Archibald schaut Welt


Aus der Tiefe des Raumes, weil WM is’ (3 Lions)
26. Juni 2010, 11:56
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tiefe10

“Is it allowed, to ask you a question, Mister Mahler!“

“You’re welcome. Please go ahead, my dear Duke of Lippstadt-Budnikowski!”

“So, are you nervous?”

“No. Not a bit!“

„Have you been practicing penaltys lately?“

“Stupid question. You boring me!”

“I guess, you slept quite well!”

“Surely, I did. But I have to confess, I had a monstrous dream!”

“Would you like to share your dreams with us!”

“I dreamt about the finale!”

“Oh, quite interesting. Who were the participants?”

“Don’t laugh, please, but the game was North Corea versus South Corea.”

“So, who became the world champion in your soccer-dreamland?”

“Nobody! Even during the extra-time none of the teams succeeded to score. So they started the penalty-shootout. And it’s still going on. When I decided to wake up, the score was 59 to 59.“

“I sounds like you suffering from a serious case of fever pitch.”

“That’s what I’m afraid of.”

“Will you bet on an english victory?”

“I have to!”

“Why?”

“I don’t know. They didn’t play quite well up to now, their coach is a horrible italian, the only title, they ever won, came to pass by an invalid goal and Mister Beckham is a gas! So what! But, I have to admit, it’s kind of a  juvenile dream. Hard working, smoking and drinking dirty white man kick and rush away all soccer-science, high-tech fitness-programms and intellectual idle talk about that primitive and a little bit stupid game called football.”

“The sleazy man should beat the sniffy boy, you say?”

“That’s what I hope!”

“But, aren’t you a German Bear!”

“Not at all. I’m from Kamschatka near Wyoming. Let me ask you, what’s your favorite team?”

“El Tri.”

“Pardon me?”

“Mehicho!”

“Why?”

“That’s a whole different story. Switch off the floodlight and all the goals wide open. Tomorrow there will be an other game!”

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Aus der Tiefe des Raumes, weil WM is’ (2.)
26. Juni 2010, 00:21
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tiefe3

„Wenn ich Sie was fragen dürfte, Herr Mahler?“

„Ich bitte darum, Herr von Lippstadt-Budnikowski!“

„Sie kamen ja recht überraschend zu ihrer neuen Aufgabe. Hatten Sie Zeit sich etwas vorzubereiten? Ein Trainingslager?“

„Riechlesen des richtigen Buches. Peter Esterhazy!”

„Peter wie? Osterhasi?“

„Scherzkeks! Ich zitiere: ‚Schau ein Spiel nie so nebenbei an, abschätzig, als wärest Du zum göttlichen Mahl geladen und stocherst nur mit der Gabelspitze in der Speise herum. Sieh dir das Match elegant an, generös. So, als schautest du dir in der Todeszelle dein letztes Spiel an, das dir der Wärter gestattet hat. Als ginge es um Leben und Tod.’ Ich frage Sie: Ist es so schlimm?“

„Manchmal schlimmer! Jedoch, was war für Sie die gute Nachricht des gestrigen Tages?“

„Michael Ballack!“

„Verzeihung, aber er weilt nicht in Südafrika!“

„Lieber Herr von Lippstadt-Budnikowski, zwar ist Ihr Wissensvorsprung in Sachen – wie Sie es nennen – Große Pöhlerei Festspiele ein immenser, dennoch bin ich – Ihrer Diktion folgend – kein Vollpfosten. Selbstverständlich seine Rückkehr nach Leverkusen. Die vernünftige Entscheidung eines vernünftigen Spielers, der meist einen – lassen Sie mich es metaphorisch beschreiben – Spielstil des geschlossenen Hosenschlitzes pflegte. Ostschule, mannschaftsdienlich, effektiv, allerdings oft mit einer gewissen Tragik behaftet. Ich wünsche ihm Glück.“

„Ich stimme zu. Für Sie die schlechte Nachricht des Tages?“

„Joachim Löw.“

„Weshalb? Er hat, soviel ich weiß, nicht vor, Gomez in die Startformation gegen England zu beordern!“

„Andere Baustelle! Seine Diktion. ‚Die jungen Spieler gingen durch ein Stahlbad!’ Das – um es flapsig auszudrücken – geht gar nicht. Man spielt ja nicht in Kunduz oder Bagdad. Schwere Verfehlung!“

„Sie sind streng!“

„Ich will doch schwer hoffen! Ach, ich vergaß: natürlich noch die Spieler der Schweizer Nati!“

„Präzisieren Sie!“

„Was diese Agoniekicker dem Gesicht des hochgeschätzten Herrn Hitzfeld an Schatten und Falten zugefügt haben, geht auf keine Appenzeller Kuhhaut!“

