PoesieSlambum revisited / Zwischenbemerkung

„Herr Budnikowski, zwei Bemerkungen!”
„Und die Frage, warum die Herren, die in der Hauptstadt sitzen und die Optik unserer Gedanken verwalten, unsere Worte mit diesen scheußlichen Fragezeichen zerschossen haben vor über Wochenfrist.“
„Budnikowski, man hat Proteste hinterlegt, aber es wird geschwiegen! Beharrlich!“
„Die Servierer sind wahrscheinlich dabei aufdatiert zu werden. Oder so!“
„Das Positive! Wir sind im Fluß!“
„Reime in die Welt pflanzen?“
„Jawoll! Wir sind voll im Strom!“
„Als hätte man es geahnt!“
„Glückwunsch, Herr Wagner! Ihr Sternchen!“
PoesieSlambum revisited / nach Steputat S. 189

(Herr Ernst Albert war es, der gerufen hatte. Selbstredend ist der Mahler sofort aufgestanden – Pflichterfüllung – als er die Stimme seines Herrn und Auffinders vernahm. Verschwiegen werden darf an dieser Stelle aber nicht, daß er dies mit weithin hörbarem inneren Murren tat, war er doch gerade dabei zusammen mit Reimkumpan Budnikowski einen Vorschlag der Seite 189 des Steputat’schen Werkes zu beackern und zwar zu Ehren des vor wenigen Tagen dahingegangenen – auf wahrdeutsch an allgemeinem Organversagen implodierten – W. Wuttke, womit sich die Gelegenheit ergab sich zum wiederholten Male darüber wundern zu dürfen, daß der allgemeine Homo aufrechtgeherus diejenigen, die ihre Hauptaufgabe darin sehen das Leben anderer zu zerstören, hocherfreut und untertänigst mit Orden, Gedenken und Boni bewirft, während er die armen Clowns, die sich die Selbststörung als Lebensziel gesetzt haben, mit Vorwürfen, Ausschluß und falschem Mitleid (dies gerne an den noch offenen Gräbern) belohnt. Doch dann kam der Ruf und übrig blieb ein Fragment.)
…
an den rändern noch offener kisten
sie besingen dein gespenst
stell dir vor du begännst
von neuem
wer wird sich freuen
alle
und dann keiner
wenn du wieder brennst
vor… (hier bricht der text)
(budnikowski UND mahler anno 2015)
…
“Sie haben gerufen, Herr Albert!”
“Ja, das habe ich, mein kleiner Freund!”
“Ich bin nicht klein. Ich war ganz selbstständig jetzt. Bis an die Förde habe ich es geschafft. Und zurück. Und wer war nicht da?”
“Ja, ich weiß. Verzeih mir bitte! Ich war in letzter Zeit oft nicht da, hier nicht und - (Hier bricht er ab.) – eher! Weiß es selber nicht!”
“Jammern Sie nicht rum! Sie haben mich beim Dichten gestört. Was ist Ihr Begehr?”
(Dann wird getuschelt. Der Bär denkt. Nach einer Weile. Sind wir präzise: nach einer sehr langen Weile, ein leises Potzrembel! als Zeichen der Zustimmung. Anschließend Auftritt die Wunderbare Pelagia und der Teure Budnikowski, der leicht indigniert noch auf Grund einer Störung. Begrüßungen und man macht sich auf den Nachhauseweg.)
PoesieSlambum revisited / Steputat S. 85 & 168

