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	<title>Archibald schaut Welt &#187; Praha</title>
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	<description>Vom Bären vom Brandplatz</description>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 10</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2012 20:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Mahler, wer bitte ist das linker Hand meiner?“
„Budnikowski, rechts meines P&#246;ters ist es arschkalt!“
„Das Ding &#228;hnelt mir!“
„Kann ich leider nichts daf&#252;r!“
„Bl&#246;db&#228;r!“
„Das Ding ist weiser!“
„Wei&#223;er wollten Sie sagen!“
„Weia! Rechtsprechfehler! Verzeihung!“
„Und Sie machen jetzt ernst?“
„Faktoren, Budnikowski, Faktoren! Der Sturm der letzten Nacht! Das ganze gefallene Laubzeugs, welches uns umgibt!“
„Lorbeerkr&#228;nze sind es nicht. Das sehe ich wohl!“
„Ich sp&#252;re [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-6034" title="praha_schneemann" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_schneemann.jpg" alt="praha_schneemann" width="515" height="229" /></p>
<p>„Mahler, wer bitte ist das linker Hand meiner?“</p>
<p>„Budnikowski, rechts meines P&#246;ters ist es arschkalt!“</p>
<p>„Das Ding &#228;hnelt mir!“</p>
<p>„Kann ich leider nichts daf&#252;r!“</p>
<p>„Bl&#246;db&#228;r!“</p>
<p>„Das Ding ist weiser!“</p>
<p>„Wei&#223;er wollten Sie sagen!“</p>
<p>„Weia! Rechtsprechfehler! Verzeihung!“</p>
<p>„Und Sie machen jetzt ernst?“</p>
<p>„Faktoren, Budnikowski, Faktoren! Der Sturm der letzten Nacht! Das ganze gefallene Laubzeugs, welches uns umgibt!“</p>
<p>„Lorbeerkr&#228;nze sind es nicht. Das sehe ich wohl!“</p>
<p>„Ich sp&#252;re Ihre Widerworte, bevor Sie von Ihnen auch nur angedacht!“</p>
<p>„Das Jahr ist l&#228;nger als Ihr kurzer Mut!“</p>
<p>„Es sind meine Gene, die mich ausbremsen!“</p>
<p>„Die Grenzen und Datumslinien variieren von Kult zu Religion zu Nation und wieder zur&#252;ck, mein Herr.“</p>
<p>„Mu&#223; ich mein Bed&#252;rfnis diskutieren?“</p>
<p>„Wenn ich Ihnen ein Schlaflied singe, kommen Sie mit mir noch kurz runter an die Moldau?“</p>
<p>„Budnikowski, ich bewundere Ihre Ausdauer!“</p>
<p>„Mahler! Ich w&#228;re gerne mal wieder so wei&#223; wie ein Schneemann!“</p>
<p>„Der Schneemann kommt nicht mit an die Moldau!“</p>
<p>„In Ordnung. Kompromi&#223;?“</p>
<p>„Los jetzt!“</p>
<p><em>(Minuten sp&#228;ter. Quasi um die Ecke: am Ufer der Moldau.)</em></p>
<p>„Budnikowski?“</p>
<p>„Ja?“</p>
<p>„Sehr sch&#246;n hier!“</p>
<p>„Gell!“</p>
<p>„Budnikowski!“</p>
<p>„Ja?“</p>
<p>„Sie tricksen mich nicht aus!“</p>
<p>„Warum?“</p>
<p>„Her mit den Gute – Nacht – Lied!“</p>
<p><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PvE82cyV0ms" target="_blank">„Bitte!“</a></strong></p>
<p>„Hase!“</p>
<p>„B&#228;r!“</p>
<p>„Was noch?“</p>
<p>„Schlafen Sie gut!“</p>
<p>„Budnikowski?“</p>
<p>„Sieh einer an!“</p>
<p>„Nur eine kurze Anmerkung! Der Herr Kafka hatte auch so einen Hut auf dem Kopf wie der S&#228;nger des Gute &#8211; Nacht &#8211; Lieds!“</p>
<p>„Beruhigt Sie das?“</p>
<p>„Vielleicht!“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6035" title="praha_moldau1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_moldau1.jpg" alt="praha_moldau1" width="515" height="228" /></p>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 9</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 14:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Und, Mahler? M&#252;de?“
„Becherovka ist ein geiles Zeugs! Und der Bildschirm ist schwarz!“
„Springt der noch einmal an dieses Jahr?“
„Kaum, Budnikowski! Die letzte Reisetasche ist gepackt“
„Ich kann Sie verstehen. Erstmalig f&#228;llt mich auch so ein Bed&#252;rfnis nache gediegene Winterpooferei an, h&#246;mma!“
„Sie haben aber auch Meilen gemacht dieses Jahr!“
„Kannse laut verlautbaren. Mittelhessische Waldgebiete. Von Kibris nach Stanbul. Auffe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-6014" title="praha_tv" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_tv.jpg" alt="praha_tv" width="515" height="202" /></p>
<p>„Und, Mahler? M&#252;de?“</p>
<p>„Becherovka ist ein geiles Zeugs! Und der Bildschirm ist schwarz!“</p>
<p>„Springt der noch einmal an dieses Jahr?“</p>
<p>„Kaum, Budnikowski! Die letzte Reisetasche ist gepackt“</p>
<p>„Ich kann Sie verstehen. Erstmalig f&#228;llt mich auch so ein Bed&#252;rfnis nache gediegene Winterpooferei an, h&#246;mma!“</p>
<p>„Sie haben aber auch Meilen gemacht dieses Jahr!“</p>
<p>„Kannse laut verlautbaren. Mittelhessische Waldgebiete. Von Kibris nach Stanbul. Auffe Flucht vorre Obrigkeiten hinein innet Heckerland. Kur und Frieden innem philosophischen Forst. Besser auf gen Polska! (erst ma spoatlich, dann privat.) Un letztlich: Such dem Franz sein Grab in Praha, auch wennet schneien tut.“</p>
<p>„Kompliment! Sehr weise von Ihnen, da&#223; Sie l&#228;nger in Polen nachklappten!“</p>
