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	<title>Archibald schaut Welt &#187; Hoy und Woy und Gundis Geist</title>
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	<description>Vom Bären vom Brandplatz</description>
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		<title>Hoy und Woj / Der Osten / Und Gundi hilft XI</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Aug 2019 14:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
Auf der eben noch ordentlich durchn&#228;&#223;ten kleinen Terrasse vor der &#252;berschaubar gro&#223;en, freundlichen Pension am Rande des Waldfriedhofs entspinnt sich ein vorl&#228;ufig letztes Gespr&#228;ch der Genossen Hoy und Woj vor Ort.
„Psijasel B&#228;r, Sie blicken sehr nachdenklich!“
„Es regnet!“
„Aber das ist doch gut. Da freuen sich die Kiefer und der Sand.“
„Und die &#246;rtlichen Feuerwehren auch, Brigader Lampe!“
„Reisen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10536" title="hoywoy21" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy21.jpg" alt="hoywoy21" width="600" height="252" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>Auf der eben noch ordentlich durchn&#228;&#223;ten kleinen Terrasse vor der &#252;berschaubar gro&#223;en,<a href="https://www.reiseland-brandenburg.de/poi/lausitzer-seenland/hotels-pensionen-etc/pension-mark/" target="_blank"><strong> freundlichen Pension</strong></a> am Rande des Waldfriedhofs entspinnt sich ein vorl&#228;ufig letztes Gespr&#228;ch der Genossen Hoy und Woj vor Ort.</p>
<p>„Psijasel B&#228;r, Sie blicken sehr nachdenklich!“</p>
<p>„Es regnet!“</p>
<p>„Aber das ist doch gut. Da freuen sich die Kiefer und der Sand.“</p>
<p>„Und die &#246;rtlichen Feuerwehren auch, Brigader Lampe!“</p>
<p>„Reisen wir nun ab?“</p>
<p>„Wir machen erstmal Feierabend!“</p>
<p>„Unser Wochenende wird l&#228;nger als <a href="https://www.youtube.com/watch?v=vJx0VjySH6w" target="_blank"><strong>ein Sonntag</strong></a>?“</p>
<p>„Bef&#252;rchte es!“</p>
<p>Schweigen. Regen pl&#228;tschert. Wind bl&#228;st ins Ge&#228;st. Ein letzter Schnaps f&#228;llt ins Glas. Ernst Albert klampft <a href="https://www.youtube.com/watch?v=bwDNxJohAkk" target="_blank"><strong>ein Lied</strong></a>.</p>
<p>„Da denke ich oft dr&#252;ber nach, wie es ist, wenn der Ri&#223; durch die Familie geht, Freund Woj! Schweige dort alles Ideologische. Hier wohnten doch die vom Westen so lauthals besungenen Br&#252;der und Schwestern.“</p>
<p>„Ach, Meister Hoy, Sie wissen doch von der Lieblingsmarotte der Aufrechtgeher namens Verge&#223;lichkeit. M&#246;gen Sie die – vorl&#228;ufig – letzte Zufl&#252;sterung von Gundi h&#246;ren?“</p>
<p>„Towaris L&#252;tten Stan; darum bitte ich!“</p>
<p>„Also:<em> ‚Heimatanalyse II (Schrauben): Ich schreite nun zum systemanalytischen Versuch Heimat zu definieren. Es ist ja schwierig, nicht? Da ich in einem technischen Beruf arbeite, erkl&#228;re ich mir immer alles technisch. Also, ich glaube ich komme aus, komme aus einem Schraubenkasten, da stand drauf: Mit Linksgewinde. Und vor zwei, drei Jahren wurden wir alle umgesch&#252;ttet aus dem einen Kasten in einen anderen, da stand drauf: Mit Rechtsgewinde. Es ging die Legende in dem neuen Kasten ginge es lustig zu und der Terror h&#228;tte ein Ende. Weit gefehlt! Weil in dem Kasten mit Linksgewinde galt immer noch: Die Gedanken sind frei. Wir mu&#223;ten uns zwar einspannen und das Gewinde wurde einem aufgedr&#228;ngelt, aber wir konnten dabei immer noch mit den Z&#228;hnen knirschen. In dem Kasten mit Rechtsgewinde erwartet man ein hohes Ma&#223; an Eigenrotation von uns, wenn es dann ans Gewindeschneiden geht. Die Sache mit dem von den einen Kasten in den anderen ist so &#228;hnlich wie vom Regen in die Traufe. Das sch&#246;nste ist die trockene Sekunde dazwischen. Als ich sozusagen auf der Kante zwischen den beiden K&#228;sten sa&#223; und &#252;berblickte erstmals den Kasten aus dem ich kam und konnte noch sagen: Na ja!! Und &#252;berblickte letztmals den Kasten in den ich gleich fallen sollte und konnte noch sagen: Na ja!! Das also war die kenntnisreichste Sekunde meines Lebens. Deshalb sollte sie auch m&#246;glichst kurz gehalten werden von Seiten des gro&#223;en Umsch&#252;tters. Aber weil ich clever bin und in einem technischen Beruf arbeite, habe ich mir Notizen gemacht, die ich immer zum Vortrag bin, wenn ich in Erkner bin.’</em> Also das mit Erkner kapier ich nicht, aber ein philosophischer Geist isser, nu?“</p>
<p>„Gewi&#223;. Wissen Sie, was ich gelernt habe hier zwischen den Platten?“</p>
<p>„Leg auf!“</p>
<p>„Bl&#246;dhase, bleiben Sie ernsthaftig!“</p>
<p>„Verzeihung, Z&#228;hne auseinander, Sensibelfell!“</p>
<p>„Sie wissen, wie lange ich haderte, ob ich nun aus Kamschatka oder Wyoming stammel&#8230; <a href="http://archibalds-welt.de/2017/05/17/vom-undank-und-der-welten-lohn/" target="_blank"><strong>Verzeihung</strong></a>&#8230; stamme?“</p>
<p>„Oh ja! Und?“</p>
<p>„Ich beantrage einen Reisepa&#223;, der Kamschatka als meinen Geburtsort ausweist!“</p>
<p>„Dann iss aber Schlu&#223; mit Kalifornien und Br&#246;tchen mit Fleischklops!“</p>
<p>„<a href="http://archibalds-welt.de/2011/11/25/dann-ist-das-schiff-da-und-man-glaubt-es-nicht-kein-zufall/" target="_blank"><strong>Fischbr&#246;tchen</strong></a> sind eh leckerer! Lassen Sie uns noch mal an den Grabstein! Danken wir dem Geist, der Sie befl&#252;sterte!“</p>
<p>„Und wann geht es weiter? Wir sind noch lange nicht zu Ende!“</p>
<p>„Noch lange nicht. Gewi&#223;!&#8221;</p>
<p>„Wer liegt da neben Gundi?“</p>
<p>„<a href="https://www.lr-online.de/lausitz/hoyerswerda/gundermann-band-seilschaft-gedenkt-in-hoyerswerda-bernd-nitzsche_aid-39341335" target="_blank"><strong>Ein guter Mann</strong></a>!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10537" title="hoywoy22" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy22.jpg" alt="hoywoy22" width="600" height="233" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hoy und Woj / Der Osten / Und Gundi hilft X</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Aug 2019 14:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
„Das ist ja ein brutaler Anblick!“
„M&#246;chte meinen fast monstr&#246;s!“
„Heute, gestern und morgen in Beton gegossen, lieber Hoy! Oder?“
„Schon, denn das ist was der „Wessi normale durchschnitticus“ mit dieser Stadt verbindet: 1991. Und in, um und um diesen Gigantenriegel herum fand es statt, das Unerfreuliche.“
„Jetzt wird das Monstrum plattgemacht?“
„R&#252;ckbau, mein Freund, R&#252;ckbau!“
„Ach, das war es, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10504" title="hoywoy19" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy19.jpg" alt="hoywoy19" width="600" height="283" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>„Das ist ja ein brutaler Anblick!“</p>
<p>„M&#246;chte meinen fast monstr&#246;s!“</p>
<p>„Heute, gestern und morgen in Beton gegossen, lieber Hoy! Oder?“</p>
<p>„Schon, denn das ist was der „Wessi normale durchschnitticus“ mit dieser Stadt verbindet: 1991. Und in, um und um diesen Gigantenriegel herum fand es statt, <a href="https://www.spiegel.de/geschichte/hoyerswerda-1991-rassistische-uebergriffe-in-sachsen-a-1112887.html" target="_blank"><strong>das Unerfreuliche.</strong></a>“</p>
