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Ein Monat belangloses Geschwätz / Scene Seven

Montag, 16. Dezember 2013 20:09

hippo

(Chilischoten hängen in der brutzelnden Sonne, in Durango verliebt man sich, Papa will, daß seine Töchter die Wäsche von der Leine nehmen, in Brownsville unter einem roten Himmel verkaufen sie Postkarten von den letzten Hinrichtungen und die Nilpferde kochten in ihren Becken, als Bob und Sam und Sam und Bob den Mann im langen schwarzen Mantel um die Ecke huschen sahen. Er hinterließ Worte und Fußstapfen zwischen den Kakteen. Bleibt liegen auf dem alten, großen Eisenbett, ich kann hören, wie sich der Schlüssel im Schloß dreht. Um den Rest kümmere ich mich:

It’s been such a long, long time / Since we loved each other and our hearts were true. / One time, for one brief day, / I was the man for you. / Last night I heard you talking in your sleep / Saying things you shouldn’t say. / Oh baby, / You just might have to go to jail someday. / Is there a place we can go? / Is there anybody we can see? / Maybe, / It’s the same for you as it is for me. / I ain’t seen my family in twenty years / That ain’t easy to understand. / They may be dead by now; / I lost track of them after they lost their land. / Shake it up baby, twist and shout, / You know what it’s all about. / What you doing out there in the sun anyway? / Don’t you know the sun can burn your brains right out? / My enemy crashed into the dust, / Stopped dead in his tracks, and he lost his lust. / He was run down hard, and he broke apart. / He died in shame; he had a iron heart. / I wear dark glasses to cover my eyes. / There are secrets in them that I can’t disguise. / Come back baby, / If I hurt your feelings, i apologize / Two trains running side by side / Forty miles wide, down the eastern line. / You don’t have to go, / I just came to you because you’re a friend of mine. / I think that when my back was turned, / The whole world behind me burned. / It’s been a while / Since we walked down that long, long aisle. / We cried on that cold and frosty morn. / We cried because our souls were torn. / So much for tears, / So much for these long and wasted years.)

„Wollen wir übersetzen?”

„Charon, mein Freund?”

„Dichten wir lieber nach.“

„Wir werden die Worte ernten, in den ungeübten Tatzen wiegen und wägen?“

„Aber wir trauen es uns zu!“

„Sonnenuntergang und gelber Mond! Klar, Mann!“

„Wenn Du Sie siehst, grüße sie von mir!“

Thema: Robert Zimmermann | Kommentare deaktiviert | Autor: Christian Lugerth

Ein Monat belangloses Geschwätz / Scene Six

Sonntag, 15. Dezember 2013 22:32

emergency

(Es wurde ruhiger, man hatte das Paradies eingeebnet, weil man Parkplätze benötigte, aber das Mädel aus Brownsville ließ ihre Zähne glänzen wie der Mond über den Köpfen der Verstummten, fuhr durch ihre Locken, zeigte uns die Welt und wir durchfuhren den Panhandle, landeten in Amarillo, verloren uns im Regen von Juarez und da hatten wir genug, gossen den letzten Burgunder auf die Straße namens Burgunderstrasse, weil Deine Scheißlaune, bester Freund, wird Dich nicht weiterbringen, stell Dich mal in meine Schuhe, da geschieht etwas und Du weißt nicht was geschieht. Du bist ein großes Mädel, jetzt! An der nächsten Straßenecke wartete Napoleon, zerlumpt, er wartete nicht, aber er stand da. Hänschen klein im Keller drunten mixte sich seine Medizin, derweilen wir auf dem Bürgersteig herumstanden und über die Regierung nachdachten. Auf Maggie’s Farm will ich nicht mehr arbeiten. Gibt es einen Fluchtweg Richtung raus? Hier?)