(Und im Tal schwollen die Bäche an und oben am Hang nahm der frisch gefallene Schnee sich Zeit, um zu verschwinden. Den Herren ward kalt geworden beim Sinnen über das jetzt auch nicht mehr nur taufrische Jahr. Kalt am Pelz, aber auch kalt in den Innereien. Im Hirn erst recht. So blieb der Schnee auf den Freiluftpoeten liegen. In kleinen Dosen zwar, jedoch sicht – und nachweisbar. Dieses sei aber nicht Grund – wie es der Alte aus HH – Langenhorn gerne wiederholt – die Pflichten, und dieses in Gelassenheit, zu erfüllen. Muß man deshalb die „Selbstbetrachtungen“ des Marc Aurel lesen? Warum nicht? Wenn es dem Alten geholfen hat. Erst jedoch der Reim.)
„Budnikowski, ich funktioniere heute nur eingeschränkt. Gehen Sie bitte voran!“
„ABC, die Katze lief im Schnee!“
„Wie meinen? Kinderreime?”
„Warum nicht! Herr Zimmermann tut es auch ab und an! Statt Malen nach Zahlen: Reimen nach Ziffern!“
„Werden Sie jetzt Kabbalist? Oder Hells Angel? Wißmar ist ja nicht weit. 81? 161? 2121, oder was?“
„Nee. Addieren der Ziffern der Reihenfolge der Buchstaben im ABC. Zum Beispiel Schneefall ist gleich fünfundachtzig.“
„Ach so! Sehr schön! (A.M. denkt nach. Ordentlich lange. Er hat die Rechenstunden auch meistens am Bach beim Lachse fangen absolviert. Bis dreizehn kann er zählen. Mehr geht nicht rein in den Wanst pro Tag. Aber dann:) Einhundertachtundsechzig!“
„Was ist das denn?“
„Severin Freund!“
„Sehr gut! Der Schnee der letzten Woche! Springen wir!“
…
Am Hang der eig’nen Nichtigkeit
Lebenslang nur Lobgesang
Wiege Dich nicht in Sicherheit
Schon schläft und schnarcht der Schaffensdrang
Sonnt sich in Selbstgefälligkeit
Der Pflichten Liste ellenlang
Jenseits aller Parteilichkeit
Ein halbwegs aufgerichtet’ Gang
Auch auf dem Weg zur Örtlichkeit
`S ist von Belang nur Stetigkeit
Ansonsten saust der Bumerang
Und donnert Dir direktemang
Ans Hirn Oh Überheblichkeit
Da hilft auch keine Trunkenheit
Ein Hoch auf die Vergänglichkeit
Aus tausend Kehlen Abgesang
Verriegelt ist der Notausgang
Und dies schon lang Seit seinerzeit
Am Hang der eig’nen Nichtigkeit
(budnikowski UND mahler °2015)
…
(Die Sonne zeigt Wirkung. Ist ja auch schon März. Mittlerweile. Und die Reime wärmen von innen her. Aber die Pöter zumindest bleiben kalt. Ziele werden gerne erlitten. Dann ruft jemand nach Archibald Mahler. Archibald Mahler steht auf und geht.)
PoesieSlambum revisited / nach Steputat S. 19 f.

(Die Dame, welche die zwei vorhandenen Reimer beobachtet, wer ist sie? Nun, wer sie kennt, dem kommt sie bekannt vor. Die anderen dürfen raten. Die zwei vorhandenen Reimer kennen die Dame gut. Schon länger. Der eine mehr, der andere aber auch.)
„Idee! Budnikowski! Und keine Postleitzahl!“
„Ich höre?“
„Wir nehmen die Quersumme der biographischen Daten der Dame!“
„Risiko! Kommen wir über fünfzehn?“
„Versuchen!“
„Rechnen Sie bitte, Mahler. Ich gestehe da sitzt eine meiner vielen Schwächen, Addition und so!“
„Und wie liefern Sie dann Ihre vielen Eier punktgenau aus?“
„Deppenbär!“
„Verzeihen Sie! Neunzehn, wenn ich mich nicht irre, hihihi!“
„Dann lüften Sie mal Ihren Skalp und wir machen uns dran an die Sachen und dies nicht ungeschlacht!“
…
Erwachen
In den alten Almanachen
Schlafen tausend müde Drachen
Zahnlos kalt sind ihre Rachen
Während uns’re Red’ verflacht
Habt acht! Habt Acht!
Würden jemals sie erwachen
Ihren Zorn vertausendfachen
Die Blinden pfeifend weitermachen
Auf den Zinnen keine Wacht
Zu spät oh Freund. Dies mit Bedacht
Wer wird den nächsten Sturm entfachen
Alle Sicherheiten krachen
Ins Bodenlose und verlachen
Was so geil in Anbetracht
Gold’ner Kälber ward erdacht
Und wenn sie erstachen
Bevor sie sprachen
Wohlbedacht
Dir noch eine Nacht
Vor jener Schlacht
Dann ohne Fracht
Hinaus.
Erwachen!
(budnikowski UND mahler °2015)
…
(Dann wird noch über den Zustand des Planeten im frühen Jahr 2015 nachgesonnen, soweit das von Roddem – Frühlingshausen aus ertragreich möglich ist. Die einen sagen, so schlimm war es lang nicht mehr, die anderen, das sei nichts Neues und dem Rest ist es Wurscht mit Wachmach – Brause. Hauptsache es wird gepöhlt, zur Not auch im Stall von Bethlehem. Und es wird Abend und leise rieselt später Schnee!)
PoesieSlambum revisited / nach Steputat S. 354