<p>„Jetzt wird das Monstrum plattgemacht?“</p>
<p>„R&#252;ckbau, mein Freund, R&#252;ckbau!“</p>
<p>„Ach, das war es, was mir der Geist des Gundi gestern zur Nacht auch noch fl&#252;sterte:<em> </em></p>
<p><em>&#8216;Vor f&#252;nf Jahren habe ich mal ein Buch gelesen. Das war von Stephan Hermlin und hie&#223; Abendlicht. Und ein Satz aus diesem Buch geht nicht mehr aus dem Kopf und dieser Satz hie&#223;: Ab einem bestimmten Alter sind alle Wege, Wege nach Haus. Nu wei&#223; ich nicht, ob ich schon in einem bestimmten Alter bin, aber auf alle F&#228;lle habe ich das Gef&#252;hl, mich auf einer Wendeschleife zu befinden. Und wenn man wieder nach Hause will, mu&#223; man ja wissen, wo man zu Hause ist. Also mu&#223; man f&#252;r sich Heimat definieren. Das kann man m&#246;glicherweise in zwei Richtungen tun. Einmal eine lokal – territoriale Variante und einmal eine systemanalytische. Das ist nat&#252;rlich wesentlich schwerer, deshalb versuche ich es erstmal mit einer lokal – territorialen Variante. Ich komme aus einer Stadt, die in die Schlagzeilen gekommen ist. Diese Stadt hat mich gebacken. Und die Nachrichtensprecher sagen immer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4M_bSZJ5wOs" target="_blank"><strong>Hoyaswerdaa</strong></a></em>,<em> die die Stadt lieben, sagen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1z-2Hd130Pc" target="_blank"><strong>Hoywoy</strong></a>.&#8217;</em></p>
<p>Nachdem ich dies geh&#246;rt hatte, dachte ich, schon sehr seltsam, da&#223; man sich gerne an das intensiv erinnert, wo man gar nicht dabei war. Woodstock und so Krempel!“</p>
<p>„Viele Aufrechtgeher erinnern sehr sparsam, oder sagen wir: aussparend. Meist im Interesse der st&#246;rungsfreien Niederschrift ihrer eigentlich nicht sonderlich aufregenden Geschichte! Das f&#252;hrt zu sehr einfachen Gleichungen.“</p>
<p>„Genau. Bob Dylan ist gleich Blowing in the Wind!“</p>
<p>„Das w&#228;re eigentlich mein Einwurf gewesen!“</p>
<p>„Da war ich schneller. Wenn ich mich nicht irre! Hihihi!“</p>
<p>„Stromlinienf&#246;rmig soll es halt sein wie die gottverdammten rollenden Blechkisten, selbst die Erinnerung. Ein Fingerwischen &#252;bers Display und siehe: WAHRHEIT! Als habe man mit seinen eigenen Fehlern nichts zu tun. Gestern noch Br&#252;der und Schwestern, denen man die abgetragenen Jeanshosen anverdiente und heute sitzen im Osten lediglich noch St&#246;rfelder und D&#246;sbaddel. Als ob irgend etwas einfach w&#228;re nur <a href="https://www.youtube.com/watch?v=aAmr9ON2xb8" target="_blank"><strong>einmal</strong></a> im Leben eines Aufrechtgehers.“</p>
<p>„Psst!“</p>
<p>„Wie?“</p>
<p>„Entspannung, alter brauner B&#228;renmann. Au&#223;erdem: neue Einfl&#252;sterungen sch&#252;tten auf mich herab:<em> </em></p>
<p><em>&#8216;Volker Braun / Die Leute von Hoywoy (2) </em></p>
<p><em>Drei&#223;ig Jahre nach den kleinen Erdarbeiten im mitteldeutschen Loch, die mich die Jugend gekostet hatten, sah ich auf dem Bildschirm jene einst ber&#252;hmte Stadt, in der wir gehaust hatten, in einer entsetzlichen Verwirrung. Ganze Haufen ihrer Bewohner waren in aufgeregter Bewegung auf ein gro&#223;es Geb&#228;ude zu, und sie schlenderten ihre Arme — nicht wie einst an den Schaufeln, im Schlamm: mit Drohgeb&#228;rden, und um Steine und Brandﬂaschen in die Fenster zu werfen. Die Werkzeuge, mit denen wir gearbeitet hatten, schleppten sie als Waffen, die Worte waren ganz unverst&#228;ndlich geworden. NIGGERSCHWEINE, VERPISST EUCH. WIR BRINGEN EUCH UM. Ich versuchte, auf den Film starrend, die Gesichter zu entziffern — trugen sie noch die Z&#252;ge der Bauarbeiter, ich geh&#246;rte zu ihnen, lange ist’ s her. Ich sah ha&#223;kalte Fressen von J&#252;nglingen, und die satten Gesichter Erwachsener, die aus ihren Wagenburgen Beifall grinsten. Was f&#252;r eine Rasse, fragte ich mich, hatte sich hier eingenistet in den banalen Neubauten, auf den rohen Maschinen. Was hatte sich ausgebildet in dem faulen Frieden, in der Langeweile des Staats. In dem Schreberland zwischen Losung und Leben. Sie waren se&#223;haft geworden. Sie waren nicht weitergereist in die Zukunft, nicht in die Welt. Sie hatten sich eingerichtet in ihrem billigen Eigentum. Sie sprachen keine Sprache, au&#223;er der eigenen. Sie kannten nicht der Erde vielfarbene Menschheit. Unwissend und argw&#246;hnisch betrachteten sie die Fremden, denen die Stadt Obdach bot; ahnungslos b&#246;se, toll vor Verachtung Aber ich hatte sie eben noch, an diesem gespenstischen Ger&#228;t, gesehen mit ratlosen, schamlosen, zerﬂossenen Mienen. Geduckt in Korridoren, in Sessel geworfen. Verzweifelt schwafelnd oder schweigend. Es war ihnen, den Erbauern von einst, etwas zugesto&#223;en. Man war mit ihnen umgesprungen, wie kein Polier, kein Polizist es einst gewagt hatte. Es war etwas hereingebrochen, eine namenlose, eine Naturgewalt, die das Gel&#228;nde entseelte und die Betriebe ver&#246;dete. Die sie enteignete ihres unbestimmten Besitzes, ihrer Sicherheit. Zersiebt, zerstreut, entlassen; au&#223;er Kraft gesetzt ihr Leben. Ihre Blicke, ihre Rechnungen sagten: ver&#228;chtliche Wesen. Das hatte man mit ihnen gemacht. — Und nun zeigten sie ihre Kraft, den Schw&#228;cheren, und erwiderten die Gewalt, die sie erfuhren, auf einen Schlag. Sie konnten, sie mu&#223;ten w&#252;nschen, nicht die Letzten zu sein im Staat, nicht die Allerletzten. Nun schlugen sie zu. Was f&#252;r Elendsgestalten, dachte ich. Ein unterentwickeltes Land! Eine D&#252;rrezone des Mitgef&#252;hls! Sie waren selber Fremde, im Ausland hier, auf der Flucht. Ich stellte den Kasten ab, um Stillschweigen zu bewahren oder sie zu verbergen in der Dunkelheit. Aber sie waren jetzt im Raum. Gl&#252;ck auf, sagten sie. Antworte uns: GL&#220;CK AUF, WEM GEH&#214;RT DIE WELT. Gl&#252;ck auf, Kollegen. — Ich geh&#246;rte noch zu ihnen.&#8217; </em></p>
<p>Weia! D&#252;rrezone des Mitgef&#252;hls<em>? </em>Ist das nicht Aufrechtgeherstandard?&#8221;<br />
<em></em></p>
<p><em>(Anmerkung des S&#228;zzers: Bevor wir hier ins &#220;bersinnliche abdriften. Gundis Geist wohnt zwischen den Bl&#228;ttern <a href="https://www.amazon.de/Rockpoet-Baggerfahrer-Gerhard-Gundermann/dp/3896020552" target="_blank"><strong>eines Buches</strong></a>, manche nennen dies die Bibel des Gundermannes. Der alte Ofterdinger aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_Kondschak" target="_blank"><strong>Niedersachsen</strong></a> verlieh und leiht noch das vergriffene Werk dem Ernst Albert.)</em></p>
<p>Die zwei Gef&#228;hrten erhoben sich und begaben sich – na ja, man kutschierte sie an die R&#252;ckseite des Skeletts. Laut war es, staubig, aber auch sehr entspannt. The Osten got to do, what he got to do.</p>
<p>“R&#252;ckbau. Irres Wort!”</p>
<p>“Soll wahrscheinlich vor Sentimentalit&#228;ten sch&#252;tzen, Meister Hoy!“</p>
<p>„Sprechen Sie, Sie sind das Medium!“</p>
<p>„SA-KI-MA!“</p>
<p>„Erkl&#228;rung!“</p>
<p>„Die Sandkiefermacke kriege man hier und man brauche t&#228;glich eine Tasse Schnaps, um die Versammlung  des Abschaums der Menschheit hier zu ertragen. Wohlgemerkt Zitate des Gundi aus Jahren weit vor der &#220;bernahmebefreiung durch Aldi &amp; Cohl!“</p>
