Beitrags-Archiv für die Kategory 'Hömma, wat ich grad am Denken bin'

Gehirnschluckauf und die Angst vor dem Fado

Freitag, 8. Juli 2016 13:57

andere_010

Hömma, iss finster getz. Sach bloß nich dat iss von meine permanentige Schwarzpinselei. Hier, ich sach mal, auch der Ehrenwertige Budnikowski aka Lütten Stan ward einst geboren mit die weiße Weste und gleichfarbigen Seelenzustand. Doch wennse dich an den Welten reiben und schubbern tust, woll, da bleiben etlichste Späne an deine Jacke wie Hose kleben so wie et Abschlußpechvermögen annem mental gemüdeten Müller Tom. Ich bin hier inne Finsterkeit, weil getz ebenst Nacht iss und ich nache Verabschiedung der GröPöze (Größte Pöhler aller Zeiten) aussem Turnier an schwersten Gehirnschluckauf leiden tu und ich die schlummernde Pelagia mit meine Ausdünstungen nich belästigen will. Hömma, wer hat dat erfunden mit die GröPöze? Ich glaub dat dat der Lahme Phil gewesen sein muß, als er nache historische Pokalklatsche im Jahr der Heiligkeit Zwozöllöf vorre Mikrophonen eisern Union darauf beharrte, dat die bessere Mannschaft gegen Kloppos Horde verloren hat, da der FC Rote Birne doch übere ganze Distanz Ballbesitz und beherrscht und überhaupt. Und getz dejawut es auffet schlimmste. Der kroße Anton, Sri Yogi, Golden Olli und der Spielermann Mats: eine Sülze. Ja, lüch ich denn? Kann mal wer denen verklickern dat dat Runde ins Eckige dat Prinzip darstellen tut? Dat kriegste Sehnsucht nach Tante Käthe. Oder einfach: Hu! Hu! Hu! Und ab nach Hause! Dat iss ebenst dat Problem, wenn der Sri Yogi mit Merkels Angela zu oft Suppe löffeln tut. Dat färbt ab. Machterhalt und Mutlosigkeit sach ich nur. Dat Machtsicherungsgepöhle nach strenger Systemvorgabe unter Vermeidung von unverschämte Individualitäten iss so inne Butz gegriezelt. SUV – Gekicke iss dat. Leider nich abendfüllend und meinen Daumen hat dat  nich eregiert. Wat ich sah, war so leidenschaftlich wie die traurigen Glotzerschen von Tarnkappen – Mesut. Dabei war dat mit Abstand die beste Darbietung von La Mercedesschaft unter Führung des Großen Boatong. Gehirnschluckauf! Dafür kann mein Bruder im Pöhlergeiste, dat sympathische Ekel Mehmet, sich bei mir die Große Ehrenkarotte abholen. Jedoch Freunde, ab getz iss da die Angst. Die Angst vorrem Fado! Wie hat doch der Kolikopter CR Sieben recht, woll. Er hätte et verdient und die lusitanischen Randeuropäer noch mehr. Aber auch die Vorwärts – Blauen nache ganzen Scheiße, die die erleben durften. Inne große Zerissenheit freue ich mich wie eine schwarzgelbe Karotte darauf, dat ab getz einfach nur Pöhlerei gekuckt werden darf. Je suis Fado! Mahler? Und Sie?

Thema: Hömma Zwozwollef, Hömma, wat ich grad am Denken bin, Wieder ein Jahr / Jetzt schon 2016 | Kommentare deaktiviert | Autor: Christian Lugerth

Budnikowski grätscht rein und blickt nach oben!