„Peter O’ Toole ist gestorben, Mann!“

„Ja! Ich habe damals diesen einen Film gesehen!“

„Bis Akaba?“

„Ja. Bis Akaba!“

„Was für eine Reise!“

„Es ist niemals angekommen!“

„Es gibt Leben, die ein Ziel, aber keinen Notausgang kennen!“

„Gewiß. Manche vergessen, daß sogar Odysseus Penelope verlassen hat, nachdem er die Freier vertrieben hatte!“

„Warum?“

„Es muß doch irgendwo einen Weg geben, der uns woanders hinführt!“

„Und sonst?“

„Erzählen wir keinen Mist mehr!“

„Warum?“

„Die Stunde ist eine späte Stunde!“

„Ja. Legen wir kein falsches Zeugnis mehr ab!“

„Sehr schön!“

„Und wünschen wir der Neuen Zeit mehr Alte Worte!“

„Ich habe versucht näher zu rücken, aber bin dann doch noch eine Million Meilen von ihr entfernt!“

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Ein Monat belangloses Geschwätz / Scene Five

Montag, 9. Dezember 2013 20:47

kaktus rücken an rücken

(Es war ruhig gewesen die letzten Tage in Brownsville. Finger schnipsten, verlangten nach Regen aus tiefblauem Himmel, das Pfeifen des Abendzuges verstummte, es wurde dunkel, zu dunkel, um noch irgend etwas erblicken zu können, nicht wirklich dunkel, aber ich war auf dem Weg, lange schwarze Wolken eben, schwarzer Regen. Einer war aufgestanden, stieg hinab ins Tal, sang sein Lied, sang es laut, sang es kräftig, das Echo solle entscheiden, wer richtig liege oder falsch, der Andere setzte seine Zukunft auf die Hölle Vergangenheit, das Morgen rauschte heran, unerwartet schnell und gebrochene Verträge wurden verbogen von gebrochenen Händen auf zerbrochenen Pflügen. ‚Du bist ein Lügner, ich glaube Dir nicht, spielt es verdammt laut!’ Da draußen, weit entfernt, heulte eine Wildkatze, so sprach der Joker zum Dieb, diese sieben Tage würde er überleben, bis sie am Bahnsteig steht, es liegt an Dir und wenn Du sie siehst, sage ihr, mir ginge es gut, ich habe gelernt den Lärm in meinem Gehirn abzustellen. Silvio mußte gehen. Er wußte, daß weder Gold noch Silber das erkaltete Herz wieder schlagen lassen. Er wollte herausfinden, was nur Tote wissen können. Sagte Silvio. So ruhig war es gewesen in Brownsville. Erzähl das dem Alten Bill. So ruhig war es gewesen in Brownsville in den Letzten Tagen.)

„Bob, soll man über die Welt jaulen?“

„Sam, man soll von der Welt jaulen!“

„Bob, soll man über die Welt krächzen?“

„Sam, man soll von der Welt krächzen!“

„Bob, soll man über die Welt nuscheln?“

„Sam, man soll von der Welt nuscheln!“

„Was ist die Welt?“

„Frag Donovan!“

„Wo ist er?“

„Im Kleiderschrank!“

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Ein Monat belangloses Geschwätz / Scene Four

Sonntag, 1. Dezember 2013 18:38

urne

„Keith, Bob, Keith hat die Asche seines Vaters gesnifft.“

„Hat er gesagt, Sam, hat er gesagt! Ja! Dig it!“

„Genau! Dig it!“

„Da gehören die Väter hin, in die Mägen, in die Venen, in die Nasen. Vielleicht.“

„Subkutane Liebe! Was sniffst Ihr am Anfang von Eat the Document? Your high school diploma? Dad? The Past? The Future? Die Gegenwart?“

„Ich ist kein Anderer als ich und mich gibt es nicht. Melodielinien, Kratzer auf den mir abhanden gekommenen Platten, Eselsohren in geklauten Büchern, rostiger Fingerschweiß auf Gitarrensaiten, ein Resümee vor der Zeit, Summen zu schnell addiert, Nebel, Wolken. Das alles nimmt Gestalt an.“

„Jede Urne trägt einen Zylinder, ist es das, was Du meinst?“

„Ich trage meine Sonnenbrille und färbe meine Zähne schwarz, um gut auszusehen, frage mich nichts über irgendetwas, sonst könnte ich Dir die Wahrheit erzählen.“

