<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Archibald schaut Welt &#187; Planetenwellen</title>
	<atom:link href="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/category/planetenwellen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net</link>
	<description>Vom Bären vom Brandplatz</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 Jul 2025 10:13:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Wer von Winden dichtet, wird den Storm lesen</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/09/wer-vom-wind-dichtet-wird-storm-lesen/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/09/wer-vom-wind-dichtet-wird-storm-lesen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 May 2017 19:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Planetenwellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=9560</guid>
		<description><![CDATA[
Noch wippt Archibald Mahlers Sch&#228;del im Rhythmus der gestrigen Reime, noch leckt die Zunge an den Buchstaben, die er gestern ausgehirnt, noch winden sich Nachwinde aus dem B&#228;renp&#246;ter, noch widerk&#228;ut das interne Lektorat und ist bereit aufzusto&#223;en, als in der Fr&#252;h um f&#252;nf (MORGENS IN DER FR&#220;HE GEGEN ODER VOR F&#220;NF!!!!!) ein Aufrechtgeher sich vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-9561" title="PlanetWaves06" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2017/05/PlanetWaves06.jpg" alt="PlanetWaves06" width="515" height="247" /></p>
<p>Noch wippt Archibald Mahlers Sch&#228;del im Rhythmus der gestrigen Reime, noch leckt die Zunge an den Buchstaben, die er gestern ausgehirnt, noch winden sich Nachwinde aus dem B&#228;renp&#246;ter, noch widerk&#228;ut das interne Lektorat und ist bereit aufzusto&#223;en, als in der Fr&#252;h um f&#252;nf (MORGENS IN DER FR&#220;HE GEGEN ODER VOR F&#220;NF!!!!!) ein Aufrechtgeher sich vor dem B&#228;ren aufbaut und fordert. Deckenlicht br&#252;llt Mahlers m&#252;de Augen an. Die Forderung? Der B&#228;r m&#246;ge aus seinem Windschatten hervor treten, die Labberwinde Labberwinde sein lassen und seine hochsensible B&#228;rennase halten in den wahren echten richtigen salzhaltigen w&#252;sten unerm&#252;dlichen unnachgiebigen nordischen Seewind. Ja hat man denn einen an der selbstgerechten Aufrechtgeherwaffel? Hier denkt ein B&#228;r nach langer Ruhezeit nach in Frieden und nun? Beim Aufrechtgeher handelt es sich um den Ehrenwerten Ernst Albert, der momentan offenbar nicht in der Lage ist dieser Tage  lange Diskussionen zu f&#252;hren, sei es der Uhrzeit geschuldet oder den enggestrickten Terminpl&#228;nen oder einer generell latent misanthropischen Grundstimmung. Kurz: die Nordsee rufe. Der Blanke Hans. Und das laut und st&#252;rmisch. Vor allem aber: ein Schiff erwarte sie vor den Toren Husums. Und nach der erfolgreichen Querung des Wassers: der Schimmelreiter. Was soll da ein B&#228;r entgegnen? Moin? Moin! Und Tsch&#252;&#252;h&#252;&#252;s mit siebenundzwanzig gesungenen &#220;’s!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/09/wer-vom-wind-dichtet-wird-storm-lesen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im Wind / Keine Fragen / Keine Antwort / Wind</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/08/im-wind-keine-fragen-keine-antwort-im-wind/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/08/im-wind-keine-fragen-keine-antwort-im-wind/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 15:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Planetenwellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=9540</guid>
		<description><![CDATA[
Als mir Beine gewachsen waren griff mir der Wind unters Herz
Schritt f&#252;r Schritt begann ich mich durch die Kleine H&#228;&#223;liche Stadt zu arbeiten
Weil ich nicht mehr lag zerrissen herum war sie eine Andere
Geworden regenna&#223; Spuren suchend der B&#228;r auf dem Weg nach oben
Begierig einsaugend Buchstaben um diese wieder in n&#228;chste Winkel zu kotzen
