Beiträge vom September, 2010

Blick zurück / Es geht voran / Ein Schrottplatz

Montag, 6. September 2010 20:51

nachbetrachtung2

(Das ist dann schon alles aufregend. Immerhin ist Herr Ernst Albert richtiger Schauspieler und Regisseur, zwar nur in der tiefsten Provinz, aber – nun gut! Und jetzt steht er vor dem Bären, um zu gratulieren. Oder zu kritisieren? Aber als erstes überreicht Eva Pelagia, die teure Gefährtin, die Premierengeschenke. Karotten, noch mal Karotten, Honig, Löwenzahn und eingelegten Lachs. Opulent! Verlegenes Schweigen. Kritik bleibt aus. Lobendes Grinsen! Sehr schön! Ein Stück deutsche Theatergeschichte in den Sack gehauen. Gut so! Dann wird zum Aufbruch gemahnt. Es regnet. Der Bär und der Lütte Stan bitten darum, noch ein paar Minütchen nachzuspüren. Genehmigt.)

„Herr Mahler, wenn ich Sie was fragen dürfte! Oder Dich?“

„Bester Herr von Lippstadt-Budnikowski, bleiben wir beim Formalen! Doch fragen Sie!“

„Und jetzt?“

„Was?“

„Zufrieden?“

„Ich denke, das weiß man erst später!“

„Komisch, gell? Plötzlich ist es vorbei, wie an einem vorbeigerast. Und man war so aufgeregt und dann klappt es doch. Irgendwie!“

„Ja! Ein anderer Zustand. Aber sonst eben auch Arbeit!“

„Da sagen Sie was. Ich habe beinahe den Projektor kaputt gemacht und habe lauter blaue Flecken. Vom Stolpern!“

„Ich dachte schon vom Denken!“

„Müssen Sie eigentlich immer so garstig sein?“

„Bin ich das?“

„Passen Sie bloß auf, daß ich Sie nicht küsse!“

„Da seien alle Musen vor.“

„Ha! Reingefallen. War’n Witz. Äh, die eigentliche Frage!“

„Raus damit!“

„Sind Sie jetzt eigentlich kompletter?“

„Wieso?“

„Na ja, ‚ein Möchtegernheld zieht aus, verliert sich, findet das Unerwartete und kehrt zurück als kompletter Bär!’ So hieß es doch am Anfang!“

„Glauben Sie nicht jeden Quatsch! Wir sind losgelaufen und dann irgendwo angekommen!“

„Und jetzt!“

„Jetzt geht es weiter!“

„Einer biegt rechts ab, der andere links?“

„Einer biegt rechts ab, der andere links!“

„Man sieht sich!“

„Man sieht sich! Wir müssen! Die Aufrechtgeher werden ungeduldig!“

(Ernst Albert und Eva Pelagia bitten zum Aufbruch. Genehmigt. Zwei Fahrräder rollen durch den leichten Frühherbstregen vom Lausebacher See Richtung kleine häßliche Stadt. Die Arbeit wartet. Linker Hand die Lahn. Die Raben fliegen Eskorte. „Hey, Bär. War geil! Komm wieder!“ „Bring den kleenen Stan wieder mit. Cooler Typ!“ „Verkauft Ihr auch Abos?“ Das rufen sie der kleinen Reisegruppe hinterher. Geht doch! Dann, kurz vor der Stadt, rechter Hand ein Schrottplatz. Archibald Mahler bittet, man möge anhalten.)

„Entschuldigung? Könnt ihr mich hier rauslassen? Mir ist gerade noch etwas Wichtiges aufgefallen. Da muß ich drüber nachdenken. Bevor der Herbst kommt! Und dafür ist dieser Platz ideal! Ich komme nach!“

„Hömma Bär Mahler, ich tu Dich Dein Fensterbrett warmhalten. Und erkält Dich nich. Iss Herbst, iss kalt! Hat meine Omma immer gesacht! Hau rein, alte Knattercharge!“

„Bis die Tage!“

(Und Archibald Mahler, ab sofort wieder nachdenkender Privatbär, spürt in diesem Augenblick, daß die Einsamkeit durchaus ihre Vorteile haben kann. Gelegentlich!)