(Wie war das noch mit dem alten Griechen und den versprochenen Bergen und dem Resultat namens Maulwurfhügel? Hatte der Mahler ja schon am Beginn des Jahres an der Förde drüber nachgedacht. Immer kommt was dazwischen. Budnikowski bemerkt, daß dies ganz normal sei, säße man vor etwas, wo man reinspringen kann, soll, darf, muß. Nee, kein Muß, aber ein Mus im Kopp. Zwischen erstem Gedanken und erstem Schritt Meilen und Steine. Und letztere gerne eigenhändig vor die startbereiten Füße gerollt. Die zwei hoffnungsfrohen Dichter sitzen am Fuß des Dünselgebirge mit Blick weiterhin auf Roddem – Frühlingshausen und haben sich da was vorgenommen, aber sie wissen, daß das Gedicht ein ganz, ganz altes Schwimmbad …äh… Rennpferd ist. Sagte mal Ol’ Charles Bukowski. Wer je auf einem Sprungbrett stand. Helaho!)
„Budnikowski, das eine große Idee, das Dichten nach Postleitzahlen.“
„Weshalb?“
„Haben Sie schon nachgesehen, welchen Endreim der Herr Steputat auf der Seite Dreihundertvierundfünfzig uns anbietet?“
„Nee!“
„Ü!!!!“
„Hübün Sü Ültjü – Kürnü?“
„Damals haben Sie doch noch gar nicht mit Ihren vorwitzigen Löffeln rumgewackelt, Sie Hirnomat!“
„Drü Chünüsün müt düm Küntrübüss! Egül! Gokyüzü! Torpüsü! Orgüsü! Da müssen wir dürch hüpfen!“
„Sie meinen wohl rein! Dann Hottehü!“
„Ich springe schon mal vor!“
…
Sprungdebut
Ach vergeb’ne Liebesmüh!
Zauberstab rührt Reimmenue.
Dünselberg! Du bist kein Piz Palü.
Laß blicken uns ins Tal.
Bellevue.
Auf der Hoffnung Avenue
Schreiten Hand in Hand? Perdu.
Lediglich zuckt Deja vu.
Selten war es spät so früh.
Zinnsoldaten halt! Salut!
Stolp’re nicht Du Parvenü.
Tanz nicht Spitze. Dein Tutu
Raschelt. Zu viel Denk – Atü
Blähen Dich wie ein Fondue
Es tut. Oh Lebensmüh’!
Reim leis’ dahin. Mal in Ecru.
Revue perdu? Perdu – Revue!
Bemerkung noch. Ein Apercu!
Gedicht, oh Rennpferd Dü:
Flott hottehü! Flott hottehü!
Dein Hals umschlingt ein fein Fichu.
Gedicht, oh Rennpferd. Sprung – Debut.
(budnikowski UND mahler °2015)
…
(Danach denkt man noch darüber nach, ob man, wenn man irgendwo reingesprungen ist, das auch ausbaden muß. Daß man dabei beobachtet wird, stört nicht weiter.)
PoesieSlambum revisited / nach Steputat S. 44