„Chapeau! Ihre Frage?“

„Sehen Sie einen Favoriten nach Abschluß der Vorrunde?“

„Der nächste Weltmeister spricht spanisch!“

„Diesseits oder jenseits des Atlantiks?“

„Vamos a ver! Aber portugiesisch spricht er nicht! Weder diesseits noch jenseits des Atlantiks. Ya veras!“

„Herr von Lippstadt-Budnikowski, sie überraschen mich! Verbales Florett!“

„So soll es auch bleiben. Das Flutlicht aus und alle Tore offen! Morgen ist auch noch ein Spiel!“

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Aus der Tiefe des Raumes, weil WM is’ (1.)
25. Juni 2010, 06:41
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fragen_antworten

„Wenn ich Sie was fragen dürfte, Herr Mahler?“

„Ich bitte darum, Herr von Lippstadt-Budnikowski!“

„Was hat Sie letztlich dazu bewogen, meinem Vorschlag zuzustimmen, uns bis Mitte des nächsten Monats regelmäßig zum Gedankenaustausch zu treffen?“

„Die Macht des Faktischen. Bälle, Tröten, Wimpel, wohin man schaut und riecht. Kein Raum, kein Ruhe für die Verfertigung anderen Gedankenguts. Astra. Licher. Ruppaner. Und letztlich ihr gestrecktes Bein, welches am gestrigen Tage meinen Allerwertesten in etwas übertriebener Härte touchierte!

„Dies verzeihen Sie bitte, ich habe mir schon selber die Gelbe Karte gezeigt!“

„Das heißt, Sie sind für die morgige Fragestunde gesperrt? Gute Nachrichten gleich zu Beginn!“

„Da täuschen Sie sich. Dazu benötigt es eine zweite Karte und ab nächste Woche ist diese sowieso hinfällig. Erläutern Sie doch bitte dem Leser ihr Konzept!“

„Gibt es nicht!“

„Und ihre neue Haarpracht? Spekulieren Sie da auf eine Nachfolge?“

„Aus der Tiefe des Raumes kommt und kam nur einer. Was die kleine Veränderung meines Aussehens betrifft: sie erinnert mich daran, daß ich mich auf neuem, unerforschtem Gelände bewege. Man hält sich manchmal fest an der Äußerlichkeit.“

“Was fällt Ihnen auf? Von außen? Ein erster Blick?“

„Dauer des eigentlichen Ereignisses Neunzig – oftmals endlose – Minuten. Jedoch davor und danach unendliches bedeutungshuberisches Getöse, Gemunkel und Gemurmel. Verwissenschaftlichung und Verwässerung alter Rituale.“

„Fußball spielen und singen, läßt sich nicht erzwingen!“

„Von Ihnen? Respekt!“

„Nein, von Jörg Berger! Gott habe ihn selig!“

„Herr von Lippstadt-Budnikowski, ihre fachmännische Meinung zur Heimreise der zwei größten Mittelmeeranrainer?“

„Fußball aus der Mottenkiste. Nicht ist vergänglicher, als der Ruhm vergangener Tore. Und: wer von größenwahnsinnigen Politzwergen regiert wird, hat es nicht anders verdient!“

„Ich befürchte in diesem Zusammenhang schlimmstes für das sonntägliche Achtelfinale!“

„Das haben Sie gesagt. Das Flutlicht aus und alle Tore offen! Morgen ist auch noch ein Spiel!“

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Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 8)
24. Juni 2010, 08:42
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wm_sieg