<p>„Kannse laut sagen. Die zweite Heckerlandreise iss so an meinen sensiblen L&#246;ffels vorbeigerauscht wie die Meistaschaft an die Blauen!“</p>
<p>„Seien Sie dankbar. Unmutige Selbstverliebte allenthalben und nachtragende Schlaueier. Braucht man nicht.“</p>
<p>„Fehlt da nicht wenigstens ein ‚m’?“</p>
<p>„Budnikowski, da fehlt nix.“</p>
<p>„Mahler, grinsen Sie!“</p>
<p>„Wie bitte?“</p>
<p>„Grinsen! Man m&#246;chte unseren Abschied aus dem Jahre Zwozw&#246;llef aufs digitale Bild bannen!“</p>
<p>„Kann ich bitte so gucken wie immer?“</p>
<p>„Wie Sie w&#252;nschen!“</p>
<p>„Wer h&#228;lt uns da eigentlich digital fest?“</p>
<p>„<strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=R2qMQ6KcpPs" target="_blank">Die beste Aufrechtgeherin der Welt</a></strong>, lieber Mahler! Gehen wir?“</p>
<p>„Wir k&#246;nnen nicht, verehrter Budnikowski!“</p>
<p>„Warum?“</p>
<p>„Wir warten auf Dvorak!“</p>
<p>„Aber der ist doch auch schon lange…“</p>
<p>„Pst! <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=CQmsesSde-o" target="_blank">So etwas stirbt nicht!</a></strong>“</p>
<p>„Mahler! Magie! Mystische Prager Magie!“</p>
<p>„Widmen Sie bitte Ihre langen L&#246;ffel dem Herrn Dvorak!“</p>
<p>„Da, der Bildschirm lebt!“</p>
<p>„Eine Dame eben ist erschienen!“</p>
<p>„Nein, die Zahl! Rechts oben in der Bildschirmecke!“</p>
<p>„Sieh einer an! Das n&#228;chste Jahr klopft an!“</p>
<p>„Magie eben, Herr Mahler!“</p>
<p>„Zufall doch, Herr von Lippstadt &#8211; Budnikowski!“</p>
<p>„B&#228;r!“</p>
<p>„Hase!“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6015" title="praha_spiegel" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_spiegel.jpg" alt="praha_spiegel" width="515" height="193" /></p>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 8</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2012 19:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Also, Mahler, so geht das nicht!“
„Was wollen Sie denn noch, Budnikowski? Wir sitzen in einem Hotelzimmer und ich bin jetzt m&#252;de, schrecklich m&#252;de gemacht vom vergangenen Jahr! Halten Sie also bitte den Rand!“
„Aber die verdammte Heizung funktioniert nicht richtig und drau&#223;en ist Frost!“
„Schlafen Sie und die W&#228;rme kommt!“
„Wir wollten doch noch, Mahler! Haben Sie es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-6006" title="praha_hotel1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_hotel1.jpg" alt="praha_hotel1" width="515" height="205" /></p>
<p>„Also, Mahler, so geht das nicht!“</p>
<p>„Was wollen Sie denn noch, Budnikowski? Wir sitzen in einem Hotelzimmer und ich bin jetzt m&#252;de, schrecklich m&#252;de gemacht vom vergangenen Jahr! Halten Sie also bitte den Rand!“</p>
<p>„Aber die verdammte Heizung funktioniert nicht richtig und drau&#223;en ist Frost!“</p>
<p>„Schlafen Sie und die W&#228;rme kommt!“</p>
<p>„Wir wollten doch noch, Mahler! Haben Sie es vergessen?“</p>
<p>„Ach, lassen Sie, Budnikowski. Noch jemand, der sich &#252;ber Kafka und die schrecklichen V&#228;ter und V&#228;terv&#228;ter und Verfolger verspritzt. Brauchen wir das? <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rPFGWVKXxm0" target="_blank">Verh&#228;ngnis und D&#252;sterei?</a></strong> Lassen Sie uns tanzen! Schauen Sie in die Minibar!“</p>
<p>„Zwei kleine Flaschen namens Becherovka!“</p>
<p>„Her damit! Na zdravi, alter L&#246;ffler!“</p>
<p>„Hau wech, B&#228;r!“</p>
<p>„Das reicht mir aber nicht!“</p>
<p>„Sieh einer an! Wollten Sie nicht schon im Schlafe, Herr Mahler?“</p>
<p>„Da ist ein Telefon! Sie sind dran! Zimmerservice!“</p>
<p>„Gro&#223;e Flasche Becherovka?“</p>
<p>„Gro&#223;e Flasche Becherovka!“</p>
<p>„Hallo Zimmerservice! Gro&#223;e Flasche Becherovka auf das ungeheizte Zimmer!“</p>
<p><em>(Wenig Zeit vergangen. Flasche da. Hirne schwanken rum in Praha und auch die Gedanken cognac.)</em></p>
<p>„Einundvierzig ist jung f&#252;r das Grab, Mahler! Oder?“</p>
<p>„Es soll auch solche geben, die w&#228;ren froh &#252;ber diese Anzahl von Jahren.“</p>
<p>„Die einen sagen, die Welt habe nur auf sie gewartet!“</p>
<p>„Die anderen denken!“</p>
<p>„Wie?“</p>
<p>„So war es nicht gemeint, Budnikowski. Andere denken, die Welt ist nur als Widerspruch zur Seele eines Menschen m&#246;glich.“</p>
<p>„Das leidende Individuum obsolet?“</p>
<p>„Wenn der K&#246;rper blutet, nicht!“</p>
<p>„Seele als Chim&#228;re oder das Licht kommt sowieso von oben?“</p>
<p>„Gerade kommt es von unten, Budnikowski!“</p>
<p>„Hei&#223;er P&#246;ter. Das Ende des Tages ist nah, Mahler!“</p>
<p>„Treiben wir uns noch <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=DRot9IjNSso&amp;feature=relmfu" target="_blank">ein bisserl mittern&#228;chtlich</a></strong> rum!“</p>
<p>„Verstehe! Alt werden mit Spa&#223;, Schei&#223;e aussehen und weiterrollen!“</p>
<p>„Genau! Hat der Herr Kafka was verpa&#223;t! Gab es halt noch keinen Rock’n’roll damals!“</p>
<p>„Mahler! Ich krieg Kopfweh!“</p>