Dienstag, 28. Juni 2016 16:06

david

Hömma, hier, wat iss dat fürre Bestattungsbranche für ein Geschäftsjahr. Da haut et allet inne endgültige Kiste wat Rang und Erinnerungswürdigkeit besitzen tut. Und die Tränensäcke der Altvorderen schwellen an wie die Pappköppe an Karneval. Und jedermann iss schon immer dabei gewesen und streicht dir seine Poesiealben untere Nase, insbesondere dann wenn er mit seine damals frühreife drei Lebensjahre allet genauestens miterlebt haben tut. Aber dat getz schon dramaturgisch die Pöhlermaitreschaft bekleidet – Verzeihung – begleitungt wird, dat iss neu. Da draxelt sich der Nationale FC Commerzbank eins hoch und Schimanski lecht sich hin. Und tachs drauf machen die Old Boys Torino und Co (Hömma hier, dat sinn Männers, keine Modeltussenfreunde!) den Deckel auffe scheintoten Taka – Taku – Land – Nervensägen der letzten Jahre drauf und der Ehrenwerte Herr Pedersoli aka Amerikanisches Bier / Amerikanischer Schauspieler schwimmt seine letzte Bahn und sacht: „Grazie!“ Und getz im Viertelendspiel? Ist dat sonne Art von Wettbeerdigung? Da weiß der Ehrenwerte Leser mit größte Wahrscheinlichkeiten, wo ich meine Symphatien hingelecht habe, woll. So isset. Der Mann mit Humor sollte mit die Halbendspielteilnahme geehrt werden. Genau: Herr Bud Spencer. Wo ich so beiläufig galant anne Themen dran bin. Lieber Herr Brömmel Mario! Auch noch nach drei Jahren: Strafe muß sein! Weiterhin: Herr veganer Gatte von Anna Lewa! Gilt dat gleiche! Und wat Sie eine beleidigte Fresse ziehen, wenn der Göttliche Kuba (Zweimal Bigos bitte!!!) für Ihr Vaterland einnetzt, dat gefällt einem alten Polacken wie dem Herrn Budnikowski außerordentlichst. Kinners der Söldners, bleibt gernste Erster inne Bundesliga bis inne Endzeit des ertragbaren Gepöhles, MEISTA war wat anders. Wat war noch? Budnichläuftdochschon hat sich gefreut letzte Nacht. Und getz muß ich mal nach meine Kumpel Mahler schaun. Man sacht, dat der getz Eckenversteher geworden iss. Auf wat wartet der nur? Na, von hier oben anne herrlichen Seite von meine Lieblingsengel werden wir dat rausfinden. „Tach, Götz! Komm rein!“ (Schweigen! Zähneknirschen! Griff in die eigene Unterhose!) „Buena sera, Carlo! Benvenuti!“ Und watt sacht der? „Hömma, Budnikowski, wennse mich noch einmal duzen tust, hau ich dich ne Delle in deine Gewürzgurke!“ Ne, wat eine Freude. Forza! Italia!

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Budnikowski grätscht ins Leere und ab in Wald!