Ich sach mal so: vielleicht sind et die meteorologischen Daten: fünf Grad in Johannisburg un rabenschwarze Nacht. Dat is kein Spaß  und also isset nich weiter verwunderlich, wenn sich die Pöhlerei von unsere Nationale Jugendtruppe wieder anne gute alte germanische Tradition erinnern tut und dat macht, wat sie kann: malochen. Nix mehr mit die Balltretkunst vonne Gala gegen Arminia Australien oder zumindest spielerische Ansätze wie beie verdiente Niederlage gegen Eintracht Serbien. Dat Ganze erschöpft sich in zwei lichte Momente von unsere gelsenkirchenstämmigen Mesut, wobei die Vergeigung vonne erste Chance schon gomezoid war. Dat, nur nebenbei, war eines von meine Highlights, dat der Herr Gomez draußen vor geblieben war. Nee getz mal ehrlich: dat Betrachten von die Partie: dat war Maloche pur. Ersmal fängt et damit an, dat eine schwachmatige Hiphop-Combo mit die üblichen Insignien vonne coole Männlichkeit anne Jacke durch eine Hometown rennen tut und dummdreiste Reime über die Pöhlerei zu billigste Rhythmen singen tut. Herr ARD, können wir dat bitte lassen? Dann erzählt Dir jeder Jungpöhler inne überflüssigsten Interviews inne Geschichte der Menschheit, dat er „focussiert“ is und dat der Zweifel nicht im Herzen wohnt, der Siech sicher gebucht und sonst wat an Larifari. Hamm die keine eigene Wortschätze mehr inne Labbertasche? Überall Orakel, Weißsagerei. „Kannse im Gesicht vom Müller schon wat sehen tun, ob er seine Gelbe Karte inne erste oder zweite Halbzeit abholen tun wird?“ Gott sei Dank gibbet noch Herrn Netzer, der dann sacht, dat Pöhler, die aussem Bus aussteigen eben ausehen tun, wie Pöhler, die aussem Bus aussteigen tun. Dann geht et los, wat übereifrig, der Werbeprinz hat wie immer seine energische erste Viertelstunde und dann is er sich am unter die Grasnarbe begeben, in et kölsche Versteck. Khedira rast los und nach zehn Minuten überlegt er et sich anders und bleibt konsequent wech von die Pille. Nur der einsame Herr Schweinsteiger gibt den Capitano un is am rennen, bis der Oberschenkel platzen tut. Der Rest trägt die Parole auffe Brust „Wir haben keine Angst, aber die Hosen voll!“ Der Kommentator is den Gegner am klein reden, weil er wohl hoffen tut, dat dat dat Spiel von die Unseren beflügeln könnte. Dat ging inne volle Hose. Dat Team von Ghana unter die Leitung von einem sehr dezenten Kevin Prince B. – Nix war mit die herbeizitierte Brüderkämpferei! Schade, Herr Kai Dieckmann, Du Vollpfosten!– hatte nur einen Fehler, allerdings vonne fundamentale Prägung: leider keine Hütte gemacht! Vielleicht sollten sie auffe Trainingsplätze auch dat ein oder andere Tor aufstellen und die Spielers anweisen, dat Runde innet Eckige und so weiter. Ansonsten is dat gepflechte Pöhlerei, wat die anbieten. Und et hat Gott sei Dank knapp gereicht für die Letzten von Afrika. So getz geht et gegen die Freunde von die Insel und da können die ersten Übungen für  die Elfmeterschießerei schon mal eingeläutet werden, Herr Bundestrainer. Und noch wat, und da brauch ich gar nich inne detailierte Beschreibung hineingehen. War dat der dritte Torpfosten, oder war dat der Herr Mertesacker, von wo die Pille in Permanenz unkontrolliert innet Spielfeld zurück am springen war? Dat waren vielleicht Schmerzen! Aber, Butter bei die Fische, dat Nivea von die Großen Pöhlerei Festspiele is bis getz auf erschreckende Niedrigkeit un die Chancen von unsere Herren Nationale Jugendtruppe bleiben in intakte Form. Und natürlich is man weiterhin „focussiert.“ Kär, Kär, anstrengend is dat schon.

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Der Bär ist zurück, doch es fehlt noch ein Stück
23. Juni 2010, 11:59
Filed under: Im Heckerland, Küchenschypsologie

see_nachlese

Das Denken nach der Heimkehr von einer Reise ist per se immer ein rückwärtsgewandtes. Archibald schloß die Augen und ließ den Vorführer den Erinnerungsfilm abspulen. Was hatte ihm am besten gefallen? Unten am See? Der kleine, knarzende Tanzbär namens Zimmermann? Die Begegnung mit den zwei ungestümen Artgenossen? Die Fahrten mit Ernst Alberts knatternder und heulender Zweiradhöhle? Das Fischerboot auf der reichen Au? Die fassungslos jubelnden Aufrechtgeher im Nachbarland nach ihrem Sieg gegen die angeblich Übermächtigen? Der dicke Hintern der sich über der Hafeneinfahrt um sich selbst Drehenden? Nein, all das war schön, sehr schön sogar, aber am aller, aller schönsten hat ihm gefallen sein Platz auf dem orangenen Rettungsboot dort vorne auf dem Zipfel, wo das Heckerland beginnt. Und da, beschloß er nun, wollte er noch eine Zeit nachsinnend verweilen. Und auf die nachkommende Seele warten.

Er wurde gestört. Die Welt da draußen sandte einen Boten. Ein stechender Geruch drang ein in seine empfindliche Nase. Da war sie wieder: die ANGST. Heute eine noch nie gerochende Form der ANGST, heute: die ANGST VOR DEM AUSSCHEIDEN. Das erschien Archibald Mahler, keineswegs Fanbär, etwas übertrieben. „Schicksalhaft! Katastrophe! Blamage ante portas!“ So raunte und knisterte es allenthalben. Werden geschminkte kleine Mädchen wieder weinen müssen? Wohin dann mit den an den stinkenden Blechmilben befestigten schwarzrotgelben Stoffservietten? Wer grillt, grölt, trötet und hupt dann noch bauchnabelfrei? Der Bär roch, wie um ihn herum ein Land in Panik verfiel. Ein ketzerischer Gedanken befiel ihn. Wäre es nicht eine große Geste eines immer noch sehr reichen Landes, den Vertretern eines armen kleinen Landes dieses schwarzen Kontinents, der Jahrhunderte von den weißen Aufrechtgehern ausgeblutet, ausgebeutet und geknechtet worden war und auch heute noch nicht völlig ernstgenommen wurde, den Vortritt zu lassen?