Mannigfaltig die Schmerzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-9541" title="PlanetWaves05" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2017/05/PlanetWaves05.jpg" alt="PlanetWaves05" width="515" height="244" /></p>
<p>Als mir Beine gewachsen waren griff mir der Wind unters Herz</p>
<p>Schritt f&#252;r Schritt begann ich mich durch die Kleine H&#228;&#223;liche Stadt zu arbeiten</p>
<p>Weil ich nicht mehr lag zerrissen herum war sie eine Andere</p>
<p>Geworden regenna&#223; Spuren suchend der B&#228;r auf dem Weg nach oben</p>
<p>Begierig einsaugend Buchstaben um diese wieder in n&#228;chste Winkel zu kotzen</p>
<p>Mannigfaltig die Schmerzen voller Geister Phantome das Weh und Weia</p>
<p>Wie unter Wasser immer wieder Tr&#228;ume vom Erwachen und Ertrinken</p>
<p>Die Lungenfl&#252;gel quetschen sich zusammen schwere Brust der Atemsto&#223; lautlos</p>
<p>Der Kopf schie&#223;t durch die Oberfl&#228;che Atemsto&#223; und ein  leiser Schrei geseufzt</p>
<p>In Taschen Koffern T&#252;ten begann ich zu reisen getragen geschleppt</p>
<p>Man setzte mich auf Steine B&#228;nke Bordsteinkanten Z&#228;une</p>
<p>In W&#228;lder Wiesen M&#252;lltonnen auf Schrottautos Schw&#228;ne in Weinst&#246;cke</p>
<p>Auf Goethes Scho&#223; an Schillers Denkmal thronend auf H&#246;lderlins Grab</p>
<p>In Ilmenau Weimar Innsbruck Konstanz Freiburg T&#252;bingen</p>
<p>Schaute ich auf T&#252;mpel B&#228;chle Teiche Seen Fl&#252;&#223;e Wasser</p>
<p>Dort wo am H&#246;rnle Land endet oder beginnt</p>
<p>Blickte ich auf vier L&#228;nder h&#246;rte unz&#228;hlige Sprachen und</p>
<p>Sah Berge glitzern im F&#246;hn</p>
<p>Blickte hinter Kaltbrunn in die w&#228;ssrigen Augen eines B&#228;ren</p>
<p>Lernte auf der Insel Reichenau erfolgslos das Gesch&#228;ft der Fischerei</p>
<p>Badisches Babylon und Tage sp&#228;ter rasend der Inn zu meinen F&#252;&#223;en</p>
<p>Klammerte ich mich ans Gel&#228;nder des schwankenden Stegs</p>
<p>Und betete da&#223; Ernst Albert heute mit Vernunft</p>
<p>Das Fell gesch&#252;ttelt von Wind und verschlammt der P&#246;ter kalt</p>
<p>Im Hotelzimmer tanzten Nagelb&#252;rsten und schlechtes Gewissen</p>
<p>In Dornbirn kalter Junimond feucht drau&#223;en ich und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KSPPXh-e3QY"><strong>drinnen sang</strong></a> Bob Dylan</p>
<p>Tage sp&#228;ter gesch&#252;ttelt von Fieber und Frost in vertrauter H&#246;hle</p>
<p>Neben mir der geheimnisvolle Fieberthermometerhalter hielt besorgte Wache</p>
<p>In der K&#252;che schimpft die Pelagia und Albert trunken kichert</p>
<p>Im Wahn phantasiert herbei die Weinberge des Tunibergs in wilden Farben</p>
<p>Und ich singe vom M&#228;dchen am Firmament das glitzert wie ein Diamant oh John</p>
<p>Spargel spie&#223;te meine wirren Gedanken auf und ich Kratzete mich am P&#246;ter</p>
<p>Gesundet mit dem neuen Gef&#228;hrten in den W&#228;ldern</p>
<p>Walden revisited am Fu&#223;e des Schiffenbergs</p>
<p>Und feierte meine Einsamkeit welche angenehmer zu zweit</p>
<p>Und schrieb Bemerkungen in den Wind dergestalt</p>
<p>Da&#223; im Freund immer auch der Feind zu respektieren sei</p>
<p>Man n&#228;here sich dem Freund doch niemals laufe man zu ihm &#252;ber</p>
<p>Und ich begann langsam die eigenen Worte zu finden</p>
<p>In Brombeerb&#252;schen get&#246;teten Lachsen n&#228;chtlichen Himmeln und Honigt&#246;pfen</p>
<p>In der Kleinen H&#228;&#223;lichen Stadt in Mittelhessen</p>
<p>Auf beiden Beinen aufrecht</p>
<p>Stehend</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/08/im-wind-keine-fragen-keine-antwort-im-wind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lebenserhaltenden Moment an das Leben zur&#252;ck</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/05/einen-lebenserhaltenden-moment-dem-leben-zurueck/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/05/einen-lebenserhaltenden-moment-dem-leben-zurueck/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 May 2017 14:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Planetenwellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=9529</guid>
		<description><![CDATA[
Mahler versucht sich zu erinnern.
