder anders Beh&#246;rdliches, nee, ganz im Gegenteil: emp&#246;rte Individualit&#228;t. Das seien doch auf dem Foto eindeutig mehr als als vierzig Zentimeter, ob das Bedeutung habe in Zeiten ungebremster Einschr&#228;nkung der Freiheitsrechte der Individualit&#228;t, ob man mit seinen demonstrativen einmetersechzig (vierfacher Wert! Vierfach!!) irgendwie sein Guthasentum raush&#228;ngen lassen wolle, warum man auch noch die Mutter der Nation wohlwollend zitiere in Sachen Orgien der Ungeduld und &#252;berhaupt als kritischer B&#228;rengeist, man sei entt&#228;uscht und stehe kurz vor einem rechtlichen Schritt! Wie meinen? Absurd? Keineswegs, selbst von den Leserbriefseiten eher gescheiter Printmedien springen einem immer &#246;fters heftig beleidigte Egos entgegen ob des erlittenen Kontrollverlusts. Wie auch immer, bevor die Vorbemerkung den restlichen Text &#252;berflutet, zur&#252;ck zu Mahler und Budnikowski, die daraufhin beschlossen hatten auf die geplante Spezifizierung der Bezeichnung „Aufrechtgeher“ zu verzichten. Ein Aufrechtgeher ist ein Aufrechtgeher ist ein Aufrechtgeher und man blickt von au&#223;en auf deren die Tage verwirrend verwirrte Welt. Also … &#228;hem … bereit … also wir k&#246;nnten dann  … Dings. Sie wissen schon!</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;..</strong></p>
<p>„Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet, teurer Mahler, die Individualit&#228;t, das kann doch weg. Brauchen wir das noch? Was w&#228;re Ihre Meinung?“</p>
<p>„Da liegen Sie im Prinzip vollkommen richtig, Freund Budnikowski, wobei ich &#252;ber Einw&#228;nde als B&#228;r und Solit&#228;r nat&#252;rlich qua Amt noch nachzusinnen habe. Man ist ja in dieser Causa recht unerfahren. Also das Ich kann weg. Oder?“</p>
<p>„Ich sach mal so, wenn so ein Ich st&#228;ndig rumfordern tut, beleidigt l&#228;rmt bei noch vollem K&#252;hlschrank und vor allem das mit der Selbstopterminierung, oder wie das hei&#223;t. Als ob die Aufrechtgeher keine biologische Wesen sind.“</p>
<p>„Sag ich doch: Atmen, Fressen, Pupsen und Verdauen. Die zeitweise R&#252;ckkehr zur Natur ist schmerzhaft, Freund Lampe. Und dann auch noch Geduld, wo die Supermarktregale im Winter voller Erdbeeren sind. Es ist immer die eigene lange Nase, an der die Erwartungshaltungen h&#228;ngen. Mu&#223; man manchmal hinlangen!“</p>
<p>„Sieht man die Erwartungen an der Nase eigentlich, wenn man in den Spiegel guckt, Meister Mahler!“</p>
<p>„Seltsamerweise nicht, also die meisten!“</p>
<p>„Komisch, sollte man vielleicht so Spiegel erfinden, die das auch zeigen! Also was so an der Nase klebt.“</p>
<p>„Ich bef&#252;rchte bei den Aufrechtgehers – also denen die es sich leisten k&#246;nnen – kursieren meist Spiegel, die sagen: Noch bist Du n&#252;scht gen&#252;gend ichig, aber wenn du jetzt ganz viel Selbstoptimistierung machst, bis die Aufrechtgehers neben dir schlechter aussehen, dann ist es gut.“</p>
<p>„Ich glaube, da&#223; meine ich mit der Individualit&#228;t. Und das kann doch weg, wenn man vern&#252;nftig werden m&#246;chte. Oder?“</p>
<p>„Das wird wehtun, so manchem. Aber allein mir fehlt der Glaube. So eine Pandemie ist eben nicht der gro&#223;e Gleichmacher, sondern ein Raumteiler, ein fieser. Noch!“</p>
<p>„Mahler, der war gut!“</p>
<p>„Ja, ja, man mu&#223; gelegentlich schlaub&#228;ren. War aber entliehen von fremder Feder und dann variert!“</p>
<p>„Genehmigt. Viele Hirne, ein Hirn, wenn es weiterhilft!“</p>
<p>„Eben! Und sonst, Freund Budnikowski?“</p>
<p>„Seltsam finde ich, da&#223; so viele Individualit&#228;ten vor allem nach der Freiheit rufen, sich in gr&#228;&#223;lichen Massen aufzul&#246;sen zu d&#252;rfen. P&#246;hlerei. Schunkelorgien. Rauschkauf. Sto&#223;stange an Sto&#223;stange stehen. Handtuch an Handtuch die Haut verbrennen lassen. Eimer erst austrinken, dann voll … dingsen. Sie wissen!“</p>