Freitag, 24. Juni 2016 16:52

dschungel1

Hömma, hier. Unwetter numero wat weiß ich iss vorbeigerauscht. Luftfeuchtigkeit wie inne Schlußsequenzen von Fitzcarraldo, aber den Göttern sei Dank gittet Arschkrampen wie Vince Ebert, die der Kundschaft erzählen, iss nur Zufall dat allet. Und der iss nich alleine, nur besonders beknackt. Tu mich die Ärzte und Physikers von die Bühne wech bitte und all die Verdrängungskaspers, die sich dat auch noch fürstlich bezahlen lassen. Rubbelt doch Eure Reagenzgläser voll mit die Ergüsslichkeiten im wohlfeilen Schweigen. Und schon bin ich mitten inne Themakick. Hömma, hier, iss da wat? War da wat? Könnste fast meinen tun, nach die letzten hyperventilierten Pöhlerveranstaltungen begreift selbst Dummbatz germanicus tricoloris faciale e automobile, dat et nebenbei noch Welt geben tut mit ihre ganze Widrigkeiten. Wat der Franzose gelassenst veranstalten tut und nich sonambul vonnem Sommermärchen rumlaberen tut. Je suis Post Charlie, oder wat? No, merci beaucops. Und getz schau auffe Mikrofonhalter unserer öffentlichen Rechtsveranstalter. Effe, alter Finger in Ehren, kannse dem Bommes mal sein Mikro inne sanitäre Anlage versenken tun? Wirse zwar nicht so hübsch dabei wie Ronaldo, aber in meine Ehrenkabinett zwei rauf. Anderet Thema, die Briten sind schon auf Abschied gestimmt – Propheterie Teil 1 – aber Finale? Da zweifel ich an meine Messagerei! Vielleicht schau ich mal inne Ahnentafel, ob in meine Vorfahrenliste nich irgendwo im achten Gliede Waliser rumhoppeln. Oder alternatürlich sonne Uropa Budnihaaslofsohn. Nehm ich mit Kußpfote. Und wennet et richtig brennt auch einen Künö Büdnököwskölöppbudapestabubi. Da kannse Uli Platini fast schon wat Dank inne Zelle werfen für seine Modi, die selbst Mathematikusse nicht begreifen tun. Aber was tuse nicht allet fürre Kohle. Frag unseren Gesichtscremejoachim, der sich in immer unerträglich werdender Selbstgefälligkeit durche Medien suhlen tut. Oder suhlen sich die Medien? Wurst mit Gleitcreme, sach ich mal. Und, hier, hömma, kannse mir erklären warum die Eitelfraktion immer auffen armen Portugiesencowboy rumkloppen tut? Der iss mir in seine unbeholfene Überdrehtheit fast schon sone Art von Parasymphatikus. Und, hier, den Boatengel kannse von meiner Nachbarschaft fernhalten tun, nich wegen die Melatonindiskussion und der letzten Erektionen der Gauleiter, ne, hömma, hinter meinem Maschendrahtzaun will ich keinen Kumpanen, der wo Fotos mit sich und seinen dreitausend Schuhe anne Springerpresse vertickert. Bin ich Cathy Brömmel? Oder Elton John? Aber der Herr Bale aus Walisien, der immer. Da könnte ich mal mit dem Nachbarn umme Wette laufen, ick bin all hier und so: Wer da wohl gewinnen tut? Und, hömma, hier, Europa dat war ursprünglich eine extremst geile Ische und Königstochter aus Nordafrika und die hat der Herr Zeus inne Hirschkuh verhandelt, so dat er, ohne dat et seine Göttergemahlin Hera merken tut, die ebenst am Strande von Matala auf Kreta Angespülte mal so richtig rannehmen kann. Ne, wat ein Tach. Ab innen Wald. Draußen iss wieder Dschungel.

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Budnikowski grätscht rein und vorbei. Packing!

Mittwoch, 15. Juni 2016 13:23

hecker17

Hömma, hier, iss ja nich so, dat ich mich nur inne vergangenen Zeiten aufhalten tu. Abends geh ich inne Heia, am nächsten Morgen erhebe ich mich innen neuen Tach rein, putz die Beißerchen, drück ein paar Kötel inne Schüssel, nage an der Karotte von gestern und dann wird weitergeatmet. Iss dat nich genug an Neuerung? Aber getz hier, hömma: Packing. Ich versuch dat getz mal zu erklären, wat dat sein soll. Iss Packing, wennse als Hooligan deine Pyros innen anderen Block über die Köpfe von Kohorten von Sicherheitsorgane abballern tust? Oder iss Packing, wennse 70 Millionen anne Augen und Ohren von genauso vielen treudoofen „Fans“ vorbei inne eigenen Konten bugsieren tust? Iss Packing, wennse als Fernsehanstalt die Anstoßzeiten vorbei anne Schlafzeiten vonne letzten ordentlich Malochenden – dat war mal dat Stammpublikum vonne Pöhlers – ansetzen tust? Iss Packing, wennse dir in alle Öffentlichkeit anne letzten Reste von Selbstbeherrschung vorüber anne Eiers und Analritzen rumhantieren tust? Oder iss Packing anne Hirne der nich komplett Verblödeten vorbei sinnentleerte Kommenare über die letzten neunzig Minuten inne Mikros zu keuchen? Iss Packing gar, wennse als Reporter komplett am Geschehen auffe Wiese vorbei dich in spekulative Gedankenlesereien ergießen tust? Ne, Packing iss, wenne germanischen Medienschlausprecher vorbei annem Rest von Europa und der Restwelt natürlich wissen, dat die Weltmeisternation die ganzen prügelnden und saufenden Arschkrampen selbstredend im Griff hätte, aber halt die Dummbatzen aus Frankreich, Belgien, Griechenland und überhaupt überall schlecht organisiert, ausgerüstet und und und geh mich wech. Zur Beruhigung und für et Seelenheil des Herrn Budnikowski, also meiner kleinen Wütigkeit, mantra ich mal die Aufstellung von Theremouth – anno ‘66 gegen Leberschwimmbad -  inne Tasten:

Hans Tilkowski (Mütze)

Gerd Cyliax, Wolfgang Paul (Kapitän)

Rudi Assauer, Theo Redder, Hoppy Kurrat, Alfred Schmidt, Willi Sturm

Reinhard Libuda (Gott), Siegfried Held (Held), Lothar Emmerich (Vorbild)

Trainer: Willi ‘Fischken’ Multhaup (noch bessere Mütze)

Tschüsken!

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Budnikowski grätscht zu spät? Ne, auffen Punkt!

Donnerstag, 9. Juni 2016 14:55

em01

Hömma hier, der Franzose in seine dauerrevolutionären Anwandlungen. Müll auffe Strasse liegen lassen, mit die Eisenbahnen kannse nicht mehr anne Stadions ranfahren und getz auch noch die Fluchzeuge auffem Boden genagelt wegen die Streikerei. Kannse mal sehen dat unser NiveAU-Jogi ein großer Denker iss, weil er mit badische Voraussichtigkeit seine verzärtelten Modelgirlsfreunde inne sichere frankoschweizerischen Regionen verfrachtet hat, da wo et gesunde Wasser seine Urprünge haben tut. Dat gesunde Wasser, dem seine umhüllenden Plastikpullen dat gesamte Mittelmeer versaubeuteln. Kannse sicher sein, dat der abgesoffene Flüchtling, wenn er wieder auftauchen tut, als erstes mit eine Plastikbouteille zusammenprallen darf. Felix Europa! Wat feiern die Heiopeis da eigentlich? Dat die Hälfte vonne Europäers, nachdem sie ihre Wirtschaftsförderkohle innen Erwerb von Schwachmaten – SUVs investiert haben, fleißig Stacheldraht einkaufen – Denke mal, genauso wie bei die Panzers ist hier Germanien ganz vorne dabei inne Verdienerhitparade – und sich in längst ausgestorbene Nationalphantasien ergötzen tun? Oder Großmeister Putin? Firewall Erdlochgan? Geh mich weg! Iss ja leider nich so dat Pofresse Gauland inne Republik der Unsolidarischen so schrecklich alleine mit seine Meinung iss. Willse ja nich in die Gehirne von deine Nachbarn reingucken tun. Oder innet eigene. Empört bisse schnell. Dat Traurige iss dat die Abgehängten nach unten treten tun, anstatt die Faust Richtung oben inne scheinheiligen Augen der Abhänger zu verfrachten. Anderet Thema! Weiße wat ich mich wünschen tu? Hier, innem Finale pöhlen die White Lions die Portugesen wech. Danach treten die Angelsachsen aussem FC Europe aus mit Fish und Chips und dat Fadovolk kann sich weiter inne Traurigkeit warm machen. Aber noch wat. Ich bin die EM am schauen. Weiße warum? Weil dat der einzige Wettbewerb außer die Campionenliga iss, wo der FC Kalle und Knastbruder nicht gewinnen kann. Und hier noch: dat mit die Streikerein. Kannse sicher sein, dat der Platini. Muß ich ja nich mehr sagen, woll! So, genug mit die Beleidigungen. Zwei Fragen noch: in welcher Pöhlercombo will unsere WM-Paniniikone Mario Brömmel nachem Ausscheiden innem Achtelfinale seine Nutellabrötchen schmieren? Empfehle Eintracht Aspirin! Und wat iss mit die Unwetterwarnungen? Warten wir auffet Märchen. Solange bin ich auffen Stier am stieren. Dat sind so die alten Reflexe. Schlangen sind leider aus. Und ein Gebet innen Pöhlerhimmel sendet dabei der Renegat Kuno Budnikowski. „Bitte nich wieder die Fuentesschüler aus Espana. Wo wir endlich den SuperSuperSuper – Anzugträger los sind.“ Lasset Budnikowski. Verneigung nach alle Polizeistationen da drüben. Da iss die Arbeit.