Die Frau? Sie hielt sich nicht die Ohren zu. Aber lange Geschichten, die ihr Kerle erz&#228;hlen wollten, das kannte sie zur Gen&#252;ge. Sie hatte einen Vater und einen Bruder und Schwestern auf der Suche. Das reicht erstmal. Die Frau stellte eine Frage. Wie denn bitte der einbeinige B&#228;r da hinaus wolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-9530" title="PlanetWaves04" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2017/05/PlanetWaves04.jpg" alt="PlanetWaves04" width="515" height="235" /></p>
<p>Mahler versucht sich zu erinnern.</p>
<p>Die Frau? Sie hielt sich nicht die Ohren zu. Aber lange Geschichten, die ihr Kerle erz&#228;hlen wollten, das kannte sie zur Gen&#252;ge. Sie hatte einen Vater und einen Bruder und Schwestern auf der Suche. Das reicht erstmal. Die Frau stellte eine Frage. Wie denn bitte der einbeinige B&#228;r da hinaus wolle in die von ihm zu besingende Welt? Auf Kr&#252;cken, B&#228;renkr&#252;cken? H&#252;pfend Mitleid erheischend? Verspottet in Pf&#252;tzen liegend? Verlacht vom Bordstein gekippt? Au&#223;erhalb des eigenen Gleichgewichts? Archibald Mahler pustete sich zustimmend etwas Staub vom Silberr&#252;cken. W&#228;re er ein Jungb&#228;r, wohl wissend, da&#223; er gar nicht wei&#223;, wie alt er tats&#228;chlich, also w&#228;re dann, dann h&#228;tte er gemurmelt: „Da geht noch was!“ M&#246;glicherweise hat er sogar tats&#228;chlich etwas derartiges gemurmelt. Dann mu&#223;te die Frau gehen. Sie sagte, sie habe auf einem Familiengeburtstag noch geheimdienstliche Verpflichtungen  zu erf&#252;llen. Archibald Mahler bekniete den eben doch noch und wieder einsamen Mann diese Frau baldigst wieder zu kontaktieren, auch auf die Gefahr hin, jetzt die Mafia im Nest sitzen zu haben. Die Frau war erstmal weg und der Ehrenwerte Ernst Albert und Archibald Mahler legten sich schlafen. Wenn die Nacht nicht existierte, schenkt man sich den folgenden Tag. Und l&#252;ften k&#246;nnte man auch mal wieder. Sp&#228;ter! Eine Woche verstrich. Hysterische Hitze, Fahnengesichter, Zettel im Socken des Torh&#252;ters, Argentinien heult, hitzige Hysterie, Italien spielt nicht mit, Ballack weint. Euphorie in Stuttgart. Die Frau steht vor Mahler. Nadel und Faden in der Hand&#8230;..</p>
<p>Mahler legt das Buch zur Seite. Er erinnert sich. Jedoch der Eingriff und die Tage danach bleiben beharrlich im Schatten. Das Abbe Bein war dran. Ist dran. Bleibt dran. Vor dem Fenster bl&#228;st ein Wind. Hoffentlich von S&#252;den. Ein neues Gedicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/05/einen-lebenserhaltenden-moment-dem-leben-zurueck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>In diesem gestohlenen Moment mein Leben</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/03/in-diesem-gestohlenen-moment-mein-langes-leben/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/03/in-diesem-gestohlenen-moment-mein-langes-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 May 2017 07:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Planetenwellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=9515</guid>
		<description><![CDATA[
Der Brandplatz liegt zu F&#252;&#223;en eines alten Schlosses
Am s&#252;dlichen Ende wachsen hinter rostigen Gittern Gingko und Rhododendren
Ich wurde da gefunden, mein Abbes Bein lag neben  mir