<p>&#8220;Sonst h&#228;tten wir ihn nicht!&#8221;</p>
<p>&#8220;Wen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Den Sch&#228;del!&#8221;</p>
<p>&#8220;Verstehe! Tanzen wir?&#8221;</p>
<p>&#8220;Tanzen wir!&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6007" title="praha_becherovka" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_becherovka.jpg" alt="praha_becherovka" width="515" height="216" /></p>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 7</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2012 17:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Da w&#228;ren wir also, Budnikowski!“
„Gut, da&#223; wir uns umgedreht haben! K&#246;nnen Sie die Inschrift entziffern, Mahler?“
„Nein!“
„Aber Sie sind doch weit gereist!“
„Hebr&#228;isch ist die Inschrift, das erkenne ich noch!“
„Spricht der Reisef&#252;hrer?“
„Da spricht er, der Depp!“
„Was spricht er da, Mahler?“
„Er spricht die Inschrift lautet folgenderma&#223;en:
‚Dr. Franz Kafka, 1883 – 1924, Dienstag, Beginn des Monats Siwan 5684. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5998" title="praha_grab_fk2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_grab_fk2.jpg" alt="praha_grab_fk2" width="515" height="214" /></p>
<p>„Da w&#228;ren wir also, Budnikowski!“</p>
<p>„Gut, da&#223; wir uns umgedreht haben! K&#246;nnen Sie die Inschrift entziffern, Mahler?“</p>
<p>„Nein!“</p>
<p>„Aber Sie sind doch weit gereist!“</p>
<p>„Hebr&#228;isch ist die Inschrift, das erkenne ich noch!“</p>
<p>„Spricht der Reisef&#252;hrer?“</p>
<p>„Da spricht er, der Depp!“</p>
<p>„Was spricht er da, Mahler?“</p>
<p>„Er spricht die Inschrift lautet folgenderma&#223;en:</p>
<p style="text-align: center"><em>‚Dr. Franz Kafka, 1883 – 1924, Dienstag, Beginn des Monats Siwan 5684. Der obengenannte, prachtvolle, unverm&#228;hlte Mann, unser Lehrer und Meister Anschel, seligen Andenkens, ist der Sohn des hochverehrten R. Henoch Kafka, sein Licht m&#246;ge leuchten. Der Name seiner Mutter ist Jettl. Seine Seele m&#246;ge eingebunden sein im Bund des Lebens.’ </em></p>
<p>Das steht da und die Namen der Eltern.“</p>
<p>„Mahler, glauben Sie, der Herr K. w&#252;rde diese Inschrift, h&#228;tte man ihn gefragt, gut hei&#223;en?“</p>
<p>„Budnikowski, selbst meine sehr sp&#228;rliche Kenntnis der Texte des Herrn K. lassen mich das stark bezweifeln. Ich glaube, wenn des Nachts die Untoten bewaffnet mit Hammer und Meisel und Farbt&#246;pfen zwischen den Gr&#228;bern korrigierend wandelten, am n&#228;chsten Morgen w&#228;re so mancher Grabstein ein leeres St&#252;ck Stein.“</p>
<p>„Tja, wie sagt man es der Nachwelt?“</p>
<p>„Ich hab mal was gelesen, das gefiel mir sehr!“</p>
<p>„Wohl an!“</p>
<p style="text-align: center"><em>„Dun nit kriesche! Ich han et &#252;vverstande. Han kein Sorge mih un kein Ping.</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Loot mich dr&#246;m in stelle Stunde, su manches Mol noch bei &#252;ch sin.</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Wat ich gedonn en mingem Levve, han ich jedonn f&#252;r &#252;ch.</em></p>
<p style="text-align: center"><em>Wat ich jekunnt, han ich jejovve, als Dank bliet einig unger &#252;ch!“</em></p>
<p>„Das ist K&#246;lsch!“</p>
<p>„Ja, sehen Sie nicht das heutige Datum? M&#252;de bin ich, &#252;berf&#228;llig, Schnee liegt neben meinem P&#246;ter, die Wintergeister wollen mich holen, um mich zur Ruh zu betten und keine H&#246;hle weit und breit, nur Gruft und Urne und Tafeln des Gedenkens.“</p>
<p>„Mahler auf, suchen wir eine Bleibe!“</p>
<p>„Beheizt bitte! Und mit Minibar!“</p>
<p>„Bildschirm?“</p>
<p>„Sicher dat. Und nun vom Grabe des F. K. ein dreifaches Alaaf hinaus in die Welt: Praha Alaaf, Budnikowski Alaaf un..“</p>
<p>„..Mahler Alaaf!“</p>
<p><em>(Man verl&#228;&#223;t den hehren und bedenkenswerten Ort, am Hauptausgang wartet – unterirdisch und dies seit vielen Jahren, bester Herr Dumont &#8211; die Metro A. Verschw&#246;rungstheoretiker k&#246;nnten nun vermuten und &#228;hnlich dem Herrn Franz K., der eine Art von Generalvertreter dieser Gattung. Aber dar&#252;ber wollen die Herren M. und B. erst sprechen, wenn sie im beheizten Raume. Darf man in Praha schwarzfahren? Und &#8211; <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=jQDi7SEmfs4" target="_blank">gesetzt den Fall</a> </strong>– sie fassen einen?)</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-5999" title="praha_grab_fk3" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_grab_fk3.jpg" alt="praha_grab_fk3" width="515" height="211" /><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 6</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Nov 2012 22:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
