Die letzten Tage des Mai besungen vor der Eins

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Bündel Fell, mein bestes!

Wann werden wir, wir drei, zwei, eins oder andere auch, uns wiedersehn? Wenn die Junimonde gehen? Wenn der Mai durchs Land geblüht? Wenn ein Hauch von Sommer glüht? Wenn die Wirrnis stille schweigt? Wenn Juckreiz aus dem Felle steigt? Auf welchem Brocken werden wir sitzen? Unter neuer Fron uns dusselig schwitzen? Die Hexennacht schläft hinter mir, den Boden trübt verfloss`nes Bier. Ein Batzen Licht erhellt den Hasen, satter Regen nässt die Rasen. Man rutscht und stolpert gegen Banden, wann wird Erkenntnis in uns landen? Der Monat kaum er hat begonnen, zwischen den Tatzen schon zerronnen, ein kleines Lied davon, recht alt, meine Fresse, wie ist’s heut kalt, im Süden, ich stoppe nun, will nicht ermüden, Sie, der auf der Suche seiner – bin ich wer oder eher keiner? – sich wieder mal befinden tut. Schnauze nun, etwas mehr Mut, Herr Bündel Bär und Panikdenker, im Himmel sitzt ein Weltenlenker und blickt der Gnade voll herab. Auf Hasen und gern mal auf Bären. Wir müssen uns nur wehren. Heraus zum ersten Mai. Da wäre ich dabei. Und Sie? Als Vieh? Oder Poet? Egal? Nie ist’s zu spät. Bis gleich in Mittelhessen. Jetzt wird die Möhre aufgefressen und Willi wird vierhundert Jahre alt. Es nähert sich von Birnam Wald. Und Hexen frei vom Kleide nächstens auf der Heide. Den Dolch gezückt. Sein wir verrückt. Wann werden wir?

Euer ergebener Luftgeist Kuno von Persilien

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Autor: Christian Lugerth
Datum: Sonntag, 1. Mai 2016 16:06
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