Zusammengen&#228;ht wurde ich an den R&#228;ndern des Th&#252;ringer Waldes
Liegengelassen dort in Sonneberg als Mauern fielen
Aufgenommen von einem verlassenen Mann tief im Osten
Gepflegt und gehegt und aufgebaut zwischen alten B&#252;chern
Sp&#228;ter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-9516" title="PlanetWaves03" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2017/05/PlanetWaves03.jpg" alt="PlanetWaves03" width="515" height="197" /></p>
<p>Der Brandplatz liegt zu F&#252;&#223;en eines alten Schlosses</p>
<p>Am s&#252;dlichen Ende wachsen hinter rostigen Gittern Gingko und Rhododendren</p>
<p>Ich wurde da gefunden, mein Abbes Bein lag neben  mir</p>
<p>Zusammengen&#228;ht wurde ich an den R&#228;ndern des Th&#252;ringer Waldes</p>
<p>Liegengelassen dort in Sonneberg als Mauern fielen</p>
<p>Aufgenommen von einem verlassenen Mann tief im Osten</p>
<p>Gepflegt und gehegt und aufgebaut zwischen alten B&#252;chern</p>
<p>Sp&#228;ter eingepackt und gereist ohne Fahrkarte nach Mittelhessen</p>
<p>&#220;ber mich tobte ein vers&#246;hnungsloser Streit hinweg und ich lag zerrissen eine ganze Nacht, falls ich mich erinnere</p>
<p>In der Fr&#252;he umrundete meine Reste kreischend die M&#252;llabfuhr</p>
<p>Gie&#223;en ist ein Drecksloch schon immer gewesen</p>
<p>Gie&#223;en wurde erbaut in einer sumpfigen Mulde, faulig stinkende Abwasserkan&#228;le sind seine Adern</p>
<p>Gie&#223;en ist die hohle Mittelm&#228;&#223;igkeit in allem, wie ein Dichter die Stadt preist und kein Friede in den H&#252;tten</p>
<p>Gie&#223;en besitzt einen Musentempel, das D&#246;nerdreieck, Suppenw&#252;rfel und  Minderwertigkeitskomplexe</p>
<p>Es ist ungeheuer schwer das die Siedlung durchflie&#223;ende Gew&#228;sser zu finden, jedoch es existiert</p>
<p>An den Ufern der Lahn stehen Menschen von Freundlichkeit wie auch in etlichen H&#228;usern und Stra&#223;en spricht man miteinander</p>
<p>Ich lag auf dem Brandplatz, entzwei, wurde aufgehoben, geschleppt in eine Kneipe, sp&#228;ter in eine Wohnung getragen</p>
<p>Unter einem kleinen Tisch sa&#223; ich neben dem Bett eines einsamen Mannes</p>
<p>Mein Abbes Bein lehnte an meinem Torso und die Wartezeit staubte mich ein, der Silberr&#252;cken unfreiwillig</p>
<p>&#220;ber traurige Tage hin&#252;ber und viele laute N&#228;chte lang h&#246;rte ich Lieder, immer wieder, immer wieder und neu</p>
<p>Ich h&#246;rte den S&#228;nger n&#228;seln, kr&#228;chzen, raunen, zwirbeln tausend Reime &#252;ber und von der Welt</p>
<p>Von Geistern, und der Liebe, und der Einsamkeit, und dem Tod, den Vergeblichkeiten</p>
<p>D&#252;ster, laut, krakelig, fremd und so nah, Ges&#228;nge von den ewigen alten Zeiten im Jetzt, welches eben</p>
<p>Zigarettenrauch r&#246;tete meine Augen</p>
<p>Gelegentlich sa&#223; ich  auf dem Tisch, neben mir ein kleiner Band, dicht beschrieben mit Haikus</p>
<p>Ich lernte an den Buchstaben zu riechen und die Buchstaben begannen zu sprechen</p>
<p>Ich hie&#223; sie willkommen</p>
<p>In meinen Tr&#228;umen ritt ich hungrig und einbeinig auf einem mit Preiselbeeren gef&#252;llten Lachs den Honigflu&#223; hinauf bis zur Quelle</p>
<p>Ich plante dort den Staub von meinem Fell zu waschen, mein verlassenes Herz niederzulegen und Lieder voller Haikus zu kr&#228;chzen</p>
<p>In jenem hei&#223;en Sommer, als sich die Menschen Fahnen ins Gesicht malten, f&#252;hrte der einsame Mann, der neben meinem Tisch schlief, eine Frau nach Hause</p>