Herr Reinhard Kuno Theophil „Stan“ Lippstadt-Budnikowski zu Datteln hatte sich von hinten herangeschlichen. Mit dem Schwung eines Fußes von der Elfenbeinküste trat er Archibald in den Bärenpöter. „Hommä Kumpel, geht dat noch? Iss dat Deine Ernst? Pöhlerei hat mit die weltpolitische Ungerechtigkeit nix anne Backe. Aber auch gar nix? Is dat gegessen, Du philosophische Heiopei! Stör mich nich inne Präparation mit Deine Verirrungen! Nix für ungut! Tschüßkes!“ Weg war er. So sind sie, die Herren Fans. Das war ihm dann doch zu anstrengend, dem Archibald. Er schloß wieder die Augen und roch an den Fetzen seiner Erinnerung. Leise plätscherte der See ans Ufer, Schilfgras rauschte, ein Bleßhuhn schwamm vorüber und schnatterte, in der Ferne grüßte das Signalhorn eines Ausflugsdampfers. Der Säntis winkte über den See. Er würde hier auch noch nächstes Jahr stehen. Ausscheiden sollen andere. Und an den Ufern des Bodensees machte sich Archibalds Seele daran, den Heimweg anzutreten, nach Hause in die kleine häßliche Stadt in Mittelhessen. Gute Reise und hetze nicht!

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Lenk I? Lenkscht Du? Lenkt wer? (Prinzip KN)
22. Juni 2010, 08:51
Filed under: Im Heckerland

lenk1Abschied von der kleinen reichen eingebildeten Stadt. Festes Ritual immer ein letzter Blick auf das, was die Stadt wirklich reich macht, den See. Seine Weite. Sein Licht. Seine Farbenspiele. Das vergessen die lokalen Leichtgebücktgeher gerne und widmen sich lieber intensiv dem Studium der neuesten Gewerbesteuereinnahmen. Ein eiskalter Wind wehte über das Wasser. Archibald dachte, daß Herr Lenz sich genauso schoffel verabschiedete, wie er gekommen war, dieses Jahr seiner Aufgabe in keiner Weise gewachsen. Setzen: Sechs! Und was drehte sich da hinter seinem Rücken, in leichtem Gewand, üppig bearscht und gebrüstet? Ist es Fräulein Else Sommer, gekommen die Wärme und den lang ersehnten Wandel zu bringen? Offensichtlich nicht. Letzte Worte des Fremdenführers E. A. „Imperia“ nenne man dieses Mordsdrum von Weib. Vor sechshundert Jahren bald trafen sich in dem mit Holzschindeln verkleideten alten Kaufhaus die Kirchenfürsten der damaligen Welt zu einem Konzil. Sie brauchten vier Jahre, bis sie sich drauf einigten, wer denn nun der Stellvertreter des Herrn auf Erden werden solle. Und um zu verhindern, daß  sie sich in dieser langen Zeit nicht nur der Sauferei hingaben und besoffen an den Meßdienern herumfummelten, sandte man nach einer namhaften Puffmutter aus Rom und bat sie mit ein paar professionellen Damen gen Constantia aufzubrechen. Die Dame hieß Imperia. Und Peter Lenk fand, man sollte ihr ein Denkmal setzen. Und es drehte und drehte sich, dieses Monument, immer um sich selbst, wie das die Aufrechtgeher halt gerne machen. Und es grüßte die Gäste, die kamen, vom See.