<p>„Den B&#228;reng&#246;ttern sei Dank, wei&#223; ich es nicht. Offensichtlich findet dieses &#252;berzivilisierte Ich erst zu seiner Grandiosit&#228;t in der Aufl&#246;sung in der Masse. Was das Virus freut!“</p>
<p>„Mahler, Sie werden mir unheimlich!“</p>
<p>„Freund Budnikowski, mir ist unheimlich! Man sagt, da&#223; Kriege und Seuchen das Gute im Aufrechtgeher verst&#228;rken, aber auch das Schlechte bef&#246;rdern!“</p>
<p>„Cogito, ego dumm! Haben Sie f&#252;r heute eine gute Nachricht?“</p>
<p>„Wenn man heute Benzin kauft, kriegt man noch Benzin dazu geschenkt!“</p>
<p>„Herr Archibald Mahler!“</p>
<p>„Herr Kuno Budnikowski!“</p>
<p>„Ich danke f&#252;r das Gespr&#228;ch!“</p>
<p>„Der Dank liegt bei mir!“</p>
<p>„Da dr&#252;ben liegen zwei Reifen!“</p>
<p>„Dann bleiben wir hier sitzen!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10889" title="abstand04.2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand04.2.jpg" alt="abstand04.2" width="515" height="252" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / Drei</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2020 19:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
 Normalit&#228;t? Das kann doch weg, oder?
 …..
Das mit dem Regelwerk wegen Sicherheit und Vermeidung ging flott. Aufrechtgehers zwei Meter geteilt durch die eigene Winzigkeit plus Solid&#228;rit&#228;tszuschlag und zwei Zentimeter freiwillige Einsicht. Macht vierzig Zentimeter, stets &#252;berpr&#252;fbar per mitgeschlepptem &#220;berwachungswerkzeug. Sollte f&#252;r Archibald Mahler und Kuno Budnikowski eigentlich reichen, da sie auch noch in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10881" title="abstand03.1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand03.1.jpg" alt="abstand03.1" width="515" height="262" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> Normalit&#228;t? Das kann doch weg, oder?</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> …..</strong></p>
<p>Das mit dem Regelwerk wegen Sicherheit und Vermeidung ging flott. Aufrechtgehers zwei Meter geteilt durch die eigene Winzigkeit plus Solid&#228;rit&#228;tszuschlag und zwei Zentimeter freiwillige Einsicht. Macht vierzig Zentimeter, stets &#252;berpr&#252;fbar per mitgeschlepptem &#220;berwachungswerkzeug. Sollte f&#252;r Archibald Mahler und Kuno Budnikowski eigentlich reichen, da sie auch noch in einem gemeinsamen Haushalt leben. Freiwillige Zusatzverpflichtung w&#228;re sich nicht gegenseitig ins Wort fallen und Vermeidung allzu feuchter Aussprache. Verst&#246;&#223;e werden mit zehn Minuten Aufenthalt in der Fu&#223;g&#228;ngerzone der Kleinen h&#228;&#223;lichen Stadt in Mittelhessen sanktioniert. M&#252;&#223;te als Abschreckung ausreichen. Die Rahmenbedingungen f&#252;r ein gesittetes, der Sache angemessenes R&#228;sonieren waren also … &#228;hem … bereit … also wir k&#246;nnten dann … Dings. Sie wissen schon!</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;..</strong></p>
<p>„Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet, teurer Budnikowski, die Normalit&#228;t, das kann weg. Brauchen wir das noch? Was w&#228;re Ihre Meinung?“</p>
<p>„Da liegen Sie im Prinzip vollkommen richtig, Freund Mahler, wobei ich &#252;ber Einw&#228;nde noch nachsinne. Man ist ja in dieser Causa recht unerfahren. Also so vor sich hin und normal leben, kann weg. Oder?“</p>
<p>„Na ja, reden wir vom Atmen, Fressen, Pupsen und Verdauen, diese Normalit&#228;t mag angehen, jedoch diese Sehnsucht kann weg!“</p>
<p>„Sie meinen das Normale, was jetzt so normal toll gewesen sei, wenn man nach hinten guckt und dann soll es auch vor uns liegen!“</p>
<p>„So &#228;hnlich! Also jene Normalit&#228;t, der man nachtrauert. diese Chim&#228;re, die akut in den etwas verwirrten K&#246;ppen etlicher Aufrechtgeher herumschwirrt!“</p>