„Ich bin es nicht, nach dem Du Ausschau hältst?“

„Die Zeiten haben sich geändert!“

„Die Zeiten werden sich ändern?“

„Das hat T.S. Elliot gesagt! Ich sage, wenn Du mich in Deinem Traum spazierengehen läßt, darfst Du in meinem Traum übernachten!“

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Ein Monat belangloses Geschwätz / Scene Three

Freitag, 29. November 2013 16:36

kaktus gemeinsam

„Ich ist ein Anderer, aber man kommt so selten dazu!“

„Ja. Klar.“

„Sicher?“

„Ich habe heute Nacht auch nicht geschlafen. Ich stand an dieser Kreuzung!

„Hast Du den Deal gemacht?“

„Ich weiß es nicht mehr, aber irgend etwas muß passiert sein heute Nacht! Da war dieses Lied, als ich erwachte und es lief los, bevor ich dazu kam, einen Kaffee zu trinken. Und jetzt ist es da draußen und ich habe schon wieder vergessen, wie ich es sang!“

„Hat das Lied Stacheln?“

„Oh Mann, es muß Stacheln haben. Ein Lied darf man nicht streicheln können!“

„Hast Du Freude daran, anderen Schmerzen zuzufügen?“

„Wenn Du in einer Wüste hängengeblieben bist, und dein Mund voller Sand und Dein Herz rauh und trocken ist wie der große Salzsee, findest Du im Inneren des Kaktus letzte Feuchtigkeit.“

„Hugh!“

„Davon singt Neil!“

„Wovon möchtest Du nicht singen?“

„Davon daß das, was ich am 17. Juni 1997 oder am 3. April 1983 gesagt haben könnte, heute immer noch seine Gültigkeit hat!“

„Leben als Karteikarte!“

„Frag mich was!“

„Wärst Du gerne ein Schwarzer?“

„Ich bin es nicht!“

„Wann träumst Du am liebsten? Nachts oder tagsüber!“

„Tags! Immer tagsüber! Mit offenen Augen! Nachts gehe ich in mir selbst spazieren!“

„Begegnest Du nachts jemandem, der Dir ähnlich ist?“

„Nein, Bildern, Schemen, Schamanen vielleicht. Nein, nachts bleibe ich allein!“

„Stachelig?“

„Cactus! Ja, Mann.“

„Gute Band!“

„Ja, Bedroom Mazurka!“

„Ja, Mann. Schamanenlied.“

„Frauen tanzen länger!“

„Genau!“

„Man muß das Leben in sich aufbewahren!“

„Ja! Die Stacheln!“

„Frauen tanzen länger! Genau! Das Leben!“

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Einen Monat belangloses Geschwätz / Scene Two

Donnerstag, 21. November 2013 18:13

radio

„Songs? Ja! Lieder? Ja!“

„Woher kommen sie?“

„Sie sind einfach da. Sie waren schon immer da!“

„Wo? Im Kopf?“

„Ja! Im Kopf! In der Haut! Leber! Überall!“

„Wem gehören die Lieder?“

„Allen! Niemandem! Gott!“

„Deine Lieder?“

„Kennst Du ‚Alien’?“

„Den Film?“

„Ja, so schießen sie aus der Brust, manche Songs! Und plötzlich sind die Lieder da, man kann sie hören!“

„Und manche erschrecken sich vor ihnen!“

„Au ja, viele erschrecken sich!“

„Warum?“

„Sie erwarten etwas anderes, etwas Neues und sie vergessen, daß sie nicht so schnell vergessen können, wie sie es sich erträumen! Das Alte ist zäh, auch wenn man es nicht mehr sehen kann!“