<p>„Towaris! Wilde Wortspiele!“</p>
<p>„Gewi&#223;, B&#228;r, man kann seine Heimat lieben und der eigenen Wahrheit trotzdem die Stange halten.“</p>
<p>„Schwer isses der allgegenw&#228;rtigen Verkl&#228;rung des eigenen Tuns den Fu&#223; in die T&#252;r zu setzen!“</p>
<p>„Es lebe die Ambivalenz, Meister Lampe!“</p>
<p>„Gibt es noch Schnaps?“</p>
<p>„Erinnern Sie sich bitte an den Kumpeltod! Es beginnt zu regnen. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=DQaa21TMDdc" target="_blank"><strong>Gehen wir</strong></a> heim!“</p>
<p>„Wohin nur?“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10505" title="hoywoy19a" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy19a.jpg" alt="hoywoy19a" width="600" height="311" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hoy und Woj / Der Osten / Und Gundi hilft IX</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Aug 2019 16:46:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
Der Genu&#223; des Kumpeltod: er birgt Risiken, aber er &#246;ffnet auch Pforten der Wahrnehmung. Und so legte sich auf die schmalen Schultern des dahind&#228;mmernden Hasen eine sanfte Hand – f&#252;r das Protokoll: es war der umsichtige Ernst Albert, der dem L&#252;tten den Schnappes entwunden hatte und aufopferungsvoll den Rest der Flasche etc, um ihn dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><img class="alignnone size-full wp-image-10530" title="hoywoy13" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy131.jpg" alt="hoywoy13" width="600" height="288" /></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>Der Genu&#223; des Kumpeltod: er birgt Risiken, aber er &#246;ffnet auch Pforten der Wahrnehmung. Und so legte sich auf die schmalen Schultern des dahind&#228;mmernden Hasen eine sanfte Hand – f&#252;r das Protokoll: es war der umsichtige Ernst Albert, der dem L&#252;tten den Schnappes entwunden hatte und aufopferungsvoll den Rest der Flasche etc, um ihn dann in den Fahrradgep&#228;cktr&#228;ger zu legen und hehme gen HoyWoy zu radeln – aber steif und fest behauptet r&#252;ckblickend der Genosse Budnikowski, dies sei die Hand von Gundis Geist gewesen und wie vor seinem inneren und trunkenen Aug’ kohlebeladene F&#246;rderb&#228;nder kilometerfressend vorbeirasten, habe der g&#252;tige Geist ihm <a href="https://www.lr-online.de/lausitz/hoyerswerda/intelligenter-till-eulenspiegel_aid-4322223" target="_blank"><strong>folgende Geschichte</strong></a> namens ‚Helmut’ ins Ohr gefl&#252;stert:</p>
<p><em>Zu Schichtbeginn erfuhren wir davon. Wir mu&#223;ten eine gesonderte Arbeitsschutz-Belehrung unterschreiben. Unten steige ich aus dem KrAS und laufe auf meinen Bagger zu. Parallel zu mir f&#228;hrt der Leichenwagen, Gonzo mit der Raupe vornweg, damit der Leichenwagen sich nicht festf&#228;hrt. Unterm Abwurfband des Baggers liegt ein Haufen. Mittendrin steckt ein zwei Meter langes Flacheisen. Seitlich liegt, was von Helmut &#252;briggeblieben ist. Eine Art leere Kasperpuppe, der Kopf sieht aus wien Handfeger. Gestern noch war das ein prallgef&#252;llter Arbeitsanzug mit gro&#223;er Schnauze. Die Leichenm&#228;nner steigen aus und laden Helmut ein. Nun sind sie alle weg. Ich bin allein. Ich rekonstruiere den vermutlichen Hergang des Geschehens. Er wurde von einem unverhofft angefahrenen F&#246;rderband unter der Prallwand durchgepre&#223;t. Die Prallwand ist etwa zwanzig Zentimeter &#252;berm Band. Er mu&#223; also gleich tot gewesen sein, ist aber noch &#252;ber den gesamten Bagger geschleift worden. Bis er hinten als blutiger Lappen herunterfiel. Ich kratze die Fleischst&#252;cken von den &#220;bergabestellen und vergrabe sie zusammen mit seinen Fr&#252;hst&#252;cksstullen, die noch im Mannschaftsraum liegen. Dann lege ich in die leere Brotb&#252;chse, was da sonst noch war, abgerissene Kn&#246;pfe, ein paar M&#252;nzen, einen Knochensplitter. Seinen gelben Helm packe ich daneben. Marke &gt;perfekt&lt;. Ich setze Kaffeewasser auf, stelle zwei Tassen auf den Tisch und konzentriere mich. Und Helmut sagt noch ein paar S&#228;tze. Zum Beispiel: Heut lachste und morgen lachste nicht mehr. Oder: Es war doch noch gar nicht Weihnachten (weil doch die meisten Bergleute Weihnachten sterben). Und schlie&#223;lich: Ich hab ein Haus gebaut, das vielleicht morgen schon zusammengeschoben wird, f&#252;rn neuen Tagebau. Du hast ein paar Lieder gemacht, die kaum einer kennt. Die Kohle, die wir hier fr&#252;h um sechse rausgeholt ham, war um achte schon in Schwarze Pumpe auf Bunker und um zehne verheizt. Was k&#246;nnte man tun, da&#223; man sich an unsereins erinnern mu&#223;?</em></p>
<p>„Herr Ernst Albert, mir ist wieder gut. Bitte die Lieder singen. Alle!“</p>
<p>„Der Hase hat recht! Auf! Auf! Wir m&#252;ssen uns erinnern!“</p>
<p>„Und den Westen an den Osten!“</p>
<p>„Erinnern?“</p>
<p>„Genau, Towaris B&#228;r!“</p>
<p>Man war also wohlbehalten ins gebuchte Refugium zur&#252;ckgekehrt. Hier <a href="https://www.youtube.com/watch?reload=9&amp;v=d8ameiafsoo" target="_blank"><strong>jenes erste Lied</strong></a> der beginnenden Nacht. Es wurde eine<a href="https://www.youtube.com/watch?v=S8iFzd0sW5Y" target="_blank"><strong> lange Nacht</strong></a>. Und ist es noch.</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10495" title="hoywoy20" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy20.jpg" alt="hoywoy20" width="600" height="283" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hoy und Woj / Der Osten / Und Gundi hilft VIII</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2019/08/15/hoy-und-woj-der-osten-und-gundi-hilft-viii/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Aug 2019 14:37:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
Archibald Mahler – Verzeihung Brigadier Hoy – war in standhafter Sorge. Nat&#252;rlich weil der Kuno von und zu Budnikowski – Verzeihung Towaris Woj – mal wieder bl&#246;d – Verzeihung: Abschw&#228;chung : eigensinnig &#8211; war. Unter dem fatalen Vorwand seine Blase – Anmerkung: sehr klein – explodiere im Momente, sprang er aus der Tasche – Tadel: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10488" title="hoywoy15" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy15.jpg" alt="hoywoy15" width="600" height="252" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>Archibald Mahler – <em>Verzeihung Brigadier Hoy</em> – war in standhafter Sorge. Nat&#252;rlich weil der Kuno von und zu Budnikowski – <em>Verzeihung Towaris Woj</em> – mal wieder bl&#246;d – <em>Verzeihung: Abschw&#228;chung : eigensinnig</em> &#8211; war. Unter dem fatalen Vorwand seine Blase – <em>Anmerkung: sehr klein</em> – explodiere im Momente, sprang er aus der Tasche –<em> Tadel: Herr Ernst Albert: Achten Sie auf die Ihnen anvertrauten Mitreisenden! Bitte! Sagt auch die G&#246;ttliche Frau Pelagia!!!!!</em> – an der Abbruchkante des Tagebaus stand und drehte sich um. Nat&#252;rlich wollte er nicht p&#252;schern, nein, ein letztes Mal in die gigantische Grube blicken wollte er, der Sentimentalist, als ein abendlicher Aufwind ihm ein ordentliche Portion Staub in die Lunge pustete. Jetzt r&#246;chelt er und das Granulat eines untergegangenen Landes – so und so und so auch – hinderte ihn am befreienden Ein – und Ausatmen. So sprach also der B&#228;r zum Hasen.</p>