<p>Als die Frau mich erblickte, fragte sie den bald nicht mehr einsamen Mann nach meiner Geschichte …</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/03/in-diesem-gestohlenen-moment-mein-langes-leben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Den Planeten einordnen oder ihn liegenlassen</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/01/den-planeten-einordnen-oder-liegenlassen/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/01/den-planeten-einordnen-oder-liegenlassen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 May 2017 15:16:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Planetenwellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=9505</guid>
		<description><![CDATA[
… und liest, riecht, schnuppert Buchstaben. Ein Langgedicht ist das. Dies Wissen hat Archibald Mahler eingesogen, obwohl er das Schlaumeiernachwort noch gar nicht erreicht hatte. Andererseits ben&#246;tigt auch ein B&#228;r Schlaumeiernachworte, um dann noch schlaumeierhafter  so zu tun, als sei man selber auf keinem Fall ein selbiger Vogel. Mahler ist – wenn &#252;berhaupt – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-9506" title="PlanetWaves02" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2017/05/PlanetWaves02.jpg" alt="PlanetWaves02" width="515" height="249" /></p>
<p>… und liest, riecht, schnuppert Buchstaben. Ein Langgedicht ist das. Dies Wissen hat Archibald Mahler eingesogen, obwohl er das Schlaumeiernachwort noch gar nicht erreicht hatte. Andererseits ben&#246;tigt auch ein B&#228;r Schlaumeiernachworte, um dann noch schlaumeierhafter  so zu tun, als sei man selber auf keinem Fall ein selbiger Vogel. Mahler ist – wenn &#252;berhaupt – Schlaub&#228;r und denkt an seine alte Erfindung namens Gedankenschrank und es f&#228;hrt durch das m&#252;de Geraffel der Gedanke, ob man fortan vielleicht mehr liegen lasse, einfach rum. Und doch schiebt sich ihm ein Vorwort vor die eigene Nase. Vorsichtig vor sich hin und her. Vorworte mag ja &#252;berhaupt niemand h&#246;ren. Die sind ja noch schlaumeierhaftender. Am trockenen Gaumen klebend. Da nage man lieber an der eigenen Kralle. Man hat ja zu tun. Archibald Mahler &#252;berlegt, ob er heraus zum ersten Mai, jetzt da er wach ist. Aber kaum gelingt es ihm aus sich selber herauszublicken. Es regnet. Endlich? Oder schon seit Wochen? Woher soll er dies wissen? Den Titel des langen Gedichts mag er. Bedingt. Original? „My Life in a Stolen Moment“. &#220;bersetzt? „Mein Leben in einem gestohlenen Moment“. Gut, sein geborgtes Leben lebend, hat er sich immer noch nicht entschieden, woher er in sein Leben trat. Wyoming oder Kamschatka? Also ist er sich seiner Muttersprache nicht gewi&#223; und ob er englisch? Und mu&#223; man als &#220;bersetzer nicht etwa dem Satz nach Moment ein „erz&#228;hlt“ anh&#228;ngen? Es gar nicht hinschreiben, eventuell aber denken? Scheint sinnf&#228;llig. Oder das Leben ist &#8211; moment &#8211; nur gestohlen? Was ist die Aufgabe? Erstmal ausgiebiges Fr&#252;hst&#252;ck. Erledigt. Dann die Faust erheben? Ach, Regen und K&#228;lte. Kurz mal raus aus dem Fell? Ab morgen Reime finden. Ernst Albert bindet sich derweil die Schuhriemen. Erstaunlich gr&#252;n ist es vor dem Fenster. Als habe man nichts verpa&#223;t. Archibald Mahler stiehlt sich einen Moment und f&#252;gt ihn seinem wiedererwachten Leben hinzu. Die T&#252;re schlie&#223;t sich. Ohne ihn. B&#228;r bleibt im Trockenen. Es war einmal in Brandplatz &#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/05/01/den-planeten-einordnen-oder-liegenlassen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Planetenwellen / Erwachen und ein neues Buch</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/04/29/planetenwellen-erwachen-und-das-buch/</link>