„Man kann es noch begreifen, anfassen vielleicht?“

„Jeden Morgen, wenn Du Dir das Gesicht wäschst! Wir sammeln alle!“

„Ja. Tage. Niederlagen. Illusionen. Unter den Fingernägeln.“

„Man hat seinen Körper! Nicht mehr!“

„Es gibt Prothesen!“

„Klar! Prothesen! Schallplatten! Phantomschmerzen!“

„Das Radio spricht nicht mehr zu uns, Bob, es schreit uns an!“

„Es wird immer schwerer den Schlaf zu finden!“

„Manchmal braucht man Freunde, Tom.“

„Laß uns über fliegende Wesen reden!“

„Engel?“

„Später!“

„Jüdische Flüche?“

„Mögen alle Deine Zähne ausfallen, bis auf den einen mit dem Zahnschmerz!“

„Mögest Du wachsen wie eine Zwiebel, den Kopf in der Erde, die Füße in der Luft!“

„Möge Gott nach Deinem Lied verlangen und Deine Feinde es singen!“

„Uuuh! Gibt mir nur einen Freund!“

„Schalt ein!“

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Einen Monat belangloses Geschwätz / Scene One

Dienstag, 19. November 2013 21:24

brownsville

„Fertig?“

„Warte!“

„Bob?“

„Du heißt Sam?“

„Heute! Ja, heute heiß’ ich so. Denk ich mal!“

„Sam, ich hab’ ein Lied mitgebracht!“

„Willst Du es singen?“

„Nein, es befindet sich noch in meiner Schreibmaschine!“

„Gibt es eine Frau in diesem Lied?“

„Es gibt keine Lieder, in denen keine Frau wohnt!“

„Und was ist mit Henry Porter?“

„Das einzige, was wir wissen, ist das Henry Porter nicht Henry Porter heißt!“

„Du bist heute Bob?“

„Sie gaben einem von mir diesen Namen!“

„Trägst Du gelegentlich einen Ausweis bei Dir?“

„Ich kenne Menschen, die mich zu kennen meinen, das reicht! Hast Du Bier mitgebracht?“

„Ja, aber es befindet sich noch in meinem Notizbuch! Weißt Du, wo ich am Sonntag war?“

„Hmm?“

„Esch sur Alzette!“

„Eine harte Stadt!“

„Harte Stadt, uuh! Leere Schächte! Portugiesisches Bier! Slips über diesem Tresen an die Wand genagelt! Fußballpokale! Kinderspielzeug!“

„Frauen, die Bier verkaufen?“

„Billiges Bier, aber man muß es trinken! Und die Frauen lachen dich an!“

„Seltsam, Menschen, die zusammen etwas erleiden, haben mehr gemeinsam als die Zufriedenen!“

„Genau! Honey, bleib bei mir und laß uns hoffen, daß das Dach nicht wegfliegt!“

„Ich muß kurz mal telefonieren!“

„Ich erinnere mich noch heute an den Tag, an dem Du mich in der bunten Wüste besuchen kamst! Lange bevor man die Sterne vom Himmel riss!“

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“Siga, siga!” oder wir machen Hellas & Meer 22

Sonntag, 3. November 2013 21:15

hellas43

„Nach Brownsville also, Mahlakioskios?“

Nai! Wir verlassen Arkadien! Hoppa, Budnitrinkhallos!“

„Möge die Zeit stehenbleiben! Arkadien forever!“

„Die Sehnsucht ist eine Hydra, der für jeden abgeschlagenen Kopf drei nachwachsen!“

„Wenn die Welt Dich anlächelt, weißt Du um die Unerfüllbarkeit des Glücks!“

„Aus den Paradiesen der Erinnerung vertreibt Dich nichts, außer der eigene Zweifel!“

„Was nehmen wir demnach mit?“

„Nücht!“

„Das glaube ich nicht!“

„Gut. Es bleibt was kleben!“

„Aber wir wußten es schon?“

„Ahnten!“

„Was?“

„Zitat von Frank Schulz aus Orakel von Ouzo!“

„Gib her, Bär!“

„Daß manchmal muß fahren gegen Baum, um zu sehen, daß gibt keine Millimeter nach.“

„Deshalb waren wir in Hellas?“

„Warum fliegen die Vögel?“

„Ich verstehe! Auf gen Brownsville! Doch, wie kommen wir hin?“

„Das Moped ist vollgetankt!“

„Sie können übers Wasser fahren?“

„Halten Sie sich fest. Vrooummm!!“

„Siga, siga!“

„Oriste?“

„Was sehen Sie im Rückspiegel?“

„Es war wunderbar und wir kommen zurück oder nicht! Ochi, ochi! Es war herrlich!“