<p>„K&#228;mmen wir da nicht das geschorene Schaf mit dem gleichen Besen, oder wie sagt man noch?“</p>
<p>„Sie meinen, ob wir die Schafe nicht zu einfach k&#228;mmen, bevor wir sie scheren. Mag sein, doch sind es Aufrechtgeherschafe, geschieht es ihnen recht, verlangen doch gerade jene, denen normalerweise Differenzierung fern wie die Hemden der Konkurrenz, meist auf Grund der eigenen Interessenlage, vom Gegen&#252;ber h&#246;chst differenzierte  Betrachtung.“</p>
<p>„Ach Mahler, dies ist mir bekannt, selbst es nicht begriffen habend, der andere soll es durchdringen, sonst ist er Schuld! In dem Zusammenhang schlage ich aber uns vor beim Gebrauch des Begriffes „Aufrechtgeher“  etwas pr&#228;ziser vorzugehen. Da ist ein bi&#223;chen viel Gie&#223;kanne bei Ihnen im Spiel! Wir pauschalisieren!“</p>
<p>„Mit Vergn&#252;gen tu ich es, bester Budnikowski. Wo Unachtsamkeit das Zepter schwingt und Verzicht als eine Art Vorh&#246;lle betrachtet wird, brummt der B&#228;r!“</p>
<p>„Aber f&#252;r manche, vielleicht sogar etliche, so mein Einwurf, ist es eine Vorh&#246;lle!“</p>
<p>„Sie haben vollkommen recht, nur sind dies nicht die, welche am lautesten und &#246;ffentlich leiden!“</p>
<p><em>(Kuno Budnikowski ereilt ein unangek&#252;ndigter, heftiger Lachanfall. Archibald Mahler blickt streng, aber noch nicht ma&#223;regelnd.)</em></p>
<p>„Hier, Meister Lampe, was rei&#223;t ihn vom Hocker ?“</p>
<p>„Ich habe eine etymologische Eingebung. In Ma&#223;en! Sich einen hinter die Binde gie&#223;en! Stellen Sie sich das vor: hunderttausend Maskentr&#228;ger auf dem Oktoberfest!“</p>
<p>„Na ja, wir waren schon besser!“</p>
<p>„Ich dachte wegen Humor und so in schweren Zeiten. Verzeihe er! Was w&#228;re eine vorl&#228;ufige Conclusio, Herr Denkb&#228;r?“</p>
<p>„Sie k&#246;nnen nicht zur Normalit&#228;t zur&#252;ckkehren, die Herren und Damen Aufrechtgeher, denn die sogenannte Normalit&#228;t  war von Anfang an das Problem!“</p>
<p>„Also sich trauen zu entsorgen!“</p>
<p>„Und ein kr&#228;ftiges Ciao hinterher rufen, dieser Normalit&#228;t von vorgestern!“</p>
<p>„Das Morgen sitzt man heute aus und nicht gestern!“</p>
<p>„Budnikowski, der war gut!“</p>
<p>„Ja, ja, ja, ich bin ja sonst nicht der Hellste!“</p>
<p>„Verzeihung, der letzte Gedanke heute ist ihnen!“</p>
<p>„Finden Sie nicht auch den Himmel der letzten Wochen von ungew&#246;hnlicher, gar unversch&#228;mter Bl&#228;ue? Ist dies korrekte Wahrnehmung oder schon Verzerrung des gestressten Hirnes! So eine Art zynischer Trost!“</p>
<p>„Oder der Trotz hyperaktiver Synapsen! Der gute Hoffnungsschimmer Lenz!“</p>
<p>„Verzeihen Sie, aber als M&#246;hrenfachmann mein Einwand: Acker oder Gem&#252;sebeet m&#246;chte ich die Tage nicht sein!“</p>
<p>„Na ja, Wald aber auch nicht! So trocken kann ich gar nicht pupsen!“</p>
<p>„Jetzt noch was positives zum heutigen Schlu&#223;!“</p>
<p>„Die Bahn war in den letzten Wochen so p&#252;nktlich wie seit Jahren nicht mehr!“</p>
<p>„Herr Archibald Mahler!“</p>
<p>„Herr Kuno Budnikowski!“</p>
<p>„Ich danke f&#252;r das Gespr&#228;ch!“</p>
<p>„Der Dank liegt bei mir!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p><em>(Man kichert leise vor sich hin. Und denkt sich: avrio entaxi!)</em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>&#8230;..</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10882" title="abstand03.2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand03.2.jpg" alt="abstand03.2" width="515" height="210" /><br />
</strong></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / Zwei</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2020/04/20/mit-gebuehrendem-abstand-betrachtet-zwei/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2020 14:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
 Zur&#252;ck in die Zukunft
oder
Nochmal Gundi besuchen
…..