		<comments>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/04/29/planetenwellen-erwachen-und-das-buch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2017 14:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Planetenwellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/?p=9493</guid>
		<description><![CDATA[
Archibald Mahler war erwacht. Die Nacht, lang war diese gewesen. Wann und wo hatte er sie betreten? Keine Erinnerung klopfte an. Einen Blick in sich geworfen und er offenbart ein schwarzes Loch. Saugger&#228;usche durchhuschen die noch schlafenden Eingeweide. In den Ohren rauscht ein vergessenes Meer. Mondsichel klingt nach und dann, sie scheppert. Es ist Mahler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-9496" title="PlanetWaves01" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2017/04/PlanetWaves01.jpg" alt="PlanetWaves01" width="515" height="211" /></p>
<p>Archibald Mahler war erwacht. Die Nacht, lang war diese gewesen. Wann und wo hatte er sie betreten? Keine Erinnerung klopfte an. Einen Blick in sich geworfen und er offenbart ein schwarzes Loch. Saugger&#228;usche durchhuschen die noch schlafenden Eingeweide. In den Ohren rauscht ein vergessenes Meer. Mondsichel klingt nach und dann, sie scheppert. Es ist Mahler als sei er in den letzten langen Wochen und Monaten einmal quer durch sich hindurchgewandert. Er blickt an sich herab und meint zu sehen, da&#223; sich sein abbes Bein wieder vom Leib getrennt hat und herumliegt, orientierungslos. Einfach und so. Jedoch kein vernehmbarer Schmerz. Wo ist Budnikowski? Der kommende Tag lehnt noch etwas unentschlossen am Rande der endenden Finsternis. Ein G&#228;hnen. Der Kopf ruckelt. Archibald Mahler versucht seine Augen zu schlie&#223;en. Nichts bewegt sich. Dann summt der B&#228;r. Vor sich und hin. Eine fremde Sprache. Diese Worte umschwirrten seinen Schlaf, nachtmahrig und einlullend zugleich. Sein Zunge rauh, der Gaumen von Enge trocken. Gerne w&#252;rde er diese in Honig baden. Doch nichts weiterhin. Schwer hockt der B&#228;renp&#246;ter auf der klug und dezent erwachenden Welt. „If I cant please everybody, I might as well not please anybody at all.“ Genau. Oder? Das Folgende denkt der B&#228;r in Klammern: (there’s but so many people an I just cant please them all). Aha, da liegt ein Buch. Der Ehrenwerte Ernst Albert lie&#223; es liegen. „Nun, dann stelle ich mich der Aufforderung!“ Als der B&#228;r sich nach so langer Zeit wieder sprechen h&#246;rt, atmet er aus. Kalter Dunst wolkt vor seinem Gesicht. Frostige N&#228;chte immer noch in der Welt. Doch der B&#228;r mag dieses Kribbeln, welches &#252;bers noch schlafwarme Fell huscht. B&#228;r schl&#228;gt das Buch auf&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2017/04/29/planetenwellen-erwachen-und-das-buch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