lenk2Immer wenn Peter Lenk der Seehasenstadt ein Kunstwerk vermacht, gibt es feste Rituale: Empörung, Aufschrei, Leserbriefe. An vorderster Front, mit dem meisten Schaum vor der kommentierenden Lippe, das lokale Blättchen namens SÜDGESCHMIER. Doch fahren wir den moralischen Zeigefinger nicht allzu lang aus, wer schaut schon gern in den Spiegel und beklatscht seine eigene Häßlichkeit, auch wenn der Spiegel lediglich ein Kunstwerk ist. Archibald dachte sich nur, der Mann liebt wohl gigantische Ärsche. Vielleicht war er mal mit einer Bärin zusammen gewesen. Ihm gefiel das. Rechts und links des Brunnens rasten die Blechmilben durch die Stadt. Der Fremdenführer E.A. sprach. Damals, als es auf den Straßen noch etwas ruhiger zu ging, standen hier in langen Reihen Kastanien, unter den mächtigen Bäumen mehrmals in der Woche Markt. Bauern von  der Gemüseinsel, von der Höri, vom Bodanrück. Heute die Bäume gefällt, der Markt in der Vorstadt oder auf einem baumlosen Parkplatz und das Gemüse biobio. Deshalb strecken die Figuren auf dem Brunnen den Vorbeirasern die Zunge raus oder zeigen ihnen den Allerwertesten. Und das kann der Lokale nicht auf sich sitzen lassen. Dann aber kommt der Tourist, pilgert zu den Denkmälern, bestaunt sie, photographiert sie. Aaah und Ooohs! Druck erster Postkarten. Neue Wahrzeichen der Stadt. Kassen klingeln im crescondo. „Also wosch, i honn scho immer geseit, die Imperia, des hotts no braucht. Mal was anderes, oder it?“ „Der Brunnen der isch, Kunscht isch halt au, wie soll ich segge, was Neues halt. Oder it? Also, des muß mer derfe könne. Wa? Drei Poschtkarte mit der Imperia? Und des Buch über de Lenk! Fünfezwanzg Euro sind des!“

lenk3Der Zug stand auf dem Gleis und wartete auf die zwei Reisenden. Ein kurzer Blick noch auf das neueste Skandalon, welches der Herr Lenk den Seehasen ins selbstgerechte Nest gelegt hatte. Der Abguß einer der zwei Figuren, welche hoch oben über der Hafeneinfahrt auf den Händen des sich drehenden Lustweibes sitzen. Ob das Robert Zimmermann sei, fragte Archibald. Wie er bitte darauf komme? „Der sieht so aus! Ein kleines lustiges Männchen, dem man auch ein Denkmal setzen sollte! Deshalb!“ „Mein lieber Genosse Bär, ach hätte meine alte Heimatstadt nur Deinen Humor! Foto?“  “Yep!” Und Ernst Albert kaufte noch am Bahnhofskiosk eine Zeitung aus seiner Neuen Heimat und begann zu lachen und zu lachen. Warum? Deshalb! Sie lernen nie, hier unten, nie! Trotzdem, er liebte sein gutes altes Constantia und viele gute Menschen, die hier wohnen. Ein leises Winken und bis zum nächsten Mal. Der Zug rollt an. Archibald summt ein Lied des Herrn Zimmermann vor sich hin. „Because something is happening, and you don’t know what it is, do you Has from See?“ Natürlich ist Herr Archibald Mahler, Bär auf der Rückkehr zum Brandplatz, auch des Englischen mächtig. Zweifelt wer?



Zu Dornbirn besucht Archibald den Herrn Zimmermann und ist beeindruckt
21. Juni 2010, 15:44
Filed under: Im Heckerland, Robert Zimmermann

dylan1Da war er schon stolz. In Begleitung dreier ehrenwerter Gesellschafter der alten Markgrafenbande aus der kleinen reichen eingebildeten Stadt ins benachbarte Vorarlberg zu reisen, um Herrn Robert Zimmermann zu erleben. Die Haare der Reisegruppe ergraut und das Auto – wie die Abdomen – etwas dicker geworden als anno dunnemals Mitte bis Ende der Siebziger. Die Stimmung jedoch die gleiche. Frühes Bier, indische Heilkräuter und dezent alberne und euphorische Vorfreude auf den Meister. Archibald fühlte sich ausgesprochen wohl. Man hatte ihn sehr freundlich begrüßt. Alle dummen und gescheiten Sprüche der Troika verstand er nicht, aber er spürte durchaus, wenn Aufrechtgeher guter Laune sind und es ehrlich miteinander meinen. Und die Lieder, die aus den Lautsprecher knarzten, sie waren ihm vertraut. „My woman got a face like a teddy bear / She’s tossin’ a baseball bat in the air / The meat is so tough you can’t cut it with a sword / I’m crashin’ my car, trunk first into the boards.” Keine Sorge: keine Unfälle. Die Betonpiste des Nachbarlandes, das soeben die Spanier besiegt hatte, wurde vignettenfrei befahren. No risk, no fun! Dornbirn erreicht. Unverschämte acht Grad plus vor Ort, Dauerregen und die umliegenden Berge im feuchtkalten Nebel. Na und? Nichts trübt die Laune auf dieser kleinen Zeitreise.