Zu zweit als blinde Passagiere in einer Plastikt&#252;te, zwischen den Knien eines Aufrechtgehers, tief unten in den Eingeweiden von Praha, in der Metror&#246;hre, Fahrt geradeaus und nichts ist gewi&#223;, denn das Aufrechtgeherpaar, das den Transport  der Herren Mahler und Budnikowski zum Grabe des Herrn F. K. bewerkstelligen sollte, es hat vor der Reise in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5989" title="praha_metro" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_metro.jpg" alt="praha_metro" width="515" height="238" /></p>
<p>Zu zweit als blinde Passagiere in einer Plastikt&#252;te, zwischen den Knien eines Aufrechtgehers, tief unten in den Eingeweiden von Praha, in der Metror&#246;hre, Fahrt geradeaus und nichts ist gewi&#223;, denn das Aufrechtgeherpaar, das den Transport  der Herren Mahler und Budnikowski zum Grabe des Herrn F. K. bewerkstelligen sollte, es hat vor der Reise in die Goldene Stadt wohl den selben Reisef&#252;hrer erstanden wie unsere blinden Passagiere, die sich schon l&#228;ngst getroffen haben, jedoch sich woanders getroffen haben sollten, was eigentlich Wurst und Pelle ist, aber manchmal ist man Perfektionist und Korinthenkacker und der Geist des Herrn Poet schwebt verwirrend &#252;ber den K&#246;pfen der Besucher und die Vinohradska ist eine sehr, sehr lange Stra&#223;e. Man entsteige der Metro Linie A in Jiriho z Podébrad, da ist dieser kleine Plan auf der Seite 243 des Reisef&#252;hrers und eine Ziffer &#8216;19&#8242; und ein Pfeil weist nach rechts die Vinohradska runter. Diese Strasse ist sehr, sehr lang. Das hatten wir schon. Die Sonne scheint und freundliche Passanten sind auskunftfreudig und der englischen Sprache m&#228;chtig. Jetzt ein paar Stationen Strassenbahn noch und da w&#228;re ein Friedhof. Es ist nicht der gesuchte. Jan Palach liegt hier. Immerhin. Totenranking? Totenranking! Budnikowski reicht es nun, er springt aus der schwankenden Plastikt&#252;te, der Mahler hinterher. Man geht die Vinohradska entlang. Die Vinohradska ist sehr, aber das h&#228;tten wir schon erw&#228;hnt. Da steht ein Hotel. Kettski Amerikanski. Budnikowski fasst seinen Mut zusammen.</p>
<p>„Ich frage da jetzt nach.“</p>
<p>Es dauert, doch dann kommt er zur&#252;ck, grinsend mit einem handbemalten Zettel in der Pfote.</p>
<p>&#8220;Es gibt gebildete Rezeptionskr&#228;fte in Praha. Neben dem einen Friedhof w&#228;re noch ein Friedhof und direkt hinter der Mauer dort, aber der Eingang w&#228;re noch mal rechts und dann links.&#8221;</p>
<p>Man geht, findet eine Pforte. Ist dies nun endlich der richtige Friedhof? Weia! Der Zettel wird studiert.</p>
<p>„Da, Mahler, sehen Sie die Tafel an der Friedhofsmauer. Max Brod!“</p>
<p>„Ich glaube, wir sind nah dran!“</p>
<p>„Dann drehen wir uns mal um.“</p>
<p>„Sp&#228;ter. Jetzt mu&#223; ich erst Mal ruhen!“</p>
<p>„Mache ich mit!“</p>
<p>„Was wollen wir h&#246;ren?“</p>
<p>„Hat der Herr F. K. eigentlich auch etwas zum Thema &#246;ffentliche Verkehrsmittel geschrieben?“</p>
<p>„Wahrscheinlich!“</p>
<p>„Warum?“</p>
<p>„Weil man nicht immer ankommt!“</p>
<p>„Aber gelegentlich?“</p>
<p><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=oQ0O0HTu2UI" target="_blank">„Gelegentlich!“</a></strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5990" title="praha_grab_fk1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_grab_fk1.jpg" alt="praha_grab_fk1" width="515" height="218" /></p>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 5</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2012 14:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Blick schweifelt weit &#252;ber D&#228;cher und hinab ins Tal und gelassen, kalter Wind l&#228;&#223;t die Moldau gl&#228;nzen, graublaue Wolkenfetzen dramatisieren einen herbstlich fr&#252;hen, zeitumgestellten Sonnenuntergang, Praha &#252;bersichtlich und erfreulich leise zu F&#252;&#223;en, sechshundert und mehr K&#252;nstler, auf welche die Tschechennation sehr stolz, ruhen sich aus und zerfallen vor den ehrf&#252;rchtigen Angesichtern zu ewigem Staub, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5979" title="praha_vyserad2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_vyserad2.jpg" alt="praha_vyserad2" width="515" height="234" /></p>
<p>Der Blick schweifelt weit &#252;ber D&#228;cher und hinab ins Tal und gelassen, kalter Wind l&#228;&#223;t die Moldau gl&#228;nzen, graublaue Wolkenfetzen dramatisieren einen herbstlich fr&#252;hen, zeitumgestellten Sonnenuntergang, Praha &#252;bersichtlich und erfreulich leise zu F&#252;&#223;en, sechshundert und mehr K&#252;nstler, auf welche die Tschechennation sehr stolz, ruhen sich aus und zerfallen vor den ehrf&#252;rchtigen Angesichtern zu ewigem Staub, die Glocken der Kirche Petr a Pavel geben <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=wiYXB2XSDRc" target="_blank">ein weiteres St&#252;ckchen</a></strong> aus Smetanas symphonischen Gedicht „Meine Heimat“, Kafkas Grab ist fern und aus dem Sinn und die Herren Mahler und Budnikowski f&#252;hlen sich blendend. Es treten zwei Amerikaner an sie heran und fragen, whether it is allowed to take some photographs of the teddy – bear and his compagnion and, by the way, they would like to mention, that they consider it an great idea to take those two funny guys all around the world. Doch, ach Mahler und Budnikowski, man begebe sich besser nicht in die H&#228;nde von Menschen aus Amerika. Fragen Sie den armen <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=YMYDcDqOmdc" target="_blank">Karl Ro&#223;mann</a></strong>! Und so manche Tschechenmaid, die h&#252;llenlos den Herren der WWWelt zum Gebrauch! Schneller als einem lieb, ist man vernetzt im fremden Gewerbe. <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=poH505hfuWY" target="_blank">Weia, sind wir das?