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Archibald Mahler kehrt heim / Thesen / Aussicht

Mittwoch, 29. April 2015 16:38

dschungel2

Da saß sie die SIE, schwenkte Bein, starrte blond, plastikpuppte monoton, aber sehr freundlich, zahngrinste hübschgesichtig vom Küchenschrank hinab in die nächtliche Leere, drunten auf dem Küchentisch zog seit Stunden ein Tee vor sich hin, den wer vor der Bettruhe aufgegossen, dann ihn aber von Hypnos vorzeitig in die Laken gesandt vergessen hatte, der Herr Budnikowski zeigte Schulter und schwieg wohlgelaunt, Herr Archibald Mahler, der Bär vom Brandplatz, heimgekehrt und mit einer ihm schwer unter dem Herzen dräuenden Frage belastet, wunderte sich, aber auch er schwieg, wohlgelaunt kaum, dennoch nicht gänzlich missmutig, eher besorgt auf Grund der unerwarteten Neuerung. Dazu sollte man wissen, daß ein Bär, dessen Leben schon einen radikalen Einschnitt (Das abbe Bein!) bereit gehalten hatte, kein großer Freund unliebsamer und (vor allem dies!) nicht angekündigter Neuerungen ist, sondern ein gewisses, vorrangig stabiles Gleichmaß und gesittete Alltäglichkeit bevorzugt. Dennoch schwieg er, genoß – beinahe – das Schweigen und die Absurdität der neuen Sitzsituation. Wie nun vor dem Küchenfenster Eos ihr Haupt erhob den neuen Tag zu grüßen und der Spatzen Chor die ersten Strahlen des Lichts begrüßte, hob der Herr Budnikowski an zu sprechen.

„Das Dasein eines Bären, der zum Intellektuellen sich hin neigt, besteht darin, daß er Grundfragen nach der Existenz stellt, daß er die Welt problematisiert und Unruhe stiftet – in anderen und in sich selbst. So schafft er keine Geborgenheit – zumindest nicht primär – und er ist nicht geborgen! Ein solcher Bär zu sein, heißt eigentlich allein, einsam zu sein!“

„Da sprechen Sie recht. Woher aber dies? Haben Sie in meinem Kopp Urlaub gemacht!“

„Angesammelte Zeit verbracht in einer gewissen Nähe – auch wenn vom Solitär nicht unbedingt gewünscht – gebiert manch sinnangereicherte Erkenntnis, lieber Herr Mahler!“

„Dann weiter im Text!“

„Der Zustand des Ungeborgenseins ist, auch weil der intellektuelle Bär, allen Anfechtungen einer sich ändernden Realität zum Trotz, wie ein Zinnsoldat, der nicht schmelzen mag, in der Hölle seines Denksystems verharrt, weil er will und muß (These!), also ein schmerzhafter und auf Dauer den schon vorhandenen Leidensdruck potenzierender Zustand. So mag es geschehen, daß bär, um einmal Geborgenheit zu erleben, den Intellekt verrät…“

„Meinen Sie sich über alle Maßen über die gestrigen Ausrutscher zu amüsieren, hömma?

„… vielleicht auch dies, also bär sich also einer Oberflächlichkeit hingibt, ja, also dies auch sollte, weil also… und deshalb… Kapierste?“

„Wie deshalb?“

„SIE! Genau! Angenommen mal die Welt wäre blondiert, überpinselt, weil man es auch so will, friedlicher, koloriert, das Häßliche könnte man nurmehr mit dem eigenen Rücken betrachten, Fluchtreflex und Selbsterhalt, und es zieht einen hinan und hinweg, das Ewige, Schöne, Weib, also…“

„Kann es sein, Sie verlaufen sich gerade im Dschungel Ihrer Theorie?”