„Bis bald! Von einer neuen Baustelle!“ Sagt der Bär!

Thema: Musentempel | Kommentare deaktiviert | Autor: Christian Lugerth

Und dann war schon wieder alles rum und die Sommerseespiele Lausebach 2010 Historie

Sonntag, 5. September 2010 20:51

applaus

(Zögerlich und recht spärlich tröpfelnd erhob sich der Applaus aus den Reihen der Schauer. Man war sich nicht wirklich sicher. War es das? Das Ende? Die Bisamratte und ihr dreibeiniger Onkel zogen an mit dem Geklatsche. Sie waren müde und der Onkel hatte Phantomschmerzen im fehlenden Bein. Man wollte einfach nur nach Hause. Die Schwanenfamilie und ihre adoptierten Nilgansküken waren verunsichert. Man hatte eher etwas Leichtes zum Sommerausklang erwartet, eine Komödie mit Happyend und Patchworkfamilie oder ähnlichem Pilcherkram. Und jetzt? Verwirrendes, Orakel und zum Schluß ein schlichtes „Gute Nacht“? Seltsam! Ein dezentes Flügelschlagen schenkten sie dennoch der Kunst. Man konnte also nicht sagen, daß der Saal kochte und sich vor Begeisterung überschlug. Doch als den siebenundsiebzig Raben wieder einfiel, daß ja der Beelzebub eine nicht unerhebliche Rolle in dem so eben zu Ende gegangenen Spektakel gespielt hatte und sie daraufhin ihre insgesamt einhundertvierundfünfzig Schwingen gegeneinander schlugen und außerdem noch ein begeistertes Krächzen folgen ließen, war der Moment gekommen, in dem sich bei Archibald und dem Lütten Stan, die sich vorne an der Rampe brav verbeugten, so etwas wie Erleichterung breit machte. Man begann sogar miteinander zu tuscheln, obwohl dies der offizielle Mimenknigge strengstens verbietet. Nur Rampenschweinchen und eitle Zuneigungsbettler quatschen bei diesem Ritual des Dankes der Schauer an die Akteure. Doch sei es drum, sie sind ja noch Anfänger, die zwei Beiden.)

„Wer macht die Ansage, Herr Mahler! Du?“

„Wie? Was? Was war denn ausgemacht?“

„Nichts!“

„Jetzt lügen Sie aber, Herr von Lippstadt-Budnikowski!“

„Hier? Auf der Bühne? Niemals!“

„Gut! Dann macht die Ansage der Neue Chef der Öffentlichkeitsarbeit!“

„Wer ist denn das?“

„Der, der dumm fragt und der gerade zur Verfügung steht: also Sie!“

„Wären wir nicht an heiligem Orte, würde mir ein böses Wort aus den unschuldigen Lippen rutschen, Herr Mahler!“

(Das Publikum hat inzwischen, von den Mimen unbemerkt, seine Beifallsbekundungen eingestellt. Zwischenrufe sind zu vernehmen. „Gehört das Gemurmel noch zum Stück? Dann würden wir es auch gerne hören!“ „Wenn es dann wirklich mal zu Ende ist, kann man ja vielleicht ein Schild hochhalten! Wäre zumindest kundenfreundlich!“ „Oder einfach das Licht ausschalten! Dann weiß man Bescheid.“ Der Bär schiebt den Hasen also ein Stück näher an die Rampe. Mit liebevoller Gewalt, wie das Chefs eben gerne tun, wenn ihnen nichts anderes einfällt. )

„Ja, erstmal Danke. Sag ich mal. Wir freuen uns über alles, also über Sie und wir danken Ihnen auch fürs Kommen und Klatschen. Ja! Und dann soll ich noch sagen, das heißt, ich will es und freue mich auch sagen zu können: wir haben es gewagt und dann gemacht! Also die ersten Sommerseespiele Lausebach 2010! Und nächstes Jahr, also ob wir nächstes Jahr nochmal, dazu möchte jetzt der Erfinder und Spiritus rector der Festspiele, Herr Archibald Mahler, darstellender Bär vom Brandplatz, auch noch was sagen. Danke und bitte schön.“

(Der Lütte Stan tritt hinter seinen Chef zurück. Der wiederum sendet einen kurzen Satz an seinen Partner.)