</a></strong> Ein Aufrechtgeherpaar steht an den j&#228;h hinabst&#252;rzenden Mauern des Výsehrad, umarmt sich und genie&#223;t. Man spricht vom n&#228;chsten Ziel, dem Grabe des Herrn K. Der Mann h&#228;lt eine Plastikt&#252;te in seiner Hand. Mahler hat eine Idee. Budnikowski sagt:</p>
<p>„Sind Sie wahnsinnig, Mahler? Das k&#246;nnen wir doch nicht machen!“</p>
<p>„Und ob wir das machen k&#246;nnen. Auf, Hase!“</p>
<p>„Oh, heikler Todesmut!“</p>
<p>„Wo so flei&#223;ig gestorben wird, gerne!“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5980" title="praha_vyserad1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_vyserad1.jpg" alt="praha_vyserad1" width="515" height="207" /></p>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 4</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 21:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Sehen Sie Budnikowski, die Sonne ist rausgekommen!“
„Ich bin doch nicht blind, Mahler!“
„Nur weil Sie immer zweifeln, wenn ich sage, gleich kommt die Sonne raus!“
„Manchmal spekulieren Sie eben auch, lieber Mahler!“
„Tats&#228;chlich?“
„Eigentlich spekulieren Sie immer, was das Wetter betrifft.“
„Budnikowski, halten Sie sich zur&#252;ck, ich k&#246;nnte schon lange im Winterschlaf weilen!“
„Quatsch! 11.11. um elf Uhr elf ist Totlinie! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5970" title="praha_moldau2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_moldau2.jpg" alt="praha_moldau2" width="515" height="235" /></p>
<p>„Sehen Sie Budnikowski, die Sonne ist rausgekommen!“</p>
<p>„Ich bin doch nicht blind, Mahler!“</p>
<p>„Nur weil Sie immer zweifeln, wenn ich sage, gleich kommt die Sonne raus!“</p>
<p>„Manchmal spekulieren Sie eben auch, lieber Mahler!“</p>
<p>„Tats&#228;chlich?“</p>
<p>„Eigentlich spekulieren Sie immer, was das Wetter betrifft.“</p>
<p>„Budnikowski, halten Sie sich zur&#252;ck, ich k&#246;nnte schon lange im Winterschlaf weilen!“</p>
<p>„Quatsch! 11.11. um elf Uhr elf ist Totlinie! Und wo ist jetzt das Grab?“</p>
<p>„Wenn Sie sich mit mir verabreden wollen am Grab eines weltbekannten Schreibers, warum soll ich, wenige Tage ante Winterschlaf, dies geflissentlich wissen, Sie Hase?“</p>
<p>„Keine Beleidigung, bitte!“</p>
<p>„Klopfen Sie mir bitte nicht auf dem Hirn rum, Budnikowski!“</p>
<p>„Dann denken Sie halt mal!“</p>
<p>„Der Reisef&#252;hrer schweigt mich in unpr&#228;ziser Wurstigkeit an. In dieser Stadt gibt es zu viele Friedh&#246;fe!“</p>
<p>„Na, dann wird hier ordentlich gestorben worden sein. H&#246;ren Sie dieses Lied?“</p>
<p>„Ich h&#246;re Kirchenglocken!“</p>
<p>„Die Kirchenglocken spielen dieses Lied, Mahler!“</p>
<p>„Budnikowski, jetzt haben Sie Recht! K&#246;nnen Sie die Tonquelle orten?“</p>
<p>„Die Moldau!“</p>
<p>„Ich dachte, das ist der Namen dieses wundersch&#246;nen Flusses hier!“</p>
<p>„<strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=uI8iTETiSqU&amp;feature=related" target="_blank">Smetana! Vlatava!</a></strong>“</p>
<p>„Kenne ich nicht!“</p>
<p>„Ist auch schon tot!“</p>
<p>„Noch ein Grab, Budnikowski? Wo?“</p>
<p>„Výsehrad! Da oben!“</p>
<p>„Die Moldau flie&#223;t den Berg hinauf?“</p>
<p>„Das Lied hei&#223;t so und die Glocken da oben spielen es! Dvorák liegt da auch.“</p>
<p>„Na dann! Hoch auf den H&#252;gel!“</p>
<p>„Genau! Die Sonne scheint ja noch, Mahler!“</p>
<p>„Budnikowski, wenn wir oben sind, auf dem H&#252;gel mit dem klingenden Namen, gibt es einen auf die Hasenl&#246;ffel!“</p>
<p>„Das sehen wir dann!“</p>
<p>„<strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=RbhN0t_zJd4" target="_blank">Das Lied</a></strong> ist aber wirklich ein L&#246;ffelwurm!“</p>
<p>„Wie meinen?“</p>
<p>„Ein Ohrwurm, Herr Budnikowski!“</p>
<p>„Die Moldau ist wundersch&#246;n! Und so viele Schw&#228;ne!&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5971" title="praha_moldau3" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_moldau3.jpg" alt="praha_moldau3" width="515" height="212" /></p>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 3</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2012/11/06/ein-ausflug-in-eine-stadt-anfangs-schneit-es-ein-grab-wird-gesucht-und-spaeter-gefunden-3/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 18:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Wo sind wir denn jetzt gelandet, Mahler?“