<p>„Freund! Lots Weib war auch so bl&#246;d. Vorbei isch vorbei und over! Diese Kohle hat keine Zukunft mehr! Leider wird die andere Kohle den Aufrechtgehern ihr Aufenthaltsrecht auf diesem Planeten entziehen. Und jetzt reden Sie bitte mit mir!“</p>
<p><em>(Der Hase r&#246;chelt. Was wir verstehen konnten, siehe unten!)</em></p>
<p>„Dreckskapit… hust …mus. Iss aambi … anderer… mu&#223; … kotzen … weia!“</p>
<p>„<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GsNIK3rE8kk" target="_blank"><strong>Halte durch.</strong></a> Den Blog krieg ich ohne Ihro Hasigkeit nicht gebacken!“</p>
<p><em>(Sogar die L&#246;ffel sanken hinab, jene des Hasen. Und dann hatte der B&#228;r eine eventuell rettende Idee!)</em></p>
<p>„Towaris! Deputat! Deputat! Deputat!<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trinkbranntwein_f%C3%BCr_Bergarbeiter" target="_blank"><strong> Zwei Liter!</strong></a> Reinpfeffern!!!“</p>
<p><em>(Verhaltener Protest des Maladen!)</em></p>
<p>„Zung … ledig … feucht … hust … Gna…!!!!!!!“</p>
<p>„Trinken Sie bis Ihre Stimme wiederkehrt! Den Rest &#252;bernehme ich! Und was ist mit Ihrem Deputat in Sachen Briketts?“</p>
<p>„Wahnsinniger! Ich schwitze und r&#246;chle und mir brennen die Socken!“</p>
<p>„Nun gut. Sie beruhigen sich und morgen fahren wir weiter.“</p>
<p><em>(Dem stimmte der Reiseleiter Ernst Albert zu! Der Kumpeltod ist ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TX_W3N7gTf4" target="_blank"><strong>hartes Zeugs</strong></a>. Auch wenn er den Kummer lindern mag.)</em></p>
<p style="text-align: center"><strong> &#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10489" title="hoywoy16" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy16.jpg" alt="hoywoy16" width="600" height="292" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hoy und Woj / Der Osten / Und Gundi hilft VII</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Aug 2019 16:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
„Wir reden vom Mond, von der Braunkohle, Flutungen, W&#246;lfen, Hartz IV, Heuschrecken, Platten und Ratten und gar nicht von Gundi!“
„Man mu&#223; sprechen von dem, was in und um und um ein Leben herum stattfand und noch stattfindet. Alles andere ist Bauchnabelei. Als k&#246;nnte man kriechen in fremde Hirne und Herzen, um diese dann zu interpretieren! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><img class="alignnone size-full wp-image-10532" title="hoywoy18" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy182.jpg" alt="hoywoy18" width="600" height="263" /></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>„Wir reden vom Mond, von der Braunkohle, Flutungen, W&#246;lfen, Hartz IV, Heuschrecken, Platten und <a href="https://www.youtube.com/watch?reload=9&amp;v=yAO-oW136Vo" target="_blank"><strong>Ratten</strong></a> und gar nicht von Gundi!“</p>
<p>„Man mu&#223; sprechen von dem, was in und um und um ein Leben herum stattfand und noch stattfindet. Alles andere ist Bauchnabelei. Als k&#246;nnte man kriechen in fremde Hirne und Herzen, um diese dann zu interpretieren! Anma&#223;ung!“</p>
<p>„Meister Hoy, ich h&#246;re ihr altes Thema scheppern!“</p>
<p>„Ich <a href="http://archibalds-welt.de/2014/07/" target="_blank"><strong>erinnere</strong></a> mich!“</p>
<p>„<a href="http://archibalds-welt.de/2014/08/" target="_blank"><strong>Desgleichen</strong></a> ich!“</p>
<p>„Wollen wir noch mal unsere liebsten Erkenntnissereien auf dem Jahre 2014 zitieren, gesch&#228;tzter L&#246;ffler Woj?“</p>
<p>„Gerne! Gutes darf man wiederholen. Dauerschleife!“</p>
<p>„Erst Sie!“</p>
<p>„Ok: <em>‚&#220;ber die Toten kann man sprechen, was man will. Sie stehen nicht mehr auf, um sich zu verteidigen oder dein Lob schamhaft zu d&#228;mmen. Sie erschlagen dich nicht, wenn du sie schm&#228;hst, sondern deine L&#252;ge erschl&#228;gt dich, sie erheben dich auch nicht, wenn du ihnen gerecht wirst, sondern deine Gerechtigkeit erhebt dich. Versprich nicht – denn, wenn man verspricht, verspricht man sich zumeist. Denn deine Zukunft gibt nichts auf dein Versprechen. Beruf dich nicht auf die Vergangenheit, um dich zu erweisen. Sage, wie es um die Gegenwart steht. Denn das sind immer die s&#252;&#223;esten Worte, auch wenn es bittere Pillen sind. Denn sieh, das lebendige Blut in uns ist immer s&#252;&#223;, auch wenn es uns weh ums Herz ist. Denke &#252;ber die Vergangenheit nach, aber denke dabei, da&#223; du dar&#252;ber nachdenkst und du nicht die Wahrheit der Vergangenheit, sondern deine Wahrheit auffinden willst.’</em> Weia. Immer noch Klasse! Jetzt Ihnen die Ehre, Meister Hoy!“</p>
<p>„Ok: <em>‚Dichten hei&#223;t: nicht Schamane sein, nicht Beschw&#246;rer, nicht &#220;berredner, nicht Gef&#252;hlsexzentriker. Das hei&#223;t, nicht Gef&#252;hle &#252;ber Dinge sagen, sondern die Dinge so sagen, da&#223; sie gef&#252;hlt werden k&#246;nnen. Nicht eine Sache interessant machen wollen, sondern das Interessante der Sache entdecken. Nicht die eigene Begeisterung herausposaunen, sondern das Hinrei&#223;ende der Sache zur Sprache bringen.’</em> Weia. Immer noch Klasse. Und jetzt?“</p>
<p>„Schweigen wir!“</p>
<p>„Genau. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6IBbQ-GeQJA" target="_blank"><strong>N&#252;scht im Schacht!</strong></a>“</p>
<p>So erreichte man im rumpelnden Schweigen wieder den Rand der Grube Welzow – S&#252;d, man fuhr durch ein Geisterdorf, vorbei an Hausruinen, zernarbten Stallungen, toten G&#228;rten &#8211; dort wird bald der Bagger fressen die Reste eines bis vor kurzem d&#246;rflichen Lebens &#8211;  und ein paar Kilometer sp&#228;ter flog vorbei am Fenster ein wunderh&#252;bsches Dorf, wo noch gehofft wird. So oder so! Auf <a href="https://www.vonribbeck.de/gedicht-herr-von-ribbeck-auf-ribbeck-im-havelland/" target="_blank"><strong>Birnen im Garten</strong></a> bis ins n&#228;chste Jahrzehnt oder auf fette Abfindung, <a href="http://www.braunkohle.info/Proschim" target="_blank"><strong>wenn der Bagger anrollt</strong></a> und die Umsiedlung ansteht. Wie definiert man: &#8216;Ich habe mich verbessert&#8217;? Bald wird gew&#228;hlt vor Ort. Der Westen macht sich in die Hose und tut so, als habe er eigentlich damit <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/cdu-merkel-landtagswahl-1.4561177" target="_blank"><strong>n&#252;scht zu tun</strong></a>. Dann &#252;berkamen den Hasen schrecklichste Hustenattacken. Der B&#228;r war recht hilflos. Noch ein Weia. Darauf  aber eine Idee.</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10468" title="hoywoy14" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy14.jpg" alt="hoywoy14" width="600" height="208" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hoy und Woj und der Osten / Und Gundi hilft VI</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 17:20:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
Die zwei Gef&#228;hrten waren dabei auf der Reise zum Mond, jener Reise in den Mond, wo es nicht nach oben ging, sondern hinab, runter und rein. Jedoch fehlt alles an Abbildung, Dokumentation, der einzig heutzutage noch ernstgenommene Beweis von Anwesenheit an fremdem Ort. Warum?