„Therapie! Und Metapferd! Quatsch! Metapher! Metapheromene! Sie, Herr Mahler, nehmen Sie die SIE als Metapferd und also reiten Sie auf dem Rücken der Schönheit SIE – als Metapher – hinaus aus der Schmorhölle Denksystem Mahler und atmen ein frische Metapheromene und so weiter!“

„Ich will aber keine Freundin, Budnikowski!“

„Meine ich doch auch nicht, ich dachte nur an eine Antwort auf die Frage, die unter Ihrem Herzen dräut! Alles kein Problem.“

„Wie?“

„Ich mache es für Sie. Kein Problem!“

„Woher wissen Sie?“

„Sagten Sie nicht, ich hätte in Ihrem Kopp Urlaub gemacht?“

„Ja, ich sagte dies!“

„Eben!“

(Fortsetzung folgt)

Thema: Archibalds Geschichte, Back in Town, Hömma, wat ich grad am Denken bin, Küchenschypsologie | Kommentare deaktiviert | Autor: Christian Lugerth

Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 12)

Sonntag, 11. Juli 2010 9:41

wm_sieg

Ich sach ma so: die lästige Käpitänsfrage hat eine Klärung erfahren. Der Schweinsteiger soll dat machen, weil er dat gut machen tut, und weil er wissen tut, Capitano is auffem Platz und nich vorre Kameras und Wichtig-Wichtig. Und er weiß wohl, wie dat nich unwesentliche Wort RESPEKT sich buchstabieren tut. Zum Spoat: dat war eine Angelegenheit mit eine höchste Unterhaltungsfaktor, auch wenne sogenannten Verfechter von die „moderne“ Pöhlerei, die seit Wochen aussem Boden schießen wie Pilsken nache Gewitternacht, sich in Grausen abwenden tun. Dat Spiel roch nach Borussia Uruguay gegen Jungspunde 96. Dat war nich Pseudo-Taka-Tuka oder wie dat heißen tut, also inne Planquadrat G 3 darfste die Pille nur 3,17 m mitte Innenspan zu Khedira passen, aber dat auch nur, wenn der Herr Mertesacker inne Planquadrat H 1 mit dem Herrn Boateng die Wege kreuzen tut und Herr Klose anne Außenlinie drei Gegenspielers gebunden hat (Da frach ich mich immer: gebunden mit Stricken oder mit Mondamin?) Nee. Gepflechter Regen wie über Castrop-Rauxel, müde Kriegers von alle taktische Fesselung befreit und die Pille fliecht hoch inne Strafraum rein und dat Ding is drin, irgendwie. Sogar der kränkelnde Herr Löw hatte sich von seine Halbfinalagonie befreit und war inne körperliche Aufwallung geraten. Den kleinen Quatschkopp und den Werbeprinz hasse nich vermißt und vonne Tribüne grüßte die Quadratur des Grauens – von links nach rechts: Wulff Blatter Zuma Zwanziger. Wat willse mehr? Dann war et vorbei un et wurde wieder allet zu Tode analysiert und dat Nationale Zipfelchen wurde bis zum mehrfachen Erguß gerieben, weil die Welt getz wohl die deutsche Nation lieben tut wie noch nie und weil alle  Rumpelpöhlerei, allet altgermanische Elfmeterglück und annere historische Fehlleistung vergeben und vergessen is bis in et dritte Glied. Kinners, lasset gut sein! Dat Neue Deutschland gibbet schon und keiner will et abonnieren tun! Und wie der Herr Theo „Schleim“ Zwanziger dem Herrn Löw dat Medaillon ummen Hals legen will und den Klammergriff des grenzenlosen Vertrauens am praktizieren is, wendet sich der Übungsleiter vonne Nationale Jungspunde in Grausen und Ekel, als täten die Reste von Herrn Zwanzigers Mittagsbulette an seine Joppe kleben. Und der Herr Netzer war seine letzten Worte am versenden tun und wurde dann zur Feiermaus. Und dat mach ich getz auch. Et war mir ein innerer Grünenparteitach!