dylan2Eine Reise zurück in eine Zeit, welche beim Betreten der Halle fröhliche Urständ feiert. Kaum Einlaßkontrollen, Fotoapparate erlaubt, nur kein Blitzlicht bitte, die Bühne an der Längsseite der sehr überschaubaren Halle, größtmögliche Zuschauernähe, keine feste Bestuhlung, man kann sitzen oder stehen und bezahlt doch einen Preis. Einige “VIP’s” blicken mit häppchenverklebten Fingern von einem Balkon aus schräg runter auf die Bühne: Peching! Bierstände im Innenraum, viele Bierstände, keine Schlangen davor und drei Taler zwanzig für ein großes, gut gezapftes Getränk, unter den Rauchverbotschildern blitzten die ersten Feuerzeuge auf und bald ziehen süßliche Rauchschwaden durch die Halle. „Once upon the time!“ Lob, Gruß und Dank an die Veranstalter. Vorfreude wurde hier nicht durch kranken Kontrollwahn bombardiert. Pünktlich wie immer: “Columbia recording artist  B.D.” Und Archibald ist fasziniert. Ein kleiner dünner Bär, ein kleiner dünner, sehr gutgelaunter Tanzbär springt auf die Bühne. Neunmal steht er hinter seinem elektrischen Pianoforte, dreimal schultert er die Gitarre und viermal – und das ist der Moment, in dem Archibald sich in ihn verliebt – steht er im Zentrum der Bühne, nur das Mikrophon in der einen, eine Mundharmonika in der anderen Hand. Alle Kraft und alle Konzentration legt er in seine Stimme. Er knarzt, gurgelt, wütet. Er zerpflückt, zerlegt, streichelt die Worte. Fügt zusammen den Sinn. Alle Lieder, die Archibald schon öfters in Ernst Alberts Höhle gehört hat, sie beginnen zu wachsen, zu fliegen, zu glitzern und  zu tanzen. Sie tanzen über den Köpfen der begeisterten Menge, sie tanzen wie dieser mit der Mundharmonika ins Publikum winkende Mann in seinem hellgrauen Südstaatenanzug mit den obligatorischen Seitenstreifen an der Hose. Und hast Du nicht gesehen: er grinst, er lächelt! Flirtet er mit dem Publikum, welches seine Lieder auf Händen durch den Abend trägt? Vor ihm kniet gelegentlich der leitende Gitarrist und feuert den Tänzer an, treibt dessen Stimme an, zieht sich zurück, um die Stimme wieder in Empfang zu nehmen. Call und Recall auf höchster Ebene. Der Mann in Schwarz mit der wummernden Gitarre fördert und fordert den  Sing-  und Tanzbär! Und beim letzten Lied – Das spiele der Meister fast nie am Ende, ließ Ernst Albert, der alte Fachmann, verlautbaren! – da hatte Archibald feuchte Augen, falls ein Bär überhaupt weinen kann und nicht doch die indischen Heilkräuter die Bindehaut gereizt hatten. „May God bless and keep you always / May your wishes all come true / May you always do for others / And let others do for you.”

dylan3Auf der Rückfahrt wurde wenig gesprochen. Es war, da herrschte Einigkeit, eines der richtig guten und beseelten Konzerte des Meisters. Man war beglückt, bekifft, trunken. Nur der wackere Chauffeur nicht! (Danke an Arno für das Anhalten im rechten Moment!) Ein schöner Ausflug in Zukunft und Vergangenheit. Never ending tour! Zu Hause ein Absacker, noch mal singt der Meister, Archibald schlummerte ein und Ernst Albert notierte die Eindrücke des nun gestrigen Abends. Ihm war aufgefallen – Man notiere: Dylan zu interpretieren liegt ihm mehr als fremd: dennoch! – daß der Meister in die Mitte des Abends einen fast politischen Schwerpunkt gesetzt hatte. Ein wütender, teils zynischer, dann wieder gelassener Kommentar zu Finanzen, Banken, Ölpest und der ständig weiter wachsenden Schere zwischen Reich und Arm. Ein von Herrons Banjo voran getriebenes, entspannt stampfendes „High Water“. Hier kommt die Flut. Es folgt „Desolation Row“, unterlegt von einem Riff, das sich permanent im Kreise dreht, Rummelplatzmusik. Nichts ändert sich, Schemen und irreale Gestalten bevölkern den heruntergekommenen Planeten. Und dann – einer der absoluten Höhepunkte aller bisherigen zehn Konzertbesuche des Herrn Ernst Albert – Dylan ohne Instrument, alleine am Mikrophon und ein wütend ausgespucktes „Ballad of Hollis Brown.“ Sie nehmen den Armen nicht nur ihr letztes Hemd, sondern auch ihre Würde. Und wenn ihr Spaß dran habt, ihr vollgefressenen verwöhnten Lümmel, bringt ihr eine Hungerleiderin einfach um, kommt ungeschoren davon. „The Lonesome Death of Hattie Carroll”.  Jedes einzelne Wort spuckt er fast verächtlich aus. Nehmt die Lumpen aus Eueren Gesichtern! Eure Krokodilstränen interessieren die Verhungernden und Entwürdigten nicht. Schlußpunkt dieser kleinen Serie ein lautes und von dem großartigen Charlie Sexton wütend in die Saiten geknalltes „Honest With Me.“ Der Sänger kann seine tiefe Enttäuschung kaum verhehlen und er kämpft mit sich um ein Stück letzte Hoffnung. „Well, my parents they warned me not to waste my years / And I still got their advice oozing out of my ears / You don’t understand it, my feelings for you / Well, you’d be honest with me if only you knew.“ Später der sentimentale – und das darf sein – Abgesang:  “Workingman’s Blues # 2”. Die Gesellschaft ist eine andere geworden. Und als das alles kaum mehr zu toppen ist, mutiert er zu einer Art zynischen Frank Sinatra, stellt sich mit seiner Harp in die Mitte der Bühne und croont ein „Ballad Of A Thin Man“, daß sich draußen die Nebelwolken lichten und der Hausberg der Lokalen, der Karren, sichtbar wird. Und das war wirklich so. Ernst Albert hat es gesehen! Ein faszinierender Abend. Archibald erwachte aus seinem Schlummer. „Ernst Albert?“ „Ja?“ „Wann fahren wir wieder heim?“ „Weshalb?“ „Weil hier nur eine Zimmermannplatte ist. Ich muß mehr Zimmermannlieder hören!“ „Bald fahren wir wieder heim! Bald! Schlaf gut und: May your heart always be joyful / May your song always be sung / May you stay forever young / Forever young, forever young / May you stay forever young!” Danke Dornbirn! Danke Meister!