(Also sitzen Budnikowski UND Mahler, Mahler UND Budnikowski am Fuß des Dünselberges, blicken hinab auf Roddem – Frühlingshausen und sind just gerettet vom Wesen, durch das Wesen, am Wesen – dem eigenen oder SLASH dem fremden Wesen – und da wäre noch das Reimlexikon des Herrn Steputat vorhanden. Man sitzt. Blickt vor sich hin. Es lenzelt gelinde. Schneeglöckchen vermehrt vorhanden und vereinzelt selbst ein Krokus. Vor vier Tagen zogen schon Kraniche gen ihre Heimat. Wie immer – denn es war ein Sonntag – hebt der Has’ als erster zu sprechen an.)
„Und jetzt, Mahler?“
„Nennen Sie mir eine Zahl zwischen 15 und 398!“
„Und dann, Mahler?“
„Nachschlagen im Geschenk! Dem Zufall die Chance geben! Dann wird gereimt!“
„Und wer, Mahler?“
„Wir! Beide! Alle! Gleichzeitig! Nacheinander! Gleichzeitig! Generell! Wie die Altvorderen! Mick! Keith! AUSRUFEZEICHEN! Budnikowski!“
„Und wer besitzt die Rechte, Mahler?“
„Keiner oder beide und alle! Den Rest regelt unser Manager, der Loogi!“
„Und wer ist das bitte, Mahler!“
„Der Ernst Albert selbstredend.“
„Na dann ‚Prost Mahlzeit’. DOPPELPUNKT. Musentempler und Finanzen. Aber gut. NOCH EIN DOPPELPUNKT. Besser als sich über Pöhlerei aufregen tun müssen, hömma! Mahlerfreund, hat datt Kaff da unten eine PostLerZett FRAGEZEICHEN“
„Drei Fünf Vier Vier Vier PUNKT“
„Dann heute die letzten beiden Ziffern und morgen der Rest, die ersten drei!“
„Wohlan denn! AUSFÜHRUNGSZEICHEN
„Eine Frage, bevor es losgeht nur KOMMA machen wir konkrete Poesie auch?“
„Mal sehen. Erstmal fress den Reim!“
„Jedem Anfang wohnt ein Diebstahl inne!“
…
ännen oder ennen? zarter beginn mit blick voraus
(arbeitsfassung und entwurf in KLEINSCHRIFT)
wenn sie begännen
ob und wie sie gewännen
oder ob sie nur rännen
in düstere gass’
was sie ersännen
sich selbst nicht nur entrännen
oder letztlich entsännen
sehr bescheidenen spaß
gewiss ist sie brennen
und sie werden nicht flennen
denn sie werden bekennen
dass ihre antennen
bis in die ardennen
wo oben die sennen
den mittag verpennen
statt fleißig zu sennen
die milch der poeme
fließt hin nun ihr
gedankenstroeme
von hier bis von dennen
(budnikowski UND mahler °2015)
…
(Der erste Reim unter Anleitung dieses über hundert Jahre alten Nachschlagewerks klappert vor sich hin in feuchte Tücher. Am sonnenbeglänzten Fuß des Dünselberges ruht ein stillgelegter Schwimmteich. Wird man hineinspringen?)
NACH DEN AUFGABEN DIE PFLICHT IV

Nachdem nun die Aufgaben aufgegeben, da erledigt, ist es an der Zeit sich frohen Mutes der Pflichten zu erinnern. Leib und Seele zusammenhalten, das Hirn nicht verrotten lassen, regelmäßig den Göttern danken und vor allem die Lager füllen! Man möchte ja nicht auf Kreditbasis den Winterschlaf antreten. Machen wir Holz. Beim Holzmachen empfiehlt es sich, Verse zu schmieden. Es erleichtert die Tätigkeit. Findet zumindest Archibald Mahler, Bär auf dem Weg in den Winterschlaf.
Spalt Keil berstend Holz
Tatzenarbeit Bärenstolz
Knistern Lohe Bärenfell
Worauf man liegt
Nur langsam sich der Raum erwärmt
Stapel Schichten feil
Zählen Ordnen weil
Winter kommt mit Macht gewiß
Heut’ in der Früh’
Die Kraft in meinen Muskeln schwärmt
Gestern Apfel doch
Hing an diesem Aste noch
Säge Beil Die Axt Sie fällt
Achtung Tatze weg
Am Himmel noch der Kranich lärmt
Streichholz Ster um Ster
Arm wird langsam ziemlich schwer
Letzte Rose frostgebeugt
Und die Zwiebel hier
Die schenk ich Dir
Falls Du weinen magst
NACH DEN AUFGABEN DIE PFLICHT III