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute, gestern und morgen. Et grüßt Euren „Lütten Stan“ und: Bis die Tage!

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Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 11)

Donnerstag, 8. Juli 2010 7:40

wm_niederlage

Ich sach mal so: wat rät der erfahrene Handwerker seinem Stift? „Nach fest kommt lose!“ Wer da getz in unsere Nationale Jugendbande welches Schräubken wat zu heftig am drehen war, dat soll der Herr Bundestrainer mal schön eigenständig selber herausdestillieren tun, ich kann nur saren, wat ich sehen durfte und dat war entschieden zu wenig. Bei alle Anerkennungshymnen und euphorische Veitstänze vonne letzte Woche und bei alle Respekt fürre großartige Ballstafetten von die Spaniakos: dat is dat Halbfinale vonne Große Pöhlerei Festspiele und auch wenne ganze Welt, die uns getz plötzlich so sehr lieben tut, dann wieder dat Näschen rümpfen muß: da musse mal wieder inne Kiste mit die germanische Tugenden greifen und wat kämpfen. Da kannse nich hingehen, bloß weil dat die absolute Lieblingstruppe von dem Herrn Bundestrainer is, und Spalier stehen, als wär dat eine spanische Hochzeitsgesellschaft. Da is ja die FDP näher anne Positionen vonne CSU dran als unsere Jungspunde anne iberische Gegenspielers am gestrigen Abend und dat darf nich sein. Die Herrn Schweinsteiger – zu großen Teilen – und Neuer tu ich mal ausdrücklich ausnehmen vonne kritische Anmerkungen. Ich war am denken inne Halbzeitpause, rufse mal beie FIFA an, dat die die Anzahl von die Roten Furien nachzählen mögen. Dat kann ja sein, dat der alte Schnauzbart von Übungsleiter dat ein oder andere zusätzliche Wuseltierchen auffe Wiese geschickt hat. Aber pass mal auf, dat war gar nich dat Problem, und hätte, wäre Müller auch nich. Dat Grundlagenproblem war, dat unsere Herren nur mit zwischen 25 un 50 Perzent Anwesenheit auffem Acker von Durban zugegen waren. Wat dat heißt? Kannse gucken:

…….

Die Aufstellung der Nationalen Jugendbande

vom 7. Juli 2010

Neuer

L …Mertesa…Fried…Boa

Schweinsteig…Khe

Tro…Ö…Pod

Klo

Später dazu:

Janse…Kroo…Go

Spielbeginn:

20.30 Uhr

(Wobei ich nich weiß, ob dat getz alle wirklich mitgekriecht ham.)

…….

Dat blaue Pullöverken kann getz inne Wäsche geben, obwohl viel an neuen Schweiß is während der gestrigen Vorführung nich in die Fasern geflossen. Da war schon eine gewisse Apathie inne Körperlichkeit von unserem Herrn Löw festzustellen. War dat getz die Anerkennung vonne gegnerischen Fähigkeiten oder hat der dat Buch schon zugeklappt? Kannse getz schön spekulieren die nächsten Tage. Dat beste anne ganze Trauerspiel is, dat unser Herr Netzer zum Abschied noch mal dat Duell umme gelbe Zitrone mit seine Weisheiten garnieren darf. Dat erfreut uns! Und einen Gruß noch innet Fernsehzimmer vonne Rehabilitationsgebäude zu Luxemburg.

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 10)

Samstag, 3. Juli 2010 21:19

wm_sieg

Ich sach mal so:

Die Aufstellung der Nationalen Jugendbande

vom 3. Juli 2010

Neuer

Lahm    Mertesacker    Friedrich    Boateng

Schweinsteiger    Khedira

Müller    Özil    Podolski

Klose

Später dazu:

Jansen   Kroos   Trochowski

Spielbeginn:

16 Uhr

Danke, Herr Handke!