„Wir sprechen uns noch, Du Schweinepriester!“

(Nun zum Publikum, lächelnd selbstredend, etwas verkrampft lächelnd, aber: lächelnd.)

„Ich möchte es kurz machen: Wir kommen wieder, keine Frage. Und jetzt kommen Sie gut nach Hause, bevor Freiherr Gottfried von Herbst das Fräulein Else Sommer endgültig vom Acker jagt. Und Hunger hab ich jetzt auch und noch was: ohne meinen kongenialen und Gott sei Dank im richtigen Momenten renitenten Partner, den ehrenwerten Herrn von Lippstadt-Budnikowski zu Datteln hätte ich das Ganze nicht gebacken bekommen. Danke und Tschühüß!“

(Schwer fällt eine Bärenpfote auf die schmalen Schultern des Lütten Stan. Umarmungen. Feuchte Äuglein. Abgang der Schauer. Endlich. Auftritt Ernst Albert und Eva Pelagia mit den Premierengeschenken. Und natürlich den kritischen Anmerkungen. Weia!)

Thema: Musentempel | Kommentare deaktiviert | Autor: Christian Lugerth

Das letzte Wort ist bestenfalls das vorletzte Wort oder Jedes Ende ist lediglich eine Pause!

Samstag, 4. September 2010 20:35

leere buehne

(Da sitzt der Bär wieder. Wie ganz am Anfang des Stückes. Haltung, Bühne, Licht: keine Veränderung festzustellen. Stille. Konzentriert und nachdenklich blickt Archibald ins Publikum. Er versucht sich nicht durch Ernst Alberts Gegenwart beeindrucken zu lassen. „Scheißschauspieler!“, denkt er, aber das nur kurz. Dann atmet er ein – als Mime , kratzt sich am Pöter – privat – und legt los – als beides! Aha! Anderer Text als zu Beginn des Stückes.)

Mit kräftiger Stimme. Alleine nun. Wieder. Blickt zum Himmel. Veränderungen? Keine! Obwohl! Horcht in sich hinein. Der Darm ist tätig. Denkwürdig. Aber auch erfreulich. Denkt nach. Nicht zu vergessen das Bein. Dran! Kratzt sich. Als sei es nie ab gewesen. Plötzliche Angst. Und doch? Wenn diese ganze Reise? Die Worte? Alle? Nein! Nun feierlich. Hier sitze ich, zweihundert Tage nun die Welt betrachtend, kerngesund trotz mancher Blessur und intellektuell höchstwahrscheinlich auf dem…leichtes Zögern….Grund des Honigtopfes angelangt. Vorläufig, gewiß, vorläufig. Keine Eile. Nein! Keine Eile! Pause. Er schließt die Augen. Öffnet sie. Aha. Immer noch allein. Froh darüber. Horcht in sich. Leichtes Denken. Magenrumpeln. Leckt sich seine Lippen. Zeit für Honig. Viel Honig. Sehr viel Honig. Mit leiser Stimme Maßlosigkeit? Nun feste Stimme. Gewiß. Nein. Die Reise und die platten Pfoten sind die Boten der Veränderung! Wachstum! Ernte gar? Horcht wieder in sich. Da! Reste erquicklicher Begegnungen. Subkutan! Erfreulich! Höchst erfreulich! Ungewöhnliche Stille heute. Im Denkapparat. Es raschelt im Gebüsch. Stimmen. Man singt. Irgendwo! Amseln? Wohl nicht! Trotzdem: erfreulich! Sehr erfreulich. Ihn fröstelt. Wieder einmal geht der Sommer. Treulos. Lacht. Treulose kalte Tomate. Weiß nicht, daß ein nächstes Jahr kommt. Keine Ruhe. Lacht nicht mehr. Werde ich da sein? Bei seiner Wiederkehr? Mit fester Stimme nun. Keine Frage. Wir fangen weiterhin an. Lauscht angestrengt. Man singt immer noch. Schön. Habe ich je gesungen? Als kleiner Bär? Damals? Mit einem Bein? Auf zwei Beinen? Archibald, denke nach! Kratzt sich heftig und ausdauernd. So war es. Ein Lied. Ein kleines Lied. Er singt.