Nein, es war keine Abstandfestlegungsdiskussionsorgie welche Archibald Mahler und Kuno  Budnikowski im Wald stehen bzw sitzen lie&#223; und sie so dazu bewog, heute nicht &#252;ber die Zeit nach der Zeit zu r&#228;sonieren, sondern es war der Ehrenwerte Herr Ernst Albert, der die SCHULD tr&#228;gt, da&#223; das so ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10872" title="abstand_gundi" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand_gundi.jpg" alt="abstand_gundi" width="515" height="273" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong> Zur&#252;ck in die Zukunft</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>oder</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>Nochmal Gundi besuchen</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>Nein, es war keine Abstandfestlegungsdiskussionsorgie welche Archibald Mahler und Kuno  Budnikowski im Wald stehen bzw sitzen lie&#223; und sie so dazu bewog, heute nicht &#252;ber die Zeit nach der Zeit zu r&#228;sonieren, sondern es war der Ehrenwerte Herr Ernst Albert, der die SCHULD tr&#228;gt, da&#223; das so ist wie es ist heute. Ja, der ist SCHULD. <em>(Bis jetzt hat man den ganzen Krempel ja erstaunlich gelassen und ohne Schuldzuweisungen gewuppt. Dies scheint sich so langsam zu drehen. Bitte auch dar&#252;ber r&#228;sonieren. Mit distanzierter Faust: der S&#228;zzer)</em> Halt, SCHULD tr&#228;gt ein alter Freund des E.A., hat der n&#228;mlich geschrieben, er habe im Wald am Rande der Kleinen h&#228;&#223;lichen Stadt in Mittelhessen Gundermann gefunden und zwar den richtigen Gundermann, da der alte Gundermann, der letztes Jahr auf der B&#252;hne stand, um den Westen an den Osten zu erinnern, ein falscher Gundermann gewesen war, also die Heilpflanze namens Gundermann <em>(Glechoma hederacea)</em>, die als Requisit <a href="http://www.lugerth.de/kritiken/kritiken.html&amp;page=1" target="_blank"><strong>im St&#252;ck</strong></a> des Ehrenwerten Ernst Albert mitwirkte war falsch, irgendein anderes Kraut war das gewesen und der Gundermann jetzt da drau&#223;en im Wald, der sei der Echte und Wahre und in Bl&#252;te.</p>
<p>Also rauf auf das Fahrrad, in den fr&#252;hen morgendlichen Wald, vorbei an langen Schlangen vor den B&#228;ckereien. Mahler und Budnikowski, heute wieder  <a href="http://archibalds-welt.de/category/hoy-und-woy-und-gundis-geist/" target="_blank"><strong>Hoy und Woj</strong></a>, sind gerne dabei. So entfleucht man den Pflichten, auch wenn diese selbstauferlegt sind. Und der Ehrenwerte E.A. ist auch lieber im Wald als in seinem sorgenvollen Musentempelhirn zu Gange. Ein h&#252;bsches Pfl&#228;nzchen ist das, der wahre Gundermann, so viel kleiner als das dicke Ding auf der B&#252;hne, der falsche  Gundermann. Stop, bevor wir hier herum metaphern und bl&#246;de Schl&#252;sse ziehen, h&#246;ren wir mal rein, was Hoy und Woj aka Mahler und Budnikowski, da sie zwischen den Bl&#252;mchen sich an den letzten Sommer erinnern, so zu sagen haben.</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>„Meister Hoy, haben Sie die ganzen Aufrechtgeherschlangen gesehen? Ist das die t&#228;tige Erinnerung an den Osten?“</p>
<p>„Vielleicht, so ein bisserl. Vor allem, wenn man dann endlich drin ist und das Verlangte ist ausverkauft, werter Pijasel Hoj.“</p>
<p>„Dann sollen die mal sch&#246;n sich erinnern &#252;ben!“</p>
<p>„Schwer, wenn man zwanghaft immer nur nach vorne stiert!“</p>
<p>„Eben. Das sind aber<em> viele</em> kleine Gundis hier!“</p>
<p>„Ich glaube es stehen genau <em>sch&#246;ne</em> Blumen um den Baum herum!“</p>
<p>„Ach ja, das sagt ihr Freund, der nicht da war. Blumen riechen statt sie zu z&#228;hlen.“</p>
<p>„Genau, Blumen sind sch&#246;ner, als sie achtunddrei&#223;ig sind!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…..</strong></p>
<p>So haben die zwei Blumenriecher gerade noch die Kurve gekriegt, bevor sie in die R&#228;soniererei eingebogen w&#228;ren, wo der Morgen im Wald heute doch so sch&#246;n friedlich und unbeschwert ist. Morgen dann geht es richtig los. Versprochen. Oder &#252;bermorgen ganz gewi&#223;. Hundertpro. Aber Schweigen im Wald ist auch ganz sch&#246;n. Und nicht vergessen ein paar Gunderm&#228;nner auszugraben. F&#252;r sp&#228;ter mal.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit geb&#252;hrendem Abstand betrachtet / Eins</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2020/04/17/mit-gebuehrendem-abstand-betrachtet-eins/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2020 17:53:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebührender Abstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
…..