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 9)

Sonntag, 27. Juni 2010 19:37

wm_sieg

Ich sach ma so: Thank you, Albion! Dat erste Spiel, wo die Gesänge dat Getröte übertönen tun. Sorry, Albion! Dat is eine ganz klare Kiste inne Minute fünfundreissig. Und an alle meine Landskameraden inne hitze- und pilsbedingte Euphorie, und an Kai „Das ALO“ Dieckmann ganz besonders, kann ich nur appellieren müssen tun: Rache für Wembley? Lasset sein! Revanchefoul is immer Rote Karte! Inne tiefer gehende Diskussionseinheiten mit meine alte Kumpel und Three-Lions-Anhimmler Archibald wird die Frage nache Notwendigkeit vonne Einführung von Torrichters und Kameras und alle Arten von Gerechtigskeits-Schnickschnack behandelt werden tun. Und hömma: dat war tiefe Sportlichkeit von die alten Herren vonne Insel, die Knöchel von unsere wunderbare Jugendbande nich zu Brei zu kloppen. Kannse Dir vor Deine innere Auge ausmalen, die nich gegebene Hütte gegen Argentinien, Italien un wat weiß ich? Und Mick Jagger musse ersma auffe Tribüne sitzen haben als Supporter. Also fertig mit die alte Schlachtbildmalerei! Getz zurück zur Pöhlerei! Langsam geht et los! Da bisse am denken, dat dauert, dat wird zäh! Dann haut der Neuer dat Ding anne gegnerische Strafraumgrenze: und, wat soll ich saren: ne, dat kann nich dat Gespenst M.K. gewesen sein, dat is seine Clon vonne letzte WM, Ellenbogen raus und: ZACK! Hütte gemacht im Fallen! Glaub ich dat! Dat is Zeitreise pur! Zenklose is back! Der Werbeprinz kurz danach mit Scheuklappe fürre Nebenspieler. Befürchtungen! Et wogt. Doppelpaß germanisch, Latte angelsächsisch. Und dann: ich sach mal so: Wo Müller draufstehn tut, is großartige Pöhlerei drin! Wat ein Paß, un der linke Fuß vom allzu oft im Eigensinn verhafteten Herrn Podolski sei hiermit gepriesen. Freude praecox inne Mannschaft und in die Reporterkabinen und inne Folgerichtigkeit: Boateng un der vorzügliche Herr Neuer sind eine grobe Verschätzung am produzieren tun. Un der Herr Schiedsrichter im direkten Anschluß dito! Kannse Gebete für anne nicht vorhandenen Fußballgötters senden! Pause und: Herr ARD, kannse mir mal erzählen tun, wat dat Blondie vonne Fanmeile, wo die hysterischen, geschminkten Teilzeitfussies am kollabieren sind, mit die Pöhlerei zu tun hat? Halbzeit zwei is für et Nervenkostüm eine Prüfung inne erste Viertelstunde. Albion rollt! Und wie hat et der Herr Kommentator Simon (Ich sach mal so: Weniger is mehr!) ausgedrückt: „Der Ball senkt sich wie ein Stein aufs Aluminium!“ Hömma Steffen, der Preisträger vonne Lesetage in Klagenfurt is am feststehen! Dann die zehn Minuten, wo ich inne komplette Fassungslosigkeit verharre und sage: Herr Arne Friedrich, wat Sie seit die Duell gegen die Ghanaer an Leistung inne germanische Strafraum zaubern, dat is kurz vor Kohler! Der Rest: Thomas Müller! Thomas Müller! Und der Neuer hält et fest. Bewegungen allenthalben! Rein oder Raus? Raus und Rein? Wer is dat? Gomez? Kießling? Rooney kann dat nich gewesen sein! Abpfiff! Da bleibt Erinnerung haften. Der Hitze geschuldet un den nachmittäglichen Pilsken: dat Schlußwort dem Herrn Podolski: “Die Brust ist erstmal da!” Dat will ich doch hoffen! Auf innet Finale! Auch wenn et dann die Frau Merkel un der Herr Niedecken sind, die die prominenten Sitzbänke besetzen tun werden.

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

Thema: Hömma, wat ich grad am Denken bin | Kommentare (2) | Autor: Christian Lugerth