„Ich glaube, das Haus rechter Hand hei&#223;t Spanische Synagoge.“
„Sehr beeindruckend, meine ich aber nicht! Diese seltsame Bauchh&#246;hle, in der wir sitzen!“
„Gerade eben hat es noch gegraupelt, Budnikowski und so fanden wir Unterschlupf im Bauch des kopflosen Kafkatr&#228;gers.“
„Wie meinen?“
„Na dieses Denkmal f&#252;r den Herrn Franz K.!“
„Und wo ist der Kafka?“
„Schauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5961" title="praha_denkm_fk1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_denkm_fk1.jpg" alt="praha_denkm_fk1" width="515" height="208" /></p>
<p>„Wo sind wir denn jetzt gelandet, Mahler?“</p>
<p>„Ich glaube, das Haus rechter Hand hei&#223;t <strong><a href="http://david.juden.at/2008/76/3_walzer.htm" target="_blank">Spanische Synagoge</a></strong>.“</p>
<p>„Sehr beeindruckend, meine ich aber nicht! Diese seltsame Bauchh&#246;hle, in der wir sitzen!“</p>
<p>„Gerade eben hat es noch gegraupelt, Budnikowski und so fanden wir Unterschlupf im Bauch des kopflosen Kafkatr&#228;gers.“</p>
<p>„Wie meinen?“</p>
<p>„Na dieses Denkmal f&#252;r den Herrn Franz K.!“</p>
<p>„Und wo ist der Kafka?“</p>
<p>„Schauen Sie nach oben!“</p>
<p>„Ha, da hockt er ja! Im Nacken eines Kopflosen. Er selber etwa?&#8221;</p>
<p>„Eher nicht. So ein bildhaftes Wesen vielleicht!“</p>
<p>„Meinen Sie, das ist so eine Vatermetapher?“</p>
<p>„Mag sein? Mit dem hat er es ja lang und ausdauernd gehabt!“</p>
<p>„Da sagen Sie was. Ich zitiere den Anfang seines ‚Brief an den Vater’: <em>Liebster Vater, Du hast mich letzthin einmal gefragt, warum ich behaupte, ich h&#228;tte Furcht vor Dir. Ich wu&#223;te Dir, wie gew&#246;hnlich, nichts zu antworten, zum Teil eben aus der Furcht, die ich vor Dir habe, zum Teil deshalb, weil zur Begr&#252;ndung dieser Furcht zu viele Einzelheiten geh&#246;ren, als da&#223; ich sie im Reden halbwegs zusammenhalten k&#246;nnte. Und wenn ich hier versuche, Dir schriftlich zu antworten, so wird es doch nur sehr unvollst&#228;ndig sein, weil auch im Schreiben die Furcht und ihre Folgen mich Dir gegen&#252;ber behindern und weil die Gr&#246;&#223;e des Stoffs &#252;ber mein Ged&#228;chtnis und meinen Verstand weit hinausgeht…</em>und so weiter noch <strong><a href="http://gutenberg.spiegel.de/buch/169/1" target="_blank">&#252;ber 100 Briefseiten</a></strong>.“</p>
<p>&#8220;Das k&#246;nnen Sie auswendig?&#8221;</p>
<p>&#8220;Jeder tr&#228;gt P&#228;ckchen und Pakete!&#8221;</p>
<p>„Weia! Und was hat der Vater dazu gesagt?“</p>
<p>„Nichts, der Brief wurde nie abgeschickt!“</p>
<p>„Doof!“</p>
<p>„Aber typisch, der Herr K. wollte sowieso alles, was er geschrieben hat in t&#228;glicher und n&#228;chtlicher Selbstqu&#228;lerei, verbrennen oder in die Moldau schmei&#223;en lassen nach seinem fr&#252;hen Tode. Aber, bester Mahler, ein Freund rettete zwar nicht sein Leben, aber seine Worte und die Unsterblichkeit!“</p>
<p>„Wollen Sie auf etwas hinaus, Budnikowski?“</p>
<p>„Nein, keineswegs, bester Freund!“</p>
<p>„Und wo ist nun das Grab, wo wir verabredet sind?“</p>
<p>„Mahler, wir sprechen doch schon!“</p>
<p>„Ich will jetzt dieses Grab sehen, Potzrembel und Waldfee!“</p>
<p>„Gemach, sehen Sie da oben, der Finger des Herrn K. weist in eine Richtung!“</p>
<p>„Budnikowski, meinen Sie, dies ist der Fingerzeig in Sachen eigenes Grab?“</p>
<p>„M&#246;glich!“</p>
<p>„Na dann los! Die Sonne kommt raus!“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5962" title="praha_denkm_fk2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_denkm_fk2.jpg" alt="praha_denkm_fk2" width="515" height="231" /></p>
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		<item>
		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 2</title>
		<link>http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/2012/11/05/ein-ausflug-in-eine-stadt-anfangs-schneit-es-ein-grab-wird-gesucht-und-spaeter-gefunden-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 13:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es gibt Orte auf dieser Welt, da versteinert man in Ehrfurcht, schweigt, als habe einem der Rebbe Lowy den Zauberzettel unter der Zunge weggezogen. Die zwei Reisenden hatten die Pinkassynagoge besichtigt. Die Namen und Todestage von 77 297 geschlachteten Juden hatte man dort von Hand an die W&#228;nde des alten Gebetshauses gemalt. Von Hand. Vacláv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5953" title="praha_juedf_alt1" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_juedf_alt1.jpg" alt="praha_juedf_alt1" width="515" height="214" /></p>