 Morgen ist auch noch ein Tag
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Viele machen sich viele Gedanken. Etliche nat&#252;rlich weniger. „Ich will meine alte Welt zur&#252;ck! Sofort!“ Das sprechen sie dann. Lieber nicht, denken daraufhin die, welche sich Gedanken machen dar&#252;ber, was k&#246;nnte sein danach, wohl wissend aber auch, da&#223; man jederzeit gefeit sein sollte vor &#220;berraschungen, da jene das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10864" title="abstand01" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand01.jpg" alt="abstand01" width="515" height="242" /></strong></p>
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<p style="text-align: center"><strong> Morgen ist auch noch ein Tag</strong></p>
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<p>Viele machen sich viele Gedanken. Etliche nat&#252;rlich weniger. „Ich will meine alte Welt zur&#252;ck! Sofort!“ Das sprechen sie dann. Lieber nicht, denken daraufhin die, welche sich Gedanken machen dar&#252;ber, was k&#246;nnte sein danach, wohl wissend aber auch, da&#223; man jederzeit gefeit sein sollte vor &#220;berraschungen, da jene das einzige sind von Bestand und worauf Verla&#223;.</p>
<p>Nein, Archibald Mahler und der Gef&#228;hrte Kuno Budnikowski – nun wieder vereint – sind nicht nochmal nach Hoyerswerda gereist, obwohl sie sich dort sehr wohl gef&#252;hlt hatten im letzten Sommer und auch wenn obige Photographie  Erinnerungen wachrufen mag. Man sitzt vor den Resten einer aufgegebenen, vom Zahn der Zeitl&#228;ufte langsam abgenagten Fabrik am Rande der Kleinen h&#228;&#223;lichen Stadt in Mittelhessen. Des B&#228;ren R&#252;ckkehr aus Engelthal und kl&#246;sterlicher Innenschau liegt f&#252;nf Wochen zur&#252;ck. Einiges an erworbener Ruhe und Seelenfrieden konnte in den Alltag hin&#252;ber gerettet werden, was allerdings so schwer nicht war, steppte und steppt doch drau&#223;en vor der T&#252;r dieser Tage  nicht gerade der sprichw&#246;rtliche B&#228;r.</p>
<p>Dem tats&#228;chlichen B&#228;r ist das nur recht, denkt er doch lieber vor sich hin und da ist die<em> Neue Stille</em> f&#246;rderlich. Also sitzen Mahler und Budnikowski vor den Hinterlassenschaften eines schon erfolgten Umbruchs und gemeinsam wollen sie &#252;ber die aus ihrer Sicht vielleicht notwendigen Konsequenzen aus dem sich anbahnenden Umbruch – wenn er als solcher akzeptiert wird – nachsinnen und auch dummes Zeugs quatschen. Mit geb&#252;hrendem Abstand selbstredend. Zollstock, Ma&#223;band und eine gro&#223;e Schachtel  voller Erinnerungen, alter Bef&#252;rchtungen, spekulativer Menetekeleien, zaghaften Erkenntnissen und frommen W&#252;nschen f&#252;hren die beiden mit sich. Aber heut&#8217; noch nicht. Das Regelwerk in Sachen Abstand gilt es auszuhandeln. Morgen ist auch noch ein Tag.</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;..</strong></p>
<p style="text-align: center">Siga, siga!</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;..</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10863" title="abstand02" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2020/04/abstand02.jpg" alt="abstand02" width="515" height="249" /><br />
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