Sie mu&#223;ten bleiben im Reisegep&#228;ck, der Tasche auf dem Gep&#228;cktr&#228;ger, aus der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10448" title="hoywoy11" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy11.jpg" alt="hoywoy11" width="600" height="296" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>Die zwei Gef&#228;hrten waren dabei auf der Reise zum Mond, jener Reise in den Mond, wo es nicht nach oben ging, sondern hinab, runter und rein. Jedoch fehlt alles an Abbildung, Dokumentation, der einzig heutzutage noch ernstgenommene Beweis von Anwesenheit an fremdem Ort. Warum?</p>
<p>Sie mu&#223;ten bleiben im Reisegep&#228;ck, der Tasche auf dem Gep&#228;cktr&#228;ger, aus der k&#252;rzlich noch wildes Geplapper perlte. Gar nicht mal um einer Staublungeninfektion zuvorzukommen und dem daraus resultierendem Kumpeltod, nein, eher auf Grund einer so gar nicht vermuteten Feigheit des Ehrenwerten Herrn Ernst Albert (EHEA), welcher die zwei Berichterstatter vor den Augen der anderen <a href="https://www.lausitz.de/de/kultur/lausitzer-industriekultur/sehenswert/artikel-besucherzentrum-excursio.html" target="_blank"><strong>Excursionisten</strong></a> nicht aus dem Sack lassen wollte.</p>
<p>Und au&#223;erdem war da noch dieser F&#252;hrer, Verzeihung, Reisebegleiter. S&#228;chsisch ist ja bekannterma&#223;en ein Dialekt mit der Wucht und Lautst&#228;rke einer Heavy – Metal – Leadgitarre. Schrill und selbstbewu&#223;t. Der Laster, welcher runterrumpelte in die Mondlandschaft war ein alter br&#252;llender Diesel, die Fahrwege von au&#223;erterristischer Beschaffenheit und der gemeine Tourist <em>(Sachsen &#252;berwogen!)</em> spricht gerne mehr als das er hinschaun tut, nu! Demnach: immense Grundlautst&#228;rke. Und da der leitende Excursionist fr&#252;her wohl auffem Bagger sa&#223;, wo ja bekanntma&#223;en nicht gerade meditative Ruhe herrschte, war sein Organ geschult: er br&#252;llte: was er auch mu&#223;te. Knappe zwei Stunden lang. Was er br&#252;llte? Ganz sicher nicht: <em><strong>„Hambi mu&#223; bleiben! Flugscham! Heizt mit Tofuw&#252;rsten! Geht zu Fu&#223; auf die Malediven!“</strong></em> Nee, das Gegenteil. Klima? CO2? Nachhaltigkeit? Fick die Waldfee! Alles Kokolores! Und trotz der nervt&#246;tenden Einseitigkeit der Tiraden<em> (Ehrenrettung! Was der EHEA alles nicht wu&#223;te und lernen mu&#223;te &#252;ber die M&#252;hen, die zu erbringende Leistung, die H&#228;rte der Arbeit, welche notwendig ist, um die von den meisten Aufrechtgehern so dringend und hysterisch verzehrte und geforderte Energie zu generieren! Danke daf&#252;r!</em>), also begann der EHEA nachzudenken. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=8gaDKC2jkuI" target="_blank"><strong>Was ham die denn da noch</strong></a>, wenn die letzten Tagebaus stillgelegt werden? Nur noch 37 Grad statt 40 und nix zu fressen? &#220;ber den Strukturwandel l&#228;&#223;t sich l&#228;ssiger schwadronieren am Prenzelberg oder in der Freiburger Wiehre. Oder eben in den Wartes&#228;len der Flugh&#228;fen. Vor allem jenen, die von RYAN-AIR angeflogen wurden.</p>
<p>Mein Gott, dachte man auch im Reisegep&#228;ck, es ist nicht so leicht den Menschen gerecht zu werden. Den Einen. Den Anderen. Und denen dazwischen.</p>
<p>Davon mal abgesehen. Guck! Guck hin! Diese Bagger. Dinosaurier. Monster. Ein quergelegter Eiffelturm. Gottesanbeterinnen aus Stahl. G&#246;tzen einer versunkenen Fortschrittswut. Oder einfach nur Notwendigkeit?<strong> </strong><a href="https://www.mdr.de/religion/gesellschaft/portrait-volker-braun100.html" target="_blank"><strong>Schmerzhaft.</strong></a> Und diese ganzen Bagger wurden in den 60 / 70 / 80ern in der angeblich so unf&#228;higen DDR zusammengeschraubt und sie tun es immer noch. Man kann sie heute noch auseinanderschrauben und warten und weiter geht es. Wie lange noch? Die einen sagen so, <a href="https://www.morgenpost.de/brandenburg/article216404845/Das-letzte-Dorf-das-vom-Kohletagebau-bedroht-ist.html" target="_blank"><strong>Proschim</strong></a> findet das nicht lustig.</p>
<p>An diesem Tag unten auf dem Mond war es sehr hei&#223; und trocken und so konnten die Bagger ihre Arbeit nicht tun. Verpuffungsgefahr. Der feine, durch die Luft flirrende Braunkohlestaub sollte er aufs Elektrische treffen: kein Spa&#223;.</p>
<p>Anstrengende zwei Stunden, beeindruckend, wir m&#252;ssen weitermachen, so der Tenor, aber die Rekultivierung, Renaturierung der abgeernteten Teile des Mondes gehe voran. Sagt der Genosse Reiseleiter. Und dann wurde dem EHEA der Br&#252;ller, der sein Wahlrecht gewi&#223; nicht im Sinne des betuchten Lehrertums WEST nutzen wird, sogar symphatisch, da er erz&#228;hlte, da&#223; sich im ehemaligen Grubengel&#228;nde in der Lausitz etliche Wolfsrudel rumtreiben und da&#223; man mit denen ganz gut auskomme. Wenn man es denn wolle. Und daraufhin rappelte es m&#228;chtig im Karton, also in der Reisetasche. Der Ausbruch der Herren Hoy und Woj konnte in letzter Sekunde verhindert werden.</p>
<p>„Ich will die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LQXhjveDKkI" target="_blank"><strong>W&#246;lfe</strong></a> sehen!“</p>
<p>„Und ich will <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wG9eqK2A9qY" target="_blank"><strong>mit ihnen sprechen</strong></a>!!!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10449" title="hoywoy12" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy12.jpg" alt="hoywoy12" width="600" height="252" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hoy und Woj und der Osten / Und Gundi hilft V</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2019/08/06/hoy-und-woj-und-der-osten-und-gundi-hilft-v/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Aug 2019 14:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
Selbstredend fuhren hier keine Schichtbusse mehr ab, welche Jahre / jahrzehntelang /  tausende / zehntausende / abertausende / dauerm&#252;de / disziplinierte / frustrierte / verkaterte / zwangsverpflichtete / freiwillige /  hoffnungsbereite / funktionierende / stolze / aufrechte / fluchende / lachende / optimistische / mitlaufende / sich wehrende / lediglich und das zu Recht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10420" title="hoywoy09" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy09.jpg" alt="hoywoy09" width="600" height="267" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>Selbstredend fuhren hier keine<a href="https://hoyte24.de/newsreader2/ein-berufsleben-hinter-dem-lenkrad.html" target="_blank"> <strong>Schichtbusse</strong></a> mehr ab, welche Jahre / jahrzehntelang /  tausende / zehntausende / abertausende / dauerm&#252;de / disziplinierte / frustrierte / verkaterte / zwangsverpflichtete / freiwillige /  hoffnungsbereite / funktionierende / stolze / aufrechte / fluchende / lachende / optimistische / mitlaufende / sich wehrende / lediglich und das zu Recht / ein oder mehrere Leben lebende / wie da w&#228;ren: Maschinisten / Baggerfahrer / Schlosser / Heizer / Rohrleger / Elektriker / Telefonisten / Fahrer / Fertigungsmechaniker / Lageristen / Brunnenbauer / Mechatroniker / K&#246;che /  Essensaufleger / Brigadeleiter / Handwerksmeister in die Tagebaus und Kombinate brachten.  Tag f&#252;r Tag: Herzschlag / Taktung / Pendel / Struktur / Gnadenlosigkeit. Ein Vorteil dabei? Na ja! Man kommt auf weniger der dummen Gedanken. Auch nicht kl&#252;ger. Und wenn dann auf ganz andere. Die freie Zeit diktiert die Stechuhr. Die Stechuhr aber ist Mitglied der Partei. Ziemlich gnadenfrei. Au&#223;er die <strong><a href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351719.html" target="_blank">Natur schl&#228;gt</a></strong> zur&#252;ck.</p>