<p>Es gibt Orte auf dieser Welt, da versteinert man in Ehrfurcht, schweigt, als habe einem der Rebbe Lowy den Zauberzettel unter der Zunge weggezogen. Die zwei Reisenden hatten die <strong><a href="http://davidkultur.at/ausgabe.php?ausg=82" target="_blank">Pinkassynagoge</a></strong> besichtigt. Die Namen und Todestage von 77 297 geschlachteten Juden hatte man dort von Hand an die W&#228;nde des alten Gebetshauses gemalt. Von Hand. Vacláv Bostík und Jirí John geb&#252;hrt der Dank daf&#252;r. Siebenundsiebzigtausendzweihundertsiebenundneunzig Namen von Hand an die W&#228;nde des alten Gebetshauses geschrieben. Da tut Schweigen gut. Vielen Aufrechtgehern, die die Ruhest&#228;tte besuchen, scheint es schwer zu fallen, das Schweigen. Mahler legt einen Zettel auf das Grab des Golemsch&#246;pfers Jehuda Lowy (L&#246;w) ben Bezalel. Auf den Zettel hat Mahler ein Zitat von Egon &#8211; Erwin Kisch notiert: <em>&#8220;Du wei&#223;t doch, da&#223; ich ein direkter Nachkomme des weisen Rabbi L&#246;w bin, der aus Lehm den Golem modelliert hat und ihm, wenn den Juden Unrecht droht, befahl: Erhebe Dich und gehe! So einen Golem w&#252;rden wir brauchen, wenn die Nazis auf uns losgehen werden. Ich w&#252;rde ihm auch befehlen: Erhebe Dich und geh, die Feinde r&#252;cken auf mein Prag zu!&#8221;</em> Manchmal gibt es welche, die ahnen nicht nur, was geschehen wird, sie wissen. Doch als der Golem einmal losmarschierte? Weia! Mahler springt ein Gedicht an. Er fl&#252;stert es in Budnikowskis Ohr.</p>
<p style="text-align: center"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Golem#Nacherz.C3.A4hlungen_und_literarische_Bearbeitungen_der_Golem-Sage_.28Auswahl.29" target="_blank">Der Golem</a></strong></p>
<p style="text-align: center">Prag, das alte sagenreiche,</p>
<p style="text-align: center">Barg schon viele Menschenweisheit,</p>
<p style="text-align: center">Barg schon viele Menschentorheit,</p>
<p style="text-align: center">Auch den hohen Rabbi L&#246;w.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Rabbi L&#246;w war sehr zu Hause</p>
<p style="text-align: center">In den K&#252;nsten, Wissenschaften,</p>
<p style="text-align: center">Und besonders in der schwarzen,</p>
<p style="text-align: center">In der schweren Kabbala.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">So erschuf er einen Golem,</p>
<p style="text-align: center">Einen holzgeschnitzten Menschen,</p>
<p style="text-align: center">Tat belebend in den Mund ihm</p>
<p style="text-align: center">Einen Zauberspruch: den Schem.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Unverdrossen, als sein Diener,</p>
<p style="text-align: center">Mu&#223; der Golem fegen, kochen,</p>
<p style="text-align: center">Kinder wiegen, Fenster putzen,</p>
<p style="text-align: center">Stiefel wichsen und so fort.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Nur am Sabbath darf er rasten;</p>
<p style="text-align: center">Nahm ihm dann der hohe Rabbi</p>
<p style="text-align: center">Aus dem Mund den Zauberzettel,</p>
<p style="text-align: center">Stand er stockstill augenblicks.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Einmal hat er es vergessen,</p>
<p style="text-align: center">Einmal, was ist da geschehen:</p>
<p style="text-align: center">Rasend wurde, dwatsch der Golem,</p>
<p style="text-align: center">Ein Berserker ward der Kerl.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">B&#228;ume rei&#223;t er aus der Erde,</p>
<p style="text-align: center">H&#228;user wuppt er in die Wolken,</p>
<p style="text-align: center">Schleudert Menschen in die L&#252;fte,</p>
<p style="text-align: center">St&#252;lpt den Hradschin auf den Kopf.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Schon im Anzug war der Sabbath,</p>
<p style="text-align: center">Alle Arbeit mu&#223; nun ruhen.</p>
<p style="text-align: center">Alles fl&#252;chtet, br&#252;llt und zetert</p>
<p style="text-align: center">Nach dem hohen Rabbi L&#246;w.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Der erscheint; packt eben, eben</p>
<p style="text-align: center">Noch den Tollhans am Schlafittchen,</p>
<p style="text-align: center">Ist mit ihm bald oben, unten,</p>
<p style="text-align: center">Bald auf Bergen, bald im Tal:</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Wie ein B&#228;ndiger, der dem Pferde,</p>
<p style="text-align: center">Das sich b&#228;umt und wirft und sch&#252;ttelt,</p>
<p style="text-align: center">Einen Kappzaum legen m&#246;chte,</p>
<p style="text-align: center">Und nun mit ihm tanzen mu&#223;.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Hopsa, hopsa, was f&#252;r Spr&#252;nge!</p>
<p style="text-align: center">Aber endlich gl&#252;ckts, er w&#252;rgt ihn,</p>
<p style="text-align: center">Zerrt den Schem ihm aus den Z&#228;hnen -</p>
<p style="text-align: center">Und zerschmettert liegt der Kerl.</p>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">Nicht noch einmal hat der Rabbi</p>
<p style="text-align: center">Einen Golem sich geschnitzelt,</p>
<p style="text-align: center">Jede Lust war ihm vergangen:</p>