Der Tag neigt sich nach Westen

Es dämmert wieder ma-al

Und aus dem Magen…

Springt auf. Ich schaue zurück und es ist derselbe Hunger. Derselbe Hunger, der gestern aus meinen Gedärmen rief. Und vorgestern. Nachdenklich. Und vorvorgestern? Pause. Ach lassen wir das. Was bleibt? Die Fensterbank? Die Fensterbank. Streckt seine Nase in die Luft. So eine Stille! Noch nie solch eine Stille gerochen. Drinnen. Draußen. Zeit für ein Bad. In der Stille. Singt wieder.

Der Tag neigt sich nach Westen

Es dämmert wieder ma-al

Und aus dem Magen….steiget

Der ew’ge Hunger. Gute Nacht!“

(Langsam wird es dunkler. Auf, vor, neben und wahrscheinlich auch unter der Bühne. Ein paar Sekunden sitzt Archibald noch regungslos als Suchender Bär an der Rampe, ein letzter intensiver Blick, aufstehen, ausatmen und ein Lächeln huscht über sein Bärenantlitz. Geschafft. Das war’s. Fast!)

Thema: Musentempel | Kommentare deaktiviert | Autor: Christian Lugerth

„Du hast recht – Quasimodo hatte recht – Mozart hatte recht – Mach Dir keine Gedanken!“ (B.D.)

Freitag, 3. September 2010 11:54

guter koenig

(Die Türe zum Orakel hatte sich geöffnet. Der Bär war eingetreten. Das Orakel ist nur ein Bild. Ein buntes Bild. Es spricht nicht. Noch nicht. Archibald Mahler glaubt einen Moment lang sich an das Gesicht, welches das Bild zeigt, erinnern zu können. Es gelingt ihm nicht. Das ist auch gut so, denn seine Rolle – der Suchende Bär – hat nämlich keinen blassen Schimmer, um wessen Konterfei es sich da handelt. Der Bär zittert etwas, vor Aufregung, vor Erschöpfung und vor Kälte. Dabei zerpflückt er die Rose, die er auf dem ganzen Weg hierher heldenhaft in seinen Pfoten gehalten hatte. Zerriebene Blütenblätter liegen auf dem Bühnenboden. Die Schwanenjungen im Publikum haben das bemerkt. „Mama, das war jetzt nicht gescheit vom dem Bär, gelle!“ Zustimmendes Nicken. Die Raben schwingen sich in die Lüfte und stimmen ein kleines krächzendes Liedchen an. Sie scheinen den Mann auf dem Bild erkannt zu haben. “Meine Geliebte ist wie ein Rabe, der mit zerbrochenen Flügeln auf meinem Fensterbrett sitzt! Die Lahn! Die Lahn ist das.“  “Der Mississippi wird es nicht sein. Ruhe, ihr Nasen!” Das sagt der Schwanenvater. Toneinsatz. Das Orakel spricht.)

„Da bist Du ja! Willkommen!“

„Oh, verdammter Mist!“

„Nette Begrüßung! Was ist los!“

„Ich…tut mir leid…muß ich jetzt wieder gehen?“

„Du störst mich nicht!“

„Aber ich habe die Rose kaputt gemacht!“

„Ich habe nicht die Angewohnheit, Eintritt zu verlangen. Du bist hier, ich sehe Dich und höre Dich. Was willst Du wissen?“

„Au! Wenn ich das so genau wüßte! Auf alle Fälle ganz viel!“

„Drei Fragen!“

„Nur drei?“

„Erstens reicht das, zweitens habe ich das Abendessen auf dem Herd und drittens sind drei Fragen Tradition in Märchen, Sagen und Mythen etcppp.“

„Darf ich kurz nachdenken?“

„Wenn es der Fragenfindung dient!“

(Der Bär schnauft und kratzt sich angestrengt an seinem Pöter. Er reckt seine Nase in die Luft. Dann klatscht er in die Pfoten.)