<p>Zur&#252;ck zum Fahrdienst. Der Ehrenwerte Ernst Albert hatte ein Fahrrad gemietet. Zu einem Tagespreis von dem man in den westlichen Provinzen unseres immer noch geteilten Staats bei Abschlu&#223; eines &#228;hnlichen Mietvertrags bestenfalls ein Selfie von sich und dem Zweirad machen darf. Hoy und Woj also rauf auf den Gep&#228;cktr&#228;ger. Die legend&#228;re F 97 gen Norden. Scheibe. Burghammer. Schwarze Pumpe. Dann links ab gen Welzow. Dort wird noch gebaggert. Der Fahrradweg dorthin ist kein Parkettboden. Die Felder und die W&#228;lder und die zu durchfahrenden Stra&#223;end&#246;rfer erfreuen die Herzen, nicht die Bandscheibe des Piloten. Den Passagieren ist dies wurst. Es gibt ja einiges zu besprechen.</p>
<p>„Meister Woy? <a href="https://www.youtube.com/watch?v=fNvqtTMBAY4" target="_blank"><strong>Existieren Helden?</strong></a> So und &#252;berhaupt?“</p>
<p>„Nun, eher als traurige Variante. Ein st&#228;ndiges Taumeln hin und her zwischen Optimismus und Depression. Vielleicht gar nur der Ausdruck einer virulenten Starrk&#246;pfigkeit!“</p>
<p>„Geklaut B&#228;r, geklaut und Verwurstung!“</p>
<p>„Ich gestehe: Petzow: 20.1. 1963.“</p>
<p>„Wie? Petzow? B&#228;ringshausen? Grisslingen? Tatzow?“</p>
<p>„Witzhase, d&#228;mlicher. Petzow, <a href="https://literaturkritik.de/id/21843" target="_blank"><strong>Schriftstellerheimrefugium</strong></a>. Damals. DDR.“</p>
<p>„Aha. Die Tageb&#252;cher auf Ernst Alberts Nachttisch. Ein B&#228;r ist verliebt!“</p>
<p>„Naja. Meine Felligkeit und eine tote Autorin? Aber<a href="https://www.zeit.de/1997/48/Das_Widerspruchsbuendel" target="_blank"><strong> ich gestehe Anr&#252;hrung</strong></a> und … Ich m&#246;chte nun schweigen!“</p>
<p><em>(Rumpeln. Pumpeln. Schlagloch. Fragloch. Etliche Kilometer voller Stille. Nur der Pedalist keucht. Dem Hasen ist es zu schweigsam. Er tritt nach vorn. Weitere Worte.)</em></p>
<p>„Also ich finde diese Ausdr&#252;cke, die real altvorderen schon, wie soll ich sagen, ich lasse sie gerne &#252;ber meine Lippen rutschen!“</p>
<p>„Ich h&#246;re!“</p>
<p>„Nu: Brigade. Kombinat. Proletariat. Maschinist. Oder hier, h&#246;mma die P&#246;hlervereine: Lokomotive, Energie, Empor, Motor S&#252;d, Union, Anker, Volksstimme, Freiimfelde, Waggonbau und meine absolute Lieblingstruppe: Stahl Brandenburg. Schon allein wegen die  <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steffen_Freund" target="_blank"><strong>alten Verbundenheiten</strong></a> mit dem Ziegenbart.“</p>
<p>„Begrifflichkeiten und Reime. Andere verbanden und verbinden damit Erinnerungen, die entschieden dunkler sind als Braunkohle!“</p>
<p><em>(Daraus ergibt sich ein Schweigen. Das Fahrrad rollt weiter. Und die Zeit.)</em></p>
<p>„Schei&#223;e, iss dat der Mond da unten?“</p>
<p>„Ne, Towarez Budnikowski! Das ist wohl ein Tagebau!“</p>
<p>„Und da sollen wir jetzt runter?“</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=GDI7iSmEAyo" target="_blank"><strong>„Gl&#252;ck auf!“</strong></a></p>
<p>„……… <a href="https://www.lr-online.de/lausitz/spremberg/der-spannendste-aussichtspunkt-der-lausitz-ist-in-welzow_aid-2739866" target="_blank"><strong>Gl&#252;ck?</strong></a> Dann mal auf!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10421" title="hoywoy10" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy10.jpg" alt="hoywoy10" width="600" height="284" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hoy und Woj und der Osten / Und Gundi hilft IV</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2019/08/02/hoy-und-woj-und-der-osten-und-gundi-hilft-iv/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 14:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
„Tja, das war wohl Heldenzeit!“
„Ist nicht jegliche Zeit nicht davor gefeit dem hungernden Volk anstelle von Wurstbroten und bezahlbarem Wohnraum Heldentum zu servieren?“
„Da haben Sie recht, Towaris Mjadwjez!“
„Und, unwesentlich eingeschoben, ist mir ein Baggerfahrer oder ein Architekt einer, wenn auch mit vielen Fehlern behafteten und aus dem Boden gestampften Stadt mit zumindest bezahlbarem Wohnraum und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10399" title="hoywoy07" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy07.jpg" alt="hoywoy07" width="600" height="292" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>„Tja, das war wohl Heldenzeit!“</p>
<p>„Ist nicht jegliche Zeit nicht davor gefeit dem hungernden Volk anstelle von Wurstbroten und bezahlbarem Wohnraum Heldentum zu servieren?“</p>
<p>„Da haben Sie recht, Towaris Mjadwjez!“</p>
<p>„Und, unwesentlich eingeschoben, ist mir ein Baggerfahrer oder ein Architekt einer, wenn auch mit vielen Fehlern behafteten und aus dem Boden gestampften Stadt mit zumindest bezahlbarem Wohnraum und gesichertem Arbeitsplatz, n&#228;her als ein underbecuteter Kicker oder ein goldkettenbeh&#228;ngter Aggroreimer, der nicht gegen, sondern im Interesse der Spaltung einer Gesellschaft ferngesteuert rumh&#252;pfen darf.“</p>
<p>„Weia, Genosse B&#228;r, da wird aber abgew&#252;tet!“</p>
<p>„Verzeihung. Zur&#252;ck in die F&#252;nfziger Jahre des letzten Jahrhunderts und ran an unsere angelesene Erz&#228;hlung. Zwischen den Baustellen fanden sich Schriftsteller freiwillig oder sanft gedr&#252;ckt auf <a href="https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/damals/bitterfelder-weg106.html" target="_blank"><strong>Bitterfelder Wegen</strong></a> und sollten vom Prolet lernen die Arbeit und lehren dem Proleten das Verfassen eines Gedichts. Prinzipiell nicht doof. Und das klang dann so. Also w&#228;hrend der Ankunft. Herr Ernst Albert, k&#246;nnten Sie noch mal vorlesen bitte?“</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><em>Gedanken &#252;ber die Sch&#246;nheit der Landschaft bei einer Fahrt zur Grossbaustelle ’Schwarze Pumpe’<br />
</em></strong></p>
<p style="text-align: center"><em> </em></p>
<p style="text-align: center"><em>Gegen mittag der Bauplatz,</em></p>
<p style="text-align: center"><em>die neue Sch&#246;nere Landschaft</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Schornsteine.</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Montagehallen.</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Stahl und Beton.</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Erde, aufgerissen,</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Berge, versetzt mit Maschinen und H&#228;nden,</em></p>
<p style="text-align: center"><em>L&#228;rm und Staub.</em></p>
<p style="text-align: center"><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: center"><em> </em></p>
<p style="text-align: center"><em>Die Alten sammeln hier Reisig</em></p>
<p style="text-align: center"><em>F&#252;nf mal hundert Jahre lang</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Hier werden die Brikettfabriken stehen</em></p>
<p style="text-align: center"><em>in F&#252;nf Jahren</em></p>