Die Geschichte vom Bären und dem Hasen und wie dann der Meister rief
19. Juni 2010, 11:19
Filed under: Im Heckerland, Küchenschypsologie, Robert Zimmermann

rast1

Rast am Waldesrand. Die Begegnung hatte Archibald tief beeindruckt. Sein Herz pochte. Es roch nach Redebedarf.

„Ernst Albert?“

„Ja?“

„Die Bären haben mir eine Geschichte erzählt!“

„So?“

„Soll ich sie mal erzählen?“

„Nur zu, Genosse!“

„Also: im Wald. Der Hirsch kommt zum Bären und fragt ihn, ob das stimmen würde, daß er, der Hirsch, auf seiner, des Bären Todesliste stünde. Der Bär bestätigte das. Der Hirsch rennt von dannen und ward nicht mehr gesehen. Aus dem Unterholz bricht ein Wildschwein. Es will wissen, ob es auf des Bären Todesliste stünde. Daß dem so sei, erwidert der Bär. Das Wildschwein ergreift die Flucht. Weg war es! Ein Lachs schaut aus dem Fluß. Ob sein Name wohl auch auf der legendären Todesliste verzeichnet wäre? Nicht nur seiner, bekommt er zu hören, auch die gesamte Verwandtschaft des Lachses sei fein säuberlich notiert. Da hoppelt der Hase vorbei. ‚Hömma Bär, is dat korrekt, dat ich auf Deine Todesliste stehen tu?’ ‚Das ist so richtig!’ ‚Kann ich mal wat fragen?’ ‚Schieß los!’ „Wäre dat eine größere Aktion, wennse mich von Deine Liste einfach streichen tust?’ ‚Das dürfte überhaupt kein Problem sein.’ Gesagt, getan. Tolle Geschichte, gelle!“

„Lustig! Und was lernt man daraus? Daß Hasen schlau sind?“

„Nein! Man muß nur sagen, was einen auf den Nägeln brennt. Reden hilft manchmal.“

„Schlaubär! Laß uns weiterziehen! Der Meister hat gerufen!“

„Wer?“

“Robert Zimmermann.”

“Nein?”

“Doch!”

“Darf ich mit?”

“Du musst!”

“Yippie!”

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Hömma, wat ich grad am Denken bin! (Folge 7)
18. Juni 2010, 17:30
Filed under: Hömma, wat ich grad am Denken bin