<p style="text-align: center">Allzu klug ist manchmal dumm.</p>
<p style="text-align: center"><em>(Detlev v. Liliencron)</em></p>
<p>Budnikowski hat zugeh&#246;rt und sich einen Witz zum Thema L&#246;w, Golem und P&#246;hlerei verkniffen, weist dann aber daraufhin, da&#223; der Herr Kafka hier nicht begraben liegt. Mahler nickt. Genug geschwiegen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5952" title="praha_juedf_alt2" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_juedf_alt2.jpg" alt="praha_juedf_alt2" width="515" height="224" /></p>
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		<title>Ein Ausflug in eine Stadt. Anfangs schneit es, ein Grab wird gesucht und sp&#228;ter gefunden 1</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Nov 2012 15:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Lugerth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praha]]></category>

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Da w&#228;re man also. Drau&#223;en Graupel, Schneeregen und Horden von Menschen, die einem bunten Regenschirm hinterher laufen, den jemand in die Luft streckt. Das Aufrechtgeherwesen mit dem Schirm in der Hand spricht englisch, italienisch, russisch, franz&#246;sisch und deutsch, aber auch japanisch. Die Wesen, welche dem Schirmwesen hinterher tapern, sprechen alle Sprachen gleichzeitig und &#252;bereinander. Archibald [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5939" title="praha_reisefhr" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_reisefhr.jpg" alt="praha_reisefhr" width="515" height="225" /></p>
<p>Da w&#228;re man also. Drau&#223;en Graupel, Schneeregen und Horden von Menschen, die einem bunten Regenschirm hinterher laufen, den jemand in die Luft streckt. Das Aufrechtgeherwesen mit dem Schirm in der Hand spricht englisch, italienisch, russisch, franz&#246;sisch und deutsch, aber auch japanisch. Die Wesen, welche dem Schirmwesen hinterher tapern, sprechen alle Sprachen gleichzeitig und &#252;bereinander. Archibald Mahler sitzt im Café eines Museums. Gerade hat das <em>„Sterbegl&#246;cklein der Astronomischen Uhr geschlagen. Dann defilieren die zw&#246;lf Apostel, nachdenklich auf die Menschenmenge hinabblickend, an den zwei schmalen Fenstern vorbei. Schlie&#223;lich kr&#228;ht der Hahn, worauf abschlie&#223;end der Stundenschlag ert&#246;nt.“</em> So steht das alles im Reisef&#252;hrer, welcher vor Mahlers Pranke liegt, auf dem Tisch eines Cafes in einem Museum zu Prag. Gut, da&#223; es da steht, sehen kann man es kaum, zu viel Schirme. Doch dies ist nicht, was den Mahler besch&#228;ftigt! Sondern wie und wo, bitte, geht es zum Grabe des Herrn Kafka, jetzt wo das Sterbegl&#246;cklein ihn daran erinnert und dortselbst der Herr von Lippstadt – Budnikowski auf den B&#228;ren wartet? „Am j&#252;dischen Friedhof, Herr Mahler!“ You name it, hare! Aber welcher denn nun? Mahler nestelt den dem Reisef&#252;hrer beigef&#252;gten Stadtplan auseinander. Feuchtkalte Fremde ist schon anstrengend, aber das Auseinanderfalten eines Stadtplans und dann auch noch die Orientierung finden? Weia! Zu viel Gewusel da drau&#223;en. Aber da, hopp die Flosse, gleich ums Eck, Josefov, drei Gehminuten: der J&#252;dische Friedhof! „Prosim zaplatit!“ Echt preiswert hier alles. Archibald Mahler l&#228;uft los. Zweimal links, dann rechts, wieder links und wer sitzt denn da?</p>
<p>„H&#246;mma, endlich Mahlerchen, dat glaub ich nicht. Kannse dat begreifen tun? Anne Au&#223;enmauer vonnen j&#252;dischen Friedhof zu Praha? &#8216;F&#252;r immer Westfalenstadion&#8217;!“</p>
<p>„Ihr Herr Kafka ist also ein Balltreter der verehrten Borussia?“</p>
<p>„Quatsch, B&#228;r. Dat iss wohl noch ausse Rosický – Zeiten &#252;ber geblieben!“</p>
<p>„Sie &#252;berfordern mich, Budnikowski!“</p>
<p>„Dat kannse auch nich verstehen tun, Mahlerken. Dat iss Historie!“</p>
<p>„Ich vermute hinter diesen Mauern historisiert es entschieden sinnvoller! K&#246;nnen wir?“</p>
<p>„Die tun ihre T&#252;ren erst um 9 Uhr &#246;ffnen tun!“</p>
<p>„Budnikowski! Es ist 9 Uhr!“</p>
<p>„Ett iss 8! Winterzeit! Hasse wat verpennt!“</p>
<p>„Hei&#223;t das, wir m&#252;ssen nun noch eine Stunde lang &#252;ber P&#246;hlerei sprechen?“</p>
<p>„Wenn Sie dat gerne m&#246;chten tun!“</p>
<p>„Ach, Winterzeit nun und ich immer noch nicht im Schlafe!“</p>
<p>„2002 also, sach ich mal, der lange Koller und der kleine Zauberzwerg Rosický &#8211; dat war noch lange vorrem Kloppo–Hype &#8211; mit Odonkor, Ricken, Oliseh, Reina, Amoroso und alle auffem Weg inne Finanzkrise, dabei Jungkehl un Altkohler, Fistelw&#246;rns un dann Dede auf Ewerthon…! Mahler? Schlafen Sie?“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5938" title="praha_bvb" src="http://archibalds-weltde.webtagebuch.net/files/2012/11/praha_bvb.jpg" alt="praha_bvb" width="515" height="219" /></p>
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