„Darf ich ein letztes Lied aussuchen?“

„Von Liebe aber!“

„Doppelgewiß!“

hellas44

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“Siga, siga!” oder wir machen Hellas & Meer 21

Donnerstag, 31. Oktober 2013 23:11

hellas41

„Diese Treppe wären wir nun hinuntergedingst!“

„Gefallen?“

„Gestiegen?“

„Geschritten?“

„Das Leben ist keine Showtreppe!“

„Sind Sie verletzt?“

„Aus Prinzip!“

„Warum?“

„Wegen Sehnsucht!“

„Tut es weh?“

„Ihnen mehr als mir!“

„Phantomschmerz statt Herz!“

„Genau! Wir müssen einpacken!“

„Nehmen wir alles mit?“

„Hoffentlich nicht!“

„Was bleibt?“

„Wir gehen!“

„Die Hüte kommen mit?“

„Und die Masken!“

„Haben wir ausreichend Postkarten geschrieben?“

„Vermutlich!“

„Das ist gut!“

„Aber wir haben sie nicht frankiert!“

„Kommen sie trotzdem an?“

„Manche brauchen länger! Fragen wir die Empfänger!“

„Wer sprach welches Wort?“

„Dieser Reim wird von mir ausgelassen!!“

„Der Ouzo ist leer!“

„Ein letzter Blick aufs Meer!“

„Noch ein Reflex!“

„Hellas ist pleite?“

„A man is a success if he gets up in the morning and goes to bed and in between does what he wants to do!“

“Ist das griechisch?”

“Nein, aber unser nächstes Reiseziel!”

„Wie kommen wir da hin?“

„Kommen Sie mit!“

„Wer werde ich dann sein?“

„Das ist langweilig!“

„Wer bin ich?“

„Noch langweiliger!“

„War ich einer?“

„Gewiß!“

„Dann komm ich mit!“

hellas42

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“Siga, siga!” oder wir machen Hellas & Meer 20

Montag, 28. Oktober 2013 20:39

hellas39

„Der Witz?“

„Ein Jäger auf Bärenjagd. Sitzt da und wartet, und Tatsache; da isser, der Bär. Der Jäger legt an, schießt, als sich der Pulverdampf verzogen hat, geht der Jäger hin und – nix. Keine Bärenleiche. Wundert sich, und da tippt ihm jemand auf die Schulter: der Bär. Tja, sagt der Bär, eine Schangse geb ich dir, wenn du mir einen bläst, laß ich dich laufen. Auch das noch, denkt sich der Jäger, aber was bleibt ihm übrig. Erbittert geht er nach Hause und schwört Rache. Kauft sich `ne Doppeldrillingsbockbüchsflinte oder was, geht wieder in den Wald, und Tatsache, da isser wieder, der Bär. Legt an, schießt, und als sich sich der Pulverdampf verzogen hat, geht der Jäger hin und – nix. Tippt ihm jemand auf die Schulter. Nicht schon wieder, denkt sich der Jäger. Aber nützt ja nix. Diesmal isses noch ekelhafter, und der Jäger geht wutschnaubend nach Hause, kauft sich `n Panzerabwehrgranatwerfer oder was, geht wieder in den Wald, und Tatsache, da isser wieder, der Bär. Jäger zielt, schießt, und als sich der Pulverdampf verzogen hat, tippt ihm der Bär auf die Schulter, schüttelt den Kopf und sagt: Du bist auch nicht nur zum Jagen hier, wa?“

„Weia!“

„Mahler, Sie fallen!“

„Budnikowski, bei Ihnen sieht es nicht besser aus!“

„Wohin dann nun!“

„Zum Meer und zum Ouzo!“

„Mit oder ohne Orakel?“

„Alles!“

„Eine Frage noch! Können Griechen Tango tanzen?“

„Nai!“

hellas40

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