Nachdem nun die Aufgaben aufgegeben, da erledigt, ist es an der Zeit sich frohen Mutes der Pflichten zu erinnern. Leib und Seele zusammenhalten, das Hirn nicht verrotten lassen, regelmäßig den Göttern danken und vor allem die Lager füllen! Man möchte ja nicht auf Kreditbasis den Winterschlaf antreten. Zählen wir die gesammelten Nüsse. Beim Zählen der gesammelten Nüsse empfiehlt es sich, Verse zu schmieden. Es erleichtert die Tätigkeit. Findet zumindest Archibald Mahler, Bär auf dem Weg in den Winterschlaf.
Nußkern! Eine Frage, Nußkern.
Ist es Furcht, die Deine Schale,
Ist es Angst, die jeden Zugang
Zu Deiner Frucht, der Nuß, zur Quale
Macht, wenn man nicht will den Zahn verlieren?
Ohn’ Gerät sich Finger bricht?
Nuß, oh Nuß, dann bleib doch liegen.
Schlaf Dich aus! Ich brech Dich nicht!
NACH DEN AUFGABEN DIE PFLICHT II

Nachdem nun die Aufgaben aufgegeben, da erledigt, ist es an der Zeit sich frohen Mutes der Pflichten zu erinnern. Leib und Seele zusammenhalten, das Hirn nicht verrotten lassen, regelmäßig den Göttern danken und vor allem die Lager füllen! Man möchte ja nicht auf Kreditbasis den Winterschlaf antreten. Zählen wir die gesammelten Äpfel. Beim Zählen der gesammelten Äpfel empfiehlt es sich, Verse zu schmieden. Es erleichtert die Tätigkeit. Findet zumindest Archibald Mahler, Bär auf dem Weg in den Winterschlaf.
Füllt die Lager, füllt die Speicher,
Kalter Wind fegt übers Land,
Hofft nicht auf die bess’ren Zeiten,
Dreht die Rücken an die Wand.
Alles was das Jahr erworben,
Unter Eurer Hand zerrinnt,
Schließt die Türen, schließt die Fenster,
Holt vom Hofe Hund und Kind.
Weh, wer vergaß den eitlen Rücken
Huldvoll Richtung Frucht zu beugen!
Erster Schnee liegt auf den Feldern.
Grabsteine. Die letzten Zeugen.
NACH DEN AUFGABEN DIE PFLICHT I

Nachdem nun die Aufgaben aufgegeben, da erledigt, ist es an der Zeit sich frohen Mutes der Pflichten zu erinnern. Leib und Seele zusammenhalten, das Hirn nicht verrotten lassen, regelmäßig den Göttern danken und vor allem die Lager füllen. Man möchte ja nicht auf Kreditbasis den Winterschlaf antreten. Sammeln wir ein paar Äpfel. Beim Sammeln von Äpfeln empfiehlt es sich, Verse zu schmieden. Es erleichtert die Tätigkeit. Findet zumindest Archibald Mahler, Bär auf dem Weg in den Winterschlaf.
Weit vom Stamm fällt nicht der Apfel.
Falls der Stamm sich nicht bewegt,
Fraglich bleibt es für den Baum doch,
Ob er Vaterschaftsgefühle hegt.
Stehen Bäume dicht auf Wiesen,
Greift ein Ast zum Nachbarsbaum,
Fällt der Apfel nah dem Fremdbaum,
Apfelfroh und merkt es kaum.
Nachtfrost bricht die Apfelschale
Und ins Freie dringt der Kern.
Ungebissen zu verrotten,
Dieses hat die Frucht nicht gern.