wm_niederlage

Ich sach mal so: der Referee aus die spanischen Lande war gewiß wat fimschig am pfeifen, aber den Pabst hasse nich immer inne Tasche und manchmal folgt die Strafe auffen in feine italienische Treterchen gewandeten Fuß, lieber Herr Bundestrainer. Wat hab ich hier schon vor dem Gespenst meine Warnung ausgesprochen! Et is nich so, dat ich den Herrn Klose perdu nicht ab können tu. Früher war dat der von mich geehrte Zenklose. Aber wenn et gegessen is, is et gegessen. Hömma Herr Löw, da sind Sie eine schöne System in die Nationale Jugend am hinein trainieren: Kopf oben, Kirsche schnell weiterleiten, ständige Bewegung, nicht rumhirnen tun, den ersten Ball direkt inne Verwertung, Risiko. Zack. Zack. Zack. Den Fuß immer auffe Kupplung und dat Portemanne anne Kasse inne Hand, nich inne Handtasche. Unser ehrenwerter Miro, der kann dat nich mehr und ich weiß, dat sie dat wissen, aber mit ihre badisch – rechthaberische Nibelungentreue musset ja so kommen. Getz für die ganz Doofen. Und inne deutsche Hochsprache formuliert: Ein Stürmer bekommt zweimal die gelbe Karte gezeigt. Leider zu recht, weil er, in der Rückwärtsbewegung, einem gegnerischen Spieler hinterher rannte und ihn auf Grund mangelnder Geschwindigkeit in der Nähe des Mittelkreises von hinten von den Beinen glaubte holen zu müssen. Und dann auch noch die abgelutschteste aller Entschuldigungen benutzt: TAKTISCHES FOUL! Der Mittelstürmer, zu langsam, in der Nähe des Mittelkreises? Was macht er da? Fleißpunkte sammeln? Hallo? Oder kurz und inne geforderte Knappheit. Der Mann is abgelutscht und der Serbe in seine Abgezocktheit weiß dat. Und wennse dann noch den Özil mit eine gewisse körperliche Direktheit erschrecken tust und er darauf inne Bremer Form mutiert, is der Drops gelutscht. Klar, dat Elferding muß der Werbeprinz machen, aber er hat sich bemüht, auch wenn da der Eigensinn in bedenklicher Kölner Form gelegentlich am aufblitzen war. Wacker auch der Khedira, der Müller und allen voran der Herr Schweinsteiger, der et rein vonne Physischkeit als einziger mit die Herren aus Serben aufnehmen konnte.

Inne Halbzeit zwei war dat wieder eine Deutsche Nationalequipe, wie Du sie kennen tust. Dat Abspiel ungenau, der Wankelmut inne abschließende Situationen und dat einmal Denken zu viel. Man kann et auch Angst nennen. Und der Herr Löw, und dat tut mir nich gefallen, is am Hadern, seinen Spielers den theatralischen Rücken am zukehren und tut rummoppern, anstatt die Jugend anzutreiben. Und red er sich nicht raus mit die Uweseelas! Und Zuordnung, als dat serbische Tor im Netz zappelte? Nich wirklich! Friedrich, Mertesacker und Lahm nachem alten Motto: „Nimm Du ihn getz, ich kann grad nich!“ Und der Badstuber mit dem blonden Krasic auffe rechte Seite? Ich sach mal so: problematisch. Ich vermute in meine dramaturgische Erwartung, dat wir uns getz auf dat Brüderduell Boateng – Boateng vorbereiten müssen. Doppeltet Gelb – Rot is am Horizont erschienen! Zum Schluß, et läßt sich nich vermeiden, auch wenn et theoretisches Erbsenkegeln is, dat war inne letzten dreißig Minuten sonne Pöhlerei, wo bestimmt inne Kommentarleisten von die Druck- und Bildermeinungen das Phantom vom alten Obermacker Ballack erscheinen tut. Lassen wir dat einfach sein! Nee, klarer Glückwunsch anne serbische Adresse. Dreimal annet Gestänge geschossen. Und: Kopf hoch, die Herren schwarzrotgelb: Dat Pfötchen bleibt gedrückt, und dat Lied will ich noch mal hören. Mindestens fünfmal! Ihr könnt dat. Mit Cacau inne Startphase, mit Kießling statt Gomez inne Schlußphase und dann is der Pabst wieder inne Tasche!

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Hinter Kaltbrunn und nahe Freudental kommt es zu einer Begegnung (reprise)
18. Juni 2010, 09:12
Filed under: Im Heckerland

begegnung2Nein, das hatte er nicht geträumt. Genau so war es geschehen. Zwei große und starke und echte Artgenossen vis a vis. Aug in Aug. Heißer Atem. Der eine leckte an Archibalds ehemals abben Bein. War das eine Geste der Emphatie? Eingesperrt zu sein hat ja auch Traumapotential, und nicht zu knapp. Aber immerhin können die zwei ihr Gehege verlassen und haben ein riesiges Stück Wald für sich ganz alleine. Oder wollten sie ihn verspeisen, ihn, einen stolzen Vertreter Ihrer Zunft? Archibald blieb gelassen und vertraute auf die Festigkeit des Zaunes. Vielleicht würden sie ja im schlimmsten aller Fälle erst mal Ernst Albert annagen. Ganz so hat er das natürlich nicht gedacht, aber wer weiß schon, wie man reagiert, wenn es hart auf hart kommt. Dann sind Ernst Albert und Archibald aufgestanden und einmal um das ganze große Waldgehege herumgelaufen und die zwei Bären folgten ihnen. Archibald war sehr stolz. Sie hatten verstanden, was er ihnen zugeflüstert hatte. “Ich will keine Angst haben! Nicht vor Euch! Kommt mit! Wir machen einen Spaziergang!” Und das haben sie tatsächlich getan.

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