„Gut. Also, das mit dem tieferen Sinn, oder mit der Antwort auf die Warums und was die Welt so zusammenhält im Innern: gibt es das eigentlich? Und wo?“

„Die Welt wird im Innern zusammengehalten von flüssiger Lava und Unmengen von Schlamm und Gestein und fossilen Resten und unglaublichen Kräften und der Rest ist Hirngespinst der Aufrechtgeher. Sollen sie froh sein, daß der Sturm sie nicht von der Erdoberfläche wegpustet. Das kommt noch früh genug!“

„Auweia!“

„Nächste Frage?“

„Also, die Welt ist ja manchmal sehr aggressiv oder frech zu einem, also auch zu mir. Da wird zum Beispiel auch mal ein Bein abgerissen. Es gibt ja immer wieder diese Katastrophen. Wenn ich zum Beispiel jetzt von einem Tiger angegriffen würde, dann…“

„Was denn für ein Tiger, wieso ein Tiger? Ich bin in meinem ganzen Leben noch keinem einzigen Tiger begegnet. Nächste Frage!“

„Aber ich hab die Frage noch gar nicht richtig gestellt, Herr Orakel!“

„Dein Fehler. Mein Freund, ich in meiner Funktion als Orakel bin ich es nicht gewohnt zu diskutieren! Letzte Frage! Und Du darfst Dir auch viel Zeit nehmen. Du weißt: Denken und so!“

(Also dauert das jetzt. Die Bisamratte nöhlt. „Da bärt sich aber einer aus!“ „Ich weiß, was er fragen wird!“ Das wirft der Kranich ein. „Ja, was denn?“ „Sag ich nicht!“ Das Publikum kommuniziert angeregt. Schön!)

„Psst. Ruhe, da unten. Ich hab noch Text. SO! Jetzt weiß ich, was ich fragen will. Also: Was soll man machen, wenn man morgens aufsteht und sich schon wieder dabei erwischt, daß man etwas erwartet? So was wie Glück oder so?“

„Zähneputzen!“

„Das ist jetzt aber blöd, Herr Schatten. Bären putzen sich die Zähne nicht. Das müßten Sie eigentlich wissen!“

„Ich bin kein Schatten mehr. Wenn ich hier rumhänge als eine Stimme mit Bild oder umgekehrt, bin ich eher so eine Art von guter König, so eine Art von Chimäre. Etwas, das  sich jeder wünscht, ein Antwortapparat oder ein Erlösungskästchen. Meine Antworten sind die Antworten, die Du dir auf Deine Fragen wünschst!“

„Verstehe ich mal wieder nicht!“

„Dann so: Versuche Du doch einmal mir Deine eigene Frage zu beantworten! Als hätte ich sie Dir gestellt!“

„Geht das?“

„Denke schon!“

„Also: Archibald Mahler, erwarten Sie nicht zu viel vom Leben, eine bessere Zeit als jetzt werden Sie nicht haben. Es gibt kein Glück im Leben, es gibt nur ein Wetterleuchten des Glücks. Wissen Sie es zu würdigen! Zehren Sie davon! Abbes Bein war gestern.“

„Sehr schön! Warum siezt Du Dich!“

„Weil das doch eine wichtige Antwort auf eine wichtige Frage war! Oder?“

„Ich danke Dir für Deinen Besuch. Keep on keeping on! Mein Abendessen!“

(Musik. Rauch. Rumgewusel im Nebel. Der Lütte Stan räumt auf. Die Bühne nun leer. Wie ganz am Anfang der Bär allein an der Rampe. Er schielt ins Publikum. Soll er eigentlich nicht! Nun gut. Da stehen jetzt auch Ernst Albert und Eva Pelagia. Ernst Albert grinst. Weil der kleine Bär sich auf den Brettern seiner kleinen Welt wacker schlägt oder weil Robert Zimmermann singt? Beides!)

Thema: Musentempel | Kommentare deaktiviert | Autor: Christian Lugerth