<p style="text-align: center"><em>und die neuen Kraftwerke.</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Hier ist Sch&#246;nheit.</em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>&#8230;</strong><br />
</em></p>
<p>„Wer schreibt denn so was?“</p>
<p>„Der zwiesp&#228;ltige und trotzdem gro&#223;e Heiner M&#252;ller.“</p>
<p>„Weia, um Sie zu zitieren. Meister Albert, k&#246;nnen Sie bitte seine damalige selbstzerst&#246;rerische, aber mindestens genauso gro&#223;e Gef&#228;hrtin Inge M&#252;ller zitieren? Das schrieb sie ein paar Wochen nach der Ankunft. Als der <a href="https://www.aufbau-verlag.de/index.php/ankunft-im-alltag.html" target="_blank"><strong>Alltag als Alltag</strong></a> akzeptiert wurde!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>Schwarze Pumpe</strong></em></p>
<p style="text-align: center"><em>F&#252;nfundf&#252;nfzig wurden wir aufgerufen</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Zum Kampf gegen B&#228;ume und Sand</em></p>
<p style="text-align: center"><em>WIR BAUN DEN SOZIALISMUS AUF</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Stand auf rotem Tuch an der Barackenwand</em></p>
<p style="text-align: center"><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: center"><em>L&#246;cher hatten wir in den Schuhn</em></p>
<p style="text-align: center"><em>In der Kantine gab es Erbsen mit Speck</em></p>
<p style="text-align: center"><em>In der Zeitung stand, da&#223; wir das Kombinat aufbaun</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Wir standen bis zum Bauch im Dreck</em></p>
<p style="text-align: center"><em><strong>&#8230;</strong></em></p>
<p>„Tja, Heldenservierer aller Art schie&#223;en gerne an der Realit&#228;t vorbei!“</p>
<p>„Dat iss ja auch der Grund, dat ich mich vonne ganze verlogene G&#246;tzendienst verabschiedet habe!<a href="http://archibalds-welt.de/category/homma-wat-ich-grad-am-denken-bin/" target="_blank"><strong> H&#246;mma!</strong></a>“</p>
<p>„Jetzt springen Sie aber, Mejstar Lampe!“</p>
<p>„Iss mein Brevier!“</p>
<p>„Wo sitzen wir jetzt eigentlich, Genosse Woj?“</p>
<p>„In der Kniekehle von Gundi, lieber B&#228;r Hoy!“</p>
<p>„Wie bitte?“</p>
<p>„Na hinten am Knie von Gundermann!“</p>
<p>„Gesch&#228;tzter Hase, der Sie vorbereitet und offensichtlich mit angelesenem Wissen behaftet: Aufkl&#228;rung bitte!“</p>
<p>„Also <a href="https://konsum.buschfunk.com/gundi-gundermann-1981-ende-der-eisenzeit-1999.html" target="_blank"><strong>der</strong></a> hat hier gewohnt, als Junggeselle, nache Armee, wie er auffem Bagger gelernt hat. In dem Block mit dem Knick!“</p>
<p>„Was ein obsz&#246;nes Riesenteil. Gewinnt jetzt bei mir auf Anhieb keine Sch&#246;nheitspreise im Architektenwettbewerb!“</p>
<p>„Haben Sie schon mal Urlaub an den K&#252;sten Spaniens oder der T&#252;rkei gemacht? Vor allem wenn es nix kostet?“</p>
<p>„Gott bewahre!“</p>
<p>„Eben. Trotzdem sollte das Monstrum r&#252;ckgebaut werden!“</p>
<p>„Der &#252;bliche Aufrechtgeherzynismus! R&#252;ckbau! Zu feige um zu sagen: Fehler gemacht! <a href="https://www.youtube.com/watch?v=adJPCHUuZHs" target="_blank"><strong>Steingesichter!</strong></a>“</p>
<p>„<a href="https://www.lr-online.de/lausitz/hoyerswerda/hochhaus-am-knie-in-hoyerswerda-soll-stehen-bleiben_aid-2756006" target="_blank"><strong>Die Anwohner wehrten sich.</strong></a> Scheinte sogar Wirkung zu zeigen!“</p>
<p>„Selten genug. Tja, was so alles Denkmal werden kann!“</p>
<p>„Und visavis?“</p>
<p>„Das ist ein Nachdenkmal! Da fuhren sie – als sie noch Helden waren – t&#228;glich mit den Schichtbussen raus in den Dreck. Und der Gundi ooch! <a href="https://www.youtube.com/watch?v=a5k6X9HLyvM" target="_blank"><strong>Bis die Uhr stehen blieb.</strong></a>“</p>
<p>„Gibt es noch Reste?“</p>
<p>„Schaun wir uns morgen an!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10400" title="hoywoy08" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/08/hoywoy08.jpg" alt="hoywoy08" width="600" height="257" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hoy und Woj und der Osten / Und Gundi hilft III</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2019/07/25/hoy-und-woj-und-der-osten-und-gundi-hilft-iii/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jul 2019 12:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
„Moy luby Kmotsik! Dreiundvierzig Lenze lediglich und schon Audienz beim GROSSEN STEIGER!“
„Das steht doch gar nicht auf dem gro&#223;en Findling!“
„Vorbereitung, Psijasel B&#228;r.“
„Sechsundachtzig Lenze ist des weiteren richtiger!“
„Warum nun, Meister Schlautatze?“
„Vorbereitung desgleichen, Brigader Lampe. Vor einundzwanzig Jahren stand hier, wo wir nun sitzen, der Herr Pfarrer Fink und addierte: dreiundvierzig Jahre Baggerfahrer, dreiundvierzig Jahre Musikus und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-10384" title="hoywoy05" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/07/hoywoy05.jpg" alt="hoywoy05" width="600" height="326" /></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>„Moy luby Kmotsik! Dreiundvierzig Lenze lediglich und schon Audienz beim <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y3I7warS3Lc" target="_blank"><strong>GROSSEN STEIGER</strong></a>!“</p>
<p>„Das steht doch gar nicht auf dem gro&#223;en Findling!“</p>
<p>„Vorbereitung, Psijasel B&#228;r.“</p>
<p>„Sechsundachtzig Lenze ist des weiteren richtiger!“</p>
<p>„Warum nun, Meister Schlautatze?“</p>
<p>„Vorbereitung desgleichen, Brigader Lampe. Vor einundzwanzig Jahren stand hier, wo wir nun sitzen, der Herr Pfarrer Fink und addierte: dreiundvierzig Jahre Baggerfahrer, dreiundvierzig Jahre Musikus und Poet. Macht sechsundachtzig Jahre. Wollen Sie mein Lieblingszitat h&#246;ren?“</p>
<p>„Wer h&#228;tte Sie jemals bremsen d&#252;rfen?“</p>
<p>„Sagt also Gundermann: &#8216;Ich glaube wer nur Kunst macht, verbl&#246;det. Und wer nur arbeitet, verbl&#246;det auch.&#8217; Da k&#246;nnte ich mich vor lauter Freude wund kratzen! Verstanden?“</p>
<p>„Wir sitzen hier auf einem Grab und beharken uns! D&#252;rfen wir das &#252;berhaupt?“</p>
<p>„Ich glaube der Mann, welcher hier ruht, h&#228;tte damit keine Schwierigkeiten. Das Streiten, Hadern, Zweifeln, Suchen war ihm – was man h&#246;rt und liest – nicht ganz so fremd.“</p>
<p>„Eigentlich fein. Erinnern Sie sich noch, wie wir einst in <a href="http://archibalds-welt.de/2012/11/11/ein-ausflug-in-eine-stadt-anfangs-schneit-es-ein-grab-wird-gesucht-und-spaeter-gefunden-7/" target="_blank"><strong>Praha</strong></a> in &#228;hnlicher Situation von einer alten w&#252;rdigen Dame mit Eisesblicken quasi einer Grabsch&#228;ndung bezichtigt wurden!“</p>
<p>„Der Franz K. war aber auch ein Sensibelchen!“</p>
<p>„Der Gundi war ja wohl auch kein Eisbrocken. Ich denke, da&#223; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7-bOPHYLeVE" target="_blank"><strong>der Tod seiner Grube</strong></a> ihm kr&#228;ftig ins Lebenslicht gepustet haben d&#252;rfte. Soll ich nun mein Lieblingszitat aus dem dicken Buch von Herrn Ernst Albert?“</p>
<p><a href="http://www.alphazalpha.de/musik/gundermann/platten/rockpoet.html" target="_blank"><strong>„Hans-Dieter Sch&#252;tt!“</strong></a></p>
<p>„Wei&#223; ich doch. Also: sagt so ein alter Kollege aussem Tagebau zu dem etwas gro&#223;m&#228;uligen Jungspund: ‚Horche mol her, bist zwor son rechtes Oarschloch, ober die Oarbeit mochste rischtsch glasse!’ Und Gundi ist stolz. Glauben Sie der w&#228;re rechts heute?“</p>
<p>„Fragen Sie mich keine H&#228;ttew&#228;rewenn-Fragen. Nee. Bestimmt nicht. Aber was die hier auf die M&#252;tze gekriegt haben, nachdem die Landschaften zu bl&#252;hen beginnen sollten. Und au&#223;erdem: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=g1kwNAtPWpU" target="_blank"><strong>Alle oder keiner!</strong></a>“</p>
<p>„Aber die Tatsache, da&#223; man seine Heimat zerst&#246;rt, um sie zu erhalten? Die D&#246;rfer wegbaggern, um die St&#228;dte und Kombinate zu heizen? Gelbe Luft und sch&#228;umende stinkende Fl&#252;sse? Und Schweigen!“</p>
<p>„Sind die heutigen Aufrechtgeher in ihren rollenden und aufgeblasenen Blechb&#252;chsen weiter? Kaum! Man darf seinen Wissensgewinn via gelebtes Leben den Altvorderen nur zum Teil vorhalten. Noch stehen wir auf ihren Schultern. Das sch&#252;tzt davor in den steigenden Fluten unterzugehen.“</p>
<p>„Fluten! Gutes Stichwort, Towaris B&#228;r. Ziehen wir ein paar Meterchen weiter.“</p>
<p>„Tsch&#252;&#223; Gundi!“</p>
<p>„Bis bald wieder!“</p>
<p><em><strong>„Und was sollte besser sein, als so ein Abend in Frieden?“</strong></em></p>
<p>„Hoy, haben Sie was gesagt?“</p>
<p>„Njet, Woj! Haben Sie was geh&#246;rt?“</p>
<p><em>(Knappe zehn Radminuten &#246;stlich des Waldfriedhofs von Hoyerswerda liegt der ehemalige, seit Jahren geflutete geflutete Tagebau ‚Scheibe’. Dort war man angekommen. Am Himmel und auch unten schob sich ein Gewitter zusammen. H&#246;ren wir mal rein ins erregte Gespr&#228;ch.)</em></p>
<p>„Also wirklich, Herr Mahler .. &#228;hem &#8230; Woy … Der Ehrenwerte Herr Ernst Albert hat doch einen an seiner Erz&#228;hlerwaffel. F&#252;r ein schickes Bild setzt der uns auf eine Boje mitten im Scheibesee, etliche Meter, f&#252;r ein Nichtschwimmerkarnickel wie mich gef&#252;hlte KILOMETER vom sandigen Ufer entfernt. Wenn nun ein Unwetter vom Himmel f&#228;llt und wir ins Wasser?“</p>
<p>„Dann rettet uns ein Engel. Die haben seit Jahren in dieser Gegend laut Gundi etliche Kapazit&#228;ten frei.“</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q3_T1j0kP4k" target="_blank"><strong>„Mein neues Lieblingslied!“</strong></a></p>
<p>„Psst! &#196;hem … warum tr&#228;gt der Ernst Albert eigentlich noch seinen alten Namen auf unserer Dienstreise?“</p>
<p>„Nennen wir ihn Grigori Kossonossow! <a href="https://www.youtube.com/watch?v=YYIPSkfWPX0" target="_blank"><strong>Der wird sich wundern!</strong></a>“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10385" title="hoywoy06" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/07/hoywoy06.jpg" alt="hoywoy06" width="600" height="292" /><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hoy und Woj und der Osten / Und Gundi hilft II</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2019/07/22/hoy-und-woj-und-der-osten-und-gundi-hilft-ii/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jul 2019 14:43:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hoy und Woy und Gundis Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[
…
„Wo sind wir, Brigadier Hoy?“
„Da wo einst Kultur in die W&#252;ste geschaufelt wurde, hier unter anderem begann es in HOYerswerda aka WOJerecy!“
„Eulen nach Sachsen tragen?“
„Quatsch, das w&#228;re das Gegenteil davon, Towaris Woj! Hier lagen vor sechzig Jahren abertausende gerodete Kiefern auf unschuldigem Sand rum. Unter der Heide da aber lauerte die braune Kohl&#8217;. Erinnern wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-10365" title="hoywoy03" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/07/hoywoy03.jpg" alt="hoywoy03" width="515" height="243" /></strong></p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p>„Wo sind wir, Brigadier Hoy?“</p>
<p>„Da wo einst Kultur in die W&#252;ste geschaufelt wurde, hier unter anderem begann es in HOYerswerda aka WOJerecy!“</p>
<p>„Eulen nach Sachsen tragen?“</p>
<p>„Quatsch, das w&#228;re das Gegenteil davon, <a href="http://www.dolnoserbski.de/dnw/" target="_blank"><strong>Towaris Woj!</strong></a> Hier lagen vor sechzig Jahren abertausende gerodete Kiefern auf unschuldigem Sand rum. Unter der Heide da aber lauerte die braune Kohl&#8217;. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j3-OzwzHd-E" target="_blank"><strong>Erinnern wir uns!</strong></a>“</p>
<p>„Und immer liegt sie noch rum?“</p>
<p>„In Massen. Damals war hier Wilder Westen. Goldgr&#228;berstimmung. Recht r&#252;pelhaft, was man so liest! Zehn Jahre sp&#228;ter dann aber &#252;ber zwanzigtausend Neulinge in Neustadt. In Platten ohne Platten, also Neubauten, hochgestampft, aber weitgehend vergn&#252;gungsfrei.“</p>
<p>„Iss doof, man kann ja nicht nur arbeiten, essen und schlafen! Oder?“</p>
<p>„So ist es. <a href="https://www.brigittereimann.de/biographie_hoywoy.php" target="_blank"><strong>Eine junge Schriftstellerin</strong></a>, die &#252;ber den Bitterfelder Weg &#8211; das war so’ne eigentlich richtig gehoffte, aber leider nur verordnete Wanderroute von Kleinb&#252;rgerlichkeitsstadt in Richtung Proletariatshausen &#8211; hier landete und vehement focht f&#252;r Orte der kulturellen Begegnung in Neustadt, indem sie die Sturk&#246;pfe, deren Partei<a href="https://www.youtube.com/watch?v=o3lPgwUUtHU" target="_blank"><strong> immer recht</strong></a> hatte, mit einer lauten Eingabe irritierte!“</p>
<p>„Jugendclub, ok! Aber Ossi? Hie&#223;en die schon damals so? Ich dachte, dat iss eine Begrifflichkeit von neueren Datums.“</p>
<p>„&#196;lter! ‚Wie der Stahl geh&#228;rtet wurde’. Der Schriftsteller. Mu&#223;ten alle lesen! Damals!“</p>
<p>„Ach genau … der Dings … <em>(kleines Apart)</em> <em>Herr Ernst Albert, k&#246;nnen Sie mal googeln, oder es vielleicht sogar wissen tun?</em> … Ha, genau, Nikolai Ostrowski! <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wie_der_Stahl_geh%C3%A4rtet_wurde" target="_blank"><strong>Standardwerk!</strong></a> Subbotnik! Aber wieso OSSI?“</p>
<p>„Die standen damals auf Abk&#252;rzungen. KPKK. GO. BPKK. MfS. IMS. NSW. ETC. ZK. zB. OK? WK eins bis zehn! Also auch OSSI!”</p>
<p>“Das erkl&#228;ren wir jetzt aber nicht, Brigadier Hoy?“</p>
<p>„Sp&#228;ter mal. Mit Gundis Hilfe!“</p>
<p>„Da. Die Tafel. Da hinten. Sehen Sie? Der Ernst Albert macht das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=nXJkD6US9kk" target="_blank"><strong>V&#246;gelchen</strong></a>. Fr&#246;hlich sein und gucken,  Brigader ABM <em>(&#228;hem: Brigadier Archi B&#228;r Mahler!)</em> Dort ging es los mit der Brigade Kohlest&#252;ck!“</p>
<p>„Quatsch: Brigade Feuerstein, Towaris BWK<em> (&#228;hem: Genosse Budnikowski Woj Kuno.)</em>“</p>
<p>„Ein Feuerstein ist ein Kohlest&#252;ck. Begrifflich.“</p>
<p>„Was Sie nicht alles wissen!“</p>
<p>„Ja som juzo stary wuchac. Man liest, was man kann, wenn die Fremde ruft.“</p>
<p>„Heute gef&#228;llt mir diese Stadt! <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Op0MtvagKec" target="_blank"><strong>B&#252;rger machen es selbst!</strong></a> Die Kultur!“</p>
<p style="text-align: center"><strong>…</strong></p>
<p style="text-align: center"><img class="alignnone size-full wp-image-10366" title="hoywoy04" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2019/07/hoywoy04.jpg" alt="hoywoy04" width="515" height